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Gut organisierter Arbeitsschutz

Wie können kleinere und mittlere Betriebe ihren Organisationspflichten nachkommen?

Title: Gut organisierter Arbeitsschutz

Seminar Paper , 2006 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Annelore Steinhart (Author)

Environmental Sciences
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Um die Immanenz des Themas Arbeitsschutz zu verdeutlichen, werden zunächst zwei essentielle Merkmale aufgezeigt, warum der Arbeitschutz in Deutschland als so wichtig angesehen wird. Zum einen leisten sichere und gesunde Arbeitsplätze einen bedeutenden Beitrag zur volkswirtschaftlichen Konkurrenzfähigkeit und dienen der Entlastung des sozialen Systems. Zum anderen begründen die vielen in Deutschland erlassenen Rechtsverordnungen den enormen Stellenwert eines sicheren und gesunden Arbeitsplatzes.
Primär geht es heute nicht mehr „nur“ um die Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten, sondern vielmehr um die Entwicklung integrativer Konzepte und Strategien im Bereich der Arbeitssicherheit. Dabei gilt es, gerade den neuen Herausforderungen der heutigen globalisierten Arbeitswelt und deren vielfältigen Anforderungen, wie beispielsweise das Auftreten von neuen Risiken, gewachsen zu sein. Die Sicherheit und Gesundheit der Berufstätigen verfügt heute über einen autarken Wert, den man auch als unverzichtbaren Wettbewerbsvorteil betrachten kann (Vgl. Bieneck, H. 2005: S.5)
Daher sollten sich kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) darauf konzentrieren, wie Arbeitsschutz gut organisiert werden kann bzw. wie sie diesbezüglich ihren Organisationspflichten nachkommen können. Um sich am Ende dieser Arbeit ein Bild darüber machen zu können, was die Organisationspflicht der klein und mittelständischen Unternehmen ist, bedarf es zunächst einiger grundlegender Informationen. Die vorliegende Arbeit befasst sich daher zunächst mit dem Rechtsgebiet des Arbeitsschutzes, denn gerade darin liegen die wesentlichen Schwierigkeiten, die von den klein und mittelständischen Unternehmen als Flut von Vorgaben, Gesetzen, Verordnungen und Bestimmungen angesehen werden und denen sie häufig ohnmächtig gegenüber stehen. Im Anschluss daran wird die Organisation des Arbeitsschutzes der klein und mittelständischen Unternehmen detailliert ergründet, da gerade die Organisation eine entscheidende Grundvorrausetzung für die Umsetzung des Arbeitsschutzes bildet.

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Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG

2. DAS RECHTSGEBIET DES ARBEITSSCHUTZES

2.1 Die Tragweite des Rechtsgebiets zum Arbeitsschutz

2.2 Warum ist Arbeitsschutz so wichtig?

2.2.1 Die wirtschaftliche Begründung

2.2.2 Die gesetzliche Begründung

2.2.3 Wer überwacht den Arbeitsschutz und ist Träger der Kosten?

3. DIE ORGANISATION DES ARBEITSSCHUTZES IN KMU

3.1 DIE 5 BAUSTEINE FÜR EINEN GUT ORGANISIERTEN BETRIEB

3.1.1 Hinführung zum Leitfaden

3.1.2 Erster Baustein – das Führen und Organisieren

3.1.3 Zweiter Baustein – das Beurteilen von Arbeitsbedingungen

3.1.4 Dritter Baustein – Mitarbeiter beteiligen und unterweisen

3.1.5 Vierter Baustein – die Planung des Arbeitsschutzes

3.1.6 Fünfter Baustein – aus Fehlern lernen

3.2 AMS ein Instrument der Prävention

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) bei der Umsetzung von Arbeitsschutzpflichten und zeigt auf, wie durch eine gut organisierte Arbeitsschutzstruktur sowie den Einsatz von Managementsystemen die Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden kann.

  • Gesetzliche Grundlagen und Anforderungen an den Arbeitsschutz in Deutschland
  • Wirtschaftliche Bedeutung und betriebswirtschaftliche Begründung für KMU
  • Strukturierung der Arbeitsschutzorganisation mittels des 5-Bausteine-Modells
  • Implementierung von Arbeitsschutzmanagementsystemen (AMS) als Präventionsinstrument
  • Fallbeispiel zur praktischen Umsetzung in einem mittelständischen Unternehmen

Auszug aus dem Buch

3.1.3 Zweiter Baustein – das Beurteilen von Arbeitsbedingungen

Der zweite Baustein beinhaltet das Beurteilen von Arbeitsbedingungen, die dafür bindende gesetzliche Grundlage bildet § 5 ArbSchG. Demnach ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, Gefährdungen, die unmittelbar mit der Arbeit verbunden sind, zu ermitteln. Diese ermittelten Gefährdungen bilden die Basis für geeignete Arbeitsschutzmaßnahmen, die der Betrieb in Maßnahmen umsetzen muss. Dabei kann das Kommunikationsnetzwerk innerhalb des Unternehmens dafür genutzt werden, um eine so genannte SWOT (Strengths, Weaknesses, Opportunities und Threats) Analyse durchführen. Dabei kommen sowohl Stärken als auch Schwächen, sowie Chancen und Gefahren zum Vorschein. Dieses ist zwar mit Zeitaufwand verbunden, hilft dem Betrieb jedoch in erheblichem Maße. Beispielsweise können so Betriebsstörungen im Vorfeld unterbunden oder Investitionsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Formvorschriften zur Gefährdungsermittlung gibt es nicht, lediglich eine Arbeitshilfe der BG.

Die Vorgehensweise der Gefährdungsbeurteilung vollzieht sich in drei Schritten. Der erste Schritt beinhaltet eine gute Vorbereitung und Planung, wobei auf Informationsmaterial der BG zurückgegriffen werden kann. Im Wesentlichen besteht ein neuer Anlass zur Gefährdungsbeurteilung dann, wenn es sich um Erstbeurteilungen handelt, neue Maschinen zum Einsatz kommen oder wenn gravierende Änderungen sich in den Tätigkeitsabläufen ergeben. Bereits während der Planung sollten die Mitarbeiter, die Sicherheitsfachkraft und der Betriebsarzt in die Vorgehensweise miteinbezogen werden. Im zweiten Schritt, sollte die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung vollzogen werden, welche im dritten Schritt dokumentiert werden. Eine Dokumentation der Ergebnisse ist gemäß § 6 ArbSchG zwar erst ab einer Betriebsgröße von mindestens zehn Mitarbeitern notwendig, es empfiehlt sich jedoch immer aus Gründen der Nachvollziehbarkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Die Einleitung definiert den Arbeitsschutz rechtlich und betont die Notwendigkeit, KMU bei der Erfüllung ihrer komplexen Organisationspflichten zu unterstützen.

2. DAS RECHTSGEBIET DES ARBEITSSCHUTZES: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung, die wirtschaftliche und gesetzliche Begründung des Arbeitsschutzes sowie die staatlichen und privaten Überwachungsorgane.

3. DIE ORGANISATION DES ARBEITSSCHUTZES IN KMU: Hier werden praxisnahe Lösungsansätze wie das 5-Bausteine-Modell zur Organisation vorgestellt und die Bedeutung von Arbeitsschutzmanagementsystemen als Präventionsinstrumente diskutiert.

4. Das Firmenbeispiel Bosch & Sohn GmbH u. Co. KG: Anhand der Firma boso wird aufgezeigt, wie ein Unternehmen durch konsequentes Qualitätsmanagement und Arbeitsschutzstandards eine Marktführerschaft erreicht hat.

5. Fazit und Zukunftsausblick: Das Fazit resümiert die Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Arbeitsschutz in KMU und fordert ein Umdenken hin zu sicherheitsbewussten Verhaltensweisen und der Einführung von Managementsystemen.

Schlüsselwörter

Arbeitsschutz, Arbeitsschutzgesetz, KMU, Gefährdungsbeurteilung, Arbeitssicherheit, Prävention, Unfallverhütung, Organisationspflicht, Arbeitsschutzmanagementsystem, AMS, Betriebsarzt, Sicherheitsfachkraft, Arbeitnehmer, Gesundheitsschutz, PDCA-Cycle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Organisation des Arbeitsschutzes in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) und zeigt Wege auf, wie diese ihre gesetzlichen Pflichten effektiv umsetzen können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die rechtlichen Rahmenbedingungen, die wirtschaftliche Begründung für Arbeitsschutzmaßnahmen, die praktische Organisation durch Leitfäden und der Einsatz von Managementsystemen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, KMU eine Orientierungshilfe zu bieten, wie Arbeitsschutz trotz begrenzter Ressourcen gut organisiert und in den Betriebsalltag integriert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert primär auf der systematischen Analyse und Auswertung einschlägiger Fachliteratur sowie offizieller Leitfäden von Berufsgenossenschaften.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Rechtsgebiets, die konkrete Umsetzung von Arbeitsschutz durch fünf Bausteine (Führen, Beurteilen, Beteiligen, Planen, Lernen) sowie die Vorstellung von Managementsystemen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?

Wichtige Begriffe sind Arbeitsschutz, KMU, Gefährdungsbeurteilung, Arbeitssicherheit, Prävention und Arbeitsschutzmanagementsystem.

Wie wichtig ist die Rolle des Unternehmers beim Arbeitsschutz?

Der Unternehmer trägt die Hauptverantwortung; sein persönliches Engagement und seine Einstellung zum Arbeitsschutz sind entscheidend dafür, ob Sicherheitsmaßnahmen im Betrieb erfolgreich etabliert werden.

Warum ist das 5-Bausteine-Modell für KMU besonders relevant?

Es dient als praxisorientierter und branchenübergreifender Leitfaden, der KMU hilft, ihre Organisationspflichten übersichtlich und effektiv ohne den Zwang komplexer Zertifizierungen zu erfüllen.

Welche Bedeutung hat das Firmenbeispiel Bosch & Sohn für die Arbeit?

Das Beispiel illustriert, dass die Investition in hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandards langfristig zum wirtschaftlichen Erfolg beiträgt und eine Vorbildfunktion für andere mittelständische Betriebe einnimmt.

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Details

Title
Gut organisierter Arbeitsschutz
Subtitle
Wie können kleinere und mittlere Betriebe ihren Organisationspflichten nachkommen?
College
University of Hohenheim  (Institut für Betriebswirtschaftslehre)
Course
Seminars Angewandtes Umweltmanagement
Grade
1,3
Author
Annelore Steinhart (Author)
Publication Year
2006
Pages
22
Catalog Number
V80366
ISBN (eBook)
9783638870481
ISBN (Book)
9783638870580
Language
German
Tags
Arbeitsschutz Seminars Angewandtes Umweltmanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Annelore Steinhart (Author), 2006, Gut organisierter Arbeitsschutz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80366
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