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Satanismus - Okkultismus

Title: Satanismus - Okkultismus

Seminar Paper , 1993 , 28 Pages , Grade: 2

Autor:in: Christoph Zumbach (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Summary Excerpt Details

Schon als Jugendlicher habe ich mich für Okkultismus, das "Gläserrücken" und alles, was damit in Zusammenhang steht, interessiert. In einem Ski-Weekend habe ich dann das "Gläserrücken" zusammen mit ein paar Kollegen aus Neugier auch einmal ausprobiert. Es war faszinierend zu erleben, wie sich das Glas scheinbar wie von selbst über den Tisch bewegte und Antworten auf unsere Fragen schrieb. Das Besondere dabei waren aber nicht nur die Antworten des "Geistes", den wir anriefen, nein, das Besondere war vielmehr auch die Stimmung, die in jener Nacht in der einsamen Skihütte bei Kerzenlicht herrschte. Dieses Erlebnis werde ich wohl mein ganzes Leben lang nicht mehr vergessen. Allmählich verloren aber jene Ereignisse für mich an Bedeutung. Erst in der Symposiumswoche zum Thema "Jugendliche Extremgruppierungen" kamen mir die damaligen Erlebnisse wieder in den Sinn, und ich wollte mich aus einer gewissen zeitlichen Distanz noch einmal neu mit diesem ganzen Themenkomplex beschäftigen. Das motivierte mich dazu, meine Semesterarbeit über dieses Thema zu schreiben. In der heutigen Zeit, in der sich so vieles in stetigem Wandel befindet und die Jugendlichen, die sich auf der Suche nach ihren eigenen Werten und einem Sinn im Leben befinden, verunsichert werden von einer Vielzahl von Gruppierungen, die eine einfache Lösung auf ihre Fragen anzubieten haben, hat die Beschäftigung mit dem Okkultismus, dem Spiritismus und dem Satanismus wohl eher noch an Bedeutung zugenommen. Da der Nervenkitzel und das Unheimliche, die sich zwangsläufig zur Beschäftigung mit dem Okkulten gesellen, eine gewisse Anziehungskraft auf Jugendliche ausüben, denke ich mir, dass diese Semesterarbeit auch bei anderen zukünftigen Lehrkräften auf Interesse stossen wird.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Inhaltsverzeichnis

2. Einleitung

3. Begriffsdefinitionen

3.1. Satanismus

3.2. Okkultismus

3.3. Spiritismus

4. Geschichte des Satanismus

4.1. Satan im Alten Testament

4.2. Wandlung der Satansvorstellung

4.3. Satan im Neuen Testament

4.4. Die Gnostiker

4.5. Spätgnostische Lehren

4.6. Hexen - Hexenverbrennungen

4.7. Teufelspakt

4.8. Schwarze Magie

4.9. Wandlung des Satansbildes im 16. und 17. Jahrhundert

4.10. Schwarze Messen in Frankreich

4.11. Weiterentwicklung des Satanismus

4.12. Satanismus heute

5. Satanismus, Okkultismus und Spiritismus bei Jugendlichen

5.1. Grundsätzliches

5.2. Durchführung der Schülerumfrage

5.3. Auswertung der Umfrage

6. Konsequenzen für die Schule

7. Bibliographie

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Semesterarbeit untersucht den historischen und gesellschaftlichen Hintergrund von Satanismus, Okkultismus und Spiritismus und analysiert deren Anziehungskraft sowie Auswirkungen auf Jugendliche im Schulkontext.

  • Historische Herleitung des Satansbildes von der Antike bis in die Neuzeit.
  • Kritische Auseinandersetzung mit gnostischen Lehren und Hexenverfolgungen.
  • Psychologische und soziologische Aspekte der Faszination okkulter Praktiken.
  • Empirische Erhebung unter Jugendlichen im Kanton Zürich zu okkulten Erfahrungen.
  • Didaktische Handlungsempfehlungen für den Umgang mit dem Thema an Schulen.

Auszug aus dem Buch

4.4. Die Gnostiker

Unter dem Begriff der "Gnostiker" - vom griechischen Wort für "Erkenntnis" abgeleitet - ist eine Vielzahl von religiösen Gruppierungen zusammengefasst, die sich in den ersten Jahrhunderten nach Christi Geburt im Mittelmeerraum ausbreiteten. Zeitweise waren die Gnostiker so einflussreich, dass sie eine ernste Bedrohung für die junge christliche Kirche darstellten. Daher wurden sie mit allen Mitteln bekämpft und in den Untergrund verdrängt. Doch das Christentum übernahm auch wesentliche Ideen der Gnostiker, nicht zuletzt weil viele Christen eine eigene gnostische Vergangenheit hinter sich hatten. So übten die gnostischen Vorstellungen einen bedeutenden Einfluss auf den religiösen Untergrund des Abendlandes aus.

Die Gnostiker werden von zahlreichen Autoren als die Stammväter der Satanisten angesehen. Darum möchte ich an dieser Stelle die gnostische Lehre kurz beschreiben.

Für die Gnostiker ist die Welt, in der wir leben, mit ihren Kriegen und Ungerechtigkeiten, eine schlechte, von Satan geschaffene Welt. Das einzige Gute in dieser Welt ist der Mensch, genauer gesagt, die menschliche Erkenntnis. Diese Erkenntnis kann nur von Gott kommen, der selbst nicht in dieser Welt lebt.

Im Gott des Alten Testamentes, dem Schöpfergott Jahwe sehen sie folglich Satan. Die Schlange hingegen, die den ersten Menschen im Paradies die Erkenntnis brachte, betrachten sie als einen Gesandten des ewigen Gottes, der später im Neuen Testament seinen Sohn zu den Menschen schickte. Sie verehren Jesus Christus als Gottes Sohn, gleich wie die Christen. Deshalb bezeichnen sich manche Gnostiker auch als Christen und keinesfalls als Satanisten. Was die Gnostiker von den Christen unterscheidet, ist eine andere Deutungsweise von "Gut" und "Böse", speziell im Alten Testament.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Der Autor erläutert seine persönliche Motivation für die Themenwahl, die aus frühen eigenen Erfahrungen mit dem Gläserrücken und dem wachsenden Interesse an der Faszination des Okkulten für Jugendliche resultiert.

Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe Satanismus, Okkultismus und Spiritismus philologisch und inhaltlich definiert, um sie von populärwissenschaftlichen Fehlinterpretationen abzugrenzen.

Geschichte des Satanismus: Ein umfassender historischer Abriss zeichnet die Entwicklung des Satansbildes nach – von der biblischen Figur über gnostische Einflüsse und den Hexenwahn bis hin zum modernen Satanismus.

Satanismus, Okkultismus und Spiritismus bei Jugendlichen: Der Autor präsentiert die Methodik und Ergebnisse einer selbst durchgeführten Schülerumfrage im Kanton Zürich, welche das Interesse und die praktischen Erfahrungen Jugendlicher mit okkulten Phänomenen quantitativ erfasst.

Konsequenzen für die Schule: Basierend auf den Umfrageergebnissen diskutiert der Autor, wie die Schule durch objektive Information und präventive Aufklärung konstruktiv mit dem Interesse der Jugendlichen an okkulten Themen umgehen kann.

Schlüsselwörter

Satanismus, Okkultismus, Spiritismus, Gnostik, Hexenverfolgung, Teufelspakt, Schwarze Messe, Jugendkultur, Gläserrücken, Schülerumfrage, Pädagogik, Religionswissenschaft, Exorzismus, Aberglaube, Weltanschauung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Phänomenen Satanismus, Okkultismus und Spiritismus, wobei sowohl der historische Kontext als auch die aktuelle Relevanz für die Lebenswelt Jugendlicher beleuchtet werden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die historische Entstehung von Teufels- und Satansvorstellungen sowie eine empirische Untersuchung über den Umgang Jugendlicher mit okkulten Praktiken.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Ursprung der Faszination für das Okkulte zu verstehen und daraus didaktische Ansätze für die schulische Arbeit abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche zur Historie und einer quantitativen empirischen Schülerbefragung im Kanton Zürich.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte historische Analyse von der Antike bis zum 20. Jahrhundert sowie die Auswertung der erhobenen Daten über das Interesse Jugendlicher an okkulten Themen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Satanismus, Okkultismus, Jugendliche, Schule, Historie und empirische Umfrage.

Welche Bedeutung kommt der Rolle der Schule in dieser Arbeit zu?

Der Autor argumentiert, dass die Schule eine proaktive, aufklärende Rolle einnehmen sollte, anstatt okkulte Themen durch Verbote zu tabuisieren, um Jugendlichen bei der Verarbeitung ihrer Erfahrungen zu helfen.

Warum wird in der Arbeit der "Hexenhammer" erwähnt?

Das Werk dient als historisches Beispiel dafür, wie verfälschte Schilderungen und Ideologien genutzt wurden, um Feindbilder zu schaffen und Verfolgung zu legitimieren.

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Details

Title
Satanismus - Okkultismus
College
Educational university Zurich  (Reallehrerseminar)
Grade
2
Author
Christoph Zumbach (Author)
Publication Year
1993
Pages
28
Catalog Number
V8046
ISBN (eBook)
9783638151290
Language
German
Tags
Satanismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Zumbach (Author), 1993, Satanismus - Okkultismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8046
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