[...] Einsatz als warenbegleitender
Informationsträger entlang der gesamten (globalen) Wertschöpfungskette ermöglicht
wird.
In dieser Arbeit werden zunächst die betrieblichen Problemstellungen erläutert, die ein Unternehmen zur Einführung von RFID veranlassen können. Weiterhin werden die Risiken und die Nutzenpotenziale der Technologie erläutert. Es folgt ein Überblick über die technischen Grundlagen eines RFID-Systems, Merkmale von Transpondern und Lesegeräten, sowie dessen physische und logische Architektur. Diese Darstellung wird benötigt, um die Schwierigkeiten und Möglichkeiten zu benennen, die aus der Wahl der Komponenten für die Integration und Einführung resultieren.
Im weiteren Verlauf wird auf die eigentliche Kernfrage dieser Arbeit eingegangen. Es wird geklärt, inwieweit sich bei der Einführung eines solchen Systems die bereits bestehende Hardware-/ Softwareinfrastruktur und / oder sogar innerbetriebliche Prozesse ändern bzw. anpassen müssen, um die Nutzung dieser Technologie wirtschaftlich zu gestalten und Vorteile am Markt zu generieren.
Daran schließt eine Marktübersicht von Anbietern im Bereich RFID mit einer Kosten-Nutzen-Betrachtung an und ein Vorgehensmodell einer Einführungsstrategie in der Theorie und Praxis.
Es folgt ein Exkurs in die IT-Compliance. Dort werden die Verpflichtungen von Unternehmen diskutiert, die im Rahmen datenschutzrechtlicher Vorschriften entstehen.
Am Schluss der Arbeit erfolgt ein Ausblick über mögliche zukünftige innerbetrieblichen Veränderungen, den Veränderungen im SCM (Supply Chain Management) und die zukünftigen Entwicklungen der RFID-Technologie.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
2 Betriebliche Problemstellungen/ Motivation der Einführung von RFID Projekten (D. Wilke)
2.1 RFID-Projekte in der Unternehmenspraxis
2.2 Nutzenpotenziale
2.3 Nutzen in der Praxis
2.4 Risikobetrachtung
3 Physische und logische Architektur eines RFID-Systems (T. Wilczek)
3.1.1 Systematisierung eines RFID-Systems
3.1.2 Frequenzbereiche und Trägerfrequenzen
3.2 Bandbreite und Datenübertragungsrate
3.3 Reichweite und Leistung
3.4 Energieversorgung der Transponder
3.5 Kopplungsmethoden
3.5.1 Kapazitive Kopplung (Close-Coupling-Systeme)
3.5.2 Induktive Kopplung (Remote-Coupling-Systeme)
3.5.3 Backscatter-Verfahren (Long-Range-Systeme)
3.6 Speichertechnologie
3.7 Betriebsarten / Duplexverfahren
3.8 Multizugangs- und Antikollisionsverfahren
3.9 Sicherheitsanforderungen und Verschlüsselungsmöglichkeiten
3.10 Bauarten und Bauformen der Transponder
3.11 Extrafunktionen
3.12 Fehlerquellen der Auslesung und Störeffekte
3.13 Kosten
3.14 Lesegeräte
3.14.1 Lesefehler
3.15 Physische Architektur
4 Standardisierung (D. Wilke)
4.1 Transponderstandards
4.1.1 ISO
4.1.2 EPCglobal
4.1.2.1 Vom Auto-ID Center zu EPCglobal
4.1.2.2 EPCglobal heute
4.1.2.3 Gen2-Standard und EPC
4.1.2.4 Das EPCglobal-Netzwerk
4.2 Bewertung
5 Integration in bestehende System (T. Stoltze)
5.1 Lesegerätesteuerung über das Reader Protocol
5.2 Middleware/ Edgeware
5.2.1 Möglichkeiten der Einbindung
5.2.2 Welche Anforderungen sollte eine RFID-Middleware erfüllen
5.2.3 Savant
5.2.4 SAP Auto- ID Infrastructure
5.3 Auswirkungen auf das Anwendungssystem/ Notwendigkeit der Anpassung von Hardware/ Software
5.4 Überbetriebliche Integration
5.4.1 Voraussetzungen für die überbetriebliche Integration
5.4.2 Auswirkungen auf das Supply Chain Management
6 Wirtschaftlichkeit von RFID und Marktübersicht (T. Wilczek)
6.1 Gegenstand von Kosten-Nutzen-Analysen in der RFID
6.2 Marktübersicht und Einschätzung der Marktentwicklung
7 Vorgehensmodell für die Einführung eines RFID- Systems (T.Stoltze)
8 Fallbeispiel: Einführungsstrategie (T. Wilczek)
9 Exkurs IT-Compliance (D. Wilke)
9.1 Corporate Government und Compliance
9.1.1 IT-Compliance
9.1.2 RFID und IT-Compliance
10 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Potenziale, Risiken und betrieblichen Problemstellungen bei der Implementierung der RFID-Technologie. Ziel ist es, die Herausforderungen bei der Integration von RFID-Prozessen in bestehende IT-Landschaften zu analysieren und Lösungsstrategien für eine wirtschaftliche Anwendung im Rahmen des Supply Chain Managements aufzuzeigen.
- Betriebswirtschaftliche Motivation und Nutzenpotenziale der RFID-Einführung.
- Technische Grundlagen sowie physische und logische Systemarchitekturen.
- Standardisierungsansätze und deren Bedeutung für die Interoperabilität.
- Integrationsstrategien, Middleware-Lösungen und IT-Infrastrukturanpassungen.
- Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und Einführungsmodelle unter Berücksichtigung von IT-Compliance.
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Systematisierung eines RFID-Systems
Wenn von „RFID“ die Rede ist, bedeutet dieses nicht, dass es „die“ eine RFID-Technologie gibt. RFID ist ein generischer Begriff und beschreibt allgemein die Identifikation von Objekten oder Lebewesen mittels hochfrequenter Funkwellen. Im engeren Sinne werden aber vor allem transponderbasierte Systeme als RFID bezeichnet. Nahezu jede Verwendung von Transpondern in einem RFID-System stellt unterschiedliche und spezifische Anforderung an das Material, die Form und Bauart und die technische Ausstattung der Tags und der Lesegeräte. Dabei sind dem Variantenreichtum der Einbettung des Chips in „Gehäuse“ verschiedenster Bauformen keine Grenzen gesetzt. Um sich in der Vielfalt der Tags zurechtzufinden werden zunächst wichtige Unterscheidungsmerkmale dargestellt wie z.B. Betriebsfrequenzen, Reichweiten und Betriebsarten eines Systems.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Die Arbeit führt in den Begriff RFID ein und benennt die Problemstellung der Integration in bestehende IT-Infrastrukturen sowie das Ziel der Untersuchung.
2 Betriebliche Problemstellungen/ Motivation der Einführung von RFID Projekten (D. Wilke): Dieses Kapitel beleuchtet die betriebswirtschaftlichen Gründe für RFID, inklusive Nutzenpotenzialen in der Praxis und einer Risikoanalyse.
3 Physische und logische Architektur eines RFID-Systems (T. Wilczek): Hier werden die technischen Grundlagen, wie Frequenzbereiche, Kopplungsmethoden, Speichertechnologien und die Systemarchitektur detailliert erläutert.
4 Standardisierung (D. Wilke): Der Abschnitt behandelt die Notwendigkeit von Standards, insbesondere ISO und EPCglobal, für die weltweite Interoperabilität.
5 Integration in bestehende System (T. Stoltze): Dieses Kapitel konzentriert sich auf die technische Anbindung über Reader-Protokolle, Middleware-Konzepte wie Savant und die notwendigen Anpassungen der IT-Infrastruktur.
6 Wirtschaftlichkeit von RFID und Marktübersicht (T. Wilczek): Es werden Methoden zur Kosten-Nutzen-Analyse diskutiert und ein Überblick über den aktuellen RFID-Markt gegeben.
7 Vorgehensmodell für die Einführung eines RFID- Systems (T.Stoltze): Hier wird ein Phasenmodell für den Prozess der RFID-Einführung von der Analyse bis zur Implementierung vorgestellt.
8 Fallbeispiel: Einführungsstrategie (T. Wilczek): Das Kapitel veranschaulicht theoretische Ansätze anhand der praktischen Vorgehensweise bei einem Fallbeispiel.
9 Exkurs IT-Compliance (D. Wilke): Dieser Exkurs setzt sich mit den rechtlichen Anforderungen, insbesondere Datenschutz und Compliance-Regelungen bei der RFID-Nutzung, auseinander.
10 Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass trotz technischer Vorteile die Wirtschaftlichkeit und Standardisierung kritische Faktoren für die flächendeckende Verbreitung bleiben.
Schlüsselwörter
RFID, Radio Frequency Identification, Transponder, Supply Chain Management, Middleware, Standardisierung, EPCglobal, IT-Compliance, Datensicherheit, Prozessoptimierung, Systemarchitektur, Kosten-Nutzen-Analyse, Auto-ID, Logistik, Barcode.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen und Chancen bei der Integration der RFID-Technologie in bestehende IT-Unternehmensumgebungen.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf technischer Architektur, Standardisierung, betriebswirtschaftlicher Wirtschaftlichkeit und den Anforderungen an die IT-Compliance.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Klärung, welche Problemstellungen bei der Integration von RFID-Prozessen in IT-Landschaften auftreten und wie diese effizient gelöst werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autoren stützen sich auf eine fundierte Literaturanalyse, Fallstudien und Marktanalysen bestehender RFID-Projekte.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert detailliert die physische und logische Architektur, Standards, Middleware-Systeme und bietet ein Vorgehensmodell für die Einführung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind RFID, Supply Chain Management, Middleware, EPCglobal, IT-Compliance und Prozessoptimierung.
Welche Rolle spielt die Middleware bei der RFID-Integration?
Die Middleware fungiert als notwendige Schnittstelle, die Daten filtert, aggregiert und an Anwendungssysteme weiterleitet, um die Komplexität der Hardwareanbindung zu reduzieren.
Warum ist die Standardisierung für RFID so kritisch?
Ohne weltweit einheitliche Standards können Komponenten verschiedener Hersteller nicht kommunizieren, was die Wirtschaftlichkeit und überbetriebliche Anwendung massiv einschränkt.
Welche datenschutzrechtlichen Aspekte sind relevant?
Besonders die Wahrung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung ist bei der Identifikation von Personen oder personenbezogenen Daten im Rahmen von RFID-Einsätzen zentral.
- Quote paper
- Tim Wilczek (Author), Daniela Wilke (Author), Torben Stoltze (Author), 2007, Problemstellungen bei der Integration von RFID-Prozessen in bestehende IT-Landschaften, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80563