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„A very strange sort of woman“

Die zeitgenössische Repräsentation und Propaganda von Königin Elisabeth I. von England

Title: „A very strange sort of woman“

Seminar Paper , 2006 , 35 Pages , Grade: 5.5 (Schweiz)

Autor:in: Bojana Ruf (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization
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Königin Elisabeth I. regierte England und Irland 45 Jahre lang. Sie ist die Hauptfigur der vorliegenden Arbeit, die sich aber nicht als Biographie versteht, sondern vielmehr die zeitgenössische Inszenierung der Königin, also wie Elisabeth I. sich darstellte oder sich von anderen darstellen ließ, beleuchtet. Alleine die Tatsache, dass Elisabeth I. ebenfalls unter den Namen der jungfräulichen Königin bekannt ist und war, deutet darauf hin, dass die Repräsentation ihrer Person sowie ihres königlichen Status außerordentlich kraftvoll und effizient gewesen sein muss.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Propaganda – ein Begriff im Wandel der Zeit

3. Selbstdarstellung in Kindheit und Jugend

3.1 Die frühen Briefe an den Vater und Stiefmutter Katherine Parr

3.2 Ein Geschenk an Bruder Edward

3.3 Der Tide Letter an Halbschwester Mary

4. Der Mythos der Virgin Queen

4.1 Die Reden

4.2 Die Gemälde

4.3 Musik und Literatur

4.4 Von der Repräsentation zur Propaganda

5. „The Heart and Stomach of a King“

6. Schlusswort

7. Bibliographie

8. Anhang

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die zeitgenössische Inszenierung und Repräsentation von Königin Elisabeth I. von England. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Elisabeth I. verschiedene Medien wie Briefe, Gemälde, Literatur und Reden nutzte, um ihre Herrschaft zu legitimieren, sich als weiblicher Souverän in einer männerdominierten Welt zu behaupten und den Mythos der "Virgin Queen" zu konstruieren.

  • Analyse von Selbstdarstellungsstrategien in Jugendjahren
  • Untersuchung der Ikonografie und symbolischen Aufladung von Herrscherporträts
  • Rolle rhetorischer Fähigkeiten und gezielter Propagandamedien
  • Konstruktion und Funktion des Mythos der Jungfräulichkeit
  • Verhältnis zwischen Macht, Geschlecht und politischer Inszenierung

Auszug aus dem Buch

3.1 Die frühen Briefe an den Vater und Stiefmutter Katherine Parr

Bei der Lektüre von Elisabeths Briefen erstaunen den modernen Leser die Reife und das Wissen der jungen Schreiberin. Dies liegt zum einen an der förmlichen Etikette, welcher alle Briefe zu entsprechen hatten und zum anderen an der humanistischen Ausbildung, welche Elisabeth schon seit frühester Kindheit zu teil wurde. So wurde sie von Roger Ascham unterrichtet, einem Professor der Universität Cambridge und Humanisten, der sich von Elisabeths Lerneifer und Intelligenz sehr beeindruckt zeigte. So schrieb er 1550 an seinen deutschen Kollegen John Sturmius, dass Elisabeth. nicht nur sämtliche Schülerinnen an Eifer und Wissen übertreffe, sondern sich auch mit Männern messen könne: „She has the most ardent love for true religion and of the best kind of literature. The constitution of her mind is exempt from female weakness and she is endued within a masculine power of application.“ Starkey sieht in dieser Ausbildung die ersten Grundsteine, welche die Basis für ihre spätere Gewohnheit sich zu inszenieren, legten: Her education focused on rhetoric: that is, on the use of language as a vehicle to communicate thoughts and feelings, and, at least as importantly, to conceal them. Elisabeth had become a mistress of all its mysteries: she could not only perform a script, she could write and direct it too.

Elisabeth lernte also nicht nur Lateinisch, Griechisch, Französisch und Italienisch, sondern sammelte auch erste Erfahrungen in ihrer Eigeninszenierung, Redegewandtheit und Diplomatie; Fähigkeiten, die ihr nicht nur während ihrer Regierungszeit zu Gute kamen, sondern die ihr vor allem dabei halfen, bis dahin zu überleben. Haigh vertritt die Meinung, dass Elisabeth I. sich ihr politisches Wissen während ihrer Jugendjahre aneignete, indem sie den Regierungsstil ihres Vaters und ihrer Geschwister studierte. Denn einen eigentlichen politischen Unterricht genoss die Prinzessin nie.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung umreißt das Thema der Arbeit: die Untersuchung der zeitgenössischen Inszenierung von Elisabeth I. und wie sie ihre Macht durch verschiedene Propagandamedien legitimierte.

2. Propaganda – ein Begriff im Wandel der Zeit: Dieses Kapitel definiert Propaganda als systematisches Mittel zur politischen Beeinflussung und beleuchtet die historische Notwendigkeit der Herrschaftslegitimation durch die Konstruktion vorteilhafter Herrscherbilder.

3. Selbstdarstellung in Kindheit und Jugend: Der Abschnitt analysiert, wie die junge Prinzessin Elisabeth durch Briefe und Geschenke an ihren Vater und ihre Stiefmutter erste Taktiken der Selbstdarstellung und Diplomatie entwickelte.

4. Der Mythos der Virgin Queen: Hier wird untersucht, wie die Inszenierung als „Virgin Queen“ zur zentralen, legitimierenden Propagandastrategie wurde, um als Frau in einem männlich dominierten Umfeld zu regieren.

5. „The Heart and Stomach of a King“: Dieses Kapitel beleuchtet, wie Elisabeth I. durch die Betonung männlicher Attribute und rhetorische Schlagfertigkeit den Vorurteilen ihrer Zeit begegnete und ihre Autorität als weiblicher Souverän festigte.

6. Schlusswort: Das Fazit fasst zusammen, dass die Inszenierung der Königin ein bewusster, lebenslanger Prozess war, der weit in ihre Kindheit zurückreichte und die Grundlage für ihre langjährige Herrschaft bildete.

Schlüsselwörter

Elisabeth I., England, Propaganda, Repräsentation, Virgin Queen, Selbstdarstellung, Monarchin, Geschlecht, Herrschaftslegitimation, Ikonografie, Briefe, Politik, Inszenierung, Tudor, Macht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Königin Elisabeth I. von England ihre Herrschaft durch gezielte Selbstdarstellung und Propagandamaßnahmen inszenierte, um ihren Anspruch auf den Thron zu festigen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Entwicklung von Repräsentationstechniken von der Kindheit bis zur Regierungszeit, die Rolle der Geschlechterrollen, der Mythos der "Virgin Queen" sowie die Nutzung von Medien wie Kunst, Literatur und Rhetorik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu zeigen, dass die berühmte Inszenierung Elisabeths I. nicht nur ein späteres Konstrukt war, sondern ihre Wurzeln in den Überlebensstrategien ihrer Kindheit und Jugend hatte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse historischer Quellen wie Briefe, Reden, Gemälde und zeitgenössische literarische Werke, unter Einbeziehung geschichtswissenschaftlicher und politikwissenschaftlicher Ansätze zur Herrschaftsanalyse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die frühen Briefe der Prinzessin, die rhetorischen Strategien in ihren Parlamentsreden, die symbolische Ikonografie ihrer Porträts sowie die literarische Verarbeitung ihrer Gestalt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Propaganda, Inszenierung, Repräsentation, Virgin Queen, Geschlecht, Macht, Herrschaftslegitimation und die frühe Ausbildung der Prinzessin.

Warum war die Konstruktion der Jungfräulichkeit so wichtig für Elisabeth I.?

Sie diente als notwendige Repräsentationsform, um als unverheiratete Frau in einer männlich dominierten politischen Welt ohne Ehegatten legitim und eigenständig regieren zu können.

Welche Rolle spielte die Kindheit für die spätere Propaganda der Königin?

In ihrer Kindheit lernte Elisabeth durch das Schreiben von Briefen und Geschenken, ihre Fähigkeiten, ihren Verstand und ihre Loyalität gegenüber dem Vater rhetorisch geschickt zu präsentieren, was sie später als Königin professionalisierte.

Inwieweit konnte Elisabeth ihre eigene Inszenierung kontrollieren?

Obwohl sie ihre Propaganda maßgeblich selbst steuerte, zeigt die Arbeit, dass sie im Laufe ihrer Herrschaft die Kontrolle über die Verbreitung von Bildern und Gerüchten nicht immer vollständig behalten konnte.

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Details

Title
„A very strange sort of woman“
Subtitle
Die zeitgenössische Repräsentation und Propaganda von Königin Elisabeth I. von England
College
University of Basel  (Historisches Seminar)
Course
Seminar HerrscherInnenbilder
Grade
5.5 (Schweiz)
Author
Bojana Ruf (Author)
Publication Year
2006
Pages
35
Catalog Number
V80589
ISBN (eBook)
9783638878876
Language
German
Tags
Seminar HerrscherInnenbilder
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bojana Ruf (Author), 2006, „A very strange sort of woman“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80589
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