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Streit in einer Talkshow

Eine linguistische Untersuchung am Fallbeispiel der Sendung: "Menschen bei Maischberger"

Titel: Streit in einer Talkshow

Hausarbeit , 2007 , 19 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Angelika Hein (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Einleitung in das Thema: Streitgespräche im Alltag und im Fernsehen
"Gegner glauben uns zu widerlegen, wenn sie ihre Meinung wiederholen und auf die unsrige nicht achten" , notierte schon Johann Wolfgang von Goethe zum Thema Streit. Streit ist etwas Alltägliches, jeder hat sofort eine persönliche Assoziation dazu.
Um einen Streit linguistisch zu untersuchen, bedarf es einer Audioaufnahme und eines davon angefertigten Transkripts. Da ein Streit immer spontan auftritt, lässt er sich schwer festhalten. Niemand wird sofort ein Aufnahmegerät zur Hand haben, um ihn aufzuzeichnen. Auch wenn es Linguisten in der Sprachforschung gelungen ist, Streitgespräche mittels Aufnahmegeräten festzuhalten und diese zu transkribieren, so fehlen doch in der Transkription die Emotionen, um den Streit im Nachhinein als Außenstehender nachvollziehen zu können.
Aus diesen Gründen habe ich es vorgezogen, ein Streitgespräch in der Talkshow „Menschen bei Maischberger“ zu analysieren.
Um sich dem Begriff „Streit“ jedoch erst einmal anzunähern, bedarf es einer Eingrenzung. Deshalb soll zunächst auf den Begriff „Streit“ eingegan-gen werden. Was bedeutet er? Ist das Wort „ Streit“ synonym für das Wort „Konflikt“?
Im weiteren Verlauf sollen folgende Fragen beantwortet werden: Wie entsteht ein Streit? Wer ist dafür verantwortlich, dass er eskaliert oder auch deeskalieren kann? Was unterscheidet das Streitgespräch von anderen Gesprächen?
Daran werden sich die Fragen anschließen, ob das Fernsehgespräch dem Alltagsgespräch gleichzusetzen ist und ob Macher von Talksendungen gerade daran interessiert sind, dass sich ihre Gäste untereinander Wortgefechte liefern? Lassen sich diese Streitereien vorhersehen oder werden sie gar von den Medien inszeniert? Im Folgenden werden die sprachlichen Auffälligkeiten des Streites anhand der Sendung vom 30.05.2006 „Menschen bei Maischberger“ mit dem Thema: “Freud ist schuld: Schluss mit dem Sexwahn?“ analysiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung in das Thema: Streitgespräche im Alltag und im Fernsehen

2. Bedeutung der Begriffe: „Streit“ und „Konflikt“ in der Linguistik

3. Die Unterschiede zwischen Streit- und Alltagsgesprächen

4. Spezifische Phänomene des Streitgesprächs

4.1 Eskalation und Deeskalation eines Streites

4.2 Streitbeendigung

5. Gesprächsbedingungen in Talkshows

6. Gesprächsanalyse der Talkshow „Menschen bei Maischberger“mit dem Thema: „Freud ist schuld: Schluss mit dem Sexwahn?“ vom 30.05.2006

6.1 Vorstellung der Gäste mit Sitztordung

6.2 Kurze Bemerkung zum Studioaufbau und zur Sitzordnung

7. Transkriptionspassagen der Sendung

7.1 Transkription mit Randbemerkungen zu spezifischen lingu-istischen Phänomenen des Streitgesprächs

7.2 Linguistische Analyse zu den spezifische Phänomenen des transkribierten Streitgesprächs

7.3 Transkription mit Randbemerkungen zu den Eskalations- und Deeskalationsphasen in einem Streitgespräch

7.4 Linguistische Analyse des Streitgesprächs zu den Es- und Deeskalationsphasen des transkribierten Streitgesprächs

7.5 Linguistische Analyse zu der Streitbeendigung des transkribierten Gesprächs

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht linguistisch, wie Streitgespräche in der Talkshow "Menschen bei Maischberger" entstehen, verlaufen und beendet werden, wobei die Forschungsfrage darauf abzielt, ob diese Fernsehgespräche inszeniert sind und sprachliche Charakteristika von alltäglichen Streitgesprächen aufweisen.

  • Definition und Abgrenzung der Begriffe „Streit“ und „Konflikt“.
  • Linguistische Analyse spezifischer Phänomene in Streitgesprächen (Eskalation/Deeskalation).
  • Untersuchung der inszenierten Rahmenbedingungen von Talkshows.
  • Transkription und Auswertung eines konkreten Gesprächsausschnitts aus einer TV-Sendung.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung in das Thema: Streitgespräche im Alltag und im Fernsehen

"Gegner glauben uns zu widerlegen, wenn sie ihre Meinung wiederholen und auf die unsrige nicht achten", notierte schon Johann Wolfgang von Goethe zum Thema Streit. Streit ist etwas Alltägliches, jeder hat sofort eine persönliche Assoziation dazu.

Um einen Streit linguistisch zu untersuchen, bedarf es einer Audioaufnahme und eines davon angefertigten Transkripts. Da ein Streit immer spontan auftritt, lässt er sich schwer festhalten. Niemand wird sofort ein Aufnahmegerät zur Hand haben, um ihn aufzuzeichnen. Auch wenn es Linguisten in der Sprachforschung gelungen ist, Streitgespräche mittels Aufnahmegeräten festzuhalten und diese zu transkribieren, so fehlen doch in der Transkription die Emotionen, um den Streit im Nachhinein als Außenstehender nachvollziehen zu können.

Aus diesen Gründen habe ich es vorgezogen, ein Streitgespräch in der Talkshow „Menschen bei Maischberger“ zu analysieren.

Um sich dem Begriff „Streit“ jedoch erst einmal anzunähern, bedarf es einer Eingrenzung. Deshalb soll zunächst auf den Begriff „Streit“ eingegangen werden. Was bedeutet er? Ist das Wort „Streit“ synonym für das Wort „Konflikt“?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung in das Thema: Streitgespräche im Alltag und im Fernsehen: Die Einleitung motiviert die linguistische Untersuchung von Streitgesprächen und begründet die Wahl des Fallbeispiels der Talkshow "Menschen bei Maischberger".

2. Bedeutung der Begriffe: „Streit“ und „Konflikt“ in der Linguistik: Dieses Kapitel differenziert die Begriffe Streit und Konflikt als verbale Form der Auseinandersetzung im zwischenmenschlichen Bereich.

3. Die Unterschiede zwischen Streit- und Alltagsgesprächen: Es werden die Störung der kooperativen Basis als zentrales Merkmal für die Unterscheidung von Streitgesprächen zu alltäglichen Gesprächen hervorgehoben.

4. Spezifische Phänomene des Streitgesprächs: Hier werden zentrale linguistische Merkmale wie Redeüberlappungen, Meinungsmarkierer, Generalisierungen und Imageverletzungen detailliert beschrieben.

4.1 Eskalation und Deeskalation eines Streites: Dieses Unterkapitel analysiert verbale Strategien, die zur Steigerung oder Minderung des Streitniveaus führen.

4.2 Streitbeendigung: Es werden drei grundlegende Möglichkeiten zur Beendigung eines Streits nach Schwitalla vorgestellt.

5. Gesprächsbedingungen in Talkshows: Das Kapitel beleuchtet die künstlichen, durch Regie und Rahmenbedingungen beeinflussten Kommunikationsbedingungen im Fernseh-Talk.

6. Gesprächsanalyse der Talkshow „Menschen bei Maischberger“mit dem Thema: „Freud ist schuld: Schluss mit dem Sexwahn?“ vom 30.05.2006: Der analytische Teil beginnt mit der Kontextualisierung der Sendung, einschließlich der Gästevorstellung und Studiobeschreibung.

6.1 Vorstellung der Gäste mit Sitztordung: Die Reihenfolge und Rollen der Gäste werden für das Verständnis der Gesprächsdynamik erläutert.

6.2 Kurze Bemerkung zum Studioaufbau und zur Sitzordnung: Es wird dargelegt, wie die inszenierte Wohnzimmeratmosphäre und Sitzordnung die Interaktion beeinflussen.

7. Transkriptionspassagen der Sendung: Einleitung zur methodischen Vorgehensweise bei der Transkription des ausgewählten Gesprächsabschnitts.

7.1 Transkription mit Randbemerkungen zu spezifischen linguistischen Phänomenen des Streitgesprächs: Das Transkript wird mit Anmerkungen zu linguistischen Auffälligkeiten versehen.

7.2 Linguistische Analyse zu den spezifische Phänomenen des transkribierten Streitgesprächs: Die im Transkript identifizierten Phänomene werden systematisch linguistisch ausgewertet.

7.3 Transkription mit Randbemerkungen zu den Eskalations- und Deeskalationsphasen in einem Streitgespräch: Ein zweites Transkript zeigt den Verlauf von Eskalationsstufen und Beruhigungsphasen.

7.4 Linguistische Analyse des Streitgesprächs zu den Es- und Deeskalationsphasen des transkribierten Streitgesprächs: Dieser Teil wertet die Eskalations- und Deeskalationsdynamik zwischen den Streitparteien aus.

7.5 Linguistische Analyse zu der Streitbeendigung des transkribierten Gesprächs: Analyse der sprachlichen Mittel, die schließlich zur Entschärfung und Beendigung des Streits führen.

8. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, wobei die Inszenierung durch die Talkshow-Macher bestätigt und die linguistische Übereinstimmung mit alltäglichen Streitstrukturen hervorgehoben wird.

Schlüsselwörter

Streitgespräch, Konflikt, Linguistische Gesprächsanalyse, Eskalation, Deeskalation, Talkshow, Menschen bei Maischberger, Sprachliche Phänomene, Rhetorik, Inszenierung, Kommunikation, Redeüberlappung, Imageverletzung, Transkription, Alltagsgespräch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht linguistisch die sprachlichen Merkmale von Streitgesprächen am Beispiel einer ausgewählten TV-Talkshow.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die linguistische Definition von Streit und Konflikt, Merkmale von Streitgesprächen (wie Eskalation) sowie die spezifischen Rahmenbedingungen des Formats Talkshow.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, sprachliche Auffälligkeiten in Streitgesprächen zu identifizieren, zu analysieren und zu prüfen, inwieweit Fernseh-Talks mit Alltagsgesprächen vergleichbar oder inszeniert sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine diskursanalytische Methode, basierend auf der Transkription eines Videoausschnitts in Partiturschreibweise und anschließender linguistischer Interpretation.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit theoretischen Grundlagen, den spezifischen Merkmalen von Streitgesprächen, der Analyse der Talkshow-Bedingungen sowie der detaillierten Transkription und linguistischen Auswertung des Fallbeispiels.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Streitgespräch, Konflikt, Eskalation, Deeskalation, Talkshow, linguistische Analyse und Inszenierung.

Wie gehen die Talkshow-Macher mit dem Streitpotenzial um?

Die Macher setzen gezielt auf die Auswahl von Gästen mit konträren Ansichten und ordnen diese strategisch an, um die Streitbereitschaft zu erhöhen und Polarisierung zu erzeugen.

Was zeichnet die Streitführung in dem analysierten Beispiel aus?

Die Beteiligten sind rhetorisch geschult, nutzen gezielt Provokationen, um das Priesteramt oder die Weltanschauung des Gegenübers anzugreifen, und wechseln bewusst zwischen Eskalations- und Beruhigungsphasen.

Wie endet der untersuchte Streit konkret?

Der Streit endet dadurch, dass ein Teilnehmer (Andreas Laun) provozierende Argumente ignoriert, das Thema durch einen Ansprechpartnerwechsel entschärft und schließlich durch ein rhetorisches Einlenken beendet.

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Details

Titel
Streit in einer Talkshow
Untertitel
Eine linguistische Untersuchung am Fallbeispiel der Sendung: "Menschen bei Maischberger"
Hochschule
Universität zu Köln  (Seminar für Deutsche Sprache und ihre Didaktik)
Veranstaltung
Aspekte und Methoden der linguistischen Gesprächsanalyse
Note
1,5
Autor
Angelika Hein (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
19
Katalognummer
V80592
ISBN (eBook)
9783638878883
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Streit Talkshow Aspekte Methoden Gesprächsanalyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Angelika Hein (Autor:in), 2007, Streit in einer Talkshow, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80592
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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