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Der Hindu-Tempel - Mikrokosmos im Makrokosmos?

Komposition und Hintergründe des hinduistischen Tempelbaus

Title: Der Hindu-Tempel - Mikrokosmos im Makrokosmos?

Seminar Paper , 2006 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sven Köhler (Author)

Theology - Comparative Religion Studies
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»Die Architektur ist die erstarrte Musik“, sagte einst FRIEDRICH WILHELM JOSEPH VON SCHELLING. Ich füge hinzu: Lasst uns die Saiten zum Klingen und Schwingen bringen.«
So ist es denn auch die Absicht dieser Arbeit, dem Leser und Betrachter die zugrundeliegende Komposition und die Hintergründe des hinduistischen Tempelbaus als »bedeutendste[m] architektonische[n] Ausdruck einer lebendigen Weltreligion« anhand einer näheren Untersuchung besser verständlich zu machen. Im Mittelpunkt steht hierbei der Grundriss des Hindu-Tempels: Anknüpfend an das obige Zitat stellt er sozusagen den Notenschlüssel dar, ohne den sich die Bedeutung der Notenlinien – respektive des Tempels – nicht erschließen und das geforderte »Klingen und Schwingen« unmöglich werden ließe. Weiterhin soll in den anschließenden Ausführungen stets der Titel dieser Arbeit präsent sein: Kann der Hindu-Tempel ob seiner zahlreichen und nachfolgend näher beschriebenen – kosmologischen, mythologischen sowie astronomischen Beziehungen womöglich als »Miniaturrekonstruktion« des Universums angesehen werden?
Der Komplexität der Thematik ist allerdings eine Beschränkung auf Grundlinien und eine bisweilen starke Vereinfachung geschuldet. Der Leser möge die teils abrupten Übergänge, die sich in einigen Passagen beim Wechsel von der Verallgemeinerung zur detaillierten Beschreibung und umgekehrt ergeben, verzeihen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Hauptteil

1.1 Funktion des Hindu-Tempels

1.2 Architektonische Auffälligkeiten

1.3 Der Tempelgrundriss

1.3.1 Bestimmung des Tempelgrundrisses

1.3.2 Das Vastupurushamandala

1.3.3 Bedeutung des Vastupurushamandalas

1.3.4 Typen des Vastupurushamandalas

1.3.5 Mandukamandala und Paramasaayikamandala

1.4 Bedeutung der Mathematik für den Tempelbau

2 Schlussbetrachtung

3 Literatur- und Quellenverzeichnis

3.1 Printquellen

3.2 Onlinequellen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Hindu-Tempel als religiöses und architektonisches Symbol, um zu ergründen, ob er als eine Miniaturrekonstruktion des Universums verstanden werden kann. Dabei steht insbesondere der mathematisch fundierte Grundriss im Fokus der Analyse.

  • Die Funktion des Hindu-Tempels als Verbindung zwischen Göttern und Menschen.
  • Die architektonische Symbolik von Bergen und Höhlen.
  • Die Bedeutung und Konstruktion des Vastupurushamandala.
  • Der Einfluss mathematischer Prinzipien auf den Tempelbau.
  • Die Identifikation des Tempels als Mikrokosmos im Makrokosmos.

Auszug aus dem Buch

1.3.2.2 Purusha

Purusha, der Kosmische Mann, ist der indischen Mythologie zufolge eine Art Uriese, der geopfert wird und aus dessen Gliedern die Welt entstanden ist: „Tausendköpfig, tausendäugig, tausendfüßig ist Purusha: Er bedeckte vollständig die Erde und erhob sich noch zehn Finger hoch darüber.“ Diese Gestalt wird mit den Schöpfungsprozessen des Universums und der ihr zugrundeliegenden Struktur gleichgesetzt.

Das Thema des Kosmischen Mannes, der die Quelle alles vom Menschen geschaffenen ist, wurde von der indischen Architektur in die Konzeption des Vastupurushamandalas übernommen. In den meisten Fällen enthält das Mandala, das nachfolgend betrachtet werden wird, ein diagonal eingepasstes Bild des Kosmischen Mannes, wobei jedes Quadrat mit einer Partie seines Körpers verbunden ist. Ein besonderer Stellenwert kommt hierbei dem Bauchnabel des Purusha zu: Dieser liegt genau im Zentrum des Mandalas, da aus seinem Nabel das Weltall erschaffen wurde.

Er offenbart die ganze Schöpfung auf seinem Körper und gewährt durch sein Rückgrat, auf dem der Tempel später errichtet wird, Zugang zu den höheren und heiligeren Sphären, das man mit der vertikalen Achse gleichsetzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Hauptteil: Dieser Teil führt in die Funktion des Hindu-Tempels ein, erläutert die architektonischen Besonderheiten wie die Berg- und Höhlensymbolik und analysiert detailliert den Grundriss sowie dessen mathematische Grundlagen.

2 Schlussbetrachtung: Hier werden die Ergebnisse zusammengefasst und bestätigt, dass der Tempel eine Miniaturrekonstruktion des Universums darstellt, die den Betrachter zur vertieften Auseinandersetzung einlädt.

3 Literatur- und Quellenverzeichnis: Dieses Kapitel listet sämtliche herangezogenen Print- und Onlinequellen auf, die der wissenschaftlichen Fundierung der Arbeit dienen.

Schlüsselwörter

Hindu-Tempel, Vastupurushamandala, Purusha, Architektur, Kosmos, Mikrokosmos, Mathematik, Grundriss, Religionswissenschaft, Schöpfung, Mandukamandala, Paramasaayikamandala, Symbolik, Tempelbau, Heiligkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Architektur des Hindu-Tempels und untersucht dessen symbolische Bedeutung als Abbild des Kosmos.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die religiöse Funktion des Tempels, architektonische Metaphern wie Berg und Höhle sowie die geometrische Konzeption des Grundrisses.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, ob der Hindu-Tempel als eine Miniaturrekonstruktion des Universums angesehen werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine religionswissenschaftliche Analyse auf Basis von Fachliteratur und Architekturtheorien, unter Einbeziehung von Diagrammen und Bildmaterial.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Funktion des Tempels, architektonische Auffälligkeiten, die tiefgehende Analyse des Grundrisses und die Rolle der Mathematik beim Bau.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Vastupurushamandala, Mikrokosmos, Purusha und kosmologische Symbolik charakterisiert.

Warum spielt der Purusha eine so wichtige Rolle im Grundriss?

Der Purusha symbolisiert den Kosmischen Mann, auf dessen Körper die Schöpfung basiert; sein Abbild dient als Strukturvorlage für den gesamten Tempelgrundriss.

Was ist der Unterschied zwischen Mandukamandala und Paramasaayikamandala?

Es sind die beiden Haupttypen des Vastupurushamandalas, die aus 64 beziehungsweise 81 Quadraten bestehen und unterschiedliche mathematische und spirituelle Anordnungen ermöglichen.

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Details

Title
Der Hindu-Tempel - Mikrokosmos im Makrokosmos?
Subtitle
Komposition und Hintergründe des hinduistischen Tempelbaus
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
1,0
Author
Sven Köhler (Author)
Publication Year
2006
Pages
24
Catalog Number
V80671
ISBN (eBook)
9783638879378
ISBN (Book)
9783638879453
Language
German
Tags
Hindu-Tempel Mikrokosmos Makrokosmos
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sven Köhler (Author), 2006, Der Hindu-Tempel - Mikrokosmos im Makrokosmos?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80671
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