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Vergleich der Politikvermittlung privater und öffentlich-rechtlicher Fernsehsender anhand ausgewählter Nachrichtensendungen

Title: Vergleich der Politikvermittlung privater und öffentlich-rechtlicher Fernsehsender anhand ausgewählter Nachrichtensendungen

Seminar Paper , 2007 , 38 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Ch. Bolten (Author)

Politics - Miscellaneous
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Während jeder Mensch täglich in „seiner kleinen Welt“ lebt, dort eigene Erfahrungen sammelt, beim Einkauf durch Erzählungen Neuigkeiten aus dem Ort erfährt und ihm gelegentlich über ein „Lauffeuer“ aktuelle Ereignisse aus dem näheren Umkreis zu Ohren kommen, bleiben ihm die Geschehnisse und Ereignisse aus der Region, Deutschland und der Welt jedoch weitestgehend verschlossen - gäbe es nicht „Nachrichten“, die uns täglich wie durch ein Fenster einen, wenn auch nur begrenzten Blick auf die Welt ermöglichen.
„Lasst uns noch eben die Nachrichten sehen, bevor der Film beginnt“, könnte ein typischer Satz einer Person lauten, die, bevor sie sich entspannt zurücklehnt, um sich für den Rest des Tages unterhalten zu lassen, „noch eben wissen möchte, was in der Welt so passiert ist“. „Die Nachrichten“ gucken! Welche Nachrichten gucken? Heute scheint es regelrecht so, als gäbe es nicht mehr die Nachrichten, sondern eine wahre Flut an Informationen des Tages, die von den unterschiedlichsten Programmanbietern differenziert aufgearbeitet und ausgestrahlt werden.
Der Rezipient kann in Folge dessen frei entscheiden, welchen Typus von Informationen und auf welche Art und Weise er sich diese präsentieren lassen möchte.
Bevorzugt er die unterhaltsamen, breitgefächerten „News to use“ 1 von „RTL Aktuell“, weil er die „Tagesschau“ der ARD als traditionelle, anspruchsvolle „Sprechersendung“ (vgl. Wittwen 1995, S. 30) „spießig und langweilig“ findet, oder zieht er die abwechslungsreiche Mischung aus Information und Boulevard der „Sat.1–News“ den multiperspektivischen „heute-Nachrichten“ vor, die tiefgründige Hintergründe vermitteln und mit einer Vielzahl an Berichten und Kommentaren die
Ansprüche politikinteressierter Zuschauer erfüllt?

In der vorliegenden Hausarbeit soll die Politikvermittlung der Hauptnachrichtensendungen der ARD, des ZDF, von RTL und Sat.1 im Mittelpunkt stehen. Ziel dieser Hausarbeit ist, zu erfassen, in wie weit Parallelen und konvergente Entwicklungen zwischen den Nachrichten der öffentlich-rechtlichen und den privaten Sendern bestehen, in welchen Bereichen markante Unterschiede existieren und ob
das Image der Privatsender, mehr Unterhaltungs- als Informationsnachrichten zu senden, der Realität entspricht. Dazu werden ausgewählte Sendungen sowie Meldungen analysiert und die Ergebnisse miteinander verglichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entwicklung der Rundfunkanbieter seit 1945

3. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk und die Hauptnachrichtensendungen

3.1 ARD

3.2 ZDF

4. Der private Rundfunk und die Hauptnachrichtensendungen

4.1 Sat.1

4.2 RTL

5. Nachrichten – „Ein reales Fenster zur Welt?“

5.1 Dramaturgie

5.1.1Personalisierung

5.2 Auditive Gestaltung

5.3 Visuelle Gestaltung

6. Analyse

6.1 Analyse der vier Hauptnachrichtensendungen

6.1.1 „Tagesschau“

6.1.2 „heute“

6.1.3 „Sat.1 News“

6.1.4 „RTL Aktuell“

6.2 Inhalt des Ereignisses „Guantanamo-Geständnis“

6.3 Analyse der Beiträge zum Ereignis „Guantanamo-Geständnis“

6.3.1 „Guantanamo-Geständnis“ in der „Tagesschau“

6.3.2 „Guantanamo-Geständnis“ in „heute“

6.3.3 „Guantanamo-Geständnis in den „Sat.1 News“

6.3.4 „Guantanamo-Geständnis“ in „RTL Aktuell“

6.4 Inhalt des Ereignisses „Erhöhte Terrorgefahr in Deutschland“

6.5 Analyse der Beiträge zum Ereignis „Erhöhte Terrorgefahr in Deutschland“

6.5.1 „Erhöhte Terrorgefahr in Deutschland“ in der „Tagesschau“

6.5.2 „Erhöhte Terrorgefahr in Deutschland“ in „heute“

6.5.3 „Erhöhte Terrorgefahr in Deutschland“ in den „Sat.1 News“

6.5.4 „Erhöhte Terrorgefahr in Deutschland“ in „RTL Aktuell“

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Ziel dieser Arbeit ist es, die Politikvermittlung in den Hauptnachrichtensendungen von ARD, ZDF, RTL und Sat.1 zu vergleichen, um Parallelen sowie Unterschiede aufzuzeigen und zu prüfen, ob das Image der Privatsender hinsichtlich einer stärkeren Unterhaltungsausrichtung der Realität entspricht.

  • Struktureller Vergleich des dualen Rundfunksystems in Deutschland
  • Analyse journalistischer Darstellungsformen und Dramaturgie in Nachrichten
  • Untersuchung der Themenpriorisierung zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern
  • Vergleichende Fallstudien zu spezifischen aktuellen Nachrichtenereignissen
  • Bewertung des Einflusses von Senderprofilen auf die Informationsvermittlung

Auszug aus dem Buch

5.1. Dramaturgie

Die Dramaturgie ist ein wesentliches Merkmal jeder Nachrichtensendung und notwendiges Mittel, um den Zuschauer durch die gesamte Sendung zu leiten. Infolge ihrer „Konstruktion“ gleicht eine Nachrichtensendung einer Erzählung mit Einleitung, einem Hauptteil und einem Schluss, sodass allein dadurch eine gewisse Dramaturgie hergestellt ist (vgl. Kamps/Meckel 1998, S. 19).

Die Bedeutsamkeit einer Mitteilung innerhalb einer Nachrichtensendung kann durch ihren Umfang und die Platzierung hervorgehoben werden, sodass Nachrichten von größerer Wichtigkeit in der Regel an den Anfang einer Sendung gestellt sind (vgl. ebd., S. 158). Gewichtige Themen sollten dabei nicht auf einen Bericht über ein emotionales Geschehen folgen, da diese den Rezipienten für einen Moment in ihrer Emotionalität gefangen nehmen können (vgl. ebd., S. 20). Innerhalb einer einzelnen Meldung können formale Gestaltung und ebenso unterschiedliche Erzählprinzipien eine gewisse Spannung bewirken. Man unterscheidet diesbezüglich das „Bilanz-Prinzip“, bei dem zu Beginn der Meldung eine Zusammenfassung genannt wird, das „Prinzip der Wundertüte“, das sich dadurch kennzeichnet, dass wichtige Informationen erst im 2. oder 3. Satz genannt werden und den „Schlagzeileneinstieg“, der dem Zuschauer ermöglicht, sich schon zu Beginn der Nachricht auf das Thema einzustellen (vgl. ebd. S. 177 ff.). Ebenso gelten Überzeichnung, Verfremdung und Stilisierung als dramaturgische Verpackung von Geschehnissen. Je mehr Gefühlsregungen beim Zuschauer verursacht werden, desto mehr Spannung enthält eine Nachricht für den Rezipienten (vgl. Wittwen 1995, S. 15).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Nachrichtensendung als Informationsquelle ein und definiert das Ziel, die Politikvermittlung von ARD, ZDF, RTL und Sat.1 zu vergleichen.

2. Die Entwicklung der Rundfunkanbieter seit 1945: Hier wird der historische Wandel vom öffentlich-rechtlichen Monopol zum dualen Rundfunksystem und die damit verbundenen unterschiedlichen Finanzierungs- und Programmprinzipien erläutert.

3. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk und die Hauptnachrichtensendungen: Dieses Kapitel beschreibt den Grundversorgungsauftrag von ARD und ZDF sowie die spezifischen Profile von „Tagesschau“ und „heute“.

4. Der private Rundfunk und die Hauptnachrichtensendungen: Hier werden die Entstehung des Privatfernsehens und die wirtschaftlich orientierten Sendeprofile von Sat.1 und RTL mit Fokus auf deren Nachrichtensendungen dargelegt.

5. Nachrichten – „Ein reales Fenster zur Welt?“: Dieses Kapitel analysiert journalistische Gestaltungsmittel wie Dramaturgie, Personalisierung sowie auditive und visuelle Elemente als konstruktive Faktoren der Nachrichtenberichterstattung.

6. Analyse: Der Hauptteil vergleicht die vier Sender anhand ihrer Themenstruktur und untersucht konkret die Berichterstattung zu den Ereignissen „Guantanamo-Geständnis“ und „Erhöhte Terrorgefahr in Deutschland“.

Schlüsselwörter

Politikvermittlung, Rundfunksystem, Nachrichtensendung, Tagesschau, heute, Sat.1 News, RTL Aktuell, Infotainment, Dramaturgie, Journalismus, Medienanalyse, Öffentlicher Rundfunk, Privatfernsehen, Informationsvermittlung, Zuschauerbindung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Unterschied in der Politikvermittlung zwischen öffentlich-rechtlichen (ARD, ZDF) und privaten (RTL, Sat.1) Fernsehsendern anhand ihrer Hauptnachrichtensendungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit beleuchtet die Senderprofile, die Struktur von Nachrichtensendungen, dramaturgische Gestaltungsmittel sowie die Art und Weise, wie spezifische politische Ereignisse journalistisch aufbereitet werden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu erfassen, ob Parallelen oder konvergente Entwicklungen bestehen, wo markante Unterschiede liegen und ob die Annahme, dass Privatsender primär unterhaltungsorientiert berichten, der Realität entspricht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine systematische Analyse von Nachrichtensendungen durchgeführt, bei der Themenstruktur, Zeitumfang und die inhaltliche sowie formale Aufbereitung konkreter Ereignisbeispiele verglichen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine allgemeine Themenanalyse der vier Sendungen sowie eine vertiefte vergleichende Untersuchung der Beiträge zu den Ereignissen „Guantanamo-Geständnis“ und „Erhöhte Terrorgefahr in Deutschland“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Politikvermittlung, Infotainment, Dramaturgie, Senderprofile, öffentlich-rechtlicher Rundfunk und privates Fernsehen.

Wie unterscheidet sich die „Tagesschau“ von RTL Aktuell in der Berichterstattung?

Während die „Tagesschau“ einen eher nüchternen, traditionellen Stil pflegt und den Schwerpunkt auf politische Information legt, nutzt RTL Aktuell ein höheres Maß an Infotainment, emotionalisierende Bilder und eine dramaturgisch lebendigere Aufbereitung zur Zuschauerbindung.

Warum berichten private Sender anders über Terrorereignisse als öffentlich-rechtliche Sender?

Private Sender setzen stärker auf Personalisierung und emotionsgeladene visuelle Unterstützung, um ein breiteres, unterhaltungsorientiertes Publikum anzusprechen, während öffentlich-rechtliche Sender tendenziell stärker auf sachliche Stellungnahmen von Politikern und Experten setzen.

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Details

Title
Vergleich der Politikvermittlung privater und öffentlich-rechtlicher Fernsehsender anhand ausgewählter Nachrichtensendungen
College
University of Hildesheim  (Politikwissenschaften)
Course
Politikvermittlung in der Mediendemokratie
Grade
1,0
Author
Ch. Bolten (Author)
Publication Year
2007
Pages
38
Catalog Number
V80678
ISBN (eBook)
9783638879484
Language
German
Tags
Vergleich Politikvermittlung Fernsehsender Nachrichtensendungen Politikvermittlung Mediendemokratie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ch. Bolten (Author), 2007, Vergleich der Politikvermittlung privater und öffentlich-rechtlicher Fernsehsender anhand ausgewählter Nachrichtensendungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80678
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