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Ethnische Minoritäten als sozial-räumlich exkludierte Personengruppe

Title: Ethnische Minoritäten als sozial-räumlich exkludierte Personengruppe

Seminar Paper , 2001 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Axel Hodapp (Author)

Social Work
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Ethnische Minoritäten als sozial-räumlich exkludierte Personengruppe“ und ist im wesentlichen in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil (Gliederungspunkt 2) zeige ich auf, wie bzw. wo bei uns in Deutschland Exklusion von ethnischen Minoritäten sowohl sozial wie auch räumlich stattfindet. Der zweite Teil besteht aus einem Resümee und einer Stellungnahme zum Thema.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. SOZIAL-RÄUMLICHE EXKLUSION ALS FOLGE VON INTEGRATIONSHEMMNISSEN

2.1 ARBEITSPLATZ

2.2 SCHULE/BILDUNG

2.3 WOHNSITUTATION

2.4 FREIZEITSITUATION

2.5 FAMILÄRE SITUATION

3. FAZIT/STELLUNGNAHME

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die sozial-räumliche Exklusion ethnischer Minoritäten in Deutschland, wobei der Fokus insbesondere auf türkischen Immigranten liegt. Ziel ist es, die strukturellen und alltagsbezogenen Integrationsbarrieren in verschiedenen Lebensbereichen aufzuzeigen und Ansätze zur Verbesserung der Situation kritisch zu diskutieren.

  • Soziale und räumliche Exklusionsmechanismen
  • Die Situation am Arbeitsplatz und Auswirkungen auf die Integration
  • Herausforderungen im Bereich Schule, Bildung und Sozialisation
  • Die Bedeutung der Wohnsituation und Ghettobildung
  • Freizeitverhalten und geschlechtsspezifische Isolation
  • Familiäre Dynamiken und Desintegrationsprozesse

Auszug aus dem Buch

2.1 Arbeitsplatz

Die Ausländer der ersten Generation wurden gezielt für Arbeitsplätze mit niedrigen Qualifikationsanforderungen angeworben, die nicht oder nur schwer mit Deutschen zu besetzen waren. Sie sind auch heute noch überwiegend als Un- oder Angelernte tätig. Der Anteil Ungelernter an der ausländischen Erwerbsbevölkerung lag 1984 bei ca. 67 Prozent. Er sank zwar bis 1994 auf ca. 53 Prozent, lag aber damit immer noch deutlich über den ca. 13 Prozent deutscher Arbeitnehmer (vg. Geißler, R. 1996, S. 217) .

Ein überproportional hoher Anteil verrichtet belastende und gefährliche Arbeiten in Großbetrieben mit Massenproduktion und Schichtarbeit, häufiger als Deutsche werden Ausländer im Akkord beschäftigt, von Arbeitsunfällen sind sie signifikant häufiger betroffen, so daß die Arbeitsbedingungen von Ausländern insgesamt als schlechter beurteilt werden müssen, als die ihrer deutschen Kollegen. Zudem beklagen viele einen Verlust ihrer beruflichen Identität, durch den abrupten Übergang von landwirtschaftlicher oder vorindustriell- handwerklicher Produktion zu industrieller Lohnarbeit mit arbeitsteiligem Fertigungsprozeß und Entfremdung vom Produkt. Verstärkt wird dieses Gefühl durch die berufliche Dequalifizierung am Arbeitsplatz sowie der Tatsache, daß ausländische Arbeiter allgemein und unter ihnen die türkischen im besonderen in der betrieblichen Hirarchie die unterste Rangstufe einnehmen und oft die Arbeitsplätze mit den niedrigsten Qualifikationsanforderungen und dem geringsten Sozialprestige innehaben (vgl. Institut für Zukunftsforschung 1981, S. 122).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung legt den theoretischen Rahmen fest, definiert ethnische Minoritäten und skizziert die Gliederung der Arbeit sowie den Fokus auf sozial-räumliche Exklusionsphänomene.

2. SOZIAL-RÄUMLICHE EXKLUSION ALS FOLGE VON INTEGRATIONSHEMMNISSEN: Dieses Kapitel erläutert die strukturellen Ursachen der Ausgrenzung, wie politisch-rechtliche Ambivalenzen und fehlende individuelle Integrationsmotivation durch Integrationsbarrieren.

2.1 ARBEITSPLATZ: Hier wird dargelegt, wie Ausländer durch Konzentration auf gering qualifizierte Tätigkeiten und schlechte Arbeitsbedingungen in eine mehrfache Exklusion gedrängt werden.

2.2 SCHULE/BILDUNG: Das Kapitel thematisiert die Bildungsdefizite der zweiten und dritten Generation, die Rolle von Koranschulen sowie die schwierige Integration durch Sprachbarrieren und soziale Isolation.

2.3 WOHNSITUTATION: Der Text beschreibt die Problematik der Ghettobildung in Sanierungsgebieten und deren negative Auswirkungen auf die gesellschaftliche Teilhabe.

2.4 FREIZEITSITUATION: Es werden die geschlechtsspezifischen Unterschiede im Freizeitverhalten beleuchtet, die bei Jugendlichen und Erwachsenen oft zu einer weiteren Abkapselung von der deutschen Umwelt führen.

2.5 FAMILÄRE SITUATION: Dieses Kapitel untersucht, wie Migration familiäre Rollenbilder verändert und zu innerfamiliärer Entfremdung oder Isolation führen kann.

3. FAZIT/STELLUNGNAHME: Der Autor resümiert die Ergebnisse, kritisiert den aktuellen Umgang mit der Einwanderungsthematik und fordert stärkere staatliche Investitionen, insbesondere in Sprachförderung.

Schlüsselwörter

Ethnische Minoritäten, soziale Exklusion, räumliche Exklusion, Integrationshemmnisse, Arbeitsmigration, Türkische Immigranten, Bildungsdefizite, Ghettoisierung, Freizeitverhalten, Familienstruktur, Diskriminierung, Sprachförderung, Sozialisation, Arbeitslosigkeit, Integration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Mechanismen der sozialen und räumlichen Exklusion von ethnischen Minderheiten, insbesondere von türkischen Migranten in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen den Arbeitsmarkt, das Bildungssystem, die Wohnsituation, das Freizeitverhalten sowie die familiäre Lebenssituation der Betroffenen.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist es, die Faktoren aufzudecken, die trotz langjährigem Aufenthalt zur Ausgrenzung der betroffenen Personen führen, und daraus Handlungsbedarfe für die Sozialpolitik abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse von Sekundärliteratur, Studien und Datenberichten, um die Lebensbedingungen exemplarisch darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in fünf Bereiche, die detailliert aufzeigen, wie Diskriminierung, mangelnde Sprachkenntnisse und soziale Barrieren zu einer Marginalisierung der Migranten führen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Begriffe wie soziale Exklusion, Integrationshemmnisse, Ghettobildung und strukturelle Benachteiligung stehen im Mittelpunkt der Argumentation.

Welche Rolle spielen Koranschulen laut der Analyse?

Der Autor führt an, dass Koranschulen bei einigen Jugendlichen zu einer weiteren Abkapselung von der deutschen Gesellschaft beitragen können, da sie teilweise politische Inhalte vermitteln, die zur Umgebung in Diskrepanz stehen.

Warum wird die Sprache als wichtiges Instrument betrachtet?

Der Autor betont, dass Sprachkenntnisse die essenzielle Voraussetzung für eine gelungene Integration darstellen und daher eine staatliche Kürzung der Mittel für Sprachförderung für fatal hält.

Wie bewertet der Autor die aktuelle Einwanderungspolitik?

Der Autor bezeichnet die bisherige juristische Auffassung, Deutschland sei kein Einwanderungsland, als anachronistisch und fordert ein proaktives Handeln von Staat und Gesellschaft.

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Details

Title
Ethnische Minoritäten als sozial-räumlich exkludierte Personengruppe
College
Catholic University of Applied Sciences Freiburg
Course
Soziale Brennpunkte und kommunale Sozialpolitik
Grade
1,7
Author
Axel Hodapp (Author)
Publication Year
2001
Pages
16
Catalog Number
V80702
ISBN (eBook)
9783638871402
ISBN (Book)
9783638871556
Language
German
Tags
Ethnische Minoritäten Personengruppe Soziale Brennpunkte Sozialpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Axel Hodapp (Author), 2001, Ethnische Minoritäten als sozial-räumlich exkludierte Personengruppe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80702
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