Die Bedrohung durch die Awaren - oder wie die Propaganda Karls des Großen im Awarenkrieg ein neues Feind­bild schuf


Hausarbeit (Hauptseminar), 2006

24 Seiten, Note: 2,2


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Die Bedrohung durch die Awaren – oder wie die Propaganda Karls des Großen im Awarenkrieg ein neues Feindbild schuf
Gefährliche, plündernde Reiterbande oder friedlich siedelnde Bauern?
Überlieferte Motive für die Notwendigkeit gegen die Awaren in den
Krieg zu ziehen
Verschwiegene oder stillschweigende Motive für die Durchführung des Krieges gegen die Awaren
Schwere Geschütze gegen einen gefährlichen Gegner
Ende des Krieges mit Rückblick auf die erreichten Ziele

Schlussbetrachtung: Inszenierung einer Bedrohung oder gerechtfertigte Niederschlagung einer Bedrohung

Quellen

Literatur

Weblinks

Die Bedrohung durch die Awaren – oder wie die Propaganda Karls des Großen im Awarenkrieg ein neues Feindbild schuf

Von dem Vergleich mit „ferarumque more viventes, inculti et indomiti[1], von „isti magicis artibus instructi[2], „a consueta gentium depopulatione[3] und weiteren abwertenden und negativ behafteten Aussagen kann man in den Quellen westeuropäischer, „zivilisierter“ Autoren lesen, wenn man sich über die Awaren informieren möchte.

Durchweg, seit den Darstellungen von Gregor von Tour, über Einhard bis hin zu Widukind von Corvey fällt auf das einstige Reitervolk ein Schatten der Grausamkeiten, der Mythenhaftigkeit, aber vor allem auch ein stilisiert erscheinendes Gefühl der Bedrohung. Gerade der Aspekt der Bedrohung gewinnt besonders an Bedeutung, als Karl der Große im Jahre 791 zur Offensive schritt und diesen anscheinend so schrecklich wahrgenommenen Awaren den Krieg erklärte[4].

Aber selbst wenn eindeutige, in ihrer negativen Haltung gegenüber den Awaren übereinstimmende Aussagen getroffen werden, ist dennoch zur Vorsicht vor Stigmatisierung und Pauschalisierung geraten. Denn Auskunft über die Awarenkriege im 8. Jahrhundert geben hauptsächlich fränkische Quellen. Die Beschreibungen der Gegner sind dabei „keineswegs die spontane Spiegelung der Erfahrungen der karolingischen Reichsleitung mit den Awaren, sondern [gehen] auf einen literarischen Topos zurück, [sind] aus alten Büchern, die von den Awaren erzählen, [...]. Aus diesen Quellen [...] entnahm man den Tendenzen der Propaganda so entgegenkommende Gleichsetzung der Awaren mit den Alten Hunnen, die gleicherweise archaisierend und kompromittierend [waren]“[5]. Die Schilderungen der anscheinend grausamen und barbarischen Awaren bezogen sich demnach nicht auf die wahren Verhältnisse des 8. Jahrhunderts[6]. Den Sachverhalt einer Bedrohung mit Quellen von der Gegenseite, in diesem Fall mit awarischen Darstellung zu widerlegen, ist aufgrund nicht-vorhandener awarische Überlieferungen[7] nicht möglich.

Dennoch setzt sich diese Arbeit zum Ziel, die angeblich von den Awaren ausgehende Gefahr gründlichst zu hinterfragen und in diesem Rahmen real erlebte Bedrohung von rein propagandistisch erfundenen Bedrohungsszenarien zu unterscheiden.

Hierzu werden spezielle Quellenausschnitte angesprochen, die unterschiedliche Gründe für den Kriegseintritt statuieren. Ob diese Gründe der Wahrheit entsprachen und ob nicht explizit genannte Gründe auch maßgeblich ursächlich für einen Krieg waren, wird diese Arbeit näher erläutern. Ebenfalls von großer Bedeutung werden die Kriegsausgänge sein, in denen reflektiert werden kann, ob ursprüngliche Anstöße des Krieges behoben werden konnten. Mit dem direkten Vergleich zwischen ernsthafter Bedrohung als Anstoß des Krieges, die es zu beheben und mit Waffengewalt zu vernichten galt und dem tatsächlichen erreichten Ziel am Ende des Krieges, wird rückblickend die tatsächliche Intention für diesen Krieg deutlich. Man darf in diesem Fall wohl annehmen, dass ein Krieg erst dann als beendet angesehen wurde, wenn die anfänglichen Kriegsgründe als beseitigt galten und als vom Gegner keine ernst zu nehmende Gefahr mehr ausging[8].

Mit dieser Beobachtung und Vorgehensweise können durchaus Parallelen zu anderen Kriegen Karls des Großen gezogen werden; teilweise werden bei anderen „bösen und aufständischen“ Völkern sogar sehr ähnliche Kriegsvorwände genannt. Auf andere Kriege wird diese Arbeit allerdings nicht explizit eingehen. Allein um die These einer Expansionspolitik zu stützen, wird im Verlauf der Arbeit auf andere, zeitnahe Kriege verwiesen.

Eine Koriphäe auf dem Gebiet der Forschungen zu den Awaren ist Walter Pohl. Seine Monographie „Die Awaren“ liefert umfassende Information zu der Geschichte des ehemaligen Reitervolkes. Zusätzlich finden sich weitere Publikationen des Autors zu den Awaren, die in Einzelheften etwa zur Militärgeschichte wie auch in Begleitkatalogen erschienen. Der Aspekt der Bedrohung durch die Awaren wird dabei jedoch nicht explizit beleuchtet. Vielmehr wird auf die Geschichte der Awaren seit ihrer Entstehung bis hin zu ihrer Zerschlagung durch Karl den Großen beziehungsweise durch den Bulgarenkhan Krum berichtet.

Aufgrund des fehlenden awarischen Schriftmaterials gewinnen archaölogische Untersuchungen zu den Awaren an Bedeutung. „Was [allerdings] die historische Auswertung des awarischen Fundmaterials betrifft, so ist der Ertrag für die Rekonstruktion der Geschichte der Awaren von höchst unterschiedlichem, ja zum Teil sogar von problematischem Wert.“[9] Josef Deér warnt vor einseitigen Darstellungen in der Geschichte und rät dazu, sowohl archäologische Ergebnisse wie auch karolingische und byzantinische Quellen bei der Rekonstruktion der Geschichte der Awaren auszuwerten. In seinem Aufsatz „Karl der Grosse und der Untergang des Awarenreiches“ geht er explizit auf Bedrohungsszenarien der Awaren ein und entlarvt sie als Propagandamittel zur Rechtfertigung eines Krieges.

Die Quellen sind, wie bereits angedeutet, von westlicher Seite geprägt und daher mit Vorsicht zu genießen. Hauptsächlich liegen den Ereignissen Darstellungen vom Zeitzeugen Einhard vor. Einhard gehörte dem engeren Hofkreis Karls des Großen an. In seiner Vita Karoli Magni etwa beabsichtigte Einhard, Karl den Großen als seinem Gönner Ruhm und Ehre zukommen zu lassen. Des Weiteren aber sollte die Gestalt und die Leistung des Frankenkönigs „seinen Nachfolgern als mahnenden Verpflichung vor Augen stehen“[10]. Dass derartiges Quellenmaterial beschönigende Darstellungen enthält, ist unumstritten.

Gefährliche, plündernde Reiterbande oder friedlich siedelnde Bauern?

Die Awaren waren einst ein mächtiges Reitervolk[11], das sich vermutlich aus den Völkern der Hephtaliten, einem hunnischen Stamm und aus den Juan-Juan aus Zentralasien zusammensetzte[12].

In Europa tauchten sie zum ersten Mal um das Jahre 562 auf[13]. Mit Entsetzen reagierte man auf das wilde Erscheinen des Reitervolks. Die Menschen hatten Angst vor den scheinbar unbesiegbaren, wilden Reitern. Grundlos griffen die Awaren an, „isti magicis artibus instructi[14]. Sicher verfügten die Awaren nicht über Zauberkräfte, doch auf andere Weise schien man sich den Erfolg der Awaren nicht erklären zu können. Was den Awaren aber tatsächlich zu dem Mythos der Unbesiegbarkeit, zu Bewunderung, aber auch Abscheu[15] verholf, war vielmehr ihre neue Art der Kriegstechnik. Zum einen führten sie ein Pferd mit in den Kampf, wobei die Neuheit des Steigbügels[16] ihnen zusätzlich einen sicheren Ritt versprach. Des Weiteren besaßen sie den skythischen Reflexbogen[17], der auch auf weite Instanz eine tödliche Waffe darstellte und für jene Zeit unbekannt und Furcht erregend war.

Nach dem Jahre 568, als die Awaren das gesamte Karpatenbecken besaßen, und hauptsächlich bis ins 7. Jahrhundert hinein, traten noch „Unruhen“ auf[18]. Im letzten Drittel des 7. Jahrhunderts hielten die Awaren zwar an eroberten Gebieten fest, Pläne zur weiteren Ausdehnung sind aber nicht nachweisbar. Selbst wenn es noch kleine Vorfälle gab[19], so wäre es falsch, von einer großräumigen Expansionsbewegung zu sprechen[20]. Im 8. Jahrhundert schließlich waren die „ruhiger gewordenen Awaren“[21] im Allgemeinen friedliche Nachbarn[22]. Sie begnügten sich mit dem bereits eroberten Gebiet, das nach Westen hin an den limes certus angrenzte[23]. Der limus certus war eine im Jahre 789 bestehende, zwischen Awaren und Franken anerkannte Grenze, die sich an der Enns, einem Nebenfluss der Donau befand.[24]

Die einst wilden und umherziehende Nomaden ließen sich im 8. Jahrhundert endgültig in ihrem eroberten Kernland im Karpatenbecken als sesshafte Bauern nieder. Seit ihrer Siedlung betrieben sie Ackerbau und Viehzucht[25]. Dieser Punkt zeigt, wie sehr sich die Awarenkrieger von ihrer ursprünglichen Lebensweise entfernt hatten.

Sogar von diplomatischen Verhandlungen zwischen Franken und Awaren wird in den Quellen zum Jahre 782 berichtet[26]. Zum einen kann man daraus schließen, dass sich Franken und Awaren kannten und sogar in einem zivilisierten Rahmen, nämlich bei der, in den Quellen genannter Versammlung am Lippeursprung, Kontakt pflegten. Die Awaren stellten in diesem Zusammenhang keine Bedrohung in Form eines unbekannten Volkes dar. Neben dem Willen der Verständigung vermitteln die awarischen Gesandten zwangsläufig ein Bild ihrer Herrschaft. Negativer Stereotypenbildung, etwa der Vorstellung barbarischer Wilder, konnten höchstwahrscheinlich im Rahmen der friedlichen Begegnung abgebaut werden.

Überhaupt bei einer Versammlung zu erscheinen, gibt Hinweise auf einen Willen zu verhandeln[27]. Ebenso drückt sich eine gewisse Anerkennung anderer politischer Mächte beim Erscheinen von Gesandten, den Repräsentanten eines Stammes aus. Eben bei dieser Versammlung im Jahre 782 erschien beispielsweise der aufständische Widochind nicht, sondern wagte es gar sich mit seinen Verbündeten, den Sachsen gegen Karl den Großen zu erheben. Am Beispiel des Widochind erkennt man, wie wenig dieser etwa bereit war, seinen aufständischen Charakter zu zügeln[28] und wie verhandlungsbereit im Gegensatz dazu die Awaren durch ihr bloßes Erscheinen waren.

Die Quelle erwähnt als erschienene „Gäste“ die awarischen Legaten, „quos ad se Caganus et Iugurrus, princeps Hunorum, velut pacis cuasa miserunt[29], neben anderen Stämmen, wie etwa denen der Nordmannen. In keinster Weise erscheinen die Awaren zu diesem Zeitpunkt in einem schlechten Licht. Der Bericht hält sich sehr neutral. Zwar wird berichtet, dass die Awaren eher zu den gefährlichen Nachbarn des Reiches gehörten, sie aber mit friedlicher Gesinnung unterwegs waren[30]. Die friedliche Gesinnung wird gemäß den Jahrbüchern des Fränkischen Reiches ebenfalls von Karl als positiv bewertet.

Allerdings hatten die Awaren bereits ab dem Jahre 776 den Argwohn des Frankenkönigs auf sich gezogen. Karl der Große wurde im Jahre 774 König der Langobarden. Als zwei Jahre später eine langobardischen Aufstand gegen den neuen Herrscher geführt wurde und dessen Anführer zu ihren Freunden, den Awaren flohen[31], führte das zweifelsfrei zu Spannungen in dem Verhältnis zwischen Franken und Awaren. Durch die Aufnahme fränkischer Feinde stigmatisierten sich die Awaren ebenfalls zum Gegner Karls des Großen. Im Jahre 778 sind die Awaren mit einigen Slawenstämmen verbündet[32], die ebenfalls zu den Gegnern Karls des Großen zählen. Die unglücklichen Konstellationen, die die Awaren als Gegenspieler der Franken erscheinen lassen, reißen hierbei keinesfalls ab. Im Jahre 787 hatte der Bayernherzog Tassilo III. Vorbereitungen für ein bayerisches-awarisches Bündnis getroffen[33], um seine Ansprüche gegen den Frankenkönig durchzusetzen. Obwohl das Bündnis wahrscheinlich nie abgeschlossen wurde, ist bereits die Absicht einer solchen Verschwörung verwerflich und bot dem Frankenkönig einen guten Vorwand um einen Krieg gegen die Awaren „anzuzetteln“. Durch die indirekte Unterminierung der Vorhaben Karls des Großen sind die Awaren dem König definitiv ein Dorn im Auge.

Überlieferte Motive für die Notwendigkeit gegen die Awaren in den Krieg zu ziehen

Im Jahre 790 kommt es in Worms wieder zu Verhandlungen mit den Awaren[34]. Dabei wurde über die Grenze des fränkischen und des awarischen Reiches verhandelt beziehungsweise gestritten. „Haec contentio atque altercacio[35] war in ihrer Konsequenz laut Quelle der Anlass für einen Krieg. Mehr als diese knappen Aussagen vermögen Einhards Jahrbücher nicht zu sagen. Welche genauen Gebietsforderungen Karl der Große stellte[36], bleibt ungewiss. Aber da in den Quellen von einem Streit die Rede ist, war die geforderte Gebietsabtretung der Franken, wie hoch sie auch immer gewesen mag, den Awaren offensichtlich zu hoch. Vermutet wird, dass Karl der Große beträchtliche Gebietsabtretungen östlich der Enns forderte, während die Awaren am limes certus festhalten wollten[37]. Da in dem Streit offenkundig der Grund für einen Krieg gesehen wurde, ist anzunehmen, dass sich die beiden Reiche hinsichtlich dieser Frage nicht einigen konnten.

[...]


[1] Widukind von Korvei: Rerum gestarum Saxonicarum, XVIII, hrsg. von H.-E. Lohmann/Paul Hirsch, in: MGH SS rer. Germ., Hannover 51935, S. 28.

[2] Gregor von Tours: Historia Francorum, IV, 29, hrsg. von Bruno Krusch, in: MGH rer. Mer. I, 1951, S. 162.

[3] Widukind von Korvei: Rerum gestarum Saxonicarum, XVIIII, in: MGH SS rer. Germ., S. 29.

[4] Vgl. Pohl, Walter: Die Awaren. Ein Steppenvolk im Mitteleuropa 567-822 n. Chr., München 1988, S. 315.

[5] Deér, Josef: Karl der Große und der Untergang des Awarenreiches, in: Perönlichkeit und Geschichte, hrsg. von Helmut Beumann (Karl der Grosse. Lebenswerk und Nachleben, Bd. 1, hrsg. von Wolfgang Braunfels), Düsseldorf 1965, S. 757.

[6] Das wäre auch nicht im Sinne der Propaganda gewesen, die zum Ziel hatte, den Awarenkrieg als Heidenkrieg gegen grausame Christenfeinde hinzustellen, vgl. Deér, Josef: Karl der Große und der Untergang des Awarenreiches, S. 758.

[7] Außer einigen kurzen Runentexten, fehlen schriftliche Quellen auf awarischer Seite. Pohl, Walter: Die Awaren, S. 1.

[8] Der Awarenkrieg wurde in drei Etappen über mehrere Jahre hinweg geführt. Erst nachdem alle Ziele erreicht wurden, wurde der Krieg für beendet erklärt. Selbst bei anderweitigen Problemen wurde der Awarenkrieg nur unterbrochen, aber nie aus den Augen verloren. Aufgrund der Kontinuität der Durchführung des Krieges lässt sich obige These stützen.

[9] Deér, Josef: Karl der Große und der Untergang des Awarenreiches, S. 721.

[10] Eberl, Immo: Einhard, in: Die deutsche Literatur des Mittelalters: Verfasserlexikon, II, hrsg. von Kurt Ruth/Gundolf Keil, Berlin 21980, Sp. 442.

[11] Die Bezeichnung „Gruppe“ ist zutreffender. Da sich die Awaren aus zwei Stämmen zusammensetzten, die unterschiedliche Sprachen und Kulturen pflegten, handelt es sich am Anfang nicht um e i n Volk; das heißt auch die Bezeichnung von d e n Awaren ist so nicht zulässig. Vgl. Hierzu auch Definitionsansatz eines Volkes bei Pohl, S. 14f.

[12] Vgl. Pohl, Walter: Die Awaren, S. 37.

[13] Vgl. Pohl, Walter: Die Awaren, S. 45.

[14] Gregor von Tours: Historia Francorum, IV, 29, in: MGH rer. Mer. I, S. 162.

[15] Vgl. Brunner, Karl: Immer wieder Hunnen – von den Awaren zu den Ungarn, in: Reitervölker aus dem Osten. Hunnen + Awaren (Burgenländische Landesausstellung 1996), S. 449.

[16] Vgl. Awaren in Europa, S. 9, S. 83 Nr. 15.

[17] Vgl. Pohl, Walter: Die Awaren, S. 170f.

[18] Vgl. Pohl, Walter: Die Awaren, S. 500: 595 kämpfen die Awaren gegen das Bayernheer, 609/10 finden awarisch-slawische Raubzüge in Illyricum statt, 630/31 kommt es zu Thronkämpfen im Awarenreich, usw.

[19] Im Jahre 713/14 wird von der Zerstörung Lorchs durch die Awaren berichtet. Vgl. Pohl, Walter: Die Awaren, S. 500.

[20] Vgl. Pohl, Walter: Die Awaren, S. 308.

[21] Pohl, Walter: Die Awaren, S. 287.

[22] Vgl. Daim, Falko/Szameit, Erik: Die Slawen im karolingischen Ostland des 9. Jahrhunderts und die Männer, in: Reitervölker aus dem Osten. Hunnen + Awaren (Burgenländische Landesausstellung 1996), S. 446.

[23] Während ihrer Feldzüge gegen Byzanz hüteten sich die Awaren, eine zweite Front – in dem Fall gegen die Franken – zu eröffnen. Vgl. Awaren in Europa. Schätze eines asiatischen Reitervolkes. 6.-8. Jh., hrsg. von Walter Meier-Arendt, Frankfurt am Main 1985, S. 11.

[24] Vgl. Avenarius, Alexander: Die Awaren in Europa, Bratislava 1974, S.181.

[25] Vgl. Pohl, Walter: Die Awaren, S. 289.

[26] Vgl. Einhardi Annales a. 782, hrsg. von Georg H. Pertz, in: MGH SS, 1, 1826, S. 163.

[27] Für alle Völker außerhalb des engeren Reichsgebietes, deren Fürsten dem Frankenherrscher tributpflichtig oder gar dessen Vasallen waren, war die Vertretung durch Gesandtschaften auf den Reichstagen Pflicht und Recht. (Vgl. Deér, Josef: Karl der Große und der Untergang des Awarenreiches, S. 779). In einem solchen Verhältnis standen die Awaren zu jenem Zeitpunkt allerdings nicht.

[28] Es handelt sich hierbei um eine völlig wertungsfreie Aussage. Inwieweit der Aufstand des Widochind gerechtfertigt war und wie er wirklich stattgefunden hat, ist nicht Thema dieser Arbeit. Allein die Tatsache, dass es Stämme gab, die nicht zu Versammlung, die Karl der Große einberufen hatte, erschienen, ist in diesem Zusammenhang von Bedeutung.

[29] Einhardi Annales a. 782, hrsg. von Georg H. Pertz, in: MGH SS, 1, 1826, S. 163.

[30] Vgl. Abel, Sigurd/Simpson, Bernhard: Jahrbücher des Fränkischen Reiches, Bd. 1, Leipzig 21888, S.426.

[31] Vgl. Awaren in Europa, S. 18.

[32] Vgl. Awaren in Europa, S. 18.

[33] Vgl. Abel, Sigurd/Simpson, Bernhard: Jahrbücher des Fränkischen Reiches, S.382.

[34] Vgl. Einhardi Annales a. 790, in: MGH SS, 1, S. 177.

[35] Einhardi Annales a. 790, in: MGH SS, 1, S. 177.

[36] Man geht davon aus, dass Karl derjenige war, der Gebietsabtretungen forderte. Vgl. Pohl, S. 315.

[37] Vgl. Pohl, Walter: Die Awarenkriege, S. 17 und S. 34, Anm. 94.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Die Bedrohung durch die Awaren - oder wie die Propaganda Karls des Großen im Awarenkrieg ein neues Feind­bild schuf
Hochschule
Universität Stuttgart  (Historisches Institut; Abteilung Mittlere Geschichte)
Veranstaltung
„Festung Europa?“ - Äußere Bedrohungen und ihre Bewältigung im Früh- und Hochmittelalter
Note
2,2
Autor
Jahr
2006
Seiten
24
Katalognummer
V80776
ISBN (eBook)
9783638883832
ISBN (Buch)
9783638884808
Dateigröße
531 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bedrohung, Awaren, Propaganda, Karls, Großen, Awarenkrieg, Feindbild, Europa, Bedrohungen, Bewältigung, Früh-, Hochmittelalter
Arbeit zitieren
Dipl. Math. Stefanie Winter (Autor), 2006, Die Bedrohung durch die Awaren - oder wie die Propaganda Karls des Großen im Awarenkrieg ein neues Feind­bild schuf, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80776

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