Lehrmedium Fernsehen - eine Analyse der Bildungsangebote für Kinder im Fernsehen


Diplomarbeit, 2006

123 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1. Abstract

2. Kinderfernsehen in Deutschland
2.1. Die deutsche Fernsehlandschaft
2.2. Öffentlich-rechtliche Fernsehsender
2.2.1. ARD/ZDF – der Kinderkanal
2.2.2. Grundsätze (Pädagogischer Erziehungs-/Bildungsauftrag)
2.2.3. Finanzierung /Kommerzialisierung
2.3. Private Fernsehsender
2.3.1. RTL-Gruppe - SuperRTL
2.3.2. Grundsätze (Pädagogischer Erziehungs-/Bildungsauftrag)
2.3.3. Finanzierung/Kommerzialisierung
2.4. Allgemeine Marktbetrachtung

3. Die Geschichte des Kinderfernsehens in Deutschland
3.1 Beispiel eines Bildungsangebotes: Entwicklung der Nachrichten für Kinder bei den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten
3.1.1. Nachrichten des Monats (Hessischer Rundfunk, HR)
3.1.2. Tagesschau auch für Kinder (ARD)
3.1.3. Durchblick (Süddeutscher Rundfunk, SDR)
3.1.4. logo (ZDF / Ki.Ka)
3.1.5. neuneinhalb (WDR)
3.2. Beispiel eines Bildungsangebotes: Entwicklung der Nachrichten für Kinder bei den privaten Fernsehanstalten

4. Bild\ungsangebote für Kinder im Fernsehprogramm
4.1. Arten von Bildungsprogrammen im Fernsehen
4.1.1. Funktionales Bildungsprogramm
4.1.2. Intentionales Bildungsprogramm
4.1.3. Einordnung der Bildungsangebote nach Art des Bildungsprogramms
4.1.4. Einschätzung der Fernsehformate aus Kindersicht
4.2. Bildungsprogramme und ihre Vermittlung von Kompetenzen
4.2.1. Medienkompetenz
4.2.2. Lesekompetenz
4.2.3. Sprachkompetenz
4.2.4. Sozialkompetenz
4.2.5. Technische Kompetenz
4.2.6. Zusammenfassung

5. Befragung: Bildungsangebote aus der Sicht der Kinder
5.1. Ziele der Befragung
5.2. Erläuterungen zur Wahl der gewählten Zielgruppe
5.3. Hypothesen der Befragung
5.3.1. Medienausstattung
5.3.2. Mediennutzung
5.3.3. Image der Fernsehsender
5.3.4. Bildungsangebote im Bereich Kinderfernsehen
5.3.5. Bildungsangebote im Bereich Erwachsenenfernsehen
5.4. Erläuterungen zur gewählten Methode und Vorgehensweise der Befragung
5.5. Aufbau des Fragebogens - Fragebogengestaltung
5.6. Ergebnisse der Umfrage – Überprüfung der Hypothesen
5.6.1. Medienausstattung
5.6.2. Mediennutzung
5.6.3. Image der Fernsehsender
5.6.4. Bildungsangebote im Bereich Kinderfernsehen
5.6.5. Bildungsangebote im Bereich Erwachsenenprogramm
5.6.6. Zusammenfassung der Ergebnisse

6. Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang
A.1 Fragebogen
A.2 Auswertung des Fragebogens in tabellarischer Form

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: National verbreitete Programme in Deutschland

Abbildung 2: Geschäftsmodell einer öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt (Bsp. ZDF)

Abbildung 3: Geschäftsmodell einer privaten Sendeanstalt (Bsp. RTL)

Abbildung 4: Einschaltquoten vom Februar 2006 – TOP 20

Abbildung 5: Produktdifferenzierung der RTL-Gruppe

Abbildung 6: Marktanteile der AGF- und Lizenzsender im Tagesdurchschnitt 2005

Abbildung 7: Arten von Bildungsprogrammen im Fernsehen

Abbildung 8: Technische Kompetenzen von Kindern – KIM-Studie 2003

Abbildung 9: Zusammenstellung der befragten Kinder

Abbildung 10: Medienbindung von Kindern – KIM-Studie 2003

Abbildung 11: Kenntnisse über das TV-Programm - KIM-Studie 2003

Abbildung 12: Informationssuche in den Medien - FLIMMO-Studie

Abbildung 14: Lieblingssendung im TV 2003 - KIM-Studie 2003

Abbildung 15: Lieblingssender im TV 2003 - KIM-Studie 2003

Abbildung 13: Zusammensetzung des täglichen Fernsehkonsums nach Programmsparten und Sendern 2004

Abbildung 16: Rangfolge der durchschnittlichen Bewertung der 14 bekanntesten Sendungen - Flimmo-Studie

Abbildung 17: Durchschnittliche Bewertung der den Kindern bekannten Genres aus dem Erwachsenenprogramm - Flimmo-Studie

Abbildung 18: Bekanntheit von Sendungen aus dem Erwachsenenprogramm - Flimmo-Studie

Abbildung 19: Soziale Situation beim Anschauen von Formaten des Erwachsenenprogramms - Flimmo-Studie

Abbildung 20: Übersicht Fragetypen im Fragebogen

Abbildung 21: Ergebnis Frage 8 - Vergleich mit KIM-Studie 2003

Abbildung 22: Ergebnisse Frage 9 - Vergleich mit Flimmo-Befragung

Abbildung 23: Ergebnis Frage 7 – Image der Fernsehsender

Abbildung 24: Ergebnisse Frage 10 – Kinderfernsehen

Abbildung 25: Betrachtung der Sendungen hinsichtlich "Kann ich was lernen"

Abbildung 26: Ergebnis Frage 14 - Quizshows

Abbildung 27: Ergebnis Frage 14 – Wissensmagazine

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Kriterien zur Abgrenzung von öffentlich-rechtlichen und privaten TV-Anbietern

Tabelle 2: Bandbreite von Bildungsangeboten im Fernsehen

Tabelle 3: Überblick von Bildungsprogrammen im Fernsehen mit Beispielen

Tabelle 4: Intention der Kinder bei unterschiedlichen Fernsehsendungen

Tabelle 5: Teilbereiche und Dimensionen der Medienkompetenz nach Baacke

Tabelle 6: Übersicht Kompetenzvermittlung

Tabelle 7: Fragenzuordnung zum Hypothesenblock „Medienausstattung“

Tabelle 8: Fragenzuordnung zum Hypothesenblock „Mediennutzung“

Tabelle 9: Fragenzuordnung zum Hypothesenblock „Image der Fernsehsender“

Tabelle 10: Fragenzuordnung zum Hypothesenblock „Bildungsangebote im Bereich Kinderfernsehen“

Tabelle 11: Fragenzuordnung zum Hypothesenblock „Bildungsangebote im Bereich Erwachsenenfernsehen“

Tabelle 12: Formen der Befragung

Tabelle 13: Zuordnung der Fragenklassifizierung zu den Fragen im Fragebogen

Tabelle 14: Ergebnisse Frage 1 - Medienausstattung

Tabelle 15: Ergebnisse Frage 2 und 3 - Mediennutzung

Tabelle 16: Ergebnisse Frage 4 und 5 - Mediennutzung

Tabelle 17: Ergebnis Frage 6 – Image der Fernsehsender

Tabelle 18: Ergebnisse Frage 11 – Lieblingssendung Platz 1

Tabelle 19: Ergebnis Frage 12 – Lieblings-Wissens-Sendung

Tabelle 20: Ergebnis Frage 13 – Bildungsangebote Erwachsenenprogramm

Tabelle 21: Zusammenfassung der Hypothesenüberprüfung

1. Abstract

Das Medium Fernsehen ist heutzutage nicht mehr aus der Gesellschaft wegzudenken. Sei es, dass es der reinen Unterhaltung, der Informationsgewinnung oder als Lehrmedium der Vermittlung von Wissen dient. In allen Lebensbereichen steht das Medium Fernsehen mit seinen verschiedenen Formaten als Freizeitvertreib oder Wissensquelle ganztägig zur Verfügung.

Dabei kommt dem Kinderfernsehen, mit der Zielgruppe der Kinder im Alter von drei bis 13 Jahren, eine große Rolle in Bezug auf die kindliche Entwicklung, insbesondere als Lehrmedium im Sinne von Bildungsangeboten, zu. Jedoch nutzen Kinder nicht nur das eigens für sie produzierte Fernsehprogramm, sondern weichen ebenso auf Formate des Erwachsenenprogramms aus, um neue Sachverhalte zu lernen oder dem Wunsch nach Unterhaltung nachzugehen. Somit lässt sich sagen, dass das Fernsehen als Lehrmedium eine wesentliche Rolle in der kindlichen Welt spielt, wobei die Vermittlung von Wissen im Fernsehen sowohl intentional als auch funktional erfolgen kann[1].

Gegenstand und Ziel der Arbeit

Die Herausforderung dieser Arbeit ist es, die verschiedenen Bereiche bzw. Sendeformate im Fernsehen auf ihren vermittelnden Charakter hin zu untersuchen und einzuordnen (Kapitel 4). Im Vordergrund der Betrachtung steht hierbei die Intention, die sowohl auf Seiten der Produzenten durch das Fernsehangebot, als auch auf Seiten der Zuschauer (hier der Zielgruppe der Kinder) mit der Wahl des Sendeformates verfolgt wird. Eine spezifischere Betrachtung der Vermittlung von Kompetenzen durch das Medium Fernsehen soll prüfen, inwiefern das Fernsehen die Möglichkeit bietet und wahrnimmt als Bildungsprogramm Kompetenzen zu vermitteln. Die dieser Arbeit zugrunde liegende Befragung (Kapitel 5) dient dazu herauszufinden, wie Kinder das Fernsehen, mit seiner Fülle an verschiedenen Formaten, als eine Möglichkeit der Wissensvermittlung einschätzen und dazu nutzen. Die zentrale Frage dabei lautet: ‚Was halten die Kinder von den Bildungsangeboten im Fernsehprogramm bzw. welches Image haben die einzelnen Fernsehsender in den Augen der Kinder?’ Ferner werden mittels der Befragung die Bereiche der Medienausstattung, Mediennutzung und Informationsbeschaffung, bezogen auf weitere Medien (Computer, Internet, Bücher, Zeitschriften, etc.), untersucht, um den Stellenwert des Mediums Fernsehen als Lehrmedium einzuschätzen.

Vorgehensweise und Methode

Die vorliegende Arbeit ist in zwei Bereiche gegliedert.

Im ersten Teil wird zunächst das Kinderfernsehen in Deutschland näher betrachtet (Kapitel 2.). Einleitend wird der deutsche Fernsehmarkt hinsichtlich der Finanzierungsform (öffentlich-rechtlich / privat) und den daraus resultierenden Bildungsgrundsätzen erläutert. Anschließend wird die Entwicklung des Kinderfernsehens in Deutschland exemplarisch anhand der Entwicklung des Formates der Kindernachrichten, als ein Format von Bildungsangeboten dargestellt (Kapitel 3.). Hinsichtlich der unterschiedlichen Finanzierungsformen und Bildungsgrundsätze wird hierbei bereits deutlich, dass öffentlich-rechtliche Fernsehanstalten im Vergleich zu privaten vorwiegend intentionale Bildungsprogramme anbieten.

Eine genaue Darstellung der Unterscheidung zwischen intentionalem und funktionalem Bildungsprogrammen findet in Kapitel 4.1. statt. Dabei werden die im Fragebogen erwähnten Fernsehsendungen aus dem Kinderbereich erläutert und entsprechend der Art des Bildungsprogramms zugeordnet. Neben der Differenzierung der Bildungsprogramme nach ihrer Bildungsabsicht (bzw. den zugrunde liegenden Bildungsgrundsätzen) werden in Kapitel 4.2. Fernsehformate für Kinder hinsichtlich ihrer Vermittlung von Kompetenzen untersucht. Einer kurzen Darstellung der wesentlichen Kompetenzen folgt dabei eine Prüfung der Vermittlung dieser durch das Medium Fernsehen sowie eine exemplarische Zuordnung möglicher Fernsehformat.

Der zweite Teil der Arbeit beschäftigt sich mit der Beschreibung und Auswertung der durchgeführten Befragung. Nach einer Erläuterung der Ziele in Kapitel 5.1. und der gewählten Zielgruppe in Kapitel 5.2. werden zunächst die der Befragung zugrunde liegenden Hypothesen in Kapitel 5.3. hergeleitet und kurz erläutert. Daran anschließend wird die gewählte Methode und Vorgehensweise der Befragung in Kapitel 5.4. definiert. Abschließend werden die Ergebnisse der Befragung in Kapitel 5.6. im Rahmen der Hypthesenprüfung ausgewertet.

In einem abschließenden Fazit werden die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit nochmals kurz zusammengefasst (Kapitel 6.).

2. Kinderfernsehen in Deutschland

Das Fernsehangebot für Kinder hängt wesentlich von der Intention der Fernsehsender, insbesondere ihrem Verständnis von sinnvollen oder aber nachgefragten Angeboten für Kinder ab. Um die unterschiedlichen Herangehensweisen der öffentlich-rechtlichen (Kapitel 2.2.) bzw. privaten Fernsehanstalten (Kapitel 2.3.) im Bereich des Kinderfernsehens nachvollziehen zu können, ist zunächst eine allgemeine Betrachtung der Fernsehlandschaft erforderlich (Kapitel 2.1.). Im Anschluss daran lässt sich die Entwicklung des Kinderfernsehens, insbesondere der Kindernachrichten als eine erste Form von Bildungsangeboten für Kinder, abbilden (Kapitel 3.).

2.1. Die deutsche Fernsehlandschaft

Die im deutschen Fernsehen angebotenen Fernsehprogramme bilden das Produkt von Rundfunkanbietern. Wobei unter dem Programm „ein differenziertes (komplexes) Produkt, das aus einer Vielzahl von Einzelprogrammen (Sendungen) höchst unterschiedlicher Inhalte (Themen), Sendelängen, Funktionen und Herkunft […verstanden wird], die nach einem mittelfristig konstanten Zeitraster (Sende- und Programmschema) im Tages- und Wochenverlauf kontinuierlich angeboten (ausgestrahlt) werden.“[2] Dabei lassen sich die angebotenen Programme in Voll- und Spartenprogramme unterscheiden (Abbildung 1). Vollprogramme indizieren ein inhaltlich breites Programmangebot für eine breite Zuschauerklientel. Spartenprogramme dagegen konzentrieren sich in ihrem Programmangebot inhaltlich auf spezielle Kategorien (Sparten)[3], die eine Konzentration auf eine gewisse Zielgruppe beinhalten. Das Kinderfernsehprogramm ist demgemäß ein Spartenprogramm, das sein Angebot an der spezifischen Zielgruppe ‚Kinder’ ausrichtet. Anzumerken ist an dieser Stelle, dass mit Ausnahme des Kinderkanals Ki.Ka von ARD und ZDF Fernsehsender die Zielgruppe ‚Kinder’ nur zusätzlich zu der Zielgruppe ‚Jugendliche’ und ‚Erwachsene’ bedienen. Eine Differenzierung nach den Zielgruppen findet hierbei durch die Sendezeiten statt. So werden Kindersendungen, -serien und –formate meist in das reguläre Fernsehprogramm der Sender integriert. Einzig der Kinderkanal hat eine vollständige Ausrichtung auf die Zielgruppe ‚Kinder’ vorgenommen und verfolgt diese stringent. SuperRTL dagegen zeigt zwar ebenfalls eine starke Ausrichtung auf die Zielgruppe ‚Kinder’, bedient jedoch abends (nach Sendeschluss des Ki.Ka um 21 Uhr) zusätzlich die Zielgruppe der Erwachsenen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: National verbreitete Programme in Deutschland[4]

Neben einer Kategorisierung in Voll- und Spartenprogramme lässt sich die Senderlandschaft in öffentlich-rechtliche und private Sendeanstalten untergliedern.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Kriterien zur Abgrenzung von öffentlich-rechtlichen und privaten TV-Anbietern[5]

Die Fernsehanstalten unterscheiden sich im Wesentlichen auf Grund ihrer Besitzverhältnisse. So befinden sich öffentlich-rechtliche Fernsehsender in öffentlicher Trägerschaft, wogegen private Anbieter in Privatbesitz sind. Wegen ihrer öffentlichen Trägerschaft sind öffentlich-rechtliche Sendeanstalten allerdings an gewisse Vorgaben gebunden, die sich inhaltlich, aber auch strukturell auf die Programmgestaltung auswirken. Einhergehend mit den Besitzverhältnissen unterscheiden sich ebenfalls die Unternehmensziele und die Finanzierung des Fernsehangebotes.[6] Auf die einzelnen Unterschiede und Besonderheiten wird in den nächsten Kapiteln eingegangen.

2.2. Öffentlich-rechtliche Fernsehsender

Öffentlich-rechtliche Fernsehsender verfolgen den Programmauftrag „die breite und umfassende Grundversorgung der Bevölkerung mit Inhalten informierender, bildender und unterhaltender Natur sicherzustellen,“[7] wobei sie möglichst wirtschaftlich vorgehen sollten. Ziel ist somit eine kostendeckende Vollversorgung der Bevölkerung. Aufgrund ihrer „Werbefixierung auf den Vorabend“[8] haben sie im Vergleich zu privaten Fernsehanstalten wesentlich eingeschränktere Möglichkeiten durch die Vermietung von Werberaum ihre Finanzierung zu sichern. Diese findet somit primär durch die Rundfunkgebühren[9] statt (siehe Abbildung 2). Zwar gibt es keinen direkten Einfluss der Gebührenzahler auf das Programmangebot, allerdings sind die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten aufgrund der steigenden Konkurrenz durch private Sender gezwungen ihre Gebührenverwendung vor den Konsumenten zu rechtfertigen (Vergleich hierzu die im September/Oktober 2004 statt gefundene Diskussion um die Erhöhung der Rundfunkgebühren).[10]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Geschäftsmodell einer öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt (Bsp. ZDF)[11]

Die steigende Konkurrenz und die sich verschlechternde finanzielle Lage der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender zwingt diese zu Einsparungen. Kindersendungen richten sich nur an eine verhältnismäßig quantitativ kleine Zuschauergruppe. Sie sind besonders kostenintensiv, da sich einerseits für die Sendeanstalten eine niedrige(re) Zuschauerquote während der Sendung von Kinderfernsehen ergibt und andererseits Kauf- oder Eigenproduktionen von Kindersendungen im Vergleich zu ihrer niedrigen Zuschauerzahl nicht effizient sind. Mit dieser Begründung wurde der Etat für das Kinderfernsehprogramm der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten in letzter Zeit gekürzt. Dies hat zur Folge, dass vermehrt Wiederholungen aus dem Archiv gesendet werden müssen, da finanzielle Mittel für Eigenproduktionen nicht mehr im vollen Umfang zur Verfügung stehen. Ebenso findet eine gezieltere Ausrichtung der Inhalte und Sendezeiten auf die Altersgruppe der Zuschauer mit der höchsten Einschaltquote statt.[12] Eine solche Ausrichtung bewirkt, dass nicht allen Altersgruppen der Kinder gleichermaßen Rechnung getragen wird. Einige Kinder weichen demzufolge zeitweise auf das Erwachsenenfernsehprogramm aus.[13]

Als Beispiel eines öffentlich-rechtlichen Kinderfernsehsenders wird nachfolgend der Kinderkanal der ARD/ZDF herangezogen und in Hinblick auf die Entwicklung sowie der zugrunde liegenden Bildungsinteressen betrachtet.

2.2.1. ARD/ZDF – der Kinderkanal

1996 war die Geburtsstunde des Kinderkanals, als sich die ARD und das ZDF „unheimlich schnell für einen gemeinsamen Sender entschieden haben.“[14] Seit Januar 1997 senden die ARD / ZDF nun den Kinderkanal (Ki.Ka), ein werbe- und gewaltfreies Fernsehprogramm,[15] dass Kinder im Alter von drei bis dreizehn Jahren ansprechen soll.[16] Im Jahre 2005 erzielte der Ki.Ka. einen Marktanteil von 1,2 % (vgl. Abbildung 6). Als öffentlich-rechtliches reines Kinderprogramm steht der Ki.Ka in Konkurrenz zu den kommerziellen privaten Sendern. Neben den Beiträgen der ARD und des ZDF werden ebenfalls Beiträge des WDR s ausgestrahlt, welche 1999 rund 15.000 Sendeminuten umfassten.[17] Das ursprüngliche Programm unterschied sich aufgrund der damals nur sechswöchigen Planungsphase deutlich von dem späteren und auch heutigen Programm, dass nun auch traditionelle Sendungen der ARD, des ZDF und des DDR-Kinderfernsehens zeigt. Auf diese Weise gelang es dem Kinderkanal auch die Eltern durch die Klassiker ihrer eigenen Kindheit für sich zu gewinnen.[18] Zugleich wurden „viele neue Formate entwickelt, viele Programme dem heutigen Lebenshorizont der Kinder angepasst und ihren Bedürfnissen entsprechend Sendungen und Serien realisiert.“[19] Neben diesen eigens von der ARD, dem ZDF und dem Kinderkanal entwickelten Programmen, wurden viele Zeichentrickfilme und –serien, Realserien, Spielfilme und Vorschulmagazinen aus anderen Ländern gekauft und für den Kinderkanal synchronisiert.[20]

Der Ki.Ka sendete bis 2002 täglich von 6:00 bis 19:00, seit dem 01. Januar 2003 hat der Ki.Ka seine Sendezeit ausgeweitet und sendet nun täglich von 6:00 bis 21:00 Uhr.[21]

Vormittags (bis 14 Uhr) richtet sich das Fernsehangebot mit Sendungen wie „Teletubbies, „Sesamstrasse“ und „Siebenstein“ vorwiegend an die jüngsten Zuschauer. Ab 14 Uhr (bis 21 Uhr) sind Schulkinder bis dreizehn Jahre die Zielgruppe des Fernsehangebotes.[22] Die Zuschauergruppe des Kinderkanals bilden somit insbesondere:[23]

Jüngere Kinder bis zehn Jahre: Diese Altersgruppe wird von anderen (privaten) Fernsehsendern nicht als Werbezielgruppe für interessant eingeschätzt, daher fehlt vermehrt ein gezieltes, auf diese Zielgruppe ausgerichtetes Fernsehprogramm, das nicht den kommerziellen Aspekten gerecht werden muss.[24]

Mädchen: Im Gegensatz zu den Jungen sind Mädchen die aktiveren Zuschauer, die auch gerne an Mitmachaktionen teilnehmen und sich Informationsprogramme ansehen.

Kinder aus West-Deutschlands: Die Kinder aus Ost-Deutschland bevorzugen vorwiegend private Fernsehsender.

Der Ki.-Ka ist zwar als Fernsehkanal für Kinder ein Spartensender, allerdings bildet er ebenso wie manch Erwachsenensender vielfältige Inhalte und Programme für seine Zielgruppe an, so dass er „in seiner Programmvielfalt wie ein Vollprogramm“[25] angesehen werden kann.

2.2.2. Grundsätze (Pädagogischer Erziehungs-/Bildungsauftrag)

Der Ki.-Ka verfolgt bei seiner Programmzusammenstellung und –entwicklung bestimmte Grundsätzen, die auch als „Qualitätskriterien für das öffentlich-rechtliche Kinderfernsehen“[26] bezeichnet werden. Ziel des Kinderkanals ist es, wie es bereits 1975 in dem Kleinkinderprogramm der ARD verfolgt wurde,[27] Fernsehanfänger langsam an das Fernsehen heranzuführen.[28] Hierfür wird den Kindern ein vielfältiges Angebot verschiedener Genres und in verschiedenen Filmlängen angeboten. Den Kindern wird durch dieses Angebot die Möglichkeit geboten, ihre eigenen Träume und Fantasien (weiter-) zu entwickeln. Bei der Konzeption der Programme wird dabei verantwortungsvoll und kreativ vorgegangen mit dem Ziel ein vielfältiges Angebot an kind- und altersgerechten Informations- und Unterhaltungsprogrammen zu entwickeln und auszustrahlen. Durch diese angebotene Programmvielfalt sollen die Kinder dazu befähigt werden, selbstbewusst und kritisch zwischen den Medienangeboten auszuwählen.[29] Der Kinderkanal beschreibt seine Philosophie diesbezüglich auf seiner Internetseite folgendermaßen:

Philosophie des Ki.Ka
Der Kinderkanal von ARD/ZDF ist ein öffentlich/rechtlicher Fernsehsender. Er bietet ein werbefreies, zielgruppenorientiertes und vielfältiges Programm für bis 13-jährige Kinder.[30] Mit diesem Angebot leistet der KI.KA einen wichtigen Beitrag zur Orientierung der jungen Zuschauer. Die Vermittlung von sozialer und medialer Kompetenz[31] gehört zu den zentralen Aufgaben. Als Meinungsführer bietet der KI.KA interaktives, informatives und innovatives Programm.“[32]

Ferner enthält der Rundfunkstaatsvertrag (RStV; in der Fassung vom 01.04.2005) strikte Regelungen bezüglich des Bildungsauftrages. In § 2, Absatz 2, Satz 2 RStV heißt es: „Im Sinne dieses Staatsvertrages ist Vollprogramm ein Rundfunkprogramm mit vielfältigen Inhalten, in welchem Information, Bildung, Beratung und Unterhaltung einen wesentlichen Teil des Gesamtprogramms bilden.“[33]

2.2.3. Finanzierung /Kommerzialisierung

Mit der Werberichtlinie vom Oktober 1993 wurde erstmals erlassen, dass „eine in sich geschlossene Kindersendung keine Werbung enthalten darf.“[34] Für den Kinderkanal, wie für die dritten Programme oder andere Spartenprogramme, bedeutet dies ein vollständig werbefreies Kinderprogrammangebot, sowie den Verzicht auf Werbeeinnahmen. Über diese zusätzliche Einnahmequelle, wie sie die privaten Sender besitzen, verfügt der Kinderkanal demnach nicht. Er ist auf eine Finanzierung ausschließlich über Rundfunkgebühren angewiesen.[35]

2.3. Private Fernsehsender

Privatwirtschaftlich organisierte Sendeanstalten indessen verfolgen das Ziel der Gewinnmaximierung. Da sie an den Rundfunkgebühren nicht partizipieren, finanzieren sie sich hauptsächlich über Werbeeinnahmen. Bei den privaten Fernsehsendern lassen sich Free-TV-Sender (werbefinanziert) und Pay-TV-Sender (entgeltfinanziert) unterscheiden. Insbesondere im Bereich des Pay-TV wird der Einfluss des Konsumenten auf die Inhalte des Programmangebotes sehr deutlich. Er ist nur bereit für das Angebot zu zahlen, das seinen Wünschen und Bedürfnissen entspricht. Im Bereich des Free-TV ist diese Situation als nicht ganz so deutlich anzusehen, hier stellen die Erlöse aus der Vermietung von Werbezeiten im TV-Programm die größte Einnahmequelle dar (vgl. Abbildung 3).[36]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Geschäftsmodell einer privaten Sendeanstalt (Bsp. RTL)[37]

Seit 2001 haben privatwirtschaftliche Sendeanstalten mit einem Umsatzrückgang von Werbeeinnahmen zu kämpfen. „Der Wegfall großer Werbekunden [..] sowie die schlechte Wirtschaftslage [..führte..] in den vergangenen Jahren zu einem Angebotsüberhang im Fernsehbereich.“[38]

Die Erkenntnis der existenziellen Abhängigkeit der werbe- und entgeltfinanzierten Sendeanstalten von ihren Werbeeinnahmen und somit von der wirtschaftlichen Lage ihrer Werbekunden, hat dazu beigetragen, dass viele Sendeanstalten nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten suchen. Als Maßnahmen wurden Einsparungs- und Rationalisierungsmöglichkeiten verfolgt, bei denen allerdings eine hohe Qualität des Fernsehangebotes bspw. bei Kindersendungen nicht immer gewährleistet werden kann. Ebenso ist die Generierung zusätzlicher Umsätze bspw. durch Teleshopping-Angebote, Finanzierung durch Zuschaueranrufe oder Merchandising als weitere Maßnahme anzuführen.[39] Als Beispiel eines privaten Fernsehsenders für Kinderfernsehen wird in dieser Arbeit der Sender SuperRTL der RTL-Gruppe herangezogen und näher betrachtet.

2.3.1. RTL-Gruppe - SuperRTL

RTL startete 1984 als erstes privates Fernsehprogramm seinen Sendebetrieb in Deutschland.[40] Die RTL -Sender-Familie integriert unter dem Markennamen RTL verschiedene Sender (RTL, SuperRTL, RTLII,[41] VOX, RTL-Shop, n-tv), wobei jeder Sender ein spezielles Marktsegment abdeckt. Auf diese Weise kann die RTL -Gruppe Synergieeffekte realisieren. Ebenso trägt diese Form der Dachmarkenstrategie, bei der sämtliche Produkte einer Unternehmung unter einer Marke zusammengefasst werden,[42] zur Verbreitung und Etablierung des Markennamens bei.[43]

SuperRTL sendet täglich bis 21 Uhr ein, auf die Zielgruppe der Kinder ausgerichtetes Fernsehprogramm. Außerhalb dieser Sendezeiten jedoch fungiert SuperRTL als Erwachsenenfernsehen. Demzufolge handelt es sich bei SuperRTL im eigentlichen Sinne nicht um einen Kinderfernsehsender, sondern um einen Fernsehsender, der täglich in einem bestimmten Zeitfenster Kinderfernsehen sendet. Dies unterscheidet SuperRTL deutlich vom Ki.Ka, der ausschließlich Inhalte für Kinder produziert und sendet. Zudem liegt dem Programm von SuperRTL gegenüber dem Programm des Ki.Ka kein Bildungsauftrag zugrunde.

2.3.2. Grundsätze (Pädagogischer Erziehungs-/Bildungsauftrag)

Eine Richtlinie vergleichbar derer mit dem Rundfunkstaatsvertrag der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ist bei den Anbietern der privaten Fernsehanstalten nicht vorhanden. Dieser Umsand ist m.E. darauf zurückzuführen, dass die privaten Fernsehanstalten durch das kommerziell geprägte Geschäftsmodell (vgl. Kapitel 2.3.3.) ausschließlich auf selbst generierte Umsätze zurückgreifen können und nicht durch staatliche Zuwendungen (z.B. Rundfunkgebühren) unterstützt werden. Aus diesem Grunde ist es für die privaten Fernsehanstalten notwendig, Fernsehformate anzubieten, welche eine hohe Zuschauerquote erzielen, um auf diesem Wege die zur Verfügung stehenden Werbezeiten bestmöglich an Unternehmen verkaufen zu können. Verdeutlicht wird dies durch die ermittelten Einschaltquoten für Februar 2006 (vgl. Abbildung 4), aus denen ersichtlich wird, dass auf den ersten neun Plätzen reine Unterhaltungsformate privater Fernsehanstalten die besten Einschaltquoten für den Zeitraum erzielten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Einschaltquoten vom Februar 2006 – TOP 20[44]

2.3.3. Finanzierung/Kommerzialisierung

RTL hat als private Sendeanstalt ihre Finanzierung auf Werbung und so genannte Teleshopping-Angebote ausgerichtet. Die gewählte Dachmarkenstrategie sorgt dafür, dass das Zuschauerklientel, so unterschiedlich es auch ist, mit dem Markennamen RTL vertraut ist. Diese Etablierung auf dem Fernsehmarkt und die Ausrichtung der einzelnen Fernsehsender auf eine spezielle Zielgruppe, führt zu einer erhöhten Attraktivität von RTL als Werberaum-Anbieter. Produkthersteller nutzten die Möglichkeit, gezielt eine bestimmte Zielgruppe oder Altersgruppe erreichen zu können. Bezogen auf das Angebot von SuperRTL im Bereich Kinderfernsehen bedeutet dies, dass je nach Sendezeit und Sendung unterschiedliche Altersgruppen angesprochen werden können. Dies bezieht sich einerseits auf das eigentliche Fernsehprogramm und anderseits auf die in der Werbepause gezeigten Webespots und den damit beworbenen Produkten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Produktdifferenzierung der RTL-Gruppe[45]

2.4. Allgemeine Marktbetrachtung

Eine allgemeine Marktbetrachtung (vgl. Abbildung 6) zeigt, dass sich im Jahr 2005 in Deutschland drei große Senderblöcke unterscheiden ließen:[46]

1. Öffentlich-rechtliche Sender: ARD, ZDF, Dritte Programme, Ki.-Ka, Arte, 3sat, Phoenix.
Marktanteil: 43,9%
2. RTL -Gruppe: RTL, RTL II, SuperRTL, VOX, N-TV
Marktanteil: 25,0 %
3. ProSiebenSat.1 Media AG: Pro7, Sat.1, Kabel1, N24, 9Live

Marktanteil: 22,3 %

Die privatwirtschaftlichen Sendeanstalten (RTL -Gruppe und ProSiebenSat.1 Media AG) bilden demgemäß unverändert eine steigende Konkurrenz zu den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Dies ist ferner ersichtlich dadurch, dass der Marktanteil des privatwirtschaftlichen Senders, der Fernsehformate für Kinder anbietet (SuperRTL mit 2,8 %), mehr als doppelt so hoch ist wie der Marktanteil des öffentlich-rechtlichen Angebotes (Ki.Ka mit 1,2%). Bei der Betrachtung der beiden genannten Marktanteile ist jedoch zu beachten, dass die Sendezeit des Ki.Ka auf 21 Uhr begrenzt ist und SuperRTL im Gegensatz dazu am Abend Formate für Erwachsene anbietet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6: Marktanteile der AGF- und Lizenzsender im Tagesdurchschnitt 2005[47]

3. Die Geschichte des Kinderfernsehens in Deutschland

Zur Veranschaulichung wie sich das Fernsehangebot in Bezug auf die Zielgruppe ‚Kinder’ entwickelt hat und welche Formate bzw. Konzepte dabei verwendet wurden, geht das folgende Kapitel auf die Geschichte des Kinderfernsehens in Deutschland ein. Exemplarisch wird dabei das Format der Kindernachrichten näher betrachtet, da mit Hilfe dieses Formates schon frühzeitig (ab 1970) versucht wurde, Bildungsangebote für Kinder anzubieten.

„Einen besseren Lehrer kann sich ein Kind doch kaum vorstellen: Er ist zuverlässig, klug, fast immer verfügbar, weiß interessante, lustige und manchmal gruselige Geschichten zu erzählen und stellt seinerseits kaum Forderungen.“[48] Mit diesen Worten beschreibt Winterhoff-Spurk die Beziehung des Fernsehens als Leitmedium der Zielgruppe ‚Kinder’.

Wie hat sich nun das Kinderfernsehen bzw. das Fernsehprogramm für Kinder über die letzten Jahrzehnte hinweg entwickelt? Bereits mit Sendestart der ARD 1952 wurde neben einem Fernsehprogramm für Erwachsene immer schon ein Kinderprogramm angeboten. Dieses umfasste anfangs ein etwa 30-minütiges Nachmittagsprogramm und wurde in den nächsten Jahren systematisch ausgebaut.[49] Anfangs fand eine ausschließliche Ausrichtung der Fernsehinhalte auf Kindern ab sechs Jahren[50] statt, die erst Ende der sechziger Jahren auf Kleinkinder erweitert wurden.[51] 1966 trat das ZDF als zweite Fernsehanstalt hinzu, die ebenfalls Fernsehsendungen für Kinder anbot.[52] Bis Anfang der achtziger Jahre war somit die Geschichte des deutschen Kinderfernsehens ausschließlich durch das Angebot der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten geprägt.[53] Erst mit dem „vierten und fünften Rundfunkurteil des Bundesverfassungsgerichts im November 1986 und März 1987, sowie dem im April beschlossenem und am 01. Dezember 1987 in Kraft getretenen Rundfunkstaatsvertrag über die Neuordnung des Rundfunkwesens“[54] wurde die rechtliche Grundlage für ein duales Fernsehsystem, d.h. dem nebeneinander Existieren von öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunkanbietern, geschaffen.[55] Von da an befanden sich die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten in Konkurrenz zu den privaten Sendern um den Zuschauer. Am 01.01.1997 wurde mit dem Kinderkanal der ARD/ZDF ein erstes kindereigenes werbe- und gewaltfreies Fernsehprogramm für Kinder[56] im Alter von drei bis dreizehn Jahren geschaffen. Zwar sendet SuperRTL seit 2001 ebenfalls ein Kinderprogramm, allerdings gehört dieses nur zu einem Teil des gesamten Fernsehprogramms. Kinder stellen demnach für SuperRTL nur eine Zielgruppe neben der der Erwachsenen dar.

Im folgenden Abschnitt 3.1. wird die Entwicklung von Bildungsangeboten für Kinder im Fernsehen am Beispiel der Nachrichten für Kinder, als eine besondere und erste Form der Bildungsangebote für Kinder, ab 1970 dargestellt.

3.1 Beispiel eines Bildungsangebotes: Entwicklung der Nachrichten für Kinder bei den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten

Im Jahre 1970 begannen die ersten Versuche Nachrichtensendungen für Kinder im Fernsehen zu etablieren. Seit diesen ersten Versuchen, dass Genre „Nachrichten“ im Kinderprogramm einzubinden, wird folgender Fragenkomplex fortlaufend diskutiert:[57]

- Gehören politische Nachrichten und Katastrophenmeldungen zur kindlichen Lebenswelt?
- Können die ‚Greuel’ des Weltgeschehens nicht eher schädigende Wirkung auf die kindliche Psyche haben?
- Interessieren Nachrichten Kinder überhaupt?
- Sind komplexe Ereignisse / Hintergründe für Kinder nicht zu überfordernd?
- Welchen Nutzen können Kindernachrichten für Kinder haben?

Aufgrund dieser Fragestellungen wurden in den verschiedenen Sendeanstalten (ARD, ZDF) erste Ansätze bzw. Schritte unternommen, Nachrichtensendungen für Kinder im Fernsehprogramm zu integrieren. Diese werden in den folgenden Kapiteln kurz dargestellt.

3.1.1. Nachrichten des Monats (Hessischer Rundfunk, HR)

Die Sendung ‚ Nachrichten des Monats ’ wurde im Zeitraum April bis November 1970 im Rahmen der Kindersendung ‚ Ich wünsch mir was’ im HR mit einer Länge von acht Minuten ausgestrahlt.

Kritiker beanstandeten an diesem Konzept jedoch, dass die Sendung, die als Ergänzung zu den eigentlichen Nachrichten für Erwachsene dienen sollte, keinen inhaltlichen Bezug zu den Nachrichten hatte und in ihrer Darstellung nicht geeignet war.

Ludwig Metzgers Äußerung im Jahre 1970 verdeutlicht diese Kritik. „Kinder sind keine Idioten. Wer ihnen vormacht, Nachrichten kämen aus einem Tomtomobil (…), hält sie dafür. Wenn die Kamera auf den Bollerwagen zufährt, Schnitt, ein Junge in Köpke-Pose im Nachrichtenstudio sitzt, zerschlägt solche Unlogik das kindliche Verständnis“.[58]

Ein weiterer Kritikpunkt an der Sendung war, dass diese in einem unpassenden Programmumfeld gezeigt wurde. Die Rahmensendung ‚Ich wünsch mir was’ wendete sich an die Zielgruppe der unter 10-jährigen Kinder, der Nachrichteteil jedoch an ältere Kinder. Diese Aspekte führten dazu, dass die Sendung bereits nach sieben Folgen eingestellt und das Projekt ‚Nachrichten für Kinder’ zunächst als gescheitert betrachtete wurde.[59]

3.1.2. Tagesschau auch für Kinder (ARD)

Einen weiteren Versuch, Nachrichten für Kinder im Fernsehen zu etablieren, startete die ARD ein Jahr später im April 1971 mit der ‚ Tagesschau auch für Kinder ’. Die Idee zur Sendung basierte auf Ergebnissen aus der Zuschauerforschung, welche zeigten, dass die Tagesschau im Nachmittagsprogramm hauptsächlich von Kindern, älteren Menschen und Nichtberufstätigen gesehen wurde. Die Neuerung an diesem Konzept war, dass die Sendung nicht nur für Kinder oder nur für Erwachsene sein sollte, sondern beide Zielgruppen gleichermaßen angesprochen werden sollten. Die Hauptaspekte lauteten:[60]

- Die anvisierte Zielgruppe stellten 10-jährigen Kinder, da sich Kinder unter acht Jahren nur wenig für Nachrichten interessieren und Jugendliche ab 14 Jahren eher zu den normalen Nachrichtensendungen tendieren.
- Die Anzahl der Themen wurde von 10-12 auf fünf Themen reduziert.
- Es wurden Themen behandelt, die die Kinder zu ihren eigenen Erfahrungen in Beziehung setzen konnten.

Die daraufhin produzierten drei Pilotsendungen wurden jedoch ungesendet ins Archiv gegeben. Als Begründung dafür wurde von den Programmdirektoren angeführt, dass zum einen eine nicht kindgerechte Aufmachung der Sendung, zum anderen zu viel ‚pädagogischer Krimskrams’ Schuld daran seien.[61] Zu vermuten ist, dass die Schwierigkeit zwei unterschiedliche und sehr verschiedene Zielgruppen mit einem Format so ansprechen zu wollen, dass sich beide Zielgruppen adäquat (weder über- noch unterfordert) angesprochen fühlten, unterschätzt wurde.

3.1.3. Durchblick (Süddeutscher Rundfunk, SDR)

Einen großen Schritt in Richtung Etablierung einer festen Nachrichtensendung im Kinderprogramm gelang dem SDR Mitte der 70er Jahre mit der Sendung ‚Durchblick’, die als erste Kindernachrichtensendung über einen längeren Zeitraum (19.09.1976 – 30.12.1979, 156 Sendungen)[62] produziert und gesendet wurde.

Als Programmplatz wurde zunächst der Sendeplatz um 19:45 Uhr, mit einer Sendelänge von 15 Minuten als direkte Anbindung zu den Hauptnachrichten, ausgewählt. Allerdings fand im Januar 1978 eine Vorverlegung des Sendeplatzes auf 19:00 Uhr statt.[63] Die Berichterstattung beschäftigte sich hauptsächlich mit Nachrichten aus dem Regionalbereich, was durch das kleine Archiv der Sendeanstalt begründet war. Die behandelten Themen in der Sendung waren vornehmlich Nachrichten aus den Bereichen Schule, Freizeit, Popkultur und Regionalpolitik.[64] Nur ein geringer Teil entfiel auf den Bereich weltpolitischer Ereignisse.

Als Moderator wurde ein jugendlicher Moderator ausgewählt, welcher in jugendlicher Kleidung und in Umgangssprache die einzelnen Beiträge hinter einem Tisch sitzend an- und abmoderierte.

Die Presse- und Zuschauerreaktion auf die Sendung war positiv, was jedoch nichts daran änderte, dass das Format nach 156 Sendungen am 30.12.1979 auf Grund personalpolitischer Ursachen eingestellt wurde.[65]

Die darauffolgenden Versuche ein Nachrichtenformat speziell für Kinder zu etablieren waren ebenso wenig erfolgreich. So wurden im Jahre 1981/1982 sechs Pilotproduktionen ‚ NAU ’ vom ‚ Sender Freies Berlin’ - SFB (einer Art Nachrichtenmagazin für Kinder) produziert aber nicht gesendet.[66]

Erst im Jahre 1987 (regelmäßig ab 1989) entstand mit dem Format logo ein Nachrichtenformat für Kinder, welches bis heute ausgestrahlt wird.

3.1.4. logo (ZDF / Ki.Ka)

Ein erfolgreiches Format der Kindernachrichten stellt die Sendung logo vom ZDF dar, welches auf dem Kinderkanal Ki.Ka und im ZDF ausgestrahlt wird.

Im Einzelnen stellen sich die Entwicklungsstufen des Formats folgendermaßen dar:[67]

1987 Untersuchung der Tragfähigkeit und Aufbau der Redaktion

1988 Pilotphase Januar – März (39 Folgen)

1989 feste Etablierung im Kindernachrichtenprogramm

Die zentralen Bestandteile bei der Konzeption der Sendung logo sind dabei:[68]

- Erklären: Um einen Sachverhalt oder ein Ereignis besser verstehen und einordnen zu können, liefert logo die dazu passenden und für Kinder verständlichen Erklärungen. (vgl. Kapitel 4.2.1. insb. Wahrnehmungskompetenz)
- Eingrenzen: Aufgrund der Fülle von Informationen und Nachrichten, konzentriert sich logo auf besonders wichtige oder problematische Aspekte. (vgl. Kapitel 4.2.1. - Wahrnehmungskompetenz)
- Kinderperspektive: Es werden insbesondere die Fragen mit besonderer Relevanz für Kinder aufgegriffen bzw. bei denen Kinder selbst betroffen sind. Ferner werden Situationen zum Vergleich herangezogen, welche Kinder bereits kennen. Darüber hinaus werden die Kinder als Identifikationsfigur mit einbezogen. (vgl. Kapitel 4.2.1. - Verarbeitungskompetenz)
- Erklärstücke: Das Kernstück der Sendung logo bilden die sogenannten Erklärstücke, welche pro Sendung nur einmal vorkommen und konzentrierte Informationen bieten. (vgl. Kapitel 4.2.1. - Verarbeitungskompetenz)
- Die gute Nachricht: Damit den Kindern vermittelt wird, dass Nachrichten auch Spaß machen, werden in der Sendung freundliche, schöne oder lustige Themen behandelt. (vgl. Kapitel 4.2.1. - Wahrnehmungskompetenz)
- Ergänzung: Damit Kinder Nachrichten besser verstehen können, dient logo der Ergänzung von Nachrichtensendungen aus dem Erwachsenenprogramm und ersetzt somit nicht die normalen Nachrichten. (vgl. Kapitel 4.2.1. - Verarbeitungskompetenz)

- Forum: Das Format logo soll bei Kindern Interesse wecken und zu einer aktiven Auseinandersetzung mit Themen anregen und somit einen Ansprechpartner für die Kinder darstellen. (vgl. Kapitel 4.2.1. - Handlungskompetenz)

Ein weiterer Bestandteil der Sendung ist die Rubrik logo Redezeit, bei der den Kindern die Möglichkeit geboten wird, Probleme an die Öffentlichkeit zu bringen.[69] Die Redaktion besucht gemeinsam mit den betroffenen Kindern die jeweiligen Orte und Personen des Geschehens, bei denen die Kinder ihr entsprechendes Anliegen vortragen können. „Auf diese Weise liefert die Sendung Anregungen für demokratische Konfliktlösungen.“[70] (vgl. Kapitel 4.2.4. - Sozialkompetenz)

3.1.5. neuneinhalb (WDR)

Eine letzte Entwicklung des Formats Kindernachrichten stellt die Sendung neuneinhalb des WDR dar, welche seit April 2004 samstags auf dem Sender ARD ausgestrahlt wird (Wiederholung der Sendung in einigen Dritten Programmen, z.B. montags mittags im WDR). In der Sendung wird jeweils ein ‚Thema der Woche’ behandelt, welches in den Nachrichtensendungen Tagesschau und Tagesthemen wichtig war und für Kinder verständlich erklärt wird.[71] Der Name von neuneinhalb leitet sich dabei von der Dauer der Sendung ab.

Siegmund Grewening[72] beschreibt in einer Aussage bezüglich Kinder und Politikvermittlung in Bezug auf neuneinhalb folgendes:

„Politik zählt vielleicht nicht zu den Lieblingsthemen von Kindern. Doch sollen wir deshalb kein Angebot machen? Bei den Privaten sehe ich weit und breit kein Nachrichtenformat oder ein Infomagazin. Bei uns gibt es neuneinhalb.“[73]

3.2. Beispiel eines Bildungsangebotes: Entwicklung der Nachrichten für Kinder bei den privaten Fernsehanstalten

Das Format der Fernsehnachrichten für Kinder, so wie es beispielsweise von den Sendungen logo und neuneinhalb auf dem öffentlich-rechtlichen Ki.Ka gesendet wird, ist bei den privaten Anbietern, wie bereits erwähnt, nicht vorhanden. Lediglich Nachrichten-Inseln in anderen Formaten, beispielsweise bei BRAVO-TV (Jugendmagazin auf Pro7) werden dort gesendet. Die Inhalte dieser Sendungen beziehen sich jedoch nicht auf das tägliche Geschehen, sondern vorzugsweise auf Nachrichten und Informationen aus dem Bereich Musik, Film, etc.

Demzufolge kann nicht von einem klassischen Nachrichtenformat für Kinder im Bereich der privaten Sendeanstalten gesprochen werden.

4. Bildungsangebote für Kinder im Fernsehprogramm

Die Bildungsangebote im Fernsehprogramm für Kinder stellen ein vielschichtiges Angebot dar.[74] Eine Kategorisierung von Bildungsangeboten kann m.E. in Anlehnung an eine Abstufung des Wissens- bzw. Informationsvermittlungsgrades vorgenommen werden. So kann z.B. zwischen einer reinen Wissens- bzw. Informationssendung, einem Sendeformat mit wissensvermittelnden Charakter oder aber einer Quizsendung, die Kindern spielerisch Wissen abfragt bzw. beibringt, unterschieden werden. Die Abstufungen und Übergänge dieser Formate verlaufen fließend, weitere Zwischenstufen sind dabei ebenfalls denkbar. Die nachfolgende Tabelle gibt einerseits einen Überblick über die Bandbreite an Bildungsangeboten für Kinder und stellt diese andererseits Sendeformaten des Erwachsenenprogramms gegenüber.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Bandbreite von Bildungsangeboten im Fernsehen

Wenn im Folgenden somit von Bildungsangeboten für Kinder gesprochen wird, ist ein breites Spektrum von Sendeformaten damit gemeint, welches von reinen Informationssendungen über Sendungen, die den Kindern ‚nebenbei’ Wissen vermitteln und somit wissensvermittelnden Charakter aufweisen, bis hin zu Quiz- und Spielesendungen, bei denen Kindern spielend und/oder im Wettbewerb zu anderen Wissen vermittelt wird.

Wie lässt sich die ‚Bildungs-Fernsehlandschaft’ für Kinder nun weiter charakterisieren? Wird bzw. inwiefern wird Fernsehen dazu genutzt den Kindern Kompetenzen (z.B. Medien-, Lese- oder Sprachkompetenz) zu vermitteln. Dazu wird zunächst das Bildungsangebot im Fernsehen nach dem Intentionsgrad der Wissensvermittlung in intentional und funktional unterschieden. Anschließend wird untersucht, inwieweit das Bildungsprogramm bei der Vermittlung von Kompetenzen behilflich ist.

4.1. Arten von Bildungsprogrammen im Fernsehen

Das Angebot von Bildungsprogrammen im Fernsehen ist, wie bereits erwähnt, sehr vielschichtig. Eine Unterscheidung der Vermittlung von Bildungsangeboten kann dabei anhand der Einteilung in ein funktionales und ein intentionales Bildungsprogramm vollzogen werden (Abbildung 7).[75]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 7: Arten von Bildungsprogrammen im Fernsehen

In den folgenden Kapiteln werden die beiden Arten der Bildungsprogramme näher betrachtet. Abschließend werden in einer Übersicht die jeweiligen Merkmale, Fernsehformate und einige Beispiele aus dem Bereich des Kinder- und Erwachsenenprogramms den Arten des jeweiligen Bildungsprogramms zugeordnet.[76]

4.1.1. Funktionales Bildungsprogramm

Von einem funktionalen Bildungsprogramm wird gesprochen, wenn Bewusstsein für etwas gebildet wird, ohne das dieses beabsichtigt ist. Mit anderen Worten der Zuschauer kann durch ein solches Fernsehprogramm ggf. etwas lernen, obwohl dies nicht die ursprüngliche Intention des Produzenten darstellt. So kann die Betrachtung einer Quiz-Sendung dazu führen, dass unbewusst neue Informationen durch den Betrachter erlernt werden, obwohl bei diesem Fernsehformat der primäre Fokus auf Unterhaltung und nicht auf der Vermittlung von Wissen liegt. In der Lerntheorie wird in diesen Zusammenhang auch vom implizierten Lernen gesprochen. Dabei ist das Lernen gemeint, welches vom Lernenden nicht bewusst wahrgenommen wird.[77]

Fernsehformate, die unter diese Art des Bildungsprogramms fallen sind z.B. Unterhaltungssendungen, Quiz-Sendungen oder Spiel-Sendungen, bei denen die eigentliche Intention der Sender/Produzenten nicht darin begründet liegt, bewusst Wissen zu vermitteln.

Anzumerken ist jedoch, dass sich die Intention des TV-Anbieters/Produzenten deutlich von der des Zuschauers unterscheiden kann. So kann beispielsweise der Zuschauer einer Quiz-Sendung mit der Intention an die Betrachtung des Formates herangehen, dort sein Allgemeinwissen zu erweitern und zu überprüfen, obwohl die eigentliche Intension des TV-Anbieters bzw. des Produzenten darin begründet ist, ein kurzweiliges, spannendes und unterhaltsames Format anzubieten ohne damit einem Bildungsauftrag gerecht zu werden.[78]

Eine Betrachtung der einzelnen funktional-ausgerichteten Fernsehformate zeigt, dass diese vorwiegend von privaten Fernsehanstalten angeboten werden. Dies liegt u.a. daran, dass die privaten Fernsehanstalten keinem verpflichteten Bildungsanspruch hinsichtlich ihrer Ausgestaltung der Sendungen obliegen, wie dies bei den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten durch den Bildungsauftrag geregelt ist.[79] Ferner ist dies ebenfalls durch das Geschäftsmodell und die damit verbundene Form der Finanzierung zu erklären.[80]

[...]


[1] Näheres zur Differenzierung der Bildungsprogramme in funktional und intentional siehe Kapitel 4.1.

[2] Schenk, M.; Ottler, S. (2002), S. 15.

[3] Vgl. Feierabend, S.; Klingler, W. (2003), S. 176.

[4] Vgl. Wehmeier, St. (1998), S. 142.

[5] Vgl. Meffert, H.; Hensmann, J. (1993), S. 18.

[6] Vgl. ebenda, S. 16.

[7] Wirtz, B.W. (2001), S. 237.; vgl. Krüger, U.M. (1992), S. 75; vgl. WDR Köln (1999), S. 26.

[8] Marketing Anzeigen [Hrsg.] (1994), S. 62.

[9] Vgl. Meffert, H.; Hensmann, J. (1993), S. 56

[10] Vgl. Marketing Anzeigen [Hrsg.] (1994), S. 62., vgl. Meffert, H.; Hensmann, J. (1993), S. 18; vgl. Schenk, M.; Ottler, S. (2002), S. 11; vgl. Wirtz, B.W. (2001), S. 237f..

[11] Ebenda, S. 238.

[12] Vgl. Schwanebeck, A. (2000), S. 13.

[13] Hierin ist u.a. ein Grund zu finden, weshalb bei der in der Studie in Kapitel 5 zugrunde gelegten Zielgruppe/Altersgruppe sowohl das Kinderprogramm wie auch das Erwachsenenprogramm untersucht wird.

[14] Schulte-Kellinghaus, D. (2001), S. 60.

[15] Vgl. WDR Köln (1999), S. 86.

[16] Vgl. hierzu die Erläuterungen zur Wahl der Zielgruppe (Kapitel 5.1)

[17] Vgl. ebenda, S. 86f.

[18] Vgl. ebenda, S. 60f.

[19] Ebenda, S. 61.

[20] Vgl. ebenda, S. 62.

[21] Vgl. Feierabend, S.; Klingler, W. (2003), S. 173.

[22] Vgl. ARD (2002), S. 99.

[23] Vgl. Schulte-Kellinghaus, D. (2001), S. 64.

[24] Bei der Wahl der Zielgruppe der in der vorliegenden Arbeit durchgeführten Studie wurden Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren befragt, um sowohl eine Beurteilung des Kinderkanals und der Angebote privater Fernsehanstalten zu erhalten.

[25] Ebenda, S. 63.

[26] Ebenda, S. 63.

[27] Vgl. ARD (1975), S. 5ff.

[28] Vgl. Kapitel 4.2.1.

[29] Vgl. Kapitel 4.2.1.

[30] Vgl. Kapitel 5.2.

[31] Vgl. Kapitel 4.2.1. und 4.2.4.

[32] www.kika.de (Stand: 28.02.2006)

[33] www.lfk.de (Stand: 28.02.2006)

[34] Marketing Anzeigen [Hrsg.] (1994), S. 62.

[35] Vgl. ebenda, S. 62f., vgl. Wirtz, B.W. (2001), S. 209.

[36] Vgl. ebenda, S. 239ff.

[37] Ebenda, S. 240.

[38] Kiefer, M.L. (2004), S. 15f.

[39] Vgl. ebenda, S. 17.

[40] Vgl. Wirtz, B.W. (2001), S. 208.

[41] Vgl. ebenda, S. 215.

[42] Vgl. Gabler (1993)

[43] Vgl. ebenda, S. 65.

[44] www.dwdl.de (Stand: 18.03.2006).

[45] Vgl. Grisko, M. (2000), S. 133ff.; vgl. Wehmeier, St. (1998), S. 159.

[46] Vgl. AGF – Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (Stand: 03.04.2006)

[47] Ebenda.

[48] Heidtmann, H. (1992), S. 76

[49] Vgl. Löhr, P. (1991), S. 47f.

[50] Vgl. Stötzle, D.U. (1991), S. 75.

[51] Vgl. ARD (1975), S. 61ff.

[52] Vgl. Stötzle, D.U. (1991), S. 77ff.

[53] Vgl. ebenda, S. 73ff.

[54] Krüger, U.M. (1992), S. 69.

[55] Vgl. ebenda, S. 69.

[56] Vgl. ebenda, S. 69.

[57] Vgl. Mattusch, U. (1991), S. 74.

[58] Ebenda, S. 79.

[59] Vgl. ebenda, S. 80.

[60] Vgl. ebenda, S. 82 f.

[61] Vgl. ebenda, S. 83.

[62] Vgl. ebenda, S. 76.

[63] Vgl. ebenda, S. 84.

[64] Vgl. ebenda, S. 84.

[65] Vgl. ebenda, S. 85.

[66] Vgl. ebenda, S. 76.

[67] Ebenda, S. 90.

[68] Vgl. ebenda, S. 93.

[69] Vgl. Baacke, D. / Lenssen, M. / Röllecke, R. (1997), S. 129.

[70] Ebenda, S. 129.

[71] Vgl. Schumacher, G. (2004), S. 3.

[72] Seit 2000 Leiter der Programmgruppe Kinder- und Tagesprogramme Fernsehen beim WDR in Köln.

[73] Grewening, S. (2005), S. 1.

[74] Dies zeigt insbesondere die breite Auswahl an Sendungen für Kinder unterschiedlicher Altersklassen, deren Hauptaugenmerk auf ‚Bildung’ bzw. die Vermittlung von ‚Inhalten’ oder ‚Wissen’ gelegt wird. Beispiele hierfür sind Sendungen, wie: Löwenzahn, Logo, Wissen macht Ah!, Willi will’s wissen, 1, 2, oder 3, u.v.m.. Eine Beurteilung verschiedener ausgewählter Sendungen, denen der Charakter eines Bildungsangebotes für Kinder zugewiesen werden kann, durch die Zielgruppe der Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren, erfolgte in der dieser Arbeit zugrunde liegenden Befragung.

[75] Vgl. Nowotny, P. (1988), S. 30ff.

[76] Dabei wurden insb. Die im Fragebogen aufgenommen Sendeformate einbezogen.

[77] Vgl. Stangl, W. (2006), S. 1.

[78] Gerade vor dem Hintergrund, das Kinder noch nicht in der Lage sind für sich selbst zu entscheiden, bei welchen Sendungen bzw. Formaten sie bewusst bzw. unbewusst etwas lernen können, sondern eher die angebotenen Sendungen bzw. Formate der Unterhaltung wegen anschauen (vgl. Ergebnisse der Studie, Kapitel 5), spielt die damit verbundene Intention des TV-Anbieters bzw. Produzenten (Wissensvermittlung, Unterhaltung, etc.) eine große Rolle (vgl. hierzu den Bildungsauftrag der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten, Kapitel 2.2.2.). Je nach Alter der Kinder spielen dabei die Eltern als Programmentscheider und –filter eine wesentliche Rolle. Die Fernsehsender haben daher ein großes Interesse daran, die Eltern von ihrem pädagogischen bzw. kindgerechten Fernsehangebot zu überzeugen.

[79] Vgl. Kapitel 2.2.2.

[80] Vgl. Kapitel 2.3.3.

Ende der Leseprobe aus 123 Seiten

Details

Titel
Lehrmedium Fernsehen - eine Analyse der Bildungsangebote für Kinder im Fernsehen
Hochschule
Universität Paderborn
Note
1,7
Autor
Jahr
2006
Seiten
123
Katalognummer
V80789
ISBN (eBook)
9783638833875
ISBN (Buch)
9783638833929
Dateigröße
1884 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lehrmedium, Fernsehen, Analyse, Bildungsangebote, Kinder
Arbeit zitieren
Marc Langenstein (Autor), 2006, Lehrmedium Fernsehen - eine Analyse der Bildungsangebote für Kinder im Fernsehen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80789

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