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Auswirkungen des demographischen Wandels auf den privaten Pkw-Verkehr

Kapazitätseffekte und Konsequenzen für die Infrastrukturplanung

Title: Auswirkungen des demographischen Wandels auf den privaten Pkw-Verkehr

Diploma Thesis , 2007 , 143 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Jolanta Holtmann (Author)

Business economics - Miscellaneous
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„Zunehmend zweifeln Verkehrsprognostiker, dass der Individualverkehr langfristig großes Wachstumspotenzial hat. Diesen Zweifel begründen sie nicht nur mit den demografischen Trends, sondern auch mit knapperen Ölreserven und der Sorge um eine Explosion der Benzinpreise“
Folgt man dieser Aussage, stellt sich die Frage, welche Auswirkungen der demographische Wandel auf die Entwicklung der privaten Verkehrsnachfrage im motorisierten Individualverkehr (MIV), hat und ob sich daraus Schlussfolgerungen für die Infrastrukturplanung ziehen lassen. Beiden Themen geht die vorliegende Arbeit nach.

Dabei wird davon ausgegangen, dass der demographische Wandel in Deutschland sich besonders auf die Nachfrage im Personenverkehr auswirken wird und vor allem die Nachfrage im privaten Pkw-Verkehr beeinflusst. Mit einem Anteil von 69 % an der Inländerfahrleistung tragen die privaten Pkw-Halter den größten Anteil der gesamten Fahrleistung im Jahr. Nachfrageveränderungen in diesem Segment sind deshalb von besonderer Bedeutung für die Entwicklung der gesamten Verkehrsnachfrage. Zunehmend wird daher auch ein Einfluss auf die zeitliche Nachfrageverteilung erwartet, und zwar in Form von abnehmenden Verkehrspitzen, die insgesamt zu einer Glättung der zeitlichen Nachfrage führen. Bei einer gleichmäßigen Verteilung des täglichen Verkehrsaufkommens könnte die Verkehrsnachfrage von vergleichsweise kleiner dimensionierten Verkehrsanlagen bewältigt werden, die wirtschaftlicher genutzt werden. An diesem Punkt stellt sich die Frage, ob es einen demographischen Einfluss auf die zeitliche Verteilung des Verkehrs gibt und welche Effekte sich daraus ergeben.
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie stark der demographische Wandel die absolute Nachfragehöhe im privaten Pkw-Verkehr beeinflusst und welche demographischen Wirkungen auf die zeitliche Verkehrsnachfrage zu erwarten sind. Insbesondere sollen diejenigen Auswirkungen diskutiert werden, die sich durch die zunehmenden räumlichen Disparitäten des demographischen Wandels ergeben. Dazu gehören Überlegungen, welche Implikationen sich aus einer demographischen Veränderung für die Verkehrsinfrastrukturplanung ableiten lassen. Als grundlegende Quellen werden zwei Studien herangezogen, die Studie „Mobilität in Deutschland 2002“ und „Mobilität 2050, Szenarien der Mobilitätsentwicklung unter Berücksichtigung von Siedlungsstrukturen bis 2050“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Demographischer Wandel in Deutschland

2.1 Die Bevölkerungsentwicklung

2.2 Altersstruktur

2.3 Regionale Perspektiven der Bevölkerungsentwicklung

2.3.1 Trends in der regionalen Entwicklung

2.3.2 Entwicklung in der Region Südliches Niedersachsen

3. Die Verkehrsnachfrage beim motorisierten Personenverkehr

3.1 Einflussfaktoren der Verkehrsnachfrage im MIV

3.1.1 Alter

3.1.3 Pkw-Verfügbarkeit

3.1.2 Einkommen

3.2 Entwicklungsperspektive der altersspezifischen Mobilitätsraten

4. Der demographische Effekt auf die Verkehrsnachfrage im privaten Pkw- Verkehr

4.1 Prognose der Fahrleistungsnachfrage für Deutschland

4.2 Prognose der Fahrleistungsnachfrage in der Region südliches Niedersachen

5. Demographische Effekte auf die zeitliche Verteilung des privaten Pkw- Verkehrs und Implikationen auf die Kapazitätsauslastung der Verkehrsinfrastruktur

5.1 Bestimmungsgrößen der tageszeitlichen Verteilung der Verkehrsnachfrage

5.1.1 Zeitstrukturen der privaten Verkehrszwecke

5.1.2 Exkurs: Zeitliche Nachfragestrukturen des Wirtschaftsverkehrs

5.1.3 Schlussfolgerungen für die verkehrszweckbezogene Durchmischung des Verkehrs an Werktagen

5.2 Verkehrszwecknachfrage im privaten Pkw-Verkehr

5.3 Der demographischer Einfluss auf die Verkehrszwecknachfrage

5.4 Konsequenzen für die Entwicklung der zeitlichen Verteilung des Verkehrsaufkommens

5.4.1 Verkehrsnachfrage auf Autobahnen

Konsequenzen für die verkehrszweckbezogene Durchmischung des Verkehrs

5.4.2 Demographische Konsequenzen für die Entwicklung der zeitlichen Nachfrage

5.4.3 Demographische Einflüsse auf die Kapazitätsauslastung der Verkehrsinfrastruktur

5.5 Kapazitätseffekte durch den privaten Pkw-Verkehr – Ergebnisse

6. Verkehrsinfrastrukturbewertung und demographische Entwicklung in Deutschland

6.1 Demographischer Wandel und Vorteilhaftigkeit von Verkehrsinfrastrukturprojekten

6.1.1 Die Projektszenarien

6.1.2 Entwicklung der Nutzenkomponente "Verbesserung der Erreichbarkeit von Fahrtzielen"

6.2 Demographischer Effekt und die Schadstoff- und Klimabelastung

7. Implikationen des demographischen Wandels für die Verkehrsinfrastrukturplanung

7.1 Verlängerung des Prognosezeitraums der Infrastrukturplanung

7.2 Management der bestehenden Verkehrsinfrastrukturkapazitäten

7.2.1 Geschwindigkeitsmanagement

7.2.2 Freigabe von Seitenstreifen

8. Zusammenfassung

Zielsetzung und Forschungsgegenstand

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Entwicklung der privaten Verkehrsnachfrage im motorisierten Individualverkehr (MIV) sowie daraus resultierende Konsequenzen für die Infrastrukturplanung. Ziel ist es zu analysieren, wie stark der demographische Wandel die absolute Nachfragehöhe sowie die zeitliche Verteilung des privaten Pkw-Verkehrs beeinflusst und ob dies eine Anpassung der Planungsparameter für Verkehrsinfrastrukturprojekte erfordert.

  • Analyse des demographischen Wandels und seiner regionalen Disparitäten in Deutschland.
  • Untersuchung der fahrtzweckabhängigen zeitlichen Nachfragestrukturen.
  • Prognose der Fahrleistungsnachfrage unter Berücksichtigung altersspezifischer Mobilitätsraten.
  • Bewertung von Verkehrsinfrastrukturprojekten unter dem Einfluss langfristiger demographischer Trends.
  • Diskussion alternativer Lösungsansätze wie Kapazitätsmanagement anstelle von Kapazitätsausbau.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

„Zunehmend zweifeln Verkehrsprognostiker, dass der Individualverkehr langfristig großes Wachstumspotenzial hat. Diesen Zweifel begründen sie nicht nur mit den demographischen Trends, sondern auch mit knapperen Ölreserven und der Sorge um eine Explosion der Benzinpreise“

Folgt man dieser Aussage, stellt sich die Frage, welche Auswirkungen der demographische Wandel auf die Entwicklung der privaten Verkehrsnachfrage im motorisierten Individualverkehr (MIV), hat und ob sich daraus Schlussfolgerungen für die Infrastrukturplanung ziehen lassen. Beiden Themen geht die vorliegende Arbeit nach.

Dabei wird davon ausgegangen, dass der demographische Wandel in Deutschland sich besonders auf die Nachfrage im Personenverkehr auswirken wird und vor allem die Nachfrage im privaten Pkw-Verkehr beeinflusst. Mit einem Anteil von 69 % an der Inländerfahrleistung tragen die privaten Pkw-Halter den größten Anteil der gesamten Fahrleistung im Jahr. Nachfrageveränderungen in diesem Segment sind deshalb von besonderer Bedeutung für die Entwicklung der gesamten Verkehrsnachfrage. Zunehmend wird daher auch ein Einfluss auf die zeitliche Nachfrageverteilung erwartet, und zwar in Form von abnehmenden Verkehrspitzen, die insgesamt zu einer Glättung der zeitlichen Nachfrage führen. Bei einer gleichmäßigen Verteilung des täglichen Verkehrsaufkommens könnte die Verkehrsnachfrage von vergleichsweise kleiner dimensionierten Verkehrsanlagen bewältigt werden, die wirtschaftlicher genutzt werden. An diesem Punkt stellt sich die Frage, ob es einen demographischen Einfluss auf die zeitliche Verteilung des Verkehrs gibt und welche Effekte sich daraus ergeben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zum Thema, Darstellung der Relevanz des demographischen Wandels für den MIV und Formulierung der Forschungsfrage.

2. Demographischer Wandel in Deutschland: Analyse der Bevölkerungsentwicklung, der Altersstruktur und der regionalen Unterschiede im demographischen Wandel.

3. Die Verkehrsnachfrage beim motorisierten Personenverkehr: Beleuchtung der Einflussfaktoren wie Alter, Pkw-Verfügbarkeit und Einkommen auf das individuelle Mobilitätsverhalten.

4. Der demographische Effekt auf die Verkehrsnachfrage im privaten Pkw- Verkehr: Erstellung von Prognosen für die Fahrleistungsnachfrage auf nationaler und regionaler Ebene unter demografischen Annahmen.

5. Demographische Effekte auf die zeitliche Verteilung des privaten Pkw- Verkehrs und Implikationen auf die Kapazitätsauslastung der Verkehrsinfrastruktur: Analyse der zeitlichen Verteilungsmuster des Verkehrs nach Fahrtzwecken und Quantifizierung der Effekte durch den demographischen Wandel.

6. Verkehrsinfrastrukturbewertung und demographische Entwicklung in Deutschland: Bewertung der Auswirkungen unterschiedlicher demographischer Szenarien auf die Vorteilhaftigkeit von Verkehrsinfrastrukturprojekten.

7. Implikationen des demographischen Wandels für die Verkehrsinfrastrukturplanung: Diskussion der notwendigen Anpassungen der Infrastrukturplanung, insbesondere durch verlängerte Prognosezeiträume und aktives Kapazitätsmanagement.

8. Zusammenfassung: Zentrale Ergebnisse und Schlussfolgerungen der Untersuchung.

Schlüsselwörter

Demographischer Wandel, Pkw-Verkehr, Verkehrsnachfrage, Infrastrukturplanung, Mobilität, Alterssstruktur, Fahrleistungsnachfrage, Zeitliche Verteilung, Kosten-Nutzen-Analyse, Verkehrsplanung, Kapazitätsmanagement, Regionalentwicklung, Mobilitätsraten, Individualverkehr, Bevölkerungsprognose.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, wie sich der demographische Wandel in Deutschland auf die Nachfrage im privaten motorisierten Individualverkehr (MIV) auswirkt und welche Konsequenzen dies für die zukünftige Planung und Bewertung von Verkehrsinfrastrukturprojekten hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Bevölkerungs- und Altersentwicklung, die altersspezifische Verkehrsnachfrage, die zeitliche Verteilung des Verkehrs sowie die ökonomische Bewertung von Straßenbauprojekten unter Berücksichtigung langfristiger demographischer Trends.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwieweit der demographische Wandel eine Anpassung der herkömmlichen Infrastrukturplanung erfordert, um Ressourcen effizienter einzusetzen und ob beispielsweise alternative Kapazitätsmanagement-Maßnahmen einen größeren Nutzen versprechen als ein starrer Kapazitätsausbau.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Autorin nutzt eine Kombination aus der Auswertung bestehender Mobilitätsstudien, der statistischen Bevölkerungsvorausrechnung und der ökonomischen Bewertungsmethodik von Verkehrsinfrastrukturinvestitionen, um Modellrechnungen für verschiedene demographische Szenarien durchzuführen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Prognose der Fahrleistungsnachfrage, der Untersuchung der zeitlichen Verteilung des Verkehrs in Abhängigkeit von Fahrtzwecken (wie Beruf, Freizeit, Versorgung) sowie der Modellierung der Auswirkungen auf die Kapazitätsauslastung und die Vorteilhaftigkeit von Infrastrukturprojekten anhand konkreter Fallbeispiele (wie der A7).

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Publikation?

Neben dem zentralen Begriff des demographischen Wandels sind Begriffe wie Pkw-Nachfrage, Mobilitätsraten, Infrastrukturplanung, Kosten-Nutzen-Analyse und Kapazitätsmanagement entscheidend für das Verständnis der Arbeit.

Welche Rolle spielt die Region Südniedersachsen in der Arbeit?

Südniedersachsen dient als konkretes regionales Fallbeispiel für eine schrumpfende Region. Die Autorin vergleicht die dortige Verkehrsentwicklung mit gesamtdeutschen Trends, um aufzuzeigen, wie sich regional unterschiedliche demographische Entwicklungen auf die Notwendigkeit und Rentabilität von Straßenbauprojekten auswirken.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich des Kapazitätsausbaus?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass ein starrer Kapazitätsausbau in schrumpfenden Räumen kritisch zu hinterfragen ist. Anstatt dessen empfiehlt sie, die Bewertungsmethodik durch eine langfristige Perspektive zu ergänzen und stärker alternative Instrumente wie ein aktives Geschwindigkeitsmanagement oder die temporäre Freigabe von Seitenstreifen zu prüfen, um knappe finanzielle Mittel effizienter zu verwenden.

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Details

Title
Auswirkungen des demographischen Wandels auf den privaten Pkw-Verkehr
Subtitle
Kapazitätseffekte und Konsequenzen für die Infrastrukturplanung
College
University of Cologne  (Betriebswirtschaftslehre der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät )
Grade
1,3
Author
Jolanta Holtmann (Author)
Publication Year
2007
Pages
143
Catalog Number
V80816
ISBN (eBook)
9783638804868
ISBN (Book)
9783638807968
Language
German
Tags
Auswirkungen Wandels Pkw-Verkehr
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jolanta Holtmann (Author), 2007, Auswirkungen des demographischen Wandels auf den privaten Pkw-Verkehr , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80816
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