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Morbus-Parkinson - ein Überblick

Title: Morbus-Parkinson - ein Überblick

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Katharina Schwarz (Author)

Sport - Sport Medicine, Therapy, Nutrition
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„Involuntary tremulous motion, with lessened muscular power, in parts not in action and even when supported; with a propensity to bend the trunk forward, and to pass from a walking to a running pace; the senses and intellects being uninjured”. (Ludin, Hans Peter, 1995, S. 9)

So definierte im Jahre 1817 der englische Arzt Dr. James Parkinson erstmals das Krankheitsbild der Parkinson Krankheit. In seinem Werk „Essay on the shaking palsy“ beschrieb Parkinson sechs Patienten, die er über einen längeren Zeitraum beobachtet hatte. Diese Originalbeschreibung der Krankheit enthält bereits eine präzise Beschreibung der Symptomatik und des Krankheitsverlaufes. Über viele Details der Krankheit, die heute zumindest teilweise erforscht und nachgewiesen sind, konnte James Parkinson zu seiner Zeit nur Vermutungen anstellen, so z.B. zum Ort der Läsion. Er erkannte aber bereits, dass es sich um eine Schädigung im zentralen Nervensystem handeln muss.

Trotz intensiver Forschungen und großer Fortschritte auf den Gebieten der Neurologie, gibt es auch heute noch viele offene Fragen zum Morbus Parkinson. Nach wie vor kennt man nicht die genaue Ursache der Krankheit.
Heilung oder Vorbeugung sind bis heute nicht möglich, jedoch gibt es ein breites Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten, um die auftretenden Symptome zu lindern.

Diese Arbeit soll in einem kurzen Überblick die Parkinson Krankheit, orientiert am derzeitigen Stand der Forschungen, vorstellen und über die bestehenden Behandlungsmöglichkeiten und Therapieformen in kompakter und verständlicher Form informieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Allgemeine Informationen

2.1 Begriff – „Morbus Parkinson“

2.2 Definition

2.3 Häufigkeit

3 Grundlagen

3.1 Anatomisch/ Physiologische Grundlagen und pathologische Veränderungen bei Morbus-Parkinson Patienten

3.2 Ursachen

3.3 Symptome

3.3.1 Frühe unspezifische Symptome

3.3.2 Kardinalsymptome

3.3.3 Begleitsymptome

3.4 Verlauf

3.5 Diagnose

4 Behandlung

4.1 Medikamentöse Therapie

4.2 Neurochirurgische Therapie

5 Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen kompakten Überblick über das Krankheitsbild Morbus Parkinson, beleuchtet die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse zu den Ursachen und dem Krankheitsverlauf und stellt die gängigen medikamentösen sowie neurochirurgischen Behandlungsoptionen vor.

  • Historische Einordnung und Begriffsdefinition von Morbus Parkinson
  • Anatomische und physiologische Grundlagen der Erkrankung
  • Differenzierung der Symptomatik (Kardinal- und Begleitsymptome)
  • Diagnostische Verfahren zur Abgrenzung von ähnlichen Syndromen
  • Therapiestrategien: Medikamentöse Ansätze und neurochirurgische Eingriffe

Auszug aus dem Buch

3.1 Anatomisch/ Physiologische Grundlagen und pathologische Veränderungen bei Morbus-Parkinson Patienten

Hauptbahn für die gesamte willkürlich innervierte Muskelaktivität ist der Tractus corticospinalis, der seinen Ursprung in der vorderen Zentralwindung des Stirnlappens des Großhirns hat. Aufgrund der pyramidenförmigen Zellkörper wird der Tractus corticospinalis auch als Pyramidenbahn bezeichnet. „Während die Pyramidenbahn vorwiegend der Übertragung der Befehle für den willkürlichen Muskeleinsatz dient, ist das extrapyramidal-motorische System mit seinen motorischen Kerngebieten (z.B. Basalganglien) und seinen Bahnen für die unbewusste Muskelaktivität zuständig. Es kontrolliert unter anderem Ausmaß und Richtung der willkürlichen Bewegungen“ (Schünke, Michael, 2004, S. 632)

Zum extrapyramidal-motorischen System zählen neben den Kernen im Mittelhirn, den Vestibularkernen, Teilen der Großhirnrinde, dem Kleinhirn auch die ins Rückenmark absteigenden extrapyramidal-motorischen Bahnen und die Basalganglien. Der Begriff der Basalganglien ist nicht eindeutig anatomisch definiert. Heute zählt man das Striatum (besteht aus Nucleus caudatus oder Schwanzkern und dem Putamen), den Pallidum, den Nucleus subthalamicus und die Substantia nigra (schwarze Substanz) zu den basalen Ganglien.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Erstbeschreibung von Dr. James Parkinson aus dem Jahr 1817 ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, einen aktuellen Überblick über die Krankheit und ihre Behandlungsmöglichkeiten zu bieten.

2 Allgemeine Informationen: Dieses Kapitel erläutert den Begriff und die Definition von Morbus Parkinson als fortschreitende Nervenerkrankung und liefert statistische Daten zur Häufigkeit des Auftretens in Deutschland.

3 Grundlagen: Hier werden die anatomischen Zusammenhänge im Gehirn sowie die Ursachen, das Symptomspektrum, der Krankheitsverlauf und die diagnostischen Methoden detailliert analysiert.

4 Behandlung: Dieses Kapitel bietet eine Übersicht über die symptomatische medikamentöse Therapie sowie moderne neurochirurgische Behandlungsmöglichkeiten wie die Tiefenhirnstimulation.

5 Schlusswort: Das Schlusswort fasst zusammen, dass trotz fehlender Heilungschancen durch moderne Forschung und Therapie eine hohe Lebensqualität für Betroffene gesichert werden kann.

Schlüsselwörter

Morbus Parkinson, Dopamin, Basalganglien, Tremor, Rigor, Akinese, Posturale Instabilität, L-Dopa, Neurologie, Extrapyramidal-motorisches System, Bewegungsstörungen, Neurochirurgie, Tiefenhirnstimulation, Idiopathisches Parkinson-Syndrom, Symptomatik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen wissenschaftlich fundierten Überblick über das Krankheitsbild Morbus Parkinson, von den anatomischen Ursachen bis hin zu den heutigen Therapieansätzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die anatomischen und physiologischen Grundlagen, die verschiedenen Symptomgruppen, diagnostische Verfahren sowie medikamentöse und chirurgische Behandlungsmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den derzeitigen Stand der Forschung zur Parkinson-Krankheit in kompakter und für Interessierte verständlicher Form zusammenzufassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf Basis neurologischer Fachliteratur und medizinischer Standards den aktuellen Kenntnisstand zusammenstellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der neuroanatomischen Grundlagen, eine detaillierte Aufschlüsselung der Symptome und deren Verlauf sowie eine Analyse der Therapiemöglichkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Dopaminmangel, Basalganglien, Kardinalsymptome (Tremor, Rigor, Akinese) und Therapieformen wie L-Dopa geprägt.

Warum ist eine frühzeitige Diagnose bei Parkinson oft schwierig?

Wie im Kapitel zur Diagnose beschrieben, können gerade in den frühen Stadien Symptome wie Ungeschicklichkeit oder Missempfindungen unspezifisch sein, was eine Abgrenzung zu anderen Syndromen erschwert.

Welche Rolle spielt Dopamin bei der Erkrankung?

Dopamin fungiert als wichtiger Botenstoff. Bei Parkinson degenerieren Zellen in der Substantia nigra, wodurch ein Dopaminmangel entsteht, der die Steuerung der willkürlichen Bewegungen stört.

Was unterscheidet das „Zahnradphänomen“ vom Rigor?

Das Zahnradphänomen ist eine spezifische Ausprägungsform des Rigors, bei der es bei der passiven Prüfung der Gelenkbeweglichkeit zu ruckartigen Widerstandsänderungen kommt.

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Details

Title
Morbus-Parkinson - ein Überblick
College
University of Rostock  (Institut für Sportwissenschaften)
Course
Anatomie/ Physiologie
Grade
1,7
Author
Katharina Schwarz (Author)
Publication Year
2005
Pages
19
Catalog Number
V80862
ISBN (eBook)
9783638873932
ISBN (Book)
9783656519843
Language
German
Tags
Morbus-Parkinson Anatomie/ Physiologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Schwarz (Author), 2005, Morbus-Parkinson - ein Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80862
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