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Die Entstehung der Stadt Würzburg

Title: Die Entstehung der Stadt Würzburg

Seminar Paper , 2007 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christian Pfitzmaier (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Gerade einmal drei Jahre sind nun vergangen, als man in Würzburg das 1300 -jährige Bestehen der Stadt in großem Fest feierte, an dessen Höhepunkt ein von der Festung Marienberg gezündetes grandioses Feuerwerk die Altstadt ausleuchtete. Ein Schelm, wer sich Böses dabei dachte, regneten doch im Laufe dieser Stadtgeschichte mehr als einmal nicht nur pyrotechnische Effekte von dieser Anhöhe auf die Stadt hernieder. Die hierfür verantwortliche geistliche Herrschaft wird also sicher eine Rolle spielen, wenn sich die vorliegende Arbeit mit den Wurzeln und der Entstehung Würzburgs zu befassen hat. Welche Bedeutung aber kommt daneben der Siedlung, einer rechtlichen Qualifizierung sowie dem Einfluss frühmittelalterlicher Königsnähe im Rahmen des Stadtwerdungsprozesses zu?

Um diese Fragestellung zu erörtern muss der Blick des Historikers ins Früh- und Hochmittelalter schweifen, denn weder handelt es sich bei den Siedlungen in dieser – nördlich des Grenzwalls Limes gelegenen – markanten Mainschleife um eine römische ‚Civitas’ , noch wurde vergleichbar den sogenannten Gründungsstädten des 12. Jahrhunderts ein Stadtrecht formell verliehen.

„Die mittelalterliche Stadt kann als ein umfriedeter, verhältnismäßig dicht besiedelter und durch natürliche oder künstliche Befestigungen gesicherter Marktort definiert werden, der mit eigenem Recht bewidmet ist und der sich aus der umgebenden Landschaft in allen Lebensbeziehungen deutlich abhebt.“ Am Gerüst dieser treffenden Definition der mittelalterlichen Stadt soll nun das Würzburger Exempel illustriert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. 1300 Jahre Würzburg

B. Vor und Frühgeschichte

C. Frühmittelalterliche Entwicklung bis zur Bistumsgründung

D. Die Gründung des Bistums 742 und ihre Folgen

1. Gründung durch Bonifatius

2. Das Kilians – Martyrium

3. Bauliche Veränderungen innerhalb der Siedlung

E. Die rechtliche Stellung der Stadt im Spiegel der Königsurkunden

1. Immunität

2. Markt, Münze und Zoll

3. Gerichtsbarkeit

F. Abgeschlossene Stadtwerdung im 12. Jahrhundert

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Prozess der Stadtwerdung Würzburgs vom Frühmittelalter bis zum 12. Jahrhundert, wobei insbesondere die rechtliche Qualifizierung sowie die Bedeutung der geistlichen Herrschaft und der Königsnähe für die urbane Entwicklung analysiert werden.

  • Historische Wurzeln und frühmittelalterliche Siedlungsentwicklung
  • Einfluss der Bistumsgründung im Jahr 742 auf die Urbanisierung
  • Rechtliche Stellung der Stadt durch Privilegien in Königsurkunden
  • Die Rolle von Markt, Münzwesen und Gerichtsbarkeit für den Stadtstatus
  • Bedeutung der sakralen Bautätigkeit und Reliquienverehrung

Auszug aus dem Buch

3. Bauliche Veränderungen innerhalb der Siedlung

Im Gegensatz zu den bekannten Formen weltlicher Herrschaft, welche oftmals notgedrungen, flexibel und kurzfristig den Ort der Machtausübung innerhalb des Machtbereiches veränderte, war das Bistum mit seinem Bischofssitz an Würzburg fest gebunden und garantierte deshalb nicht nur dauerhaftes Verbleiben von geistigen Gemeinschaften wie klösterlichen Strukturen mit ihrer Anziehungskraft, sondern auch die Kontinuität nichtklerikaler Siedlung. Die Hofhaltung des Bischofs entwickelte Bedürfnisse auch nach Luxuswaren, wodurch Händler angezogen wurden. Ferner wurden versierte Handwerker unabdingbar und deshalb auch ansässig, als sich eine rege Bautätigkeit des Bischofs entfaltete. „Der Bischofssitz band einen größeren Personenkreis an den Ort und ermöglichte ein reicheres kulturelles Leben.“

Für die Zeit vor 742 ist auf linksmainischer Seite lediglich die Höhenburg mit der Marienpfarrkirche nachgewiesen, weiterhin der Herrenhof/Königshof am Fuße des Berges, das St. Andreaskloster (heute St. Burkardkloster) sowie die bereits erwähnte Fischersiedlung. Vis-à-vis gesellte sich rechts des Maines zu einer anfangs dörflichen Siedlung ein weiterer Herrenhof, agrarische Einzelhöfe und die St. Martinskirche. Ab der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts ist der Nabel der Stadt hier zu suchen, was in erster Linie mit der Verlagerung des Bischofshochamtes wie auch der Reliquien in den Dom zu begründen ist. Erinnert sei hier auch an die Anziehungskraft selbiger für Wallfahrten und Pilger!

Zusammenfassung der Kapitel

A. 1300 Jahre Würzburg: Einleitung in die Thematik der Stadtwerdung unter Berücksichtigung der geografischen Lage und des Einflusses der geistlichen Herrschaft.

B. Vor und Frühgeschichte: Archäologische Belege beweisen eine menschliche Besiedlung des Würzburger Raumes bereits in vorfränkischer Zeit durch die vorteilhafte Topographie und Furtmöglichkeiten.

C. Frühmittelalterliche Entwicklung bis zur Bistumsgründung: Analyse der politischen Stellung unter Herzog Heden II. und die Bedeutung des Königshofes für eine beginnende Urbanisierung.

D. Die Gründung des Bistums 742 und ihre Folgen: Untersuchung der missionarischen Tätigkeit des Bonifatius, der politisch-religiösen Ausstattung durch Karlmann und der Auswirkungen der Reliquienverehrung auf das Stadtgefüge.

E. Die rechtliche Stellung der Stadt im Spiegel der Königsurkunden: Auswertung historischer Urkunden hinsichtlich der Privilegierung durch Immunität, Marktrechte und Gerichtsbarkeit.

F. Abgeschlossene Stadtwerdung im 12. Jahrhundert: Zusammenfassende Betrachtung der urbanen Entwicklung zu einer mittelalterlichen Stadt mit Einwohnerzuwachs und gefestigten Strukturen.

Schlüsselwörter

Würzburg, Mittelalter, Stadtwerdung, Bistumsgründung, Bonifatius, Marktrecht, Königsurkunden, Immunität, Gerichtsbarkeit, Urbanisierung, Frühmittelalter, Bischofssitz, Kiliansreliquien, Main, Handelsrouten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit behandelt die historischen Prozesse, die im Frühmittelalter zur Entstehung der mittelalterlichen Stadt Würzburg geführt haben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die politisch-religiöse Entwicklung durch die Bistumsgründung, die rechtliche Etablierung durch Königsurkunden und das wirtschaftliche Wachstum am Main.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie sich Würzburg von einer königlichen Siedlung über ein geistliches Zentrum zu einer eigenständigen Stadt entwickeln konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse erhaltener schriftlicher Quellen, insbesondere Königsurkunden, sowie auf den Einbezug archäologischer Funde und historischer Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Bistumsgründung, der rechtlichen Privilegierung durch den König sowie der baulichen und wirtschaftlichen Veränderungen innerhalb der Siedlung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Stadtwerdung, Mittelalter, bischöfliche Herrschaft und rechtliche Privilegierung charakterisieren.

Welche Bedeutung hatte das Kilians-Martyrium für die Stadt?

Die Auffindung der Gebeine und die Verehrung des Kilian als "Frankenapostel" steigerten die religiöse Bedeutung des Bistums enorm und förderten den Zuzug von Pilgern.

Warum war das Diplom von 1030 für Würzburg so wichtig?

Durch dieses Diplom erhielt der Bischof umfassende Regalien, darunter das tägliche Marktrecht, Münzrecht und Zollrechte, was ihn zum alleinigen Stadtherrn machte.

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Details

Title
Die Entstehung der Stadt Würzburg
College
University of Würzburg  (Lehrstuhl für mittelalterliche Geschichte)
Course
Die Enstehung der mittelalterlichen Stadt
Grade
1,0
Author
Christian Pfitzmaier (Author)
Publication Year
2007
Pages
19
Catalog Number
V80872
ISBN (eBook)
9783638879811
ISBN (Book)
9783638886642
Language
German
Tags
Entstehung Stadt Würzburg Enstehung Stadt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Pfitzmaier (Author), 2007, Die Entstehung der Stadt Würzburg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80872
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