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Was ist und was leistet "Schichtenpoetik"?

Title: Was ist und was leistet "Schichtenpoetik"?

Essay , 2007 , 10 Pages

Autor:in: Dr. Wolfgang Ruttkowski (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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Die Schichtenpoetik ist eine erst im 20. Jahrhundert bewusst ent¬wickelte Methode des Nachdenkens über Literatur mit Hilfe eines Schich¬tenmodells.
Wie der Begriff selbst anzeigt, gehört sie damit in den größeren Zusammenhang der ,,Schichtenästhetik", die besonders von Nicolai Hartmann und Roman Ingarden entwickelt wurde, und den umfassenderen einer an einem ontologischen Schichtenmodell orientierten Philosophie, die bis auf Aristoteles zurückgeht, im 20. Jahrhundert aber vor allem von Max F. Scheler wieder aufgenommen und von N. Hartmann zu einem umfassenden System ausgebaut wurde.
(In: Doitsu Bungaku 53, 1974, 104-110)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Was ist und was leistet „Schichtenpoetik“?

Zielsetzung & Themen

Das Werk verfolgt das Ziel, die Methode der „Schichtenpoetik“ als ein analytisches Instrument für die Literaturwissenschaft zu etablieren und deren Leistungsfähigkeit bei der Untersuchung von Sprachkunstwerken aufzuzeigen. Dabei wird die Forschungsfrage adressiert, inwiefern eine hierarchische Schichtstruktur, die auf ontologischen und psychologischen Grundlagen basiert, eine präzisere Erfassung der literarischen Form und des Inhalts ermöglicht.

  • Grundlagen der Schichtenästhetik nach Hartmann und Ingarden
  • Entwicklung eines neunstufigen Schichtenmodells für Dichtung
  • Wechselwirkung zwischen Schichtenstruktur und Gattungsbegriffen
  • Analyse der Formung und des Inhalts von literarischen Kunstwerken
  • Anwendung der Methode auf spezifische Probleme wie die "drei Einheiten" im Drama

Auszug aus dem Buch

Was ist und was leistet „Schichtenpoetik“?

Die Schichtenpoetik ist eine erst im 20. Jahrhundert bewusst entwickelte Methode des Nachdenkens über Literatur mit Hilfe eines Schichtenmodells.

Wie der Begriff selbst anzeigt, gehört sie damit in den größeren Zusammenhang der „Schichtenästhetik“, die besonders von Nicolai Hartmann und Roman Ingarden entwickelt wurde, und den umfassenderen einer an einem ontologischen Schichtenmodell orientierten Philosophie, die bis auf Aristoteles zurückgeht, im 20. Jahrhundert aber vor allem von Max F. Scheler wieder aufgenommen und von N. Hartmann zu einem umfassenden System ausgebaut wurde.

Aber auch von psychologischen und anthropologischen Schichtensystemen, deren Zusammenfassung und konsequenteste Entwicklung wir Erich Rothacker verdanken, kann sie wertvolle Anregungen erfahren.

Die Anwendung eines Schichtenmodells auf die Literaturanalyse ist mehr phänomenologisch als erkenntnistheoretisch orientiert. Dem Poetologen, Literaturwissenschaftler oder Dichtungsinterpreten geht es weniger um philosophische Einsichten als um eine sachgerechte Erfassung des Sprachkunstwerks und aller darüber hinaus an Literatur zu beobachtenden Erscheinungen. Die Schichtenpoetik rechtfertigt sich deshalb als Instrument des Erkennens und Einordnens einzig von ihren Ergebnissen her. Der philosophische Streit um die Berechtigung von Schichtenmodellen ist für sie irrelevant.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Was ist und was leistet „Schichtenpoetik“?: Das Kapitel führt in die methodischen Grundlagen der Schichtenpoetik ein, erläutert deren ontologische Herkunft und definiert sie als phänomenologisches Werkzeug zur Analyse literarischer Werke.

Schlüsselwörter

Schichtenpoetik, Schichtenästhetik, Literaturanalyse, Sprachkunstwerk, Ontologie, Phänomenologie, Formung, Nicolai Hartmann, Roman Ingarden, Schichtenmodell, Gattungsbegriff, Literaturtheorie, Struktur, Werkintention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung und Anwendung der „Schichtenpoetik“ als eine Methode zur systematischen Untersuchung und Einordnung literarischer Texte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung durch die Schichtenästhetik, der Aufbau eines neunstufigen Schichtenmodells für Dichtung und dessen Anwendung auf literaturwissenschaftliche Fragestellungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Nutzen von Schichtenmodellen als Analyseinstrument zu belegen, um die Struktur von Dichtung präziser von anderen Kunstformen abzugrenzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine phänomenologisch orientierte Schichtenanalyse verwendet, die auf ontologischen Kategorien basiert und durch psychologische Ansätze ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil wird das neunstufige Schichtenmodell detailliert erläutert und an Beispielen wie den dramatischen Einheiten oder dem Begriff der Formung praktisch erprobt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind unter anderem Schichtenpoetik, Schichtenästhetik, Sprachkunstwerk, Struktur, Ontologie und Formung.

Warum grenzt sich die Arbeit vom philosophischen Streit ab?

Der Autor argumentiert, dass die Schichtenpoetik als praktische Methode durch ihre Ergebnisse überzeugt und sich nicht in theoretischen philosophischen Debatten über die Berechtigung der Modelle verlieren sollte.

Welche Rolle spielt der Vergleich mit anderen Künsten?

Durch die Schichtenpoetik können auch Verbindungen zwischen Literatur, Musik und bildender Kunst in einem gemeinsamen Bezugssystem untersucht werden.

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Details

Title
Was ist und was leistet "Schichtenpoetik"?
Author
Dr. Wolfgang Ruttkowski (Author)
Publication Year
2007
Pages
10
Catalog Number
V80918
ISBN (eBook)
9783638874328
ISBN (Book)
9783638879781
Language
German
Tags
Schichtenpoetik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Wolfgang Ruttkowski (Author), 2007, Was ist und was leistet "Schichtenpoetik"?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80918
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