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Der symbolische Interaktionismus

Methodisches Handeln in der Erwachsenen- und Weiterbildung

Title: Der symbolische Interaktionismus

Term Paper , 2007 , 27 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: cand.paed Florian Hering (Author)

Pedagogy - Adult Education
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Allein die Tatsache, dass im Bereich der Erwachsenenbildung vieles auf freiwilliger Basis gelernt wird, und der Lernende oftmals nur das aufnimmt, was er für wichtig und lernenswert hält, fordert vom Erwachsenenbilder ein hohes Maß an Flexibilität und Lehrkompetenz ein. Es ist äusserst wichtig, dass die Beziehung zwischen dem Unterrichtenden und den Lehrgangsteilnehmern auf einer harmonischen und kommunikativen Ebene gehalten wird.

In der Soziologie, wie auch in der Pädagogik, existiert eine Vielzahl von theoretischen Ansätzen die sich mit der Verständigung und Kommunikation zwischen Personen auseinandersetzen und Lösungen anbieten wollen. Der symbolische Interaktionismus ist eine der Theorien, die sich in der modernen Soziologie durchsetzen konnten.

Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über die die Theorie der symbolischen Interaktion und deren Entstehung zu geben. Dabei sollen sowohl die geistigen Väter des symbolischen Interaktionismus, als auch die grundlegenden Voraussetzungen berücksichtigt und vorgestellt werden. Die Arbeit ist ein Versuch, menschliches Verhalten im Zusammenhang mit symbolischer Interaktion zu erklären um so einen Ansatz für die bessere Kommunikation im Rahmen der Erwachsenenbildung darzustellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Personenvorstellungen

2.1 Georg Herbert Mead

2.2 Herbert Blumer

3 Entstehung und geistiger Hintergrund

4 Reize, Gesten und signifikante Symbole

5 Wertedefinition und Handlungsschemata

6 Definition der Situation

7 Kultur des Menschen und die Beschaffenheit der Gesellschaft

7.1 Kultur aus der Perspektive der symbolischen Interaktion

8 Soziale Interaktion und menschliches Handeln

9 Die Verkettung von Handlungen

10 Lernen als soziale Interaktion

11 Lernsituation und symbolische Interaktion

12 Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, die Theorie des symbolischen Interaktionismus sowie deren Entstehung fundiert darzustellen, um daraus Ansätze für eine verbesserte Kommunikation und Methodik in der Erwachsenenbildung abzuleiten.

  • Grundlagen und theoretische Einflüsse des symbolischen Interaktionismus
  • Die Rolle von Symbolen, Gesten und Sprache in der sozialen Interaktion
  • Definition von Situationen als zentraler Bestandteil menschlichen Handelns
  • Verknüpfung von sozialen Interaktionsprozessen mit Lernsituationen
  • Bedeutung der wechselseitigen Handlungsabstimmung für die Erwachsenenbildung

Auszug aus dem Buch

4 Reize, Gesten und signifikante Symbole

Dieses Kapitel der Arbeit befasst sich mit der wichtigen Rolle von Symbolen. „Persönlichkeit und soziales Handeln sind durch Symbole geprägt, die im Prozess der Sozialisation erworben werden und im Prozess der Interaktion von den Handelnden wechselseitig bestätigt oder verändert werden.“19

Zentrale Annahme von Meads Theorie ist die Idee, dass „der Mensch seine Umwelt über symbolische Bedeutungen erschließt.“20 Dies geschieht auf der niedrigsten Ebene mit Hilfe von Reizen auf die der Mensch eine bestimmte Reaktion folgen lässt. So läuft einem beim Anblick leckerer Speisen beispielsweise das Wasser im Munde zusammen, im Falle eines lauten Knalls reagieren wir mit einem Zucken. Die Aufzählung ebendieser Reaktionen auf bestimmte Sinnesreize lässt sich beliebig fortführen.

Ähnliche Reaktionen erfahren wir im Dialog mit einem Gesprächspartner. Dieser vermittelt mit Hilfe von Gesten bewusst oder unbewusst Reize, die eine bestimmte Haltung widerspiegeln und auf der anderen Seite eine festgelegte Reaktion provozieren. Überträgt man diese Situation in das Tierreich, so könnte man hier den Machtkampf zweier Hunde aufführen um das Bild zu verdeutlichen. Gesten wie das fletschen der Zähne, das laute Bellen, das Aufstellen der Ohren oder das Unterwerfen sind zweifelsohne unmissverständliche Reize. Anders als im Tierreich setzt der Mensch seine Gesten nicht ausschließlich instinktiv ein, sondern ist in der Lage gezielt zu Handeln, und die Reize gemäß der Situation zu interpretieren. Die geballte Faust hat in der Diskothek eine andere Bedeutung als im Hörsaal. Um den richtigen Sinngehalt einer Geste deuten zu können, vergleicht der Mensch die aktuelle Situation mit bereits vergangenen Situationen. 21

Neben den bereits angesprochenen Sinnreizen und Gesten unterscheidet Mead als dritten Faktor die Symbole. Diese unterscheiden sich in sofern, dass nur der Mensch in der Lage ist sie auszubilden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über den symbolischen Interaktionismus und beleuchtet dessen Relevanz für eine harmonische und kommunikative Beziehung in der Erwachsenenbildung.

2 Personenvorstellungen: Es werden die Lebenswege und der wissenschaftliche Einfluss der geistigen Väter Georg Herbert Mead und Herbert Blumer vorgestellt.

3 Entstehung und geistiger Hintergrund: Das Kapitel verortet den symbolischen Interaktionismus im Kontext des Behaviorismus und Pragmatismus an der Universität von Chicago.

4 Reize, Gesten und signifikante Symbole: Hier wird erläutert, wie der Mensch mittels signifikanter Symbole seine Umwelt erschließt und durch Interpretation gezielt handelt.

5 Wertedefinition und Handlungsschemata: Es wird dargelegt, dass Werte nicht inhärent existieren, sondern in Lernprozessen durch symbolische Zuschreibungen erst entstehen.

6 Definition der Situation: Das Kapitel beschreibt menschliches Zusammenleben als Prozess, in dem Situationen durch das interpretative Verhalten der Akteure kontinuierlich definiert werden.

7 Kultur des Menschen und die Beschaffenheit der Gesellschaft: Kultur wird als Gesamtheit des symbolischen Erbes definiert, das durch Sozialisation von Generation zu Generation weitergegeben wird.

8 Soziale Interaktion und menschliches Handeln: Interaktion wird als zentraler Prozess begriffen, in dem Individuen Objekte erschaffen und die Welt durch Kommunikation formen.

9 Die Verkettung von Handlungen: Handlungen werden als vernetzte Prozesse beschrieben, die sowohl horizontal durch Interaktion als auch vertikal durch Biografien miteinander verknüpft sind.

10 Lernen als soziale Interaktion: Lernen wird als dynamischer Ablauf analysiert, bei dem das Individuum unter Einbezug sozialer Faktoren Neues in seine Gesamtpersönlichkeit integriert.

11 Lernsituation und symbolische Interaktion: Die Lernsituation wird als spezifischer Raum symbolischer Interaktion analysiert, dessen Erfolg von einer gemeinsamen Definition durch alle Beteiligten abhängt.

12 Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass der symbolische Interaktionismus wertvolle didaktische Impulse zur Reflexion und Maximierung des Lernerfolgs bietet.

Schlüsselwörter

Symbolischer Interaktionismus, Georg Herbert Mead, Herbert Blumer, Erwachsenenbildung, Soziale Interaktion, Signifikante Symbole, Definition der Situation, Sozialisation, Handlungsschemata, Lernsituation, Kommunikation, Wertedefinition, Identität, Konstruktivismus, Soziologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Theorie des symbolischen Interaktionismus und untersucht deren Anwendungsmöglichkeiten für das didaktische Handeln in der Erwachsenenbildung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die Entstehung der Theorie, die Bedeutung von Symbolen und Gesten, die Definition sozialer Situationen sowie die Analyse von Lernprozessen als interaktive Ereignisse.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, ein theoretisches Verständnis für symbolische Interaktionsprozesse zu schaffen, um daraus praktische Ansätze für eine bessere Kommunikation zwischen Lehrenden und Lernenden abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse der Werke von Mead, Blumer und weiterführenden sozialwissenschaftlichen Studien zur Interaktion und Sozialisation.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung der Theoretiker, die begriffliche Klärung von Symbolen, Werten und Situationen sowie eine tiefgehende Analyse von Lernprozessen unter dem Aspekt der symbolischen Interaktion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind symbolischer Interaktionismus, soziale Interaktion, Lernsituation, signifikante Symbole und die Definition der Situation.

Welche Rolle spielt die Biografie für das Handeln laut Herbert Blumer?

Jeder Handelnde ist laut Blumer in seine eigene Biografie eingebunden, weshalb jede Handlung immer auf der Berücksichtigung vergangener Erfahrungen basiert.

Warum ist die „Definition der Situation“ für den Lernerfolg entscheidend?

Wenn Lehrende und Lernende die Situation unterschiedlich definieren – etwa als Lernchance versus Prüfungssituation – entstehen Missverständnisse. Eine gemeinsame, gültige Definition ist daher essenziell für die Lernbereitschaft.

Wie unterscheidet sich die menschliche Kommunikation von der tierischen?

Während Tiere primär instinktiv auf Reize reagieren, sind Menschen durch signifikante Symbole in der Lage, Situationen zu interpretieren, Bedeutungen auszuhandeln und ihr Handeln bewusst zu steuern.

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Details

Title
Der symbolische Interaktionismus
Subtitle
Methodisches Handeln in der Erwachsenen- und Weiterbildung
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Course
Methodisches Handeln in der Erwachsenen- und Weiterbildung
Grade
2,0
Author
cand.paed Florian Hering (Author)
Publication Year
2007
Pages
27
Catalog Number
V80921
ISBN (eBook)
9783638879958
Language
German
Tags
Interaktionismus Methodisches Handeln Erwachsenen- Weiterbildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
cand.paed Florian Hering (Author), 2007, Der symbolische Interaktionismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80921
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