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Die Bedeutung und Funktion von Bildern im Geschichtsunterricht

Title: Die Bedeutung und Funktion von Bildern im Geschichtsunterricht

Seminar Paper , 2007 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sonja Denefleh (Author)

Didactics - History
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Bilder nehmen in unserer, von Medien geprägten Gesellschaft, eine immer zunehmende Rolle ein. Diese Beliebtheit von Bildern ist wohl darauf zurückzuführen, dass das Thema eines Bildes, anders als bei Texten, schon in wenigen Sekunden vom Rezipienten erschlossen werden kann und dass sie, ganz allgemein, Interesse wecken, bestimmte Emotionen evozieren können und auflockernd wirken.
Diese Funktion von Bildern wird auch in der Schule genutzt. Im Geschichtsunterricht haben Bilder allerdings noch eine ganz besondere Bedeutung. Sie sind Informationsträger aus denen Rückschlüsse auf die Vergangenheit gezogen werden können. Da das Fach Geschichte ja unter einem Defizit an primären Anschauungsmitteln leidet, können hier Bilder unterschiedlicher Gattungen als Quelle dienen.
Diese Arbeit wird sich mit der Bedeutung und der Funktion von Bildern im Geschichtsunterricht beschäftigen. Dabei erfolgt zunächst ein kurzer geschichtlicher Einblick auf den Einzug der Bilder im Schulbuch, bevor dann die einzelnen Bildgattungen typologisiert und auf ihre Besonderheiten und ihren Erkenntnisgewinn für den Geschichtsunterricht untersucht werden. Auch die didaktische Funktion und die Stellung der Bilder im Unterricht, sowie die methodische Vorgehensweise der Bilderschließung werden erläutert. Dabei werde ich mich im Besonderen auf Michael Sauer und Hans-Jürgen Pandel stützen, die sich als Geschichtsdidaktiker mit dem Einsatz von Bildern im Geschichtsunterricht beschäftigt haben.
Da der Schwerpunkt auf der Funktion von Bildern im Geschichtsunterricht beschränkt ist, kann auf die allgemeinen Vorteile von Bildern, wie die Theorie der doppelten Kodierung, sowie den Forschungsbereich der Instruktionspsychologie, die die Auswirkungen von Bildeinsätzen auf den Lehr-Lernprozess untersucht, im Rahmen dieser Hausarbeit allerdings nicht erfolgen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kurze Geschichte des Bildes im Schulbuch

3. Problem der Typisierung von Bildern

3.1 Die Typologie von Bildern nach materiellem Aspekt

3.2. Die Typologie von Bildern nach thematischen Aspekt

3.2.1 Zeitgleiche Bilder:

3.2.2. Geschichtsbilder

4. Die Funktion des Bildes im Geschichtsunterricht

5. Die Stellung des Bildes im Unterricht

6. Die Bilderschließung

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die didaktische Bedeutung und methodische Funktion von Bildern im Geschichtsunterricht, um einen quellenkritischen Umgang mit visuellen Medien als festen Bestandteil historischer Bildung zu etablieren.

  • Geschichtliche Entwicklung des Bildes im Schulbuch
  • Typisierung von Bildgattungen nach materiellen und thematischen Aspekten
  • Didaktische Funktionen von Bildern im Lehr-Lernprozess
  • Methodik der Bilderschließung: Beschreibung, Analyse und Interpretation
  • Förderung der Methodenkompetenz und visuellen Lesefähigkeit bei Schülern

Auszug aus dem Buch

6. Die Bilderschließung

Ganz grob lässt sich die Bildanalyse in drei Punkte unterteilen, die Bildbeschreibung, die Bildanalyse und die Bildinterpretation. Diese Punkte geben den SchülerInnen einen guten Rahmen und Gliederung für die Vorgehensweise bei der Bilderschließung. Bei der Bildbeschreibung, soll das, was auf dem Bild abgebildet ist von den SchülerInnen erkannt und in eigene Worte gefasst werden. Hier haben die SchülerInnen die Möglichkeit ihre spontanen Eindrücke und Gefühle wiederzugeben. So ist es wichtig hier möglichst offene Fragen und keine Suggestivfragen zu stellen, damit die SchülerInnen nicht auf eine bestimmte Aussage hin gelenkt werden. Die Lehrperson sollte also bei der Bildbeschreibung auch wenig intervenieren und lenken, sondern alle Äußerungen erst einmal sammeln, die später dann auch noch mal bei der Bildanalyse und bei der Bildinterpretation aufgegriffen, erweitert oder korrigiert werden können. Bei der Bildbeschreibung sollte aber darauf geachtet werde, dass keine schon voraus greifenden interpretierenden Äußerungen mit einfließen.

Bei der Bildanalyse geht es dann um das Erschließen von Thema, Inhalt und der technisch formale Seite des Bildes. Hier ist die Nähe zur Kunstwissenschaft besonders deutlich. Analysiert werden Symbole und allegorische Attribute, die es zu entschlüsseln gilt und die Art und Weise wie der Inhalt durch z.B. Farben, Bildtypus und der Komposition formal dargestellt werden. 26 Für den Lehrkörper, wie für die SchülerInnen sind dabei kunstgeschichtliche Kenntnisse unerlässlich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Bildern in der modernen Gesellschaft sowie deren spezifische Rolle als Informationsträger im geschichtsdidaktischen Kontext.

2. Kurze Geschichte des Bildes im Schulbuch: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Einbindung von Bildern in Schulbücher von Comenius bis zur modernen Reformpädagogik nach.

3. Problem der Typisierung von Bildern: Hier werden verschiedene Kategorisierungsansätze für Bilder, unterteilt in materielle und thematische Aspekte, diskutiert.

4. Die Funktion des Bildes im Geschichtsunterricht: Der Abschnitt erörtert den motivierenden Charakter von Bildern und die Notwendigkeit der Förderung von "visual literacy" im Unterricht.

5. Die Stellung des Bildes im Unterricht: Das Kapitel analysiert den gezielten Einsatz von Bildern in den verschiedenen Phasen des Unterrichts (Einstieg, Erarbeitung, Ergebnissicherung).

6. Die Bilderschließung: Hier wird ein methodisches dreistufiges Modell (Beschreibung, Analyse, Interpretation) für die quellenkritische Arbeit mit Bildern vorgestellt.

7. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass ein methodisch reflektierter Bildgebrauch essenziell für den Aufbau von Methodenkompetenz und ein historisches Bewusstsein der Schüler ist.

Schlüsselwörter

Geschichtsunterricht, Bilderschließung, Historienbilder, Bildanalyse, Bildinterpretation, visuelle Kompetenz, Quellenkritik, Schulbuch, Didaktik, Bildquellen, Methodenkompetenz, visuelle Medien, Zeitgleiche Bilder, Geschichtsdidaktik, Unterrichtsplanung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Rolle von Bildern als Medium im Geschichtsunterricht und wie diese effektiv und quellenkritisch eingesetzt werden können.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Typisierung von Bildgattungen, die historische Entwicklung des Bildes im Schulbuch sowie die didaktische Vorgehensweise bei der Bilderschließung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Lehrpersonen zu zeigen, wie Bilder über die reine Illustration hinaus als eigenständige, zu analysierende historische Quellen genutzt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit stützt sich primär auf geschichtsdidaktische Theorien, insbesondere die Ansätze von Michael Sauer und Hans-Jürgen Pandel.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die methodische Strukturierung der Bildbetrachtung, unterteilt in Beschreibung, Analyse und Interpretation.

Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Bilderschließung, Quellenkritik, Geschichtsdidaktik und Methodenkompetenz.

Warum wird eine "dreistufige Bilderschließung" empfohlen?

Das dreistufige Modell dient als Orientierungshilfe, um Schüler schrittweise von einer subjektiven Wahrnehmung hin zu einer wissenschaftlich fundierten Deutung zu führen.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen "zeitgleichen Bildern" und "Geschichtsbildern"?

Zeitgleiche Bilder dienen als Quelle für die Zeit ihrer Entstehung, während Geschichtsbilder die Vergangenheit aus einer späteren Perspektive darstellen und interpretieren.

Warum ist ein quellenkritischer Umgang mit Bildern im Unterricht so wichtig?

Da Bilder suggestiv wirken und oft als objektive Realität wahrgenommen werden, ist Kritikfähigkeit notwendig, um Verzerrungen und Intentionen der Bildautoren zu erkennen.

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Details

Title
Die Bedeutung und Funktion von Bildern im Geschichtsunterricht
College
University of Mannheim  (Historisches Institut)
Course
Handlungsorientierter Geschichtsunterricht
Grade
1,3
Author
Sonja Denefleh (Author)
Publication Year
2007
Pages
18
Catalog Number
V80948
ISBN (eBook)
9783638886888
ISBN (Book)
9783638886994
Language
German
Tags
Bedeutung Funktion Bildern Geschichtsunterricht Handlungsorientierter Geschichtsunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sonja Denefleh (Author), 2007, Die Bedeutung und Funktion von Bildern im Geschichtsunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80948
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