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Die britische Entscheidung zum Bau der britischen Atombombe (1947)

Title: Die britische Entscheidung zum Bau der britischen Atombombe (1947)

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 27 Pages , Grade: 2,4

Autor:in: Roman Büttner (Author)

History of Germany - Postwar Period, Cold War
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Die Geschichte der britischen Atomforschung im 20. Jahrhundert setzt sich aus zahlreichen Einzelelementen zusammen. So umfasst sie etwa Diplomatiegeschichte und internationale Beziehungen, Verfassungs- und Gesetzesgeschichte und hat auch ihren Einfluss auf Alltag und Kultur genommen. Ein zentrales Thema dabei sind die Beziehungen zwischen England und den Vereinigen Staaten von Amerika, wie die vorliegende Arbeit aufzeigen möchte.
In dieser geht es – wie der Titel erkennen lässt – um die Entscheidung Großbritanniens zum Bau einer Atombombe. Die Frage, wie es zu dieser Entscheidung kam, kann nur unter Berücksichtigung der geschichtlichen Entwicklung der britischen Atomforschung beantwortet werden. Aus diesem Grund beschäftigt sich der erste Teil dieser Arbeit zunächst mit den Anfängen der Nuklearforschung im Großbritannien der Zwischenkriegszeit. Das darauf folgende Kapitel dient der Untersuchung der angloamerikanischen Beziehungen während des Zweiten Weltkriegs und geht der Frage nach, inwiefern sich die britische Atomforschung durch diese veränderte. Danach soll die Nachkriegszeit thematisiert werden und dabei – unter Berücksichtigung politischer Entwicklungen im britisch-amerikanischen Verhältnis – die Leitfrage dieser Hausarbeit beantwortet werden, wie es zu der Entscheidung und schließlich dem Bau einer eigenen Atombombe kam.
Die zentrale Literatur dieser Arbeit stammt in erster Linie von der britischen Historikerin Margaret Gowing, die durch ihre umfassenden Forschungen die wichtigste Autorität auf dem Gebiet der britischen Atomgeschichte darstellt.
Ferner sind die zahlreichen Primärquellen zu erwähnen, die in diesem Zusammenhang eine Rolle spielen. Hierbei sind es vor allem wissenschaftliche Berichte und diplomatische Akten aus britischen und amerikanischen Archiven, die in dieser Hausarbeit Berücksichtigung finden und mittlerweile größtenteils in gedruckter oder elektronischer Form auf einschlägigen Internetseiten vorliegen. Aber auch private Korrespondenz – etwa zwischen dem amerikanischen Präsident und dem britischen Premierminister – sind für eine Bearbeitung des Themas unter der angesprochenen Fragestellung von Wichtigkeit. Die verwendete Literatur und die Quellen werden an geeigneter Stelle in der Arbeit genannt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Fragestellung

2. Der Weg Großbritanniens zur Atombombe

2.1 Erste Phase: Die frühe britische Atomforschung

2.2 Zweite Phase: Die Zeit Angloamerikanischer Zusammenarbeit

2.3 Dritte Phase: Großbritanniens eigener Weg

2.4 Weiterer Ausblick

3. Schluss

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung der britischen Atomforschung im 20. Jahrhundert und analysiert die politischen und strategischen Entscheidungsgründe, die Großbritannien dazu bewegten, nach dem Zweiten Weltkrieg ein eigenes Atombombenprogramm zu initiieren und fortzuführen.

  • Beziehungen zwischen Großbritannien und den USA im Bereich der Nukleartechnologie.
  • Die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs auf die britische Atomforschung.
  • Die strategische Bedeutung der Nuklearbewaffnung für den Großmachtstatus.
  • Die Rolle internationaler Abkommen wie des Quebec Agreement und des McMahon Act.
  • Wirtschaftliche Abhängigkeiten und deren Einfluss auf die sicherheitspolitische Entscheidungsfindung.

Auszug aus dem Buch

2.1 Erste Phase: Die frühe britische Atomforschung

Im Jahr 1939 gelang der Forschung eine der bedeutsamsten und für die Geschichte des 20. Jahrhunderts prägendsten Entdeckungen: Die Spaltung eines Uranatoms. Man hatte herausgefunden, dass, wenn Neutronen als kleinste Bestandteile eines Atoms auf ein Uranatom treffen, neben den Spaltungsteilchen auch eine immense Energie und einzelne Neutronen freigesetzt werden. Stoßen letztere ihrerseits auf weitere Atome, so löst dies in der Folge eine Kettenreaktion aus, bei der immer mehr Energie frei wird.

Nur wenige Tage vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs veröffentlichte der dänische Physiker Niels Bohr mit einem amerikanischen Kollegen die Theorie hinter dieser Entdeckung. Sofort wurde den Wissenschaftlern weltweit klar, dass die Urankernspaltung nicht nur als Energiequelle der Zukunft dienen, sondern auch – zumindest theoretisch – zum Bau von Waffen einsetzbar sein könnte.

Problematisch war jedoch, dass die Spaltung des Urans bei bestimmten Isotopen häufiger funktionierte als bei anderen. Ein Klumpen natürlichen Urans besteht aber zu 99,3 % aus den für die Spaltung hinderlichen U238-Isotopen, während der geringe Anteil von 0,7 % das verwertbare U235 ausmacht. Eine Reaktion mit natürlichem Uran würde daher nur durch die Verlangsamung der Neutronen möglich sein, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass diese auf die richtigen Isotope treffen. Doch dies würde andererseits nicht die schnelle Reaktion hervorrufen, die für den Einsatz in einer Bombe nötig wäre. Für eine solche Waffe, so waren sich die Forscher einig, bräuchte man im optimalen Fall beschleunigte Neutronen und reines U235. Die gezielte Trennung der Uranisotope schien jedoch nicht möglich und der Einsatz von mehreren Tonnen Uran, die man für eine einigermaßen passable Sprengkraft brauchen würde, erwies sich bereits in der Theorie als unrentabel. Europa befand sich schließlich am Beginn eines Krieges.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Fragestellung: Das Kapitel führt in die Geschichte der britischen Atomforschung ein und formuliert die Leitfrage nach den Hintergründen der Entscheidung Großbritanniens, eine eigene Atombombe zu bauen.

2. Der Weg Großbritanniens zur Atombombe: Dieser Hauptteil beleuchtet in drei chronologischen Phasen den wissenschaftlichen Fortschritt, die angloamerikanische Kooperation und die politische Abkehr Großbritanniens hin zum eigenständigen Nuklearprogramm.

3. Schluss: Das Fazit fasst die Gründe für die britische Entscheidung zusammen, wobei insbesondere der Wunsch nach Großmachtstatus und die Unsicherheit bezüglich der amerikanischen Unterstützung betont werden.

Schlüsselwörter

Atombombe, Großbritannien, USA, Manhattan Projekt, Atomforschung, Nuklearstrategie, McMahon Act, Quebec Agreement, Kalter Krieg, Sicherheitspolitik, Energiequelle, Plutonium, Uranspaltung, Großmachtstatus, Internationale Beziehungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entstehung und Entwicklung des britischen Atomprogramms nach 1945 im Kontext der sich wandelnden Beziehungen zu den Vereinigten Staaten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die britisch-amerikanische Zusammenarbeit während des Zweiten Weltkriegs, die diplomatischen Spannungen nach Kriegsende und die strategische Neuausrichtung Großbritanniens.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Beweggründe für die britische Entscheidung zum Bau einer eigenen Atombombe nachzuverfolgen und die politischen Rahmenbedingungen zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historisch-analytischen Methode, die primär auf der Auswertung zeitgenössischer Dokumente und der einschlägigen Fachliteratur, insbesondere von Margaret Gowing, beruht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die wissenschaftlichen Anfänge, die Phase der engen Kooperation mit den USA, den Bruch dieser Zusammenarbeit durch US-Gesetzgebungen und die finale Entscheidung für einen eigenen britischen Weg.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Atombombe, transatlantische Beziehungen, Großmachtstatus, Sicherheitspolitik und Atomforschung geprägt.

Warum war der McMahon Act für Großbritannien so entscheidend?

Der McMahon Act beendete die atomare Kooperation mit den USA faktisch und zwang Großbritannien dazu, das eigene Atomprogramm unter hohem wirtschaftlichem Druck wiederaufzunehmen, um nicht den Anschluss als globale Macht zu verlieren.

Welche Rolle spielte das Quebec Agreement?

Es bildete die vertragliche Basis für die enge Zusammenarbeit zwischen den USA und Großbritannien, wurde jedoch später durch die US-Politik untergraben, was das britische Vertrauen nachhaltig erschütterte.

Warum wird der "Modus Vivendi" von 1948 als ungewöhnlich bezeichnet?

Er wird als seltsames Abkommen bezeichnet, da Großbritannien darin weitreichende Zugeständnisse an die USA machte, wie die Lieferung von Uran, ohne dabei signifikante Vorteile oder einen echten Informationsaustausch für das eigene Atomprogramm zu erhalten.

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Details

Title
Die britische Entscheidung zum Bau der britischen Atombombe (1947)
College
University of Marburg  (Fachbereich Geschichte und Kulturwissenschaften, Seminar für Neuere und Neueste Geschichte)
Course
Die Anfänge des Kalten Krieges
Grade
2,4
Author
Roman Büttner (Author)
Publication Year
2006
Pages
27
Catalog Number
V80950
ISBN (eBook)
9783638886895
ISBN (Book)
9783638887007
Language
German
Tags
Entscheidung Atombombe Anfänge Kalten Krieges
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Roman Büttner (Author), 2006, Die britische Entscheidung zum Bau der britischen Atombombe (1947), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80950
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