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Positivismus: ‚Das Wissenschaftskonzept Auguste Comtes‘ und ‚Neues Konzept der Wirtschafts- und Kulturgeschichte. Worum ging es im Lamprecht-Streit?‘

Title: Positivismus: ‚Das Wissenschaftskonzept Auguste Comtes‘ und ‚Neues Konzept der Wirtschafts- und Kulturgeschichte. Worum ging es im Lamprecht-Streit?‘

Seminar Paper , 2001 , 19 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Nils Krüger (Author)

Business economics - Economic and Social History
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I. Das Wissenschaftskonzept Auguste Comtes

Auguste Comte gilt als Begründer der Soziologie und hat mit seiner positiven Methode einige Disziplinen, darunter auch die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, entscheidend beeinflusst. Im Folgenden sollen sein Leben sowie die zentralen Ideen seiner Lehren kurz dargestellt werden.

I.I. Einleitung

Das 17. und 18. Jahrhundert war vor allem durch die Entdeckung der Naturwissenschaften geprägt. Die Menschen entdeckten, dass die Natur von bestimmten Gesetzmäßigkeiten beherrscht wurde, welche nacheinander aufgedeckt und in Experimenten nachvollzogen werden konnten. Die Kirche verlor dabei an Überzeugungskraft, konnte die göttliche Ordnung doch immer mehr von den Menschen selbst enträtselt werden.
Diese neuen Erkenntnisse spiegelten sich in verschiedenen Geistesströmungen wider, wie z.B. in der Aufklärung, welche ihren Schwerpunkt in Frankreich hatte. Es kam als Erstes zu einer Reform des Glaubens und der Moral. Die Frage kam auf, ob es ebenfalls möglich sei, auch gewisse naturrechtliche Regeln für das Zusammenleben der Menschen und Staatsformen entdecken zu können. Die Formen der Politik und der staatlichen Institutionen wurden jetzt aus der Natur der Menschen abgeleitet, Gott rückte in den Hintergrund. Daraus folgte die Forderung nach Freiheit und Gleichheit aller Menschen, welche in Frankreich 1789 zur französischen Revolution führte, um den absolutistischen Staat zu stürzen. Neun Jahre später wurde Auguste Comte geboren.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. DAS WISSENSCHAFTSKONZEPT AUGUSTE COMTES

I.I. EINLEITUNG

I.II. BIOGRAPHIE

I.III. IM ZENTRUM DES COMTESCHEN DENKENS

I.III.I. Das ‚Drei-Stadien-Gesetz‘

I.III.II. Das ‚enzyklopädische Gesetz‘

I.IV. KRITIK

II. NEUES KONZEPT DER WIRTSCHAFTS- UND KULTURGESCHICHTE. WORUM GING ES IM LAMPRECHT-STREIT?

II.I. EINLEITUNG:

II. II. BIOGRAPHIE

II.III. DER LAMPRECHT-STREIT

II.III.I. Die Situation vor der Schlacht (bis 1891)

II.III.II. Die Schlacht (1891 – 1895)

II.III.III. Nach der Schlacht

II.IV. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht wissenschaftsgeschichtliche Konzepte des 19. Jahrhunderts, insbesondere das Werk von Auguste Comte und den methodischen Umbruch in der Geschichtswissenschaft, der als „Lamprecht-Streit“ bekannt wurde. Ziel ist es, die Einflüsse des Positivismus auf die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte sowie die Widerstände gegen neue geschichtswissenschaftliche Ansätze zu analysieren.

  • Wissenschaftskonzept von Auguste Comte
  • Drei-Stadien-Gesetz und enzyklopädisches Gesetz
  • Ursprung und Verlauf des Lamprecht-Streits
  • Krise des deutschen Historismus Ende des 19. Jahrhunderts
  • Bedeutung von Karl Lamprecht für die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte

Auszug aus dem Buch

II.III.I. Die Situation vor der Schlacht (bis 1891)

Die Auseinandersetzung fiel in eine kritische Zeit des deutschen Historismus. Die Rankesche Geschichtsschreibung hatte zu einem glanzvollen Höhepunkt geführt, der so nicht gehalten werden konnte. Verbunden damit hatte eine Überschätzung der Textkritik und der Hilfswissenschaften, aus vielen Historikern eher Sprachwissenschaftler werden lassen und das exklusive historische Fachstudium seines Glanzes beraubt und zu einer trostlosen Erscheinung werden lassen.

In dieser Situation begannen die Bemühungen die von Ranke betonte politisch-staatliche Geschichte zu überwinden und neue Aspekte der Geschichtsschreibung zu erobern. Die industrielle Revolution hatte der Geschichtsforschung deutlich vor Augen geführt, dass auch aus der Wirtschaft wichtige Impulse kommen können. Die Folge war die Ausbildung einer eigenen Teildisziplin, der Wirtschaftsgeschichte, vertreten durch Namen wie Schmoller und Roscher.

Zusammenfassung der Kapitel

I. DAS WISSENSCHAFTSKONZEPT AUGUSTE COMTES: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über das Leben von Auguste Comte und erläutert seine zentralen theoretischen Konzepte, wie das Drei-Stadien-Gesetz und das enzyklopädische Gesetz.

II. NEUES KONZEPT DER WIRTSCHAFTS- UND KULTURGESCHICHTE. WORUM GING ES IM LAMPRECHT-STREIT?: Dieser Teil beleuchtet die Biographie von Karl Lamprecht und analysiert den sogenannten Lamprecht-Streit, eine grundlegende Auseinandersetzung über die methodische Ausrichtung der Geschichtswissenschaft Ende des 19. Jahrhunderts.

Schlüsselwörter

Positivismus, Auguste Comte, Karl Lamprecht, Lamprecht-Streit, Historismus, Sozialgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, Wissenschaftstheorie, Drei-Stadien-Gesetz, Kulturgeschichte, Geschichtsmethodik, Historik, Kulturzeitalter, Ideengeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die wissenschaftsgeschichtlichen Grundlagen durch den Positivismus nach Auguste Comte und deren Einfluss auf den methodischen Wandel innerhalb der deutschen Geschichtswissenschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf das Denken Auguste Comtes sowie den heftigen Methodenstreit zwischen der traditionellen Rankeschen Schule und den Vertretern einer neuen, sozialwissenschaftlich orientierten Geschichtsauffassung um Karl Lamprecht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Einfluss positivistischer Ansätze auf das Verständnis der Geschichtswissenschaft darzustellen und den „Lamprecht-Streit“ als Ausdruck einer notwendigen, aber stark umkämpften Modernisierung der Fachdisziplin zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine wissenschaftsgeschichtliche Analyse, wobei Fachliteratur herangezogen wird, um die theoretischen Konzepte von Comte und die historische Entwicklung des Lamprecht-Streits zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Comteschen Positivismus und eine detaillierte Analyse der Biographie Lamprechts sowie der verschiedenen Phasen des Methodenstreits (vor, während und nach der „Schlacht“).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Positivismus, Lamprecht-Streit, Sozialgeschichte, Methodik und Historismus.

Welchen Einfluss hatte der Positivismus konkret auf Lamprecht?

Lamprecht wurde maßgeblich durch Comtes Dreistadienlehre beeinflusst, was ihn dazu brachte, die deutsche Geschichte nach Kulturzeitaltern zu periodisieren und sozialpsychische Entwicklungsfaktoren stärker zu berücksichtigen.

Warum gilt der „Lamprecht-Streit“ als so bedeutsam?

Er markiert eine entscheidende Zäsur, in der die traditionelle, politisch-staatlich fixierte Geschichtsschreibung mit den Anforderungen einer modernen, auf soziokulturelle Faktoren und wirtschaftliche Bedingungen ausgerichteten Sozialgeschichte konfrontiert wurde.

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Details

Title
Positivismus: ‚Das Wissenschaftskonzept Auguste Comtes‘ und ‚Neues Konzept der Wirtschafts- und Kulturgeschichte. Worum ging es im Lamprecht-Streit?‘
College
University of Hamburg  (Institut für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte)
Course
Proseminar Sozial- und Wirtschaftsgeschichte
Grade
sehr gut
Author
Nils Krüger (Author)
Publication Year
2001
Pages
19
Catalog Number
V809
ISBN (eBook)
9783638105187
Language
German
Tags
Positivismus August Comte Karl Lamprecht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nils Krüger (Author), 2001, Positivismus: ‚Das Wissenschaftskonzept Auguste Comtes‘ und ‚Neues Konzept der Wirtschafts- und Kulturgeschichte. Worum ging es im Lamprecht-Streit?‘, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/809
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