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Amokläufe an Schulen und Universitäten: Welche Sozialpolitik kann sie verhindern?

Title: Amokläufe an Schulen und Universitäten: Welche Sozialpolitik kann sie verhindern?

Seminar Paper , 2007 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Daliborka Horvat (Author)

Social Work
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Auch in Deutschland wird die Bevölkerung mit Informationen über Amokläufe bedient, sodass sie sich entsetzt stets erneut zu fragen beginnt, was eigentlich den Täter dazu treibt eine solch schreckliche Tat zu begehen und ob der Amoklauf nicht hätte verhindert werden können. Forderungen an die Politik werden laut. Die Politiker haben schließlich dafür zu sorgen, dass die Staatssicherheit gewährleistet bleibt. Diese Stimmung in der Gesellschaft und den Medien führt dazu, dass Politiker in Zugzwang geraten. Sie spüren die Erwartungen, die an sie gerichtet sind und versuchen verschiedene Problemlösungen anzubieten, damit Amokläufe sich nicht wiederholen. Demnach gehören so genannte Killerspiele verboten, ebenso müsse die herrschende Gewalt an Schulen und die Verrohung der Kinder und Jugendlichen angegangen und der Zugang zu Waffen noch mehr erschwert werden.

Aber kann man damit Amokläufe wirklich verhindern? Geht es bei Amokläufen nicht vielmehr primär um ganz andere Dinge wie Anerkennung, Selbstinszenierung und Teilhabe an der Gesellschaft? Auf diese Fragen möchte ich mit dieser Arbeit Antworten geben. Das Thema Gewalt an Schulen, und Amokläufe sind eine extreme Form davon, ist eine berufliche Herausforderung für Schulsozialarbeiter. Vor brutalen Ausbrüchen von Aggressionen und Gewalttaten, wie sie in Deutschland in Bad Reichenhall, Meißen, Freising und schließlich Erfurt geschehen sind, kann man die Augen nicht länger verschließen. Aus diesem Grund hat dieses Thema eine hohe Relevanz für die Sozialarbeit. In dieser Arbeit möchte ich näher beleuchten, welche Positionen die einzelnen Parteien zu diesem Thema einnehmen. Mich interessiert, ob Gewalt an Schulen wirklich in dem hohen Maße stattfindet, wie uns die Medien weis machen. Ebenso, welche Lösungsvorschläge die Politiker vorbringen und was letztendlich effektiv, notwendig und sinnvoller wäre - um die Anzahl der Amokläufe in Zukunft zu minimieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Amoklauf im Überblick

2.1 Chronologischer Überblick

2.2 Motivation und Ursache für die Tat

2.3 Amok als Kampf um Gerechtigkeit

2.4 Tatort Schule/Universität

3 Amoklauf und Politik

3.1 Öffentliche Sicherheit

3.2 Waffengesetz

3.3 Killerspiele

3.4 Standpunkte einzelner Parteien

4 Schlussgedanken

5 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen von Amokläufen an Schulen und Universitäten und analysiert kritisch, ob und inwieweit sozialpolitische Maßnahmen – wie etwa Verbote von Computerspielen oder Verschärfungen des Waffenrechts – tatsächlich zur Prävention dieser Taten beitragen können.

  • Analyse der psychologischen und sozialen Motive hinter Amoktaten.
  • Untersuchung der Rolle von Schulen und Universitäten als zentraler Lebensraum und Konfliktort.
  • Kritische Auseinandersetzung mit populären politischen Lösungsansätzen.
  • Darstellung der unterschiedlichen Positionen politischer Parteien zu gewaltbeherrschten Computerspielen.
  • Diskussion über die Notwendigkeit ganzheitlicher sozialpädagogischer Ansätze anstelle rein symptomatischer Bekämpfung.

Auszug aus dem Buch

2.4 Tatort Schule/Universität

„Die Schüler auf den Fluren kreischten vor Entsetzen, und Chaos brach aus, als sie erkannten, dass nun auch sie... eine zunehmend vertraute Szene erlebten: einen Schüler mit einer Waffe.“14 Wieso ist der Tatort bei Amokläufen oftmals an Schulen und Universitäten? Klaus Hurrelmann sieht Schulen/Universitäten als gesellschaftliche Institutionen, welche psychische und soziale Bedingungen kontrollieren, die Gewalt und Aggressionen hervorrufen können.

Dort wird, im Vergleich zu anderen gesellschaftlichen Institutionen, einzigartig der einzelne Leistungserfolg und das Leistungsversagen von Kindern und jungen Menschen definiert und kategorisiert. Leistungsversagen führt zu Verunsicherung des Selbstwertes. Folglich können Gewalt und Aggressionen als Kompensations- und Verteidigungsmechanismen angesehen werden, mit denen sich der Schüler bzw. Student gegen eine soziale und psychische Verunsicherung wehrt.

Deshalb können, laut Hurrelmann, die schulischen Bedingungen ein auslösender Faktor sein. Allzu oft behindere die Schule mit ihrem unflexiblen Lern- und Lehrformen die Selbstverwirklichung und die Entfaltung von subjektiven Fertigkeiten, Möglichkeiten und Fähigkeiten. Auch trage die Schule wenig dazu bei aktuelle persönliche Entwicklungsaufgaben der Schüler und Studenten zu bewältigen, ihre individuellen Interessen und Bedürfnisse zu befriedigen. Außerdem verbringen die Schüler und Studenten einen großen Teil ihrer Zeit an diesen gesellschaftlichen Institutionen, sodass sie zu einem zentralen Lebensfeld junger Menschen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende mediale Aufmerksamkeit für Amoktaten und stellt die zentrale Forschungsfrage, ob politische Maßnahmen tatsächlich zur Verhinderung beitragen können oder ob tieferliegende gesellschaftliche Ursachen adressiert werden müssen.

2 Der Amoklauf im Überblick: Dieses Kapitel gibt einen chronologischen Überblick über bekannte Amoktaten und analysiert psychologische Motive wie Kränkung, Männlichkeitsbeweis und den subjektiven Kampf um Gerechtigkeit, wobei auch die Rolle der Institution Schule betrachtet wird.

3 Amoklauf und Politik: Hier werden die staatlichen Reaktionen auf Amokläufe, insbesondere Debatten um das Waffengesetz und das Verbot von „Killerspielen“, sowie die konträren Standpunkte der politischen Parteien dazu untersucht.

4 Schlussgedanken: Die Autorin resümiert, dass reine Symptombekämpfung durch Verbote nicht ausreicht und fordert stattdessen einen Ausbau der Sozialarbeit an Schulen sowie eine präventive, inklusive Gesellschaftspolitik.

5 Literaturverzeichnis: Das Verzeichnis listet die verwendeten Quellen, Studien, Zeitungsberichte und Online-Ressourcen auf, die der Argumentation zugrunde liegen.

Schlüsselwörter

Amoklauf, Sozialarbeit, Schule, Gewaltprävention, Killerspiele, Waffengesetz, Sozialpolitik, Medienwirkung, Jugendkriminalität, Selbstwertgefühl, Gesellschaft, Leistungserfolg, Aggression, Schule, Bildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Ursachen von Amokläufen an Schulen und Universitäten und hinterfragt die Wirksamkeit politischer Sofortmaßnahmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die psychologischen Hintergründe der Täter, die Rolle der Schule als Lebensraum, die Debatte um Waffengesetze sowie die Diskussion um gewaltbeherrschte Computerspiele.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu klären, ob politische Maßnahmen wie Verbote von „Killerspielen“ Amokläufe verhindern können oder ob es effektivere sozialpädagogische Ansätze gibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse sowie eine Auswertung kriminologischer Fallstudien und aktueller gesellschaftspolitischer Debatten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der chronologische Kontext von Amoktaten, die psychologische Motivation der Täter, die Funktion von Schulen als Stressfaktor und die Positionen der Parteien zur Medien- und Waffenpolitik analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Amoklauf, Sozialarbeit, Gewaltprävention, Killerspiele, Waffengesetz und Sozialpolitik.

Warum spielt die Institution Schule eine so große Rolle bei der Analyse?

Die Schule wird als ein zentrales Lebensumfeld junger Menschen identifiziert, in dem Leistungsdruck und Versagensängste oft zu Kompensationsmechanismen führen können.

Wie bewertet die Autorin die aktuellen Lösungsansätze der Politik?

Sie bewertet diese kritisch als oft oberflächliche Symptombekämpfung, die den komplexen, individuellen Multiproblemen der Täter nicht gerecht wird.

Was fordert die Autorin für die Zukunft?

Die Autorin fordert eine ganzheitliche Vorgehensweise, insbesondere den Ausbau der Sozialarbeit an Schulen sowie ein gesamtgesellschaftliches Engagement gegen Ausgrenzung.

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Details

Title
Amokläufe an Schulen und Universitäten: Welche Sozialpolitik kann sie verhindern?
College
Baden-Wuerttemberg Cooperative State University (DHBW)
Grade
1,3
Author
Daliborka Horvat (Author)
Publication Year
2007
Pages
17
Catalog Number
V81032
ISBN (eBook)
9783638834056
ISBN (Book)
9783638834094
Language
German
Tags
Amokläufe Schulen Universitäten Welche Sozialpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daliborka Horvat (Author), 2007, Amokläufe an Schulen und Universitäten: Welche Sozialpolitik kann sie verhindern?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81032
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