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S/Q - Eine Einführung in die Lagerhaltungspolitik

Title: S/Q - Eine Einführung in die Lagerhaltungspolitik

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 20 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Gunnar Salomon (Author)

Business economics - Supply, Production, Logistics
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Die Logistik ist bekanntlich der Bereich, wo für Unternehmen hohe Kosteneinsparungs-potentiale bestehen. So ist denn schon im Wort "Logistik" steckt das griechische Wort "Logistikä", was soviel heißt wie "praktische Rechenkunst".

Dabei betrifft eine Überlegung die Art wie ein Unternehmen die Lagerhaltungskosten gegen die Vorteile der Produktionsstabilität abwägt. Lange Produktionsläufe sichern Größenvorteile und verringern die Rüstzeiten, die beim Wechsel von einem Produkt zum anderen entstehen. Sie verursachen jedoch auch Kosten durch die höheren Anforderungen an das Inventar. Und auf den versteckten Kosten der Lagerhaltung beruht eine der wichtigsten Lehren der japanischen Produktionsweise.
Normalerweise werden Lagerhaltungskosten auf Grundlage der Kosten des Betriebskapitals und der direkten Kosten für die Lagerhaltung berechnet. Eine zentrale Erkenntnis aus dem Produktionssystem des japanischen Industriekonzerns Toyota Motor ist dass dabei die Nachteile der Lagerhaltung extrem unterschätzt werden. Das Lager dient als Puffer zwischen Unternehmen und Unsicherheiten im Umfeld. Also werden betriebliche Probleme mit der Zuverlässigkeit oder der Qualität oft verschleiert. Große Lagerbestände verhindern dabei Problemlösungen.

Mit einem geringen Lagerbestand und einem Just-in-Time-System hingegen können Ausfälle bei Lieferanten oder Maschinen schnell zu einer Krise führen. Die Manager müssen also ihre Aufmerksamkeit auf die Ursache des Problems richten. In einem durch große Lager abgesicherten System aber werden Probleme eher eingelagert als gelöst. Der japanische Produktions-Guru Shigeo Shingo bezeichnet dies als "Befäubungseffekt".

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Aufgabe

3. Logistikservice und Bestandmanagement

4. Bestandsrechnung

4.1 Begriff Bestandsrechnung

4.2 Aufgaben und Bedeutung der Bestandsrechnung

4.3 Voraussetzung der Bestandsrechnung

4.4 Ziele der Bestandsrechnung

5. Bestandsarten

5.1 Allgemeines zu den Bestandsarten

5.2 Höchstbestand

5.3 Sicherheitsbestand

5.4 Meldebestand

6. Die Wahl des geeigneten Bestellmengenmodells

7. Stochatisches Losgrößenmodelle

7.1 Arrow-Harris-Marschak-Modell

7.2 Ein stochastisches (s/q) Losgrößenmodell

8. Resümee

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Optimierung von Bestandsrechnungen und Lagerhaltungspolitiken in Unternehmen. Ziel ist es, durch die Analyse stochastischer Losgrößenmodelle und die Anwendung einer präzisen Lagerhaltungspolitik den Zielkonflikt zwischen niedrigen Lagerkosten und hoher Lieferbereitschaft aufzulösen.

  • Grundlagen der Bestandsrechnung und Bestandsarten
  • Anforderungen an den Logistikservice
  • Methoden der Bestellmengenoptimierung
  • Anwendung des stochastischen (s,q)-Modells
  • Servicegrad-Konzepte zur Steuerung der Lieferfähigkeit

Auszug aus dem Buch

7.1.2 Ein stochastisches (s/q)Losgrößenmodell

Da der Rechenaufwand zur Bestimmung einer optimalen Bestellpolitik für das Arrow-Harris-Marschak-Modell sehr groß ist, wird statt dessen in der Praxis häufig ein stochastisches Losgrößenmodell verwendet, das folgende Annahmen zugrunde legt:

(1.) Es werde ein kontinuierlicher Zeitablauf unterstellt (nicht T einzelne Planungsperioden).

(2.) Ist der Lagerbestand auf den Wert s gesunken, so werde eine Bestellung der Höhe q aufgegeben (bzw. eine Losgröße q gefertigt), die nach einer Lieferzeit (bzw. Produktionsdauer) X > 0 verfügbar sei.

(3.) Die erwartete Nachfrage pro ZE ("Nachfragerate") sei konstant und betrage d > 0. Die(kumulierte) Nachfrage während der Lieferzeit Ä > 0 sei eine stetige Zufallsgröße mit der Verteilungsdichte f. Ist a der Erwartungswert zur Verteilungsdichte f dann muß also d =,u/,X gelten.

(4.) Die Lager- bzw. Produktionskapazität sei unbeschränkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Es wird die Bedeutung der Logistik als Bereich mit hohem Kosteneinsparpotenzial erläutert und die Notwendigkeit einer präzisen Bestandsrechnung aufgezeigt.

2. Aufgabe: In diesem Kapitel wird eine konkrete Aufgabenstellung zur Anwendung einer (s, q)-Lagerhaltungspolitik unter Berücksichtigung von Nachfragevarianz und Wiederbeschaffungszeit formuliert.

3. Logistikservice und Bestandmanagement: Es werden die verschiedenen Anforderungen an den Logistikservice definiert und deren Einfluss auf die Logistikkosten untersucht.

4. Bestandsrechnung: Dieses Kapitel behandelt die Definition, die Aufgaben sowie die Voraussetzungen für eine funktionierende Bestandsrechnung in Unternehmen.

5. Bestandsarten: Die verschiedenen Kategorien wie Höchst-, Sicherheits- und Meldebestand werden erläutert und ihre Funktionen für die Lagerhaltung verdeutlicht.

6. Die Wahl des geeigneten Bestellmengenmodells: Es erfolgt ein Überblick über diverse Optimierungsmodelle und die Herausforderungen bei der Abbildung realer Logistiksysteme.

7. Stochatisches Losgrößenmodelle: Hier werden komplexe stochastische Modelle wie das Arrow-Harris-Marschak-Modell und das spezifische (s,q)-Losgrößenmodell mathematisch hergeleitet.

8. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung, dass ein effektives Bestandsmanagement für den unternehmerischen Erfolg unerlässlich ist.

Schlüsselwörter

Logistik, Lagerhaltungspolitik, Bestandsrechnung, Sicherheitsbestand, Meldebestand, Bestellmenge, Losgrößenmodell, Lieferbereitschaft, Stochastik, Nachfrage, Fehlmengenkosten, Kapitalbindung, Optimierung, Produktionswirtschaft, Lagerhaltungskosten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die Optimierung von Beständen in der Materialwirtschaft durch den Einsatz spezifischer stochastischer Lagerhaltungsmodelle.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Bestandsrechnung, die Klassifizierung von Beständen sowie mathematische Verfahren zur Bestimmung optimaler Bestellpunkte und Bestellmengen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Methoden aufzuzeigen, wie Unternehmen den Zielkonflikt zwischen minimalen Lagerkosten und maximaler Lieferbereitschaft erfolgreich lösen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt mathematische Modellierungen, insbesondere stochastische (s,q)-Losgrößenmodelle, um Bestellpolitiken unter Unsicherheiten zu berechnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil vertieft die Berechnung der Gesamtkosten pro Zeiteinheit, die Bestimmung optimaler Bestellpolitiken mittels Iterationsverfahren und die Anwendung von Servicegraden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Lagerhaltungspolitik, Bestandsrechnung, stochastische Optimierung und Lieferbereitschaft definiert.

Warum ist der Sicherheitsbestand wichtig?

Der Sicherheitsbestand dient als "eiserne Reserve", um Unsicherheiten bei der Bedarfsplanung oder Lieferzeiten auszugleichen und die Leistungsfähigkeit des Unternehmens zu sichern.

Was ist der Unterschied zwischen dem Servicegrad Typ 1 und Typ 2?

Der Servicegrad Typ 1 bezieht sich auf die Wahrscheinlichkeit, dass während der Lieferzeit keine Fehlmenge auftritt, während Typ 2 den Anteil der befriedigten Nachfrage an der Gesamtnachfrage misst.

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Details

Title
S/Q - Eine Einführung in die Lagerhaltungspolitik
College
University of Applied Sciences Magdeburg  (7. Semester)
Course
Logistik
Grade
1,7
Author
Gunnar Salomon (Author)
Publication Year
2003
Pages
20
Catalog Number
V8107
ISBN (eBook)
9783638151771
ISBN (Book)
9783638811552
Language
German
Tags
Eine Einführung Lagerhaltungspolitik Logistik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gunnar Salomon (Author), 2003, S/Q - Eine Einführung in die Lagerhaltungspolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8107
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