„Was schwimmt und was sinkt im Wasser?“
Naturwissenschaftliches Experimentieren im Sachunterricht: Durchführung eines Versuches zur Schwimmfähigkeit verschiedener Gegenstände, zur Schulung der Bildung, Überprüfung und Revision von Hypothesen mit der Erkenntnis, dass bei einer stimmigen Begründung mehrere Faktoren beachtet werden müssen.
Ziele der Stunde
Bei den Schülerinnen und Schülern soll die Fähigkeit zur Hypothesenbildung und anschließender Überprüfung durch Planung, Durchführung, Beobachtung und Auswertung eines wissenschaftliche Experimentes angebahnt werden, indem sie
- mit dem Element Wasser und dazugehörigen Versuchsgegenständen hinsichtlich der Ausgangsproblematik experimentell umgehen
Darüber hinaus sollen die Kinder Einblicke in physikalische Gegebenheiten erhalten und dabei
- die Faktoren Gewicht / Material / Form als Ursache für Schwimmfähigkeit von Objekten begreifen
- erkennen, dass die 3 Faktoren voneinander losgelöst nicht stimmig, sondern nur im Zusammenhang gültig sind.
Inhaltsübersicht
1. Thema der Stunde
2. Ziele der Stunde
3. Einordnung in das Unterrichtskonzept
3.1. Aufbau der Unterrichtsreihe
3.2. Begründung des Themas
4. Kurze Darstellung wesentlicher Aspekte der Unterrichtsplanung
4.1. Überlegungen zur Sache und zur konkreten Lernaufgabe
4.2. Didaktische Reduktion
4.3. Methodische Überlegungen
4.4. Überlegungen zu individuellen Lernvoraussetzungen der Kinder im Bezug auf die Anforderungen
5. Verlaufsplan
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Unterrichtsdokumentation beschreibt die Planung einer Sachunterrichtsstunde zum Thema „Schwimmen und Sinken“, in der Schülerinnen und Schüler durch forschend-entdeckendes Lernen physikalische Phänomene untersuchen und Hypothesen zur Schwimmfähigkeit von Gegenständen bilden und überprüfen.
- Wissenschaftliches Experimentieren im Grundschulunterricht
- Physikalische Faktoren der Schwimmfähigkeit (Gewicht, Material, Form)
- Didaktische Reduktion komplexer physikalischer Gesetzmäßigkeiten
- Förderung der Hypothesenbildung und Reflexion bei Kindern
Auszug aus der Unterrichtsdokumentation
4.2. Didaktische Reduktion
Das Thema „Schwimmen, Schweben, Sinken“ ist, wie die Sachanalyse zeigt, komplex, weil keine präzisen Aussagen, wie Ein Körper schwimmt dann, wenn ... gemacht werden können, da immer mehrere Faktoren berücksichtigt werden müssen.
Immer wieder stelle ich fest, mit welchem Interesse und welcher Neugier Kinder sich handelnd mit solchen physikalischen Fragestellungen befassen. In der ersten Sequenz der Unterrichtsreihe, in der ich die Kinder bewusst frei, d.h. ohne Instruktion, mit Wasser und allen möglichen Gegenständen experimentieren ließ, konnte ich immer wieder beobachten, wie sie fasziniert die verschiedensten Dinge ausprobierten. Ein Kind stellte ganz erstaunt fest, dass er einen Stein gefunden hat, der schwimmt. Andere Kinder versuchten eine Plastikflasche so zu befüllen, dass sie unterging etc.
Bei der Behandlung des Themas Schwimmen und Sinken ist es daher wichtig, der Freude und Entdeckungslust der Kinder nicht entgegenzuwirken.
Es ist meines Erachtens daher als kontraproduktiv anzusehen die Kinder über die komplexen physikalischen Sachverhalte aufzuklären, die zur Schwimmfähigkeit oder Schwimmunfähigkeit beitragen, geschweige denn sie mit Begriffen wie Dichte, Auftrieb und Verdrängung zu konfrontieren. Solche Erklärungen helfen den Kindern nicht wirklich weiter die Phänomene der belebten und unbelebten Natur besser zu begreifen, sondern entfernen sie eher von ihrem persönlichen Bezug zu den Dingen (Krekeler 2007).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Thema der Stunde: Einführung in das Thema „Was schwimmt und was sinkt im Wasser?“ durch die Durchführung von Experimenten zur Schulung von Hypothesenbildung.
2. Ziele der Stunde: Die Schüler sollen physikalische Gegebenheiten sowie die Faktoren Gewicht, Material und Form als Ursachen für Schwimmfähigkeit begreifen.
3. Einordnung in das Unterrichtskonzept: Einbettung in die Reihe „Wasser - ein alltägliches Wundermittel“ mit fächerübergreifenden Anteilen in Sprache und Kunst.
4. Kurze Darstellung wesentlicher Aspekte der Unterrichtsplanung: Analyse der physikalischen Grundlagen, der didaktischen Reduktion sowie methodische Überlegungen zum forschend-entdeckenden Lernen.
5. Verlaufsplan: Detaillierte Darstellung des geplanten Unterrichtsablaufs inklusive Lehrer-Schüler-Interaktionen und Medieneinsatz.
Schlüsselwörter
Sachunterricht, Schwimmen und Sinken, forschend-entdeckendes Lernen, Unterrichtsbesuch, Wasser, physikalische Experimente, Grundschule, Hypothesenbildung, Didaktische Reduktion, Auftrieb, Dichte, Verdrängung, Lernvoraussetzungen, Experimentieren, Sachanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit ist eine Unterrichtsdokumentation für einen Unterrichtsbesuch im Fach Sachunterricht, in der eine Unterrichtsstunde zum Thema „Schwimmen und Sinken“ geplant und begründet wird.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Durchführung von Experimenten mit Wasser, die Untersuchung von Schwimmfähigkeit bei Alltagsgegenständen und die Auseinandersetzung mit physikalischen Faktoren wie Gewicht, Material und Form.
Was ist das primäre Ziel der Stunde?
Das Hauptziel ist es, die Fähigkeit der Kinder zur Hypothesenbildung sowie zur anschließenden Überprüfung dieser durch Planung, Durchführung und Auswertung wissenschaftlicher Experimente zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird das forschend-entdeckende Lernen als fachspezifische Lernform genutzt, um den Schülern durch eigenes Handeln und Beobachten den Zugang zu Phänomenen zu ermöglichen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die Einordnung in den Gesamtkontext, die Sachanalyse der physikalischen Kräfte (Auftrieb, Dichte, Verdrängung), die didaktische Reduktion für das Grundschulalter sowie methodische Entscheidungen für den Unterrichtsverlauf.
Welche Rolle spielt die Differenzierung?
Aufgrund der unterschiedlichen Wissensstände und Lernvoraussetzungen in der jahrgangsgemischten Klasse erfolgt die Dokumentation der Ergebnisse auf drei verschiedenen Niveaustufen mittels unterschiedlicher Arbeitsblätter.
Warum wurde auf die Einführung von Begriffen wie „Dichte“ verzichtet?
Die Lehrkraft entschied sich für eine didaktische Reduktion, da die Einführung solch komplexer Fachbegriffe die Kinder eher verwirren und von ihrem persönlichen Bezug zu den Dingen entfernen würde.
Welche Bedeutung hat das „Knetkugel“-Beispiel in der Reflexion?
Das Knetkugel-Experiment dient als Transferleistung, um den Schülern zu verdeutlichen, dass neben dem Material auch die Form eines Objektes einen entscheidenden Einfluss auf dessen Schwimmverhalten haben kann.
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- Katja Dirkers (Author), 2007, Unterrichtseinheit: Was schwimmt und was sinkt im Wasser?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81086