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Aggressionen bei Kindern und Jugendlichen - Fokus Mediengewalt

Title: Aggressionen bei Kindern und Jugendlichen - Fokus Mediengewalt

Seminar Paper , 2006 , 19 Pages , Grade: Erfolg

Autor:in: Katja Bergner (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Diese Seminararbeit wird einen Überblick über das Thema „Aggression“ geben.
Wie entsteht Aggression? Was macht Aggression aus? Ist Aggression gleich Gewalt?
Durch einen Überblick über Formen der Aggression, sowie über die Historie der Wirkungsforschung, gelangt vorliegende Arbeit zum Kernthema und Fokus „Aggression durch Mediengewalt“.
Schließlich wird sie, zusammenfassend, verschiedene Einblicke in die Aggressionsforschung geben. Sind Aggressionen angeboren, demnach rein über Instinkte und Triebe zu definieren, oder sind sie erlernt? Sind sie möglicherweise eine Verbindung zwischen biologischen Instinkten und kognitiv Erlernten? Hierbei stellt man zügig fest, das die Freudsche Triebtheorie längst abgelöst wurde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Abstract

2. Einleitung

3. Definition

4. Einblick - Arten, Modelle und Theorien

4.1 Arten - Ausdrucksformen aggressiven Verhaltens

4.2 Modelle und Theorien zur Entstehung

4.2.1 Frustrations-Aggressions-Theorie

4.2.2 Triebmodelle

4.2.3 Katharsishypothese

4.2.4 Lerntheoretisches Modell/Lernen am Modell

4.3 Risikopersonen/Risikofaktoren

5. Fokus - Mediengewalt

5.1 Aggression durch Mediengewalt – Fragestellung

5.2 Studie der Landesanstalt für Rundfunk (LfR)

5.3 Wirkungstheorien anhand dem Gebiet der Mediengewalt

6. Diskussion und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das vielschichtige Phänomen der Aggression, wobei der Fokus gezielt auf dem Einfluss von Mediengewalt auf das Verhalten von Jugendlichen liegt. Zentral ist dabei die wissenschaftliche Klärung der Forschungsfrage, ob und wie Mediengewalt Aggressionspotenziale steigert oder Gewaltbereitschaft beeinflusst.

  • Grundlagen und Definitionen des Aggressionsbegriffs
  • Historische und aktuelle Theorien zur Entstehung von Aggression
  • Analyse des Zusammenhangs zwischen Mediengewalt und Jugendgewalt
  • Untersuchung von Wirkungstheorien wie dem Lernen am Modell
  • Bedeutung der familiären Sozialisation und kultureller Faktoren

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Frustrations-Aggressions-Theorie (Dollard)

Der Grundgedanke der Frustrations-Aggressions-Theorie (F-A-T) ist, dass Aggression stets eine Folge von Frustration ist, demnach handelt es sich um reaktive Aggressionen (vgl. Selg 1978, S. 11 f.). Dabei führt der Grundgedanke dieser Theorie zurück bis auf Marx’(1848) „Kommunistisches Mannifest“ der als Frustrationsfaktor die Unterdrückung der Arbeiter und als Aggressionsfolge deren Kampf und Revolution erfasste (ebd.). Als Frustration versteht man bei der F-A-T vor allem eine Triebunterdrückung bzw. die Hemmung einer zielbewussten Handlung (vgl. Bundschuh et al. 2002, S. 12). Dies können konkret aversive Reize wie Gefahr oder Belästigung sein, aber auch psychische/physische Verluste oder individuelles Versagen (ebd.).

Dollard und seine wissenschaftlichen Mitarbeiter prägten 1939 erneut diese Theorie im psychologischen Blickwinkel und erweiterten sie um den Zusatz, dass je höher die Frustration sei, desto höher auch die Aggression werde (vgl. auch Ullmann 1974, S. 23 ff.). Sie ergänzten die Theorie um diverse Frustrationsauslöser, was allmählich dazu führte das faktisch jede Aggression rückwirkend mit einer Frustration begründet werden könnte. Die Komplexität dieser Theorie führte dazu, dass sie nicht mehr wissenschaftlich belegbar, bzw. prüfbar war. Nach wie vor lässt sich die Theorie jedoch gewinnbringend in andere aktuellere Theorien integrieren und bringt dort bedeutsame Gesichtspunkte ein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Abstract: Bietet einen kompakten Überblick über die Themen Aggression, Entstehungsursachen und den spezifischen Fokus auf Mediengewalt.

2. Einleitung: Setzt die Arbeit in den Kontext aktueller gesellschaftlicher Gewaltdiskussionen und definiert die Zielsetzung der Untersuchung.

3. Definition: Erarbeitet eine präzise Abgrenzung zwischen den Begriffen Aggression, Aggressivität und Gewalt anhand fachwissenschaftlicher Kriterien.

4. Einblick - Arten, Modelle und Theorien: Klassifiziert verschiedene Ausdrucksformen aggressiven Verhaltens und beleuchtet sowohl klassische als auch moderne psychologische Erklärungsmodelle.

5. Fokus - Mediengewalt: Analysiert den direkten Zusammenhang zwischen medialer Gewalt und realem Verhalten unter Rückgriff auf empirische Studien und Wirkungstheorien.

6. Diskussion und Ausblick: Resümiert die theoretischen Erkenntnisse und betont die Notwendigkeit elterlicher Verantwortung sowie präventiver Ansätze.

Schlüsselwörter

Aggression, Mediengewalt, Jugendgewalt, Frustrations-Aggressions-Theorie, Lernen am Modell, Gewaltbereitschaft, Desensibilisierung, Triebtheorie, Sozialisation, Wirkungsforschung, Erziehung, Instinktmodell, Aggressivität, Medienkonsum, Prävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit behandelt das Thema Aggression mit einem speziellen Fokus auf die Auswirkungen von Mediengewalt auf Kinder und Jugendliche.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Definition von Aggression, klassische Entstehungsmodelle, den Einfluss von Medien sowie die Bedeutung familiärer Sozialisationsfaktoren.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, wissenschaftlich zu beleuchten, ob und wie Mediengewalt die Aggressionsbereitschaft bei Jugendlichen fördert oder modifiziert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich verschiedener psychologischer sowie erziehungswissenschaftlicher Theorien und Studien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Definitionen und Modelle), eine Analyse des Medienkonsums (u.a. Ego-Shooter) sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit Wirkungstheorien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Aggression, Mediengewalt, Sozialisation, Modell-Lernen, Desensibilisierung und die Verantwortung der Familie als Erziehungsinstanz.

Welche Rolle spielen "Ego-Shooter" in der Analyse?

Ego-Shooter dienen als konkretes Beispiel für den Einfluss von Mediengewalt, da hier durch die Ich-Perspektive und die spielerische Selbstverstärkung ein besonderes Wirkungsrisiko gesehen wird.

Warum wird die klassische Triebtheorie als überholt betrachtet?

Die Arbeit stellt fest, dass rein biologische Triebkonzepte wie die von Freud heute als wissenschaftlich nicht mehr ausreichend gelten und durch sozial-kognitive Ansätze ergänzt oder abgelöst wurden.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur Rolle der Eltern?

Der Autor fordert eine Wiederaufnahme der elterlichen Verantwortung und warnt davor, die Erziehung primär an Institutionen oder Medien abzugeben, da die Familie einen stabilen Kern bilden sollte.

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Details

Title
Aggressionen bei Kindern und Jugendlichen - Fokus Mediengewalt
College
LMU Munich  (Institut für Pädagogik)
Course
Einführung in die Erziehungswissenschaften
Grade
Erfolg
Author
Katja Bergner (Author)
Publication Year
2006
Pages
19
Catalog Number
V81101
ISBN (eBook)
9783638857918
ISBN (Book)
9783640315611
Language
German
Tags
Aggressionen Kindern Jugendlichen Fokus Mediengewalt Einführung Erziehungswissenschaften
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katja Bergner (Author), 2006, Aggressionen bei Kindern und Jugendlichen - Fokus Mediengewalt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81101
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