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Kreditvergabe - Entscheidung nach dem Risikohorizont

Title: Kreditvergabe - Entscheidung nach dem Risikohorizont

Seminar Paper , 2005 , 26 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Diplom-Kauffrau Elisabeth Glöckner (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Bei der Behandlung von finanzierungstheoretischen Fragestellungen in den 60er Jahren konzentrierte man sich in erster Linie bei Kreditvergabeentscheidungen auf die Aspekte Kredithöhe und Verzinsung, die mit der Finanzierung verbundenen Risiken und Chancen für Kreditgeber und Kreditnehmer wurden hingegen kaum beachtet. Es lässt sich jedoch zeigen, dass das Kreditvergabeverhalten einzelner Kreditgeber und auch der Kreditspielraum des Unternehmens abhängig sind von der Risikostruktur und den Gewinnchancen eines Finanzierungsobjekts. Außerdem kann ein Finanzierungsobjekt nur dann adäquat beurteilt werden, wenn alle damit verbundenen Chancen und Risiken entsprechend berücksichtigt werden. Das Ziel dieser Arbeit besteht nun darin, aufzuzeigen, wie „ein als Risikohorizont bezeichnetes einfaches Entscheidungskriterium zur Steuerung der Kreditvergabe“ dienen kann. Dazu wird im ersten Teil der Arbeit das Konzept des Risikohorizonts dargestellt und anschließend werden mittels numerischer Beispiele die relevanten Daten analysiert und mit Hilfe von Datenvariation die Auswirkungen der Veränderung der verschiedenen Einflussgrößen auf die Kreditvergabe erläutert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Ziel der Arbeit

2 Das Konzept des Risikohorizonts zur Steuerung der Kreditvergabe

2.1 Die Erwartungsstruktur einer Vermögensposition

2.2 Der Zusammenhang zwischen Erwartungsstruktur und Value at Risk (VaR)

2.3 Der Risikohorizont nach Krümmel und das individuelle Kreditangebot

2.4 Ableitung der Risikohorizontlinie aus (µ-σ)-orientiertem Entscheidungsverhalten

3 Das Konzept des Risikohorizonts anhand numerischer Beispiele

3.1 Erwartungsstruktur und Risikohorizont

3.2 Die Kreditvergabeentscheidung

3.3 Die Veränderung des VaR

3.4 Einflussgrößen auf den (µ-σ)-Risikohorizont

3.4.1 Grundsätzliche Analyse des Einflusses der einzelnen Variablen

3.4.2 Sonderfälle der betrachteten Variablen

4 Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie ein als Risikohorizont bezeichnetes Entscheidungskriterium zur Steuerung der Kreditvergabe von Banken genutzt werden kann, um Chancen und Risiken von Finanzierungsobjekten adäquat zu bewerten und das Kreditvergabeverhalten zu optimieren.

  • Grundlagen der Erwartungsstruktur von Vermögenspositionen
  • Zusammenhang zwischen Erwartungsstruktur und dem Value at Risk (VaR)
  • Methodik des Risikohorizonts zur Ermittlung individueller Kreditangebote
  • Ableitung der Risikohorizontlinie unter Berücksichtigung von (µ-σ)-Entscheidungsverhalten
  • Numerische Datenvariation zur Identifikation von Einflussgrößen auf das Kreditangebot

Auszug aus dem Buch

2.3 Der Risikohorizont nach Krümmel und das individuelle Kreditangebot

Zur Bestimmung des individuellen Kreditangebots müssen die beiden Ansätze von Erwartungsstruktur und Risikohorizont miteinander verbunden werden. Das Konzept des Risikohorizonts geht dabei von der Tatsache aus, dass Gläubiger bis zu einer gewissen Grenze trotz des Risikos des Vermögensverlustes Kredite vergeben, das Risiko ihnen also als vernachlässigbar erscheint. Die Risikobereitschaft des Kreditgebers wird durch eine Ausfallwahrscheinlichkeit ausgedrückt. Als von der Erwartungsstruktur unabhängige Funktion R(p) gibt der Risikohorizont zu jedem Kreditbetrag A den bei der Ausfallwahrscheinlichkeit 1-p gerade noch tolerierbaren Kreditausfallbetrag D=A*(1+i) an. Die Risikohorizontlinie R(p) ist also eine steigende Funktion des möglichen Ausfallbetrags bei gegebener Erfolgswahrscheinlichkeit p. Graphisch lässt sich das individuelle Kreditangebot dadurch ermitteln, indem man in die Abbildung 1 zur Erwartungsstruktur die Risikohorizontlinie R(p) einzeichnet. Der Abstand des Schnittpunkts zwischen S(p) und R(p) und der Abszisse, die die Erfolgswahrscheinlichkeit angibt, stellt das individuelle Kreditangebot KG dar. Wenn der Kreditgeber nun Kredit in Höhe von KG vergibt, erhält er den Kreditbetrag bei gegebener Erwartungsstruktur am Ende der Periode mit der Wahrscheinlichkeit p wieder zurück. Auch wenn ein höherer Betrag als KG zur Verfügung stünde, würde der Gläubiger nur Kredit bis zu dieser Grenze KG anbieten. Bei Berücksichtigung von Zinsen reduziert sich KG entsprechend um den Zinsbetrag. Abbildung 3 fasst diese Erkenntnisse in einer Graphik zusammen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und Ziel der Arbeit: Diese Einleitung führt in die finanzierungstheoretische Problematik der Kreditvergabe ein und definiert den Risikohorizont als Entscheidungskriterium.

2 Das Konzept des Risikohorizonts zur Steuerung der Kreditvergabe: Hier werden die theoretischen Grundlagen wie Erwartungsstruktur, Value at Risk und die Risikohorizontlinie eingeführt.

3 Das Konzept des Risikohorizonts anhand numerischer Beispiele: In diesem Hauptteil wird das theoretische Modell durch Datenvariationen und mathematische Beispiele praktisch analysiert.

4 Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung betont die Notwendigkeit einer Einzelfallentscheidung bei der Kreditvergabe und weist auf die Relevanz unplanbarer, latenter Risiken hin.

Schlüsselwörter

Risikohorizont, Kreditvergabe, Erwartungsstruktur, Value at Risk, VaR, Ausfallwahrscheinlichkeit, Kreditausfallbetrag, (µ-σ)-Entscheidungsverhalten, Finanzierung, Kreditangebot, Risikoaversion, Vermögensposition, Rendite, Datenvariation, Risikoanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht ein mathematisches Entscheidungsmodell, mit dessen Hilfe Kreditgeber das optimale Volumen eines Kredits unter Berücksichtigung von Risiko und Ertrag bestimmen können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Modellierung der Erwartungsstruktur, die Bestimmung des maximal tolerierbaren Ausfallrisikos sowie die Anwendung des Risikohorizonts in der Praxis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist aufzuzeigen, wie das als "Risikohorizont" bezeichnete Kriterium als Steuerungsinstrument für Kreditvergabeentscheidungen dienen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine finanzierungstheoretische Modellanalyse verwendet, die durch numerische Beispiele und eine systematische Datenvariation der Modellparameter ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Risikohorizontlinie sowie eine detaillierte numerische Analyse verschiedener Einflussfaktoren auf das Kreditangebot.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Begriffen gehören Risikohorizont, Value at Risk (VaR), Ausfallwahrscheinlichkeit und die (µ-σ)-Rationalisierung.

Wie beeinflusst eine höhere Risikoaversion das Kreditangebot laut Modell?

Eine höhere Risikoaversion des Kreditgebers führt dazu, dass das angebotene Kreditvolumen sinkt, da der Gläubiger eine sicherere Anlage dem Kreditgeschäft vorzieht.

Warum wird im Modell die Annahme der Konstanz aller übrigen Parameter getroffen?

Diese ceteris paribus-Annahme wird genutzt, um den spezifischen Einfluss einzelner Variablen auf den Risikohorizont isoliert untersuchen zu können, auch wenn sie in der Realität komplexer interagieren.

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Details

Title
Kreditvergabe - Entscheidung nach dem Risikohorizont
College
University of Passau
Grade
2,0
Author
Diplom-Kauffrau Elisabeth Glöckner (Author)
Publication Year
2005
Pages
26
Catalog Number
V81105
ISBN (eBook)
9783638857949
Language
German
Tags
Kreditvergabe Entscheidung Risikohorizont
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Kauffrau Elisabeth Glöckner (Author), 2005, Kreditvergabe - Entscheidung nach dem Risikohorizont, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81105
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