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Der Motion Picture Production Code im klassischen Hollywood-Kino

Title: Der Motion Picture Production Code im klassischen Hollywood-Kino

Term Paper , 2004 , 13 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Petia Ganeva (Author)

Film Science
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Summary Excerpt Details

Der Motion Picture Production Code trat 1930 unter Will Hays Führung der MPPDA als Instrument der filmindustriellen Selbstkontrolle in Kraft. Zuerst wurde er von den Filmgesellschaften zögernd akzeptiert. In den Jahren nach 1934 beugten sich die Filmstudios der Vorzensur durch den Motion Picture Production Code unter der Administration von Joseph Breen. Unter der Leitung von Joseph Breen hatte die Production Code Administration für mehr als 20 Jahre einen der stärksten Einflüsse auf die Filmproduktionen in Hollywood gehabt.
Im Vergleich zu seinen Vorläufern erwies sich der Motion Picture Production Code als ein wirksames Kontrollinstrument, das zur Etablierung der filmindustriellen Selbstkontrolle in den U.S.A. führte und die Filmbranche von der staatlichen Zensur und finanzieller Krise bewahrte.
Der Motion Picture Production Code wirkte nicht nur repressiv auf die Filmproduktionen, sondern er forderte durch seinen einschränkenden Charakter die Kreativität der Filmemacher heraus, indem diese neue Inszenierungen schaffen mussten, um die Einschränkungen des Codes umzugehen.
Zwar schränkte der Motion Picture Production Code die Freiheiten der Filmemacher seiner Zeit ein, trug er jedoch zum kommerziellen „Siegeszug des Studiosystems“ bei.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Die Vorläufer des Motion Picture Production Codes

3. Einführung und Durchsetzung des Motion Picture Production Codes

3.1. Einführung des Motion Picture Production Codes

3.2. Durchsetzung des Motion Picture Production Codes

4. Die Paragraphen des Motion Picture Production Codes

5. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die historische Entwicklung und Implementierung der filmindustriellen Selbstkontrolle in den USA, mit besonderem Fokus auf den Motion Picture Production Code. Ziel der Analyse ist es aufzuzeigen, wie das Regelwerk entstand, unter welchen äußeren Bedingungen es durchgesetzt wurde und welche moralischen Vorgaben den klassischen Hollywood-Film über Jahrzehnte maßgeblich prägten.

  • Historische Evolution der freiwilligen Selbstzensur in der US-Filmindustrie
  • Die Rolle des National Board of Review und früherer Vorläufer-Kodizes
  • Einfluss gesellschaftlicher Akteure, insbesondere der Kirche, auf die Etablierung des Hays Codes
  • Struktur und inhaltliche Kategorisierung der Richtlinien („General Principles“ und „Particular Applications“)
  • Auswirkungen der Production Code Administration auf die filmische Kreativität und Ästhetik

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Entstehung des Motion Picture Production Codes

Nach der Darstellung der Vorläufer des Motion Picture Production Codes im ersten Teil, fokussiert sich die Untersuchung in diesem Kapitel auf die Entstehung und Durchsetzung des obenerwähnten Codes. Zuerst wird die Entstehung des Codes beschrieben. Danach folgt die historische Schilderung der Durchsetzung des Codes

Um die Maßnahmen der Motion Picture Producers and Distributors of America zu verschärfen, wurde 1929 ein neuer Code entworfen, welcher Richtlinien für Filmproduktionen aufstellte. Der Code basierte auf den Ausarbeitungen von Martin Quigley, der Verleger der Filmfachzeitschrift „Motion Picture Herald“6, und Pater Daniel Lord, Universitätsprofessor und Herausgeber einer katholischen Jugendzeitschrift. Im Februar 1930 wurde der Code von der amerikanischen industriellen Assoziation „Motion Picture Producers and Distributors of America“ akzeptiert und im März wurde er von ihr übernommen, ohne den katholischen Hintergrund explizit zu erwähnen. Der Motion Picture Production Code wurde später auch als „Hays Code“ bekannt. Seine Artikel dienten als Richtmaß für das Verfassen von Drehbüchern. Die sogenannten Missverständnisse, welche bis zu diesem Zeitpunkt immer wieder zum Verbot von fragwürdigem Bildmaterial geführt hatten, sollten schon vor der Filmproduktion verhindert und beseitigt werden. Der Code konnte sich zunächst kaum durchsetzen. Er galt als „locker und inkonsequent“7. Ein Grund dafür war die fehlende Einigkeit über die Interpretation der einzelnen Artikel zwischen Jason Joy einerseits, der die Studio Relations Abteilung von der MPPDA in Los Angeles damals leitete, und den Studiochefs und Filmproduzenten andererseits. Selbst Jason Joy sah seine Aufgabe eher als Berater.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Der Einleitungsteil umreißt die Entstehung von Ängsten bezüglich der moralischen Wirkung des frühen Kinos und führt in die Thematik der filmindustriellen Selbstkontrolle als Gegenmaßnahme ein.

2. Die Vorläufer des Motion Picture Production Codes: Dieses Kapitel beleuchtet frühe Versuche der Regulierung, darunter das National Board of Review und die "Don’ts and Be Carefuls", und zeigt deren Scheitern im Hinblick auf staatliche Zensuransprüche auf.

3. Einführung und Durchsetzung des Motion Picture Production Codes: Hier wird die Genese des Codes unter Will Hays sowie der entscheidende Wendepunkt durch die Gründung der Production Code Administration unter Joseph Breen 1934 und den damit verbundenen kirchlichen Druck beschrieben.

4. Die Paragraphen des Motion Picture Production Codes: Dieses Kapitel analysiert die inhaltlichen Gebote und Verbote des Codes, gegliedert in allgemeine Prinzipien und spezifische Anwendungsbereiche, und erörtert deren Einfluss auf die filmische Darstellungspraxis.

5. Zusammenfassung: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass der Code trotz seiner repressiven Natur zur Stabilität des Studiosystems beitrug und als wirksames Instrument der Selbstkontrolle den öffentlichen Druck abwendete.

Schlüsselwörter

Motion Picture Production Code, Hays Code, Hollywood, Selbstkontrolle, Zensur, Filmgeschichte, Production Code Administration, Joseph Breen, Will Hays, Moral, Ethik, Studiosystem, Filmzensur, Religionsschutz, gesellschaftliche Werte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Geschichte und der Implementierung der filmindustriellen Selbstkontrolle in den USA während der Ära des klassischen Hollywood-Kinos.

Welches ist das zentrale Thema der Untersuchung?

Im Zentrum steht der sogenannte „Motion Picture Production Code“ (auch Hays Code), seine Entstehung, sein Aufbau und seine Durchsetzung durch die Filmindustrie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Entwicklung der Selbstzensur zu analysieren und zu verdeutlichen, wie durch diesen Prozess staatliche Zensur abgewendet und das Studiosystem in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit gefestigt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf bestehender Fachliteratur und historischen Dokumenten zur Filmgeschichte basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der historischen Vorläufer, die Entstehungsgeschichte des Codes selbst sowie eine detaillierte Aufschlüsselung der einzelnen Paragraphen und ihrer Auswirkungen auf die Filminhalte.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Selbstkontrolle, Zensur, Hays Code, moralischer Konservatismus und Hollywood-Studioproduktion.

Warum war der erste Vorläufer, das "National Board of Review", letztlich nicht erfolgreich?

Das Komitee wurde von verschiedenen US-Bundesstaaten als unzulänglich angesehen, was dazu führte, dass die Staaten eigene Zensurbehörden errichteten und somit die Macht des Vorläufers untergruben.

Welchen Einfluss hatte die „Legion of Decency“ auf die Verschärfung des Codes?

Der kirchliche Druck durch die „Legion of Decency“, gepaart mit einem drohenden Nationalboykott der Filmhäuser, zwang die Produzenten dazu, die Einhaltung des Codes durch die Gründung der strengeren „Production Code Administration“ zu erzwingen.

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Details

Title
Der Motion Picture Production Code im klassischen Hollywood-Kino
College
Free University of Berlin  (Institut für Theaterwissenschaft)
Course
Einführung in die Geschichte des Films
Grade
1,3
Author
Petia Ganeva (Author)
Publication Year
2004
Pages
13
Catalog Number
V81160
ISBN (eBook)
9783638835923
ISBN (Book)
9783638835985
Language
German
Tags
Motion Picture Production Code Hollywood-Kino FIlmgeschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Petia Ganeva (Author), 2004, Der Motion Picture Production Code im klassischen Hollywood-Kino, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81160
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