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Die Darstellung des Krieges in Filmen von Stanley Kubrick

Titel: Die Darstellung des Krieges in Filmen von Stanley Kubrick

Magisterarbeit , 2006 , 115 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Natalie Buch (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„The war was evil, and the soldiers and civilians were its victims. [...] It
obviously is emotionally intense and offers great visual possibilities. And it’s full of irony, depending on the war. “
Stanley Kubrick (1987)

Stanley Kubrick hat sich in vier seiner insgesamt dreizehn Spielfilme explizit dem Thema des Krieges zugewandt und in weiteren zwei spielt der Krieg eine wichtige Rolle. Dennoch wird von Kubrick nicht behauptet, er sei für seine Kriegsfilme bekannt. Denn der Krieg steht bei ihm nicht im Vordergrund, sondern bildet vielmehr nur die Basis für seine Themen. Welche Themen dies sind und wie sie auf der dramatischen Grundlage des Krieges behandelt werden, dieser Fragestellung widmet sich die Arbeit.
Stanley Kubrick hat sich immer für die Geschehnisse in der Welt interessiert und
sich seine eigene Meinung darüber gebildet. Zwar versucht er nicht, diese dem Publikum aufzuzwängen, aber alle seine Filme enthalten Botschaften, die dazu bewegen sollen, sich über elementare Verhaltensweisen des Menschen Gedanken zu machen. Hierin liegt ein weiterer Grund für sein immer wiederkehrendes Interesse an der Thematik des Krieges.
Der Krieg stellt für Kubrick zudem eine Möglichkeit dar, Sujets schneller und spannender zu entwickeln, als es in alltäglichen Situationen möglich wäre.

Die Arbeit gibt zunächst einen Überblick über die Geschichte des Kriegsfilms, gefolgt von einem Abriss über Stanley Kubricks Filmschaffen.
In der exemplarische Analyse von Kubricks Filmen werden visuelle und thematische Elemente herausgestellt. Anhand dessen eruiert die Autorin typische Themen des Regisseurs und ihre Problematisierung auf der Plattform des Krieges.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Geschichte des Kriegsfilms

2.1. Vorüberlegungen

2.2. Abriss

2.3. Kriegsfilm und Antikriegsfilm

3. Stanley Kubricks Filmschaffen

4. Kubricks nicht- realisierte Projekte

4.1. NAPOLEON

4.2. ARYAN PAPERS

5. Die „Schlachten“

5.1. Kampf gegen das Selbst in FEAR AND DESIRE

5.2. Der sinnlose Angriff in PATHS OF GLORY

5.3. Historische Schlachtendarstellung

5.3.1. Schauwerte in SPARTACUS

5.3.2. Geordnete Schlachten in BARRY LYNDON

5.4. Der unsichtbare Feind in FULL METAL JACKET

5.5. Weltuntergang in DR. STRANGELOVE

6. Filmsprachliche Elemente

6.1. Kamera und Auge

6.2. Kamerafahrt

6.3. Korridor

6.4. Licht und Farbe

7. Kubricks Grundmotive

7.1. Grundfragen der Menschheit

7.1.1. Das 18. Jahrhundert

7.1.2. Kritik an gesellschaftlichen Strukturen

7.1.3. Der Unsinn des Krieges

7.2. Strukturen der Ordnung

7.2.1. Symmetrie und Chaos

7.2.2. Das Spiel

7.2.3. Planung und Zufall

7.3. Der Mensch als Konfliktwesen

7.3.1. Das dissoziierte Ich

7.3.2. Die Abwesenheit von Helden

7.3.3. Verweigerung von Identifikation

7.4. Liebe und Tod

7.4.1. Eros und Thanatos

7.4.2. Eliminierung des Weiblichen

8. PATHS OF GLORY und FULL METAL JACKET – ein Vergleich

9. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung des Krieges in den Filmen von Stanley Kubrick, um zu analysieren, wie der Regisseur zentrale Themen seines Œuvres in den Gegenstand des Krieges einarbeitet und welche Position er dazu bezieht. Dabei liegt der Fokus auf der Frage, ob der Krieg für Kubrick lediglich als dramatische Basis dient, um menschliche Grundkonflikte, Machtstrukturen und die Dialektik zwischen Ordnung und Chaos zu reflektieren.

  • Analytische Betrachtung der Kriegsfilm-Geschichte und die Opposition Kriegsfilm vs. Antikriegsfilm.
  • Untersuchung von Kubricks Inszenierung von Schlachten als choreographierte, visuelle Spektakel.
  • Deutung von wiederkehrenden formalen und thematischen Elementen wie Kameraführung, Korridor-Symbolik und Lichtgestaltung.
  • Diskussion von Kubricks pessimistischem Menschenbild und der Verweigerung von Zuschauer-Identifikation.
  • Vergleichende Analyse von "Paths of Glory" und "Full Metal Jacket" hinsichtlich ihrer Entwicklung über 30 Jahre.

Auszug aus dem Buch

5.2. Der sinnlose Angriff in PATHS OF GLORY

Für seine glaubwürdige Darstellung des von vornherein hoffnungslosen Angriffs auf die Höhe 19 in PATHS OF GLORY wurde Stanley Kubrick hoch gelobt. Von einigen Kritikern, wie beispielsweise Alexander Walker wird die Attacke und ihre Vorbereitung als „berühmteste Szene“ bezeichnet. In der Literatur findet man sogar die Meinung, dass eine derart realistische Darstellung einer militärischen Offensive zuvor noch nie auf der Leinwand zu sehen gewesen war. In der Tat gelingt es Kubrick, das „Grauen“ des Ersten Weltkrieges, wie beispielsweise Ernst Jünger es in seinem Roman „In Stahlgewittern“ beschrieben hat, nicht nur in der Enge des Schützengrabens, sondern auch während der Attacke einzufangen.

Der Zuschauer ist emotional bereits befangen, wenn der Angriff losgeht, dadurch, dass er direkt davor mit Colonel Dax durch den Schützengraben gegangen ist, wobei er die ganze Angst und den Druck, der auf den Soldaten lastet, aufnehmen konnte. Dann pustet Dax entschlossen in seine Trillerpfeife und treibt die Soldaten durch das Niemandsland, wo sie reihenweise sterben. „Der Angriff zeigt die Zerstörung in allen Einzelheiten, wie wir sie aus den Fotografien des Ersten Weltkrieges kennen, und ihre blutigen Bilder haben eine starke emotionale Wirkung.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Integration von Kubricks Grundthemen in die Kriegsthematik.

2. Die Geschichte des Kriegsfilms: Dieses Kapitel gibt einen Abriss der Kriegsfilm-Geschichte und diskutiert die schwierige Abgrenzung zwischen Kriegs- und Antikriegsfilm.

3. Stanley Kubricks Filmschaffen: Der Abschnitt charakterisiert Kubrick als Filmeschöpfer, der sich nicht in Genres einordnen lässt und dessen Stil stark vom jeweiligen Stoff abhängt.

4. Kubricks nicht- realisierte Projekte: Hier werden die Projekte "Napoleon" und "Aryan Papers" analysiert, die, obwohl nie gedreht, wichtige Rückschlüsse auf Kubricks Herangehensweise erlauben.

5. Die „Schlachten“: Dieses Kapitel untersucht die Inszenierung militärischer Auseinandersetzungen in verschiedenen Filmen, wobei die "Schlachten" als Ausdrucksmechanismen für Konflikte dienen.

6. Filmsprachliche Elemente: Hier werden die visuelle Gestaltung, insbesondere Kamera- und Lichttechnik sowie die Bedeutung der Korridore, detailliert analysiert.

7. Kubricks Grundmotive: Dieses zentrale Kapitel behandelt die philosophischen Grundfragen, die Kritik an gesellschaftlichen Strukturen, die Ordnungssysteme und das Menschenbild in Kubricks Werk.

8. PATHS OF GLORY und FULL METAL JACKET – ein Vergleich: Ein direkter Vergleich dieser beiden Kriegsfilme zeigt die Entwicklung von Kubricks pessimistischem Blick auf den Krieg über drei Jahrzehnte hinweg.

9. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Kubrick den Krieg als Modell für menschliche Konflikte und gesellschaftliche Strukturen nutzt, wobei er den Zuschauer durch eine distanzierte Ästhetik zur Reflexion zwingt.

Schlüsselwörter

Stanley Kubrick, Kriegsfilm, Paths of Glory, Full Metal Jacket, Dr. Strangelove, Barry Lyndon, Filmästhetik, Kameraführung, Entmenschlichung, Ordnung und Chaos, Identifikationsverweigerung, Machtstrukturen, 18. Jahrhundert, Menschliches Konfliktwesen, Kriegsdarstellung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Darstellung des Krieges in den Spielfilmen von Stanley Kubrick, um aufzuzeigen, wie er den Krieg als Basis für universelle menschliche und gesellschaftliche Fragestellungen nutzt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den zentralen Themen gehören die filmische Inszenierung von Gewalt, die Kritik an militärischen und sozialen Hierarchien sowie die philosophischen Grundmotive wie die Dialektik von Ordnung und Chaos.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Wie hat Kubrick die zentralen Themen seines Œuvres in den Gegenstand des Krieges eingearbeitet, welche Position bezieht er zum Krieg und worin wird diese deutlich?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine filmwissenschaftliche Analyse, die sowohl visuelle Stilmittel (Kamera, Licht, Bildkomposition) als auch thematische sowie inhaltliche Analysen der Filme in den Gesamtzusammenhang stellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Filmgeschichte, die Untersuchung von "Schlachten" und "Grundmotiven" wie Ordnungssystemen, Identifikationsverweigerung und dem Menschen als Tötungsmaschine.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Stanley Kubrick, Filmästhetik, Kriegsfilm, Identifikationsverweigerung, Machtstrukturen und der Mensch als Konfliktwesen.

Warum spielt das 18. Jahrhundert eine so große Rolle in Kubricks Filmen?

Laut der Arbeit ist das 18. Jahrhundert für Kubrick ein Ausgangspunkt für moderne Grundkonflikte wie Aufklärung versus Irrationalität, Ordnung versus Chaos und die Entfremdung des Menschen von der Natur.

Warum vermeidet Kubrick in seinen Kriegsfilmen klassisches Heldentum?

Kubrick verweigert laut der Analyse die Identifikation mit den Charakteren, da er diese nicht als Helden oder Gut/Böse-Figuren zeigt, sondern als funktionale Modelle in einem zerstörerischen, oft absurden System.

Ende der Leseprobe aus 115 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Darstellung des Krieges in Filmen von Stanley Kubrick
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaften)
Note
1,3
Autor
Natalie Buch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
115
Katalognummer
V81231
ISBN (eBook)
9783638033510
ISBN (Buch)
9783640217687
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Darstellung Krieges Filmen Stanley Kubrick
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Natalie Buch (Autor:in), 2006, Die Darstellung des Krieges in Filmen von Stanley Kubrick, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81231
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  115  Seiten
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