Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Art - Miscellaneous

Zur Geschichte des Tanzes in seiner Wechselwirkung mit der Moderne unter kunsthistorischen Aspekten am Beispiel der Plakatkunst

Title: Zur Geschichte des Tanzes in seiner Wechselwirkung mit der Moderne unter kunsthistorischen Aspekten am Beispiel der Plakatkunst

Term Paper , 2002 , 26 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Britta Sommermeyer (Author)

Art - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Weimarer Republik ist eine Epoche tiefer gesellschaftlicher Umbrüche. Modernisierungen vollziehen sich sowohl im Alltag, als auch in der Kunst.
Ein Indikator für diese Umbrüche sind die Wandlungen in der Tanzkultur. Mit diesem Gegenstand - und wie der Tanz in der Kunst aufgegriffen wurde - befasst sich diese Untersuchung.
Die Zwanziger Jahre sind zugleich eine Hochzeit der Plakatkunst. Plakate als gebrauchsgraphisches Element fungierten vor allem als Werbemittel und Ankündigungen für Veranstaltungen. Heute sind sie eine wichtige Quelle zur kulturgeschichtlichen Aufarbeitung der Moderne.
Anhand dreier Plakatbeispiele, die für Tanzveranstaltungen werben, werden die verschiedenen Einflüsse auf die Entwicklung hin zur Avantgarde herausgearbeitet.

>Julius Klinger: Admiralsredoute (1913)
>Ludwig Kainer: "An und Aus" (1926)
>Flachsländer: Jonny spielt auf (1927)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. JULIUS KLINGER: 1. ADMIRALSREDOUTE (1913)

2.1. SOZIOKULTURELLE ASPEKTE

2.2. FRAU UND SEXUALITÄT

2.3. DIE STELLUNG DER FRAU IN DER GESELLSCHAFT

2.4. KUNSTKRITISCHE ASPEKTE

2.5. WERBEPSYCHOLOGISCHE ASPEKTE

3. LUDWIG KAINER: „AN UND AUS“ (1926)

3.1. DIE NEUE ROLLE DER FRAU

3.2. VERGNÜGUNGSSUCHT UND VERGNÜGUNGSWUT

3.3. ZUR ANALYSE DES PLAKATES

3.4. VERGLEICH ZWISCHEN KLINGER UND KAINER

4. FLACHSLÄNDER: JONNY SPIELT AUF (1927)

4.1. ZUR BILDANALYSE DES PLAKATES

4.2. DER TANZ ALS MITTELPUNKT DER GESELLSCHAFT

4.3. DER TOPOS BEINE ZIEHT SICH DURCH DIE PLAKATKUNST

4.4. NEUE TÄNZE ALS INDIKATOR GESELLSCHAFTLICHER UMSTRUKTURIERUNGEN

4.4.1. Onestep, Foxtrott, Schimmy und Charleston

5. ZUR ROLLE DES GEBRAUCHSGRAPHIKERS

6. SCHLUSSBETRACHTUNG

7. BIBLIOGRAPHIE

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen der Entwicklung des Tanzes und der Plakatkunst während der Weimarer Republik. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie gesellschaftliche Tendenzen – insbesondere das veränderte Rollenbild der Frau und die Dynamik der modernen Unterhaltungskultur – durch dieses visuelle Medium künstlerisch reflektiert und dokumentiert wurden.

  • Wechselbeziehung zwischen Tanzgeschichte und Moderne
  • Analyse der Plakatkunst als kulturhistorisches Zeitdokument
  • Darstellung des modernen, androgynen Frauenbildes in der Kunst
  • Einfluss der amerikanischen Jazz-Kultur und neuer Tänze auf die Gesellschaft
  • Die ästhetische und psychologische Rolle des Gebrauchs-Graphikers

Auszug aus dem Buch

3.3.Zur Analyse des Plakates

Die Frau auf diesem Plakat ist lediglich durch zwei fast transparente Stoffstücken verhüllt, deren Farbe sich nur unmerklich von ihrem Körper abhebt. Somit bestätigt sie das Klischee der schon oben erwähnten Mädchengruppen, die z.T. nackt in den Programmheften dargestellt wurden. Mit ihrer scheinbaren Verhüllung wirkt sie um so provozierender, wenn ihr Auftreten auch einen Hauch von Natürlichkeit widerspiegeln soll, auf die man sich zu dieser Zeit immer wieder berief.

Mit einem ausfallenden Schritt, dessen rechtes Bein mit der Hand am oberen rechten Bildrand eine diagonale Linie bildet, wird das Bild in zwei Hälften geteilt und es entsteht eine starke Dynamik. Die Figur kommt aus dem Nichts des Bildhintergrundes nach vorn gesprungen und wirkt in ihrer zarten Schlankheit zugleich verletzlich als auch unnahbar und sich dem Geschehen gleich wieder entziehend.

Der Blick des Betrachters folgt aus dem Zuschauerraum zur Bühnenfigur und geht mittels der Froschperspektive an ihrem rechten Bein entlang zur Körpermitte - die zugleich die Bildmitte in der Tradition Toulouse-Lautrecs bildet - nach oben in ihr Gesicht. Die Person blickt aus dem Bildrand hinaus und kündet eine weitere Folge des Geschehens an. Die Farbe ist mit einem sehr flächigen Duktus aufgetragen und verbindet optisch den Bildhintergrund mit dem Vordergrund. Auf dem Leib der Frau schimmern Nuancen im gleichen Farbton wie das orange - rote Farbgewinde direkt hinter ihr, durch dessen Auffälligkeit auch der Betrachterblick sofort hingeführt wird und durch den Komplementärkontrast mit dem grünen Schriftbanner, trotz der ausgehenden Dynamik des Plakates, entspannt ruhen bleibt. Der Bilduntergrund wirkt durch seine farbliche Strukturierung wie ein Bühnenvorhang, der wiederum den „Auftritt“ der Tänzerin ins Rampenlicht unterstreicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Wechselwirkung zwischen Tanz, Moderne und dem Plakat als historischem Zeugnis ein und legt den Fokus auf die Untersuchung der Weimarer Republik anhand ausgewählter Fallbeispiele.

2. JULIUS KLINGER: 1. ADMIRALSREDOUTE (1913): Dieses Kapitel analysiert das Plakat von Julius Klinger als erste Einführung und beleuchtet soziokulturelle Aspekte wie das neue Schönheitsideal der androgynen Frau.

3. LUDWIG KAINER: „AN UND AUS“ (1926): Das Kapitel untersucht Kainers Plakat im Kontext der Vergnügungssucht der 1920er Jahre und vergleicht die künstlerische Umsetzung mit dem zuvor analysierten Werk von Klinger.

4. FLACHSLÄNDER: JONNY SPIELT AUF (1927): Hier erfolgt eine detaillierte Bildanalyse, die den Tanz als gesellschaftliches Zentrum und die neuen Rhythmen wie Charleston als Indikatoren für gesellschaftliche Umbrüche betrachtet.

5. ZUR ROLLE DES GEBRAUCHSGRAPHIKERS: Dieses Kapitel thematisiert die Rollenwandlung des Künstlers vom Handwerker zum bewussten Gestalter, der durch Werbegraphik die Ästhetisierung des Alltags mitprägt.

6. SCHLUSSBETRACHTUNG: Die Arbeit fasst zusammen, dass Plakate als Chronisten ihrer Zeit fungieren und wesentliche gesellschaftliche Strömungen wie die Emanzipation der Frau eindringlich dokumentieren.

7. BIBLIOGRAPHIE: Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

Weimarer Republik, Plakatkunst, Tanzgeschichte, Moderne, Frauenbild, Garçonne, Jazzmusik, Charleston, Gebrauchsgraphik, Ästhetisierung, Unterhaltungsindustrie, Soziokultur, Bildanalyse, Julius Klinger, Ludwig Kainer

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Wechselwirkung zwischen der Tanzentwicklung und der Plakatkunst in der Zeit der Weimarer Republik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind der Wandel des Frauenbildes, die Rolle der Unterhaltungskultur, die künstlerische Gestaltung von Werbeplakaten und der soziokulturelle Kontext der 1920er Jahre.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, anhand von drei ausgewählten Plakatbeispielen aufzuzeigen, wie sich gesellschaftliche Tendenzen in der Kunst widerspiegeln und wie das Plakat als Zeitdokument fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine kunsthistorische Bildanalyse durchgeführt, die die Werke in ihren soziologischen, politischen und wirtschaftlichen Kontext einbettet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Plakate von Julius Klinger, Ludwig Kainer und Flachsländer, untersucht das neue Frauenbild, die Bedeutung der Tänze sowie die Rolle des Gebrauchsgraphikers.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Weimarer Republik, Plakatkunst, Moderne, Frauenbild und Tanzentwicklung charakterisiert.

Warum spielt das "Frauenbein" eine solch zentrale Rolle in der Analyse?

Das Frauenbein wird als symbolisches Leitmotiv und "Pars pro toto" gedeutet, das die neue Freizügigkeit, Erotisierung und Emanzipation der Frau in der modernen Gesellschaft symbolisiert.

Welche Bedeutung kommt der "Garonne" in der Untersuchung zu?

Die "Garçonne" dient als Beispiel für das androgyne Schönheitsideal der 1920er Jahre, welches die klassische Weiblichkeit durch eine sportliche, am Mann orientierte Silhouette ersetzte.

Inwiefern beeinflusste die Jazzmusik die Plakatgestaltung laut der Autorin?

Die Jazzmusik beeinflusste durch die Integration amerikanischer Einflüsse die Dynamik und Komposition der Plakate, wobei Schlagzeugmotive und Rhythmik die visuelle Darstellung maßgeblich prägten.

Excerpt out of 26 pages  - scroll top

Details

Title
Zur Geschichte des Tanzes in seiner Wechselwirkung mit der Moderne unter kunsthistorischen Aspekten am Beispiel der Plakatkunst
College
Dresden Technical University  (Institut für Kunstgeschichte)
Course
Der Tanz und die Bildende Kunst der Moderne
Grade
1,7
Author
Britta Sommermeyer (Author)
Publication Year
2002
Pages
26
Catalog Number
V81250
ISBN (eBook)
9783638851367
ISBN (Book)
9783638850810
Language
German
Tags
Geschichte Tanzes Wechselwirkung Moderne Aspekten Beispiel Plakatkunst Tanz Bildende Kunst Moderne
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Britta Sommermeyer (Author), 2002, Zur Geschichte des Tanzes in seiner Wechselwirkung mit der Moderne unter kunsthistorischen Aspekten am Beispiel der Plakatkunst, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81250
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  26  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint