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Die Auswirkung sozialer Ungleichheit auf die Gesundheit: Übergewicht und Adipositas

Title: Die Auswirkung sozialer Ungleichheit auf die Gesundheit: Übergewicht und Adipositas

Term Paper , 2007 , 26 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sarah Bittner (Author)

Health - Miscellaneous
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Der allgemeine Lebensstandard, das Durchschnittseinkommen sowie das Bildungsniveau in Deutschland sind in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen. Doch obwohl die gesellschaftliche Entwicklung Deutschlands durch eine sukzessive Zunahme des allgemeinen Wohlstandes und Lebensstandards gekennzeichnet ist, ist das Armutsrisiko angestiegen. Aufgrund schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, anhaltend hoher Arbeitslosigkeit und durch den Wandel von Lebens- und Haushaltsformen haben Ungleichheit und Armutsrisiken tendenziell zugenommen. Ein Armutsrisiko besteht nach einer auf EU-Ebene erzielten Vereinbarung, wenn das Nettoäquivalenzeinkommen weniger als 60 Prozent des gesellschaftlichen Mittelwertes beträgt, derzeit sind 13,5 Prozent der Bevölkerung einem erhöhten Armutsrisiko ausgesetzt.

Die erheblichen sozialen Ungleichheiten spiegeln sich natürlich auch in der Gesundheit der Betroffenen wieder. Sozial benachteiligte Personen haben geringere Gesundheitschancen und ein erhöhtes Krankheitsrisiko. Außerdem haben sie oftmals ein riskantes Gesundheitsverhalten, welches auch erheblich zu einem erhöhten Krankheitsrisiko beiträgt.

Gesundheitsriskantes Verhalten, wie ungesunde Ernährung, geringe körperliche Aktivität, Rauchen, Alkohol- und Drogenkonsum tritt in unteren sozialen Schichten häufiger auf als in privilegierten Bevölkerungsgruppen. Dadurch ist die Prävalenz von vielen Krankheiten in der Unterschicht deutlich höher als in der Oberschicht. Ich werde mich im weiteren Verlauf meiner Hausarbeit mit den verhaltenskorrelierten Risikofaktoren ungesunder beziehungsweise falscher Ernährung und mangelnder körperlicher Aktivität beschäftigen, wodurch Übergewicht und Adipositas entstehen können. In sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen ist das Vorkommen von Übergewicht und Adipositas deutlich höher als in der Mittel- oder Oberschicht, welches das Risiko von Folgeerkrankungen erhöhen kann.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition von Schicht

2.1 Die drei Schichten (lexikon.meyers.de)

2.2 Definition des Begriffs Sozialer Ungleichheit

2.2.1 Der Sozialschichtindex

2.2.2 Soziale Ungleichheit in der Gesundheit

3. Ernährung

3.1 Ernährungsverhalten von Personen mit niedrigem Sozialindex

3.2 DGE-Empfehlungen für eine gesunde Ernährung (Schlieper, 2004, S. 348)

3.3 Ursachen für das schlechte Ernährungsverhalten der Unterschicht (tafel.de)

4. Körperliche Aktivität

4.1 Definition von körperlicher Aktivität (

4.2 Empfehlungen für körperliche Aktivität

4.2.1 Verbreitung von sportlicher und körperlicher Aktivität nach sozioökonomischem Status

4.2.2 Ursachen der sozialen Unterschiede in Bezug auf die Bewegung

5. Übergewicht

5.1 Die Entstehung von Übergewicht

5.1.1 Ursachen für Übergewicht nach Udo Pollmer

5.1.2 Thermostatmodell zur Gewichtsregulierung (Pollmer, 2005, S.104-107)

5.2 Die Messung von Übergewicht und Adipositas

5.3 Schichtspezifische Unterschiede beim Vorkommen von Adipositas

5.4 Erklärungsansätze des sozialen Gradienten

5.5 Adipositas als Risikopotential

5.5.1 Metabolisches Syndrom

5.5.2 Weitere Begleit- und Folgeerkrankungen von Adipositas

6. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und der gesundheitlichen Problematik von Übergewicht sowie Adipositas, mit dem Ziel, Prävalenzraten und Erklärungsansätze für soziale Unterschiede aufzuzeigen sowie die kontroversen Thesen von Udo Pollmer kritisch einzubeziehen.

  • Soziale Schichtung und ihr Einfluss auf die Gesundheit
  • Ernährungsverhalten in Abhängigkeit vom sozioökonomischen Status
  • Soziale Unterschiede bei körperlicher Aktivität und Bewegung
  • Pathophysiologische Grundlagen und Risiken von Adipositas
  • Kritische Analyse gängiger Diät- und Ernährungsansätze

Auszug aus dem Buch

5.1.2 Thermostatmodell zur Gewichtsregulierung (Pollmer, 2005, S.104-107)

Pollmer vergleicht hierbei die Gewichtsregulierung des Menschen mit einem Thermostat eines Hauses. Er wählt dieses Modell, da er entgegen anderer Literatur das Modell Fass, wobei man den Zulaufhahn schließen und den Ablaufhahn öffnen muss, um sein Körpergewicht zu senken, für unrealistisch hält. Auf den Menschen übertragen würde es bedeuten weniger zu essen und den Output durch mehr Bewegung zu erhöhen. „Unser Körper ist kein statisches Faß, sondern ein ziemlich vitales und zugleich auch stures System.“ (Pollmer, 2005, S.103)

Bei dem Thermostatmodell wissen wir, dass die Zimmertemperatur deutlich über dem wünschenswerten Idealmaß liegt. Ein Brenner wandelt das Erdöl des Tankes in Wärme (Kalorien) um. Zur Senkung der Temperatur überprüfen wir drei Möglichkeiten. Im ersten Versuch wird der Tank nur bis zur Hälfte gefüllt (Kalorienreduktion), welches aber nichts nützt, außer dass der Tank in kürzeren Abständen wieder nachgefüllt werden muss. Als Zweites wird Wasser ins Öl gemischt, um den Kaloriengehalt des Brennstoffs zu senken (Süß- oder Fettersatzstoffe). Der Brenner setzt nun ab und an aus, heizt aber bei Betrieb umso länger. Als letztes versuchen wir den Output zu manipulieren, indem wir alle Fenster öffnen (Kalorienverbrauch durch Sport erhöhen). Es scheitert auch dieser Versuch der Temperatursenkung, weil die Heizkörper jetzt noch mehr glühen, um die Temperatur konstant zu halten, dadurch steigen die Heizkosten. Das Thermostat ist der Grund für das Scheitern. Der menschliche Körper hat auch solch ein Thermostat, welches bei ihm jedoch als Ponderostat bezeichnet wird. „Wir alle tragen diesen Regler in uns. Wie er aussieht, wo er sitzt, ob an einer oder an vielen Stellen gleichzeitig, weiß bislang niemand. Neben der Idee des Ponderostats existiert auch die Hypothese eines Lipostaten, also eines Körperfettreglers.“ (Pollmer, 2005, S.106)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt den Anstieg des Armutsrisikos in Deutschland und leitet zur gesundheitlichen Ungleichheit als zentrale Forschungsfrage über.

2. Definition von Schicht: Erläutert soziologische Grundlagen der Schichtung und definiert den Sozialschichtindex sowie dessen Bedeutung für die gesundheitliche Chancenungleichheit.

3. Ernährung: Analysiert das ernährungsphysiologisch nachteilige Verhalten in sozial benachteiligten Schichten und kontrastiert dieses mit den Empfehlungen der DGE.

4. Körperliche Aktivität: Untersucht die Diskrepanz in der sportlichen Betätigung zwischen sozialen Schichten und identifiziert Kostenfaktoren sowie Lebensstilunterschiede als Ursachen.

5. Übergewicht: Diskutiert die Entstehung von Adipositas, reflektiert kritisch alternative Erklärungsansätze nach Udo Pollmer und stellt gesundheitliche Folgeerkrankungen dar.

6. Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen, betont den Präventionsbedarf und hinterfragt die Effektivität klassischer Diäten.

Schlüsselwörter

Soziale Ungleichheit, Adipositas, Übergewicht, Sozialschichtindex, Ernährung, Körperliche Aktivität, Public Health, Armutsrisiko, Udo Pollmer, Gesundheitsrisiko, Metabolisches Syndrom, Prävention, Soziale Schichtung, Kalorienbilanz, Diäten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Auswirkungen sozialer Ungleichheit auf die gesundheitliche Situation in Deutschland, speziell fokussiert auf die Entstehung von Übergewicht und Adipositas.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Ernährungsverhalten, körperlicher Aktivität, sozioökonomischen Statusunterschieden sowie den medizinischen Folgen von Übergewicht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Prävalenz von Übergewicht in unterschiedlichen sozialen Schichten zu beleuchten und mögliche Ursachen sowie Präventionsansätze wissenschaftlich zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf Basis aktueller epidemiologischer Daten und gesundheitswissenschaftlicher Fachliteratur sowie kritischer Quellen wie denen von Udo Pollmer erstellt wurde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Ernährungsverhalten, Sportverhalten, physiologische Ursachen von Adipositas, deren Messmethoden (BMI) sowie Folgeerkrankungen wie das metabolische Syndrom.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Sozialer Gradient, Adipositasprävalenz, Ernährungsempfehlungen, Energiebilanz und soziale Determinanten von Gesundheit.

Wie bewertet der Autor Udo Pollmers Thesen zum Körpergewicht?

Der Autor ordnet Pollmer als streitbaren Experten ein, der klassische Konzepte wie das einfache Kalorienzählen hinterfragt und stattdessen komplexere hormonelle und individuelle Faktoren in den Vordergrund rückt.

Warum spielt der soziale Status bei Adipositas eine so große Rolle?

Die Arbeit identifiziert Faktoren wie finanzielle Einschränkungen, geringeres Ernährungswissen und erschwerten Zugang zu sportlichen Angeboten als Ursachen für die höhere Prävalenz von Übergewicht in der Unterschicht.

Welche Bedeutung hat das "Thermostatmodell"?

Es dient als Analogie, um zu erklären, warum der Körper gegen künstliche Gewichtsreduktionsversuche (Diäten) resistent sein kann, da er versucht, ein inneres Gleichgewicht (Ponderostat) aufrechtzuerhalten.

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Details

Title
Die Auswirkung sozialer Ungleichheit auf die Gesundheit: Übergewicht und Adipositas
College
University of Bremen
Grade
1,3
Author
Sarah Bittner (Author)
Publication Year
2007
Pages
26
Catalog Number
V81256
ISBN (eBook)
9783638851404
ISBN (Book)
9783638910262
Language
German
Tags
Auswirkung Ungleichheit Gesundheit Beispiel Adipositas
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Bittner (Author), 2007, Die Auswirkung sozialer Ungleichheit auf die Gesundheit: Übergewicht und Adipositas, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81256
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