Tauchtourismus


Hausarbeit, 2001

20 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Entstehungsgeschichte der Sportart

3 Tauchtourismus heute
3.1 Sparten des Tauchsports
3.2 Tauchen als Aktivurlaub
3.2.1 Sicherheit
3.2.2 Soziodemographische Faktoren
3.2.3 Zeit-, Lern- und Kostenaufwand
3.2.4 Reisegewohnheiten

4 Schlußbetrachtung und Ausblick

Abbildungsverzeichnis

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Unsere Gesellschaft ist zunehmend mehr von Freizeit und somit auch vom Sport geprägt. Die Anzahlen der Sportbegeisterten steigt fortwährend, so auch die des Sporttauchens. Tauchen wird allgemein definiert als der Aufenthalt luftatmender Lebewesen unter Wasser[1]. Diese Welt ist für den Menschen ohne Geräte nur bedingt zugänglich. Dies ist aber ein besonderer Reiz, den diese Sportart ausmacht. Ebenso lockt die Tatsache des Erlebens der unbekannten Unterwasserwelt viele zum Tauchen. Auch berichten Taucher von dem Gefühl der Schwerelosigkeit, welches sie zum Tauchen animiert[2].

Die Erläuterung der Historie der Sportart soll einen ersten Einblick vermitteln, wie sich Tauchen zu einer Trendsportart entwickelt hat und sich fortlaufend weiter verbreitet, denn Tauchen hat immer noch starke Zuwachsraten.

Im Hauptkapitel wird zunächst die Sportart als solches mit seinen Sparten vorgestellt. Folgend werden die typischen Eigenschaften dieser Sportart dargestellt sowie die charakteristischen Gewohnheiten der Tauchurlauber näher erläutert und somit eine Abgrenzung zu anderen Sportarten vorgenommen. Hierbei wird insbesondere auf die Reisegewohnheiten näher eingegangen, weil Tauchen hierzulande weniger betrieben wird, denn meisten Tauchsportler reisen in andere Länder. Aber auch der erforderliche Zeit-, Lern- und Kostenaufwand sowie die Sicherheit werden bearbeitet, da doch erhebliche Unterschiede zu anderen Sportarten bestehen.

Der Abschluß beinhaltet eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte sowie noch einen Ausblick über die zukünftige Entwicklung, die diese Sportart erwarten lässt.

2 Entstehungsgeschichte der Sportart

Die Geschichte des Tauchens läßt sich fast bis zur Entstehung des Menschen zurückführen. Die genauen Ursprünge sind deshalb nicht genau bekannt. Eines ist jedenfalls sicher, die ersten Tauchversuche fanden im Rahmen der Nahrungssuche in Form von Apnoetauchen statt[3]. So hört man heute von Eingeborenenstämmen, die für solche Zwecke vier bis sieben Minuten bis zu einer Tiefe von 60 m tauchen können. Dies ist zweifelsohne eine Weitergabe des Wissens und der Fähigkeiten von ihren Vorfahren.

Mit der Zivilisation entstand für den Menschen das Bedürfnis in den Lebensraum Wasser weiter vorzudringen. Ende des 18. Jahrhunderts versuchte die Menschheit die Gesetze der Natur mit Hilfsmitteln zu bezwingen. So wurde zunächst ein Schlauch angefertigt, mit dem der Taucher die Luft von der Oberfläche einatmen sollte. Vom Mißlingen dieser Versuche lernte der Mensch die physikalischen Gesetze kennen und entwickelte die Technik immer weiter. So wurde aus einem Schlauch ein Rohr. Danach versuchte er die Luft mitzunehmen in einer Tauchglocke (erstmalig erwähnt von Aristoteles). Hier spürte der Mensch das Boyle–Mariottsche Gesetz und das Gesetz von Dalton wieder, die ihn zwangen andere Apparaturen zu entwickeln.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Die Tauchglocke von Spalding[4]

1716 perfektionierte Halley seine Glocke. Taucher wurden von dieser Glocke aus mit Lederschläuchen mit Luft versorgt, die aber auf dem Höhenniveau der Glocke bleiben mußten. So wurde dann 1715 die Tauchtonne von John Lethbridge entwickelt. Hier wurde auch erstmals eine externe Luftversorgung durch einen Blasebalg sichergestellt. Die Tauchtiefe dieser Geräte betrug um die 20 m. Vorrangig war hier das Schatzsuchen ausschlaggebend. Danach war lange Zeit das Helmtauchen von den Brüdern Deane, verbessert von August Siebe um 1839 Ausrüstung aller Taucher. Die Tauchtiefe konnte auf beachtliche 60m gesteigert werden. Hier kamen nun auch einfache Unterwasserarbeiten als Zweck hinzu. Aber auch hier gaben die Naturgesetze mit ihren Rückschlägen Anstoß zu neueren Erfindungen.

Ende des 20. Jahrhunderts war der Fortschritt enorm. Das Sättigungstauchen (Tauchen, arbeiten, wohnen bei gleichem Umgebungsdruck somit ohne Dekompressionsphasen = Dekophasen) wurde erfunden und die Tauchglocken verbessert. Zu der Zeit fanden auch Versuchsreihen zum Entwickeln von Dekompressionstabellen statt. Auch Atemgasgemische traten dieserzeit erstmals in Erscheinung.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: System des Sättigungstauchens[5]

Erste autonome Preßlufttauchgeräte (PTG) wurden von Benoît Rouquarol und Auguste Denayrouze Mitte des 19. Jahrhunderts erfunden und waren lange relativ unverändert auf dem Markt. Die Marine war zu dieser Zeit an solchen Geräten stark interessiert, da hier in Tiefen von 10 m bis 40 m gearbeitet werden konnte. Das aller erste autonome PTG, welches nicht von oben versorgt werden mußte und auch nicht eine schweres Helmtauchgerät war, wurde von Georges Commeinhes Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt. Verbesserung der Druckventile durch Jacques-Yves Cousteau und die Verbindungen von ihm zur Air Liquide ebneten dem Tauchtourismus den Weg zum „Cousteauschen Tauchen“. So waren es aber zunächst nur die Wissenschaftler die sich auf Tauchexpeditionen begangen, bevor in den 60iger Jahren der Tauchtourismus sich zu einem Trend zu entwickeln begann.

3 Tauchtourismus heute

Das Tauchen heute ist ein vielseitiger Sport geworden, der in den verschiedensten Variationen anzufinden ist. Den größten Zuwachs haben hierbei die Sparten Sport- und Wettkampftauchen zu verzeichnen. Welche Sparten sich außer diesen entwickelt haben und wie das Tauchen als eine Form des Tourismus aussieht, soll in den nachfolgend erläutert werden.

3.1 Sparten des Tauchsports

Der Tauchsport hat sich seit der 60iger Jahre vielfältig entwickelt. Die folgende Graphik zeigt, wie man das Tauchen untergliedern kann.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Einteilung der Sparten des Tauchsports

Aufgrund der vielfältigen Entwicklung und den gestiegenen Anforderungen entstand die Sparte Berufstauchen.

Das Forschungstauchen und das aufgabenorientierte Tauchen sind eine der ersten Sparten die sich entwickelt haben. Gerade das Forschungstauchen ebnete dem Tauchtourismus, dem Sporttauchen, den Weg in die heutige Dimension. Angelockt von den faszinierenden Unterwasserwelten, die in den Medien gezeigt wurden, widmen sich immer mehr Leute dieser Sportart. Die Tendenz ist stark steigend.

[...]


[1] Brockhaus Enzyklopädie (1993), S. 653.

[2] Vgl. http://www.focusonline.de/D/DG/DGC/DGC04/DGC04B/dgc04b01.htm?sportart=Tauchen.

[3] Vgl. Mayol, J.-J. (1996), S. 261.

[4] Sténuit, R. (1996), S. 14.

[5] Sténuit, R. (1996), S. 21.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Tauchtourismus
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Institut für Sportwissenschaften)
Veranstaltung
Sport und Tourismus
Note
1,0
Autor
Jahr
2001
Seiten
20
Katalognummer
V8133
ISBN (eBook)
9783638151962
Dateigröße
640 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Erläuterung der Historie der Sportart soll einen ersten Einblick vermitteln, wie sich Tauchen zu einer Trendsportart entwickelt hat und sich fortlaufend weiter verbreitet. Im Hauptkapitel wird zunächst die Sportart als solches mit seinen Sparten vorgestellt. Folgend werden die typischen Eigenschaften dieser Sportart dargestellt sowie die charakteristischen Gewohnheiten der Tauchurlauber näher erläutert und somit eine Abgrenzung zu anderen Sportarten vorgenommen. Hierbei wird insbesondere auf die Reisegewohnheiten näher eingegangen, weil Tauchen hierzulande weniger betrieben wird, denn meisten Tauchsportler reisen in andere Länder. Aber auch der erforderliche Zeit-, Lern- und Kostenaufwand sowie die Sicherheit werden bearbeitet, da doch erhebliche Unterschiede zu anderen Sportarten bestehen. 450 KB
Schlagworte
Tauchen Tourismus
Arbeit zitieren
Dipl.-Kffr, M.A. Romy Voss (Autor:in), 2001, Tauchtourismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8133

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