Erhöht Zuwanderung Arbeitslosigkeit?


Hausarbeit, 2007

32 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zuwanderung und Arbeitslosigkeit
2.1 Der neoklassische Arbeitsmarkt
2.1.1 Die Nachfrage nach Arbeit
2.1.2 Das Arbeitsangebot
2.1.3 Das Vollbeschäftigungsgleichgewicht
2.1.4 Die Erhöhung des Arbeitskräfteangebots
2.1.5 Die steigende Nachfrage nach Arbeitskräften
2.2 Arbeitslosigkeit
2.2.1 Arten der Arbeitslosigkeit
2.2.2 Unfreiwillige und konjunkturelle Arbeitslosigkeit
2.2.3 Arbeitsplatzsuche und friktionelle Arbeitslosigkeit
2.2.4 Lohnstarrheit und strukturelle Arbeitslosigkeit
2.3 Homogenität des Faktors Arbeit
2.4 Der Heterogene Faktor Arbeit und Lohnrigidität
2.5 Zuwanderung in offenen Volkswirtschaften
2.6 Empirische Erkenntnisse
2.7 Weitere empirische Untersuchungen

3 Fazit

4 Quellen

1 Einleitung

Die Arbeitslosigkeit ist das größte Problem einer Volkswirtschaft und betrifft den Einzelnen am unmittelbarsten und nachhaltigsten. Für die meisten Menschen sind mit dem Verlust des Arbeitsplatzes tiefgreifende psychische Folgen sowie oftmals eine Verminderung des Lebensstandards und Veränderungen des äußeren Umfelds verbunden.

Aus diesem Grund ist es also nicht verwunderlich, dass dieses Thema seit vielen Jahren häufig Gegenstand hitziger Diskussionen in den Medien ist. Ebenso versuchen Politiker innerhalb ihrer politischen Programme immer neue Mittel und Wege zu finden, um Arbeitsplätze zu schaffen.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik Deutschland ist insbesondere in den letzten Jahrzehnten durch einen Anstieg der Unterbeschäftigung gekennzeichnet. In diesem Kontext widmet sich die Öffentlichkeit zunehmend dem Problem der Zuwanderung. Oft thematisiert wird hierbei die Frage nach einer Erhöhung der Unterbeschäftigung in Folge der Zuwanderung von Migranten (z.B. EU-Osterweiterung) und des allgemein zunehmenden Migrationsdrucks auf westeuropäische Länder.

Vor diesem Hintergrund wird die Frage nach erhöhter Arbeitslosigkeit durch Zuwanderung oft auf emotionaler Ebene geführt. Ein negatives Verständnis gegen Einwanderung gepaart mit der Angst vor sinkenden Löhnen und sinkender Beschäftigung verbreitet sich.

Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Argumenten der zunehmenden Migration im Hinblick auf den Arbeitsmarkt. Zentrale Fragen sind hierbei beispielsweise: Welche Effekte sind für Lohn, Beschäftigung und das Gleichgewicht auf dem Arbeitsmarkt zu erwarten? Gibt es wirklich einen Zusammenhang zwischen Zuwanderung und zunehmender Arbeitslosigkeit im Zuwanderungsland?

Der erste Teil erklärt zunächst den neoklassichen Arbeitsmarkt und verschiedene Arten von Unterbeschäftigung. Im zweiten Teil werden basierend auf mehreren Modellen die potentiellen Arbeitsmarkteffekte durch Zuwanderung unterschiedlicher Migrantengruppen untersucht. Schließlich werden die an Hand der Modelle abgeleiteten Aussagen beurteilt. Die Frage, ob Migration ein Gewinn oder Verlust für den einheimischen Arbeiter darstellt wird abschließend im Zuge einiger empirischer Ergebnisse beurteilt.

2 Zuwanderung und Arbeitslosigkeit

2.1 Der neoklassische Arbeitsmarkt

Die sogenannte „klassische Nationalökonomie“ nimmt um 1776 ihren Anfang. Ihre wichtigsten Vertreter, Smith, Ricardo, St. Mill und Karl Marx, unterstützten allesamt die so genannte Arbeitswerttheorie. Demnach haben alle Arten von Waren einen Wert, da sie durch menschlichen Arbeitsaufwand geschaffen worden. Als Begleiter der industriellen Revolution diente jene Theorie dazu, der bürgerlichen Gesellschaft näher zu bringen, dass ausschließlich die systematische Nutzung menschlicher Arbeitskraft Quelle der Reichtumsschaffung war.

Der Ansatz, dass Arbeit die alleinige Quelle menschlichen Reichtums ist rechtfertigte den stark zunehmenden Einsatz von Maschinen, um die körperlichen Grenzen menschlicher Arbeit zu überwinden. Der zunächst arbeitsteilige Produktionsablauf, wurde im Zuge ständiger Rationalisierung und mit dem einzigen Ziel der Zeitersparnis (und damit verbundener Gewinnmaximierung) zunehmend durch Maschinen ersetzt. Die Möglichkeit mit gleichem Zeitaufwand mehr zu produzieren, bzw. eine gleiche Produktion mit geringerem Arbeitseinsatz, war fortan geschaffen. Diese Aufgabe der Arbeitsteilung, sorgte u.a. dafür, dass mit vermehrter Freisetzung von Arbeitskräften in stagnierenden Wirtschaftszweigen die für wachsende Wirtschaftszweige benötigten Arbeitskräfte vorhanden waren.

Karl Marx (1818-1888) unterschied zwischen Wert der Arbeit und Wert der Arbeitskraft und folgerte daraus im Sinne der Arbeitswerttheorie, dass die Arbeitskraft zur Erlangung von Gewinn ausgebeutet. Dies begründete u.a. die Neoklassik und fortan beschäftigte man sich mit den Vor- und Nachteilen individueller Optimierungskalküle und mathematische Analysen zogen in die Wirtschaftswissenschaften ein.

Im Vordergrund der Neoklassik steht die Frage der Allokation der Faktoren: Ressourcen sind die Produktionsfaktoren Arbeit, Boden und Kapital deren Besitzer gleichberechtigt ihre Nutzung maximieren wollen: Der Arbeiter strebt nach maximalem Lohn. Boden- und Kapitalbesitzer nach maximalem Gewinn.

Zudem ist die Neoklassik eine Theorie makroökonomischer Stabilität, in der Preise und Löhne konstant sind. Ausschlaggebend für eine abstrakte Betrachtung von Angebot und Nachfrage in der Neoklassik, ist das klassische Ertragsgesetz oder auch das „Gesetz vom abnehmenden Grenzertrag“. Es beschäftigt sich mit der Frage, wie sich die Effizienz eines Wertschöpfungsprozesses entwickelt, wenn nur ein variabler Produktionsfaktor erhöht wird, die Übrigen jedoch konstant bleiben (ceteris paribus - Klausel).

2.1.1 Die Nachfrage nach Arbeit

Laut Ertragsgesetz, führt der stufenweise ausgeweitete Arbeitseinsatz zu einem steigenden Gesamtertrag, die Ertragszuwächse nehmen jedoch ab. Variiert wird jeweils der Einsatz eines Produktionsfaktors, etwa die Arbeitskräfte, wobei der Andere, z.B. Kapitaleinsatz, unverändert bleibt. Diese Ausgangsbedingungen des Ertragsgesetzes müssen zwangsläufig dazu führen, dass die Ergiebigkeit des variierten Produktionsfaktors mit Ausweitung der Einsatzmengen abnimmt. Dies lässt sich auch durch eine vereinfachte Cobb- Douglas Funktion darstellen (Kapital= K, Arbeit= L, Output= Y, die Niveaugröße a wird bei der Betrachtung vernachlässigt; Voraussetzungen: 0 < Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten< 1 und Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten=1):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Exponenten β und Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenstellen die Produktionselastizitäten der zugehörigen Produktionsfaktoren dar und geben in Folge dessen die prozentuale Steigerung des Outputs Y bei einer prozentualen Steigerung der Faktormenge an.

Die Produktionsfunktion in Abhängigkeit des Faktors Arbeit besitzt die gleichen Eigenschaften wie die in Abhängigkeit des Faktors Kapital. Demnach werden für Arbeit die gleichen Annahmen getroffen, wie für Kapital. Bei zusätzlich eingestellten Arbeitern, ergibt sich also zwar ein positiver Mengenertrag, das Grenzprodukt der Arbeit sinkt jedoch und stellt sich in einer abnehmenden, konvexen Funktion dar.

Ein mit dem real sinkenden Grenzprodukt multiplizierter Marktpreis, ergibt ein nominal sinkendes Wertgrenzprodukt. Die graphisch dargestellte Folge dessen, ist eine bei zunehmendem Arbeitskräfteeinsatz fallende Kurve mit sinkender Wertgrenzproduktivität.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Die Arbeitsnachfrage Quelle: Mankiw, N. G.: S.

In dieser vereinfachten Darstellung, dient jene Kurve als unternehmerische Nachfragekurve nach Arbeitskräften. Das Grenzprodukt der Arbeit nimmt mit zunehmendem Einsatz von Arbeitskräften ab. Mit Hilfe der dargestellten Kurve ist es möglich, für jeden gegebenen Reallohn Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltendie optimale Menge an Arbeit zu bestimmen. Der Marktpreis für die Arbeitskraft (Lohn) ist hierbei ebenso unveränderbar, wie der Marktpreis der Güter.

Da die Unternehmer nach Gewinnmaximierung streben, werden sie zusätzliche Arbeitskräfte immer nur unter der Regel beschäftigen, dass ihr positiver Beitrag zum Gesamterlös (Output) höher ist, als ihr Lohn. Wenn also im Gegenschluss der Lohn einer Arbeitskraft den durch sie erzielten Gewinn verringert, wird diese nicht eingestellt, bzw. freigesetzt. Die mikroökonomische Definition dieses Ansatzes lautet demnach folgendermaßen:

„Setze soviel Arbeitsmenge in der Produktion ein, bis die mit Preisen bewertete Grenzproduktivität dem Lohn entspricht“[1]. Die optimale Arbeitsnachfrage ist ergo gegeben, wenn folgende Gleichung erfüllt ist (MPL = „marginal product of labour“ / Grenzprodukt der Arbeit, w = Reallohn):

MPL = w

Hierbei ist zu beachten, dass es sich bei den Lohnkosten um den Reallohn (Kosten einer Arbeitseinheit in Outputeinheiten anstatt in Geld) und nicht um den Nominallohn („W“) handelt.

Ein Unternehmer würde in diesem Modellrahmen handelnd nur soviel Arbeitsmenge einsetzen, bis das das sich ergebende reale Grenzprodukt dem Reallohn entspricht. Folglich würde er die Faktoreinsatzmenge (Arbeitskräfte) nach der Höhe des Lohnes verändern: bei Lohnerhöhungen müssten Arbeitskräfte freigesetzt werden, umgekehrt würde bei Lohnsenkungen die Menge an Arbeitskräften erhöht.[2]

Diese Theorie ist natürlich nur vor dem Hintergrund des Ertragsgesetzes folgerichtig. In der Realität verlangen Änderungen in der Produktionsmenge außerdem eine Änderung zusätzlicher Faktoren. So würden Lohnsenkungen den Einsatz von Arbeitskräften nicht zwingend steigern, da automatisch auch eine Erhöhung anderer Faktoren, wie beispielsweise des Kapitaleinsatzes erforderlich wäre.

2.1.2 Das Arbeitsangebot

Als Arbeitsangebot werden weitläufig all jene Personen bezeichnet, welche laut amtlicher Statistik (Bundesagentur für Arbeit und/ oder statistisches Bundesamt) als Erwerbstätige oder Erwerbspersonen ausgewiesen werden. Darüber hinaus existiert eine so genannte „stille Reserve“, wobei dieser Begriff nicht mehr zeitgemäß ist. Als stille Reserve werden Bürger der Bundesrepublik Deutschland bezeichnet, welche eine Arbeit aufnähmen, würde sie nur angeboten. Etwas ausholender zusammengefasst steht dem Arbeitsmarkt somit ein Angebot zur Verfügung, welches sich aus folgenden Faktoren zusammensetzt ( = Erwerbspersonenpotential):

Erwerbstätige + Arbeitslose (Erwerbslose) + stille Reserve[3]

Aus makroökonomischer Sicht wird das Arbeitsangebot mit Hilfe der neoklassischen Theorie in einer exponentiell steigenden Kurve dargestellt. Hierbei folgt einem steigenden Reallohn zwingend ein steigendes Angebot an Arbeit.

Es existieren durchaus mehrere verschiedene Modelle für diese Aussage, welche den steigenden Verlauf allesamt mit Hilfe von Marktunvollkommenheiten zu belegen versuchen. So basieren jene Modelle beispielsweise auf starren Nominallöhnen (Lohnrigiditäten), unvollkommenen Preisinformationen oder Preisstarrheiten. Obwohl sich die verschiedenen Modelle in ihren Annahmen unterscheiden, kommen sie im Hinblick auf den Verlauf der Gesamtangebotskurve auf das gleiche Ergebnis. Dieses lässt sich vereinfacht in folgender Formel darstellen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten ( Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten- Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Gleichung besagt, dass Abweichungen des Outputs von seinem normalen Niveau unmittelbar mit Abweichungen des Preisniveaus vom erwarteten Niveau in Verbindung stehen. Liegt das Preisniveau oberhalb des erwarteten Niveaus, ist die Produktion größer als ihr natürliches Niveau. Liegt das Preisniveau unterhalb des erwarteten Niveaus, ist die Produktion kleiner als ihr natürliches Niveau.[4] Mit steigendem Preisniveau erhöht sich also der Produktionsoutput, bzw. das Einkommen. Ebenso existiert bei steigenden Löhnen ein erhöhtes Angebot an Arbeit(-kräften) (vgl. folgende Abbildungen).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2 Quelle: Mankiw, N. G.: S.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3 Quelle: Soennecken, J. P.: S.

Letztere Aussage lässt sich mit Hilfe der Mikroökonomie wie folgt erklären:

Die Arbeitsanbieter (Arbeitnehmer) wägen zwischen Freizeit und Arbeit ab. Der Verzicht auf eine Einheit Freizeit, ermöglicht den Genuss von mit Hilfe zusätzlicher Arbeit ermöglichten Konsumgütern. Die Grundlage hierfür bildet zum wiederholten Mal die Grenznutzentheorie: das Individuum (hier der Arbeitnehmer) strebt nach der Maximierung seines Nutzens bei gegebenem Lohnsatz und Güterpreis. Aus der Budgetbeschränkung und der Nutzenabwägung des Individuums ergibt sich folglich das Arbeitsangebot. Dabei sei zu beachten, dass diese Aussage rein theoretischer Natur ist und der Wille eines Individuums mehr zu arbeiten in der Realität zusätzlich durch psychologische und moralische Faktoren beeinflusst wird.

2.1.3 Das Vollbeschäftigungsgleichgewicht

Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage sind Funktionen des Reallohns. Das Angebot ist hierbei eine zunehmende, die Nachfrage eine abfallende Funktion. Fügt man beide in einer Grafik zusammen, so wird das sich aus der Interaktion zwischen Preis und nachgefragter bzw. angebotener Menge ergebene Gleichgewicht auf dem Arbeitsmarkt ersichtlich:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4: Das Arbeitsmarktgleichgewicht Quelle: Soennecken, J. P.: S.

Die Grafik zeigt, dass das Gleichgewicht im Punkt L* erreicht ist. An dieser Stelle herrscht Vollbeschäftigung, da sowohl das von der Summe der Haushalte gewünschte Arbeitsangebot, als auch die von den Unternehmen gewünschte Arbeitsnachfrage repräsentiert werden.

2.1.4 Die Erhöhung des Arbeitskräfteangebots

Das Vollbeschäftigungsgleichgewicht ist stabil, nur exogene Variablen können im Modell zu einer Verschiebung einer der beiden Kurven führen. Kommt es jedoch beispielsweise zu einer Veränderung des Reallohns bzw. der Arbeitsmenge (die endogenen Variablen in diesem Modell), ist eine Bewegung entlang der jeweiligen Kurve die Folge. Aus einem erhöhten Reallohn ergibt sich eine erhöhte Arbeitskräftemenge, also ein Angebotsüberschuss, da das Arbeitsangebot größer, als die Arbeitsnachfrage ist. Diese Steigerung der Arbeitsbereitschaft lässt sich grafisch durch eine Verschiebung der Arbeitsangebotsfunktion darstellen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 5: Steigerung der Arbeitsbereitschaft Quelle: Soennecken, J. P.: S.

Die Arbeiter sind in diesem Fall bereit bei jedem Reallohn mehr Arbeitseinsatz zu zeigen, das Beschäftigungsvolumen nimmt somit zu. Sofern sich die Nachfrage nach Arbeitskräften jedoch nicht proportional ändert, entsteht ein Arbeitskräfteüberschuss (zu beachten ist eine konstante Nachfragekurve!) und einem neuen Gleichgewicht im Punkt (Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten, Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten).Diesen Überschuss kann man durchaus als Arbeitslosigkeit bezeichnen.

Aufgrund der zwischen den Arbeitskräften gegebenen Konkurrenz, resultieren Senkungen des Nominallohns, dies bedeutet unmittelbare Senkungen des Reallohns. Die Folge dessen ist eine steigende Nachfrage nach Arbeitskräften. Die Beschäftigung hat sich somit zu einem niedrigeren Reallohn erhöht.

2.1.5 Die steigende Nachfrage nach Arbeitskräften

In der Makroökonomie führt der technische Fortschritt entgegen der landläufigen Meinung zu einer erhöhten Nachfrage nach Arbeitskräften, da er sich in diesem Fall in erhöhter Produktivität jener ausdrückt. Bei einer konstanten Arbeitsangebotsfunktion steigen sowohl der Reallohn, als auch die Beschäftigung. Dies bewirkt eine Rechtsverschiebung der Arbeitsnachfragefunktion:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 6: Steigende Nachfrage nach Arbeitskräften Quelle: Soennecken, J. P.: S.

Zurückblickend auf die anfangs vorgestellte vereinfachte Cobb-Douglas Funktion entspricht dies einer Erhöhung des Exponenten Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten, ergo einer Erhöhung der Produktionselastizität des Faktors Arbeit.

Jene Arbeitskräfte, welche die Arbeitgeber bisher mehr kosteten, als sie produzierten, bzw. deren Reallohnanspruch über ihrem Grenzwertprodukt lag[5], werden nun aufgrund ihres gestiegenen Wertgrenzprodukts zunehmend beschäftigt.

Da der technische Fortschritt zu einem höheren Reallohniveau und gestiegener Beschäftigung von Arbeitskräften führt, kann man (bei gegebener Konstanz der übrigen Faktoren) von einer Wohlfahrtssteigerung sprechen.

[...]


[1] Volkmann, Dr. rer. Pol. Rainer (2006) S.52

[2] vgl.: Volkmann, Dr. rer. Pol. Rainer (2006) S.52

[3] vgl.: http://www.macroanalyst.de/einw-dimension1-arbmarkt.htm

[4] Mankiw, N.G. (2003)

[5] Volkmann, Dr.rer.pol.Rainer (2006) S 55

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten

Details

Titel
Erhöht Zuwanderung Arbeitslosigkeit?
Hochschule
Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
Veranstaltung
Makroökonomie 1 - Konjunktur und Beschäftigung
Note
1,3
Autoren
Jahr
2007
Seiten
32
Katalognummer
V81421
ISBN (eBook)
9783638866781
ISBN (Buch)
9783638937870
Dateigröße
1089 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erhöht, Zuwanderung, Arbeitslosigkeit, Makroökonomie, Konjunktur, Beschäftigung, Deutschland
Arbeit zitieren
Johannes-Maximilian Brede (Autor)Sandra Rietzke (Autor), 2007, Erhöht Zuwanderung Arbeitslosigkeit?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81421

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