Durch externe Veränderungen des Unternehmensumfelds, wie z.B. die Globalisierung und technischer Fortschritt, wird es für Unternehmen immer wichtiger, ihre Strategie an diese Veränderungen anzupassen, wodurch die Betrachtung der Kosten in den Mittelpunkt der Kostenrechnung gestellt wird. Diese ständigen Veränderungen der Kostensituation zeigen sich meist in einer zunehmenden Automatisierung, den steigenden F&E Kosten und den steigenden Gemeinkosten, wodurch das Kostenmanagement im Unternehmen immer wichtiger wird, wenn man am Weltmarkt bestehen will. Eine Möglichkeit, die Gemeinkosten zu senken, bildet das Zero-Base-Budgeting.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung / Einführung
2. Was ist ein Budget
2.1 Aufbau eines Budgets
2.2 Anforderungen an ein Budget
2.3 Probleme und Kritik am Budget
3. Zero Base Budgeting
3.1 Aufgaben und Ziele des Zero Base Budgetings
3.2 Aufbau des Zero Base Budgetings
3.2.1 Bildung von Entscheidungseinheiten
3.2.2 IST-Analyse, Festlegung der Leistungsniveaus
3.2.3 Bildung von Entscheidungspaketen
3.2.4 Rangordnung der Entscheidungspakete
3.2.5 Der Budgetschnitt
3.2.6 Realisierungsmaßnahmen und Überwachung der Gemeinkostenplanung
3.3 Anwendbarkeit bzw. Einsatzgebiete des Zero Base Budgetings
3.4 Vor- und Nachteile des Zero-Base-Budgeting
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Hausarbeit untersucht das Konzept des Zero-Base-Budgeting als Instrument zur effizienten Gemeinkostensenkung. Im Fokus steht die Frage, wie durch eine systematische Planung von "Null an" Ressourcen optimal allokiert und bestehende Ineffizienzen traditioneller Budgetierungsansätze überwunden werden können.
- Grundlagen und Definition der Budgetierung
- Kritische Analyse traditioneller Budgetierungsmodelle
- Methodischer Aufbau des Zero-Base-Budgeting-Prozesses
- Einsatzmöglichkeiten und Bewertung von Vor- und Nachteilen
Auszug aus dem Buch
3.1 Aufgaben und Ziele des Zero Base Budgetings
Beim Konzept des Zero-Base-Budgeting geht man nicht, wie bei der traditionellen Budgetierung, vom aktuellen Budget aus. Vielmehr wird das Unternehmen „von Null auf“, wie auf einer grünen Wiese, neu geplant. Alle Budgets müssen immer wieder neu begründet werden. Somit soll ein besserer Mitteleinsatz erreicht werden und die knappen Mittel in die Bereiche fließen, welche damit den größten Grenznutzen für die Unternehmung erzielen. Das Zero-Base-Budgeting ist aber nicht nur für die optimale Allokation der Ressourcen zuständig, sondern dient auch der Kostensenkung im Unternehmen. Im Gegensatz zur Gemeinkosten-Wertanalyse ist das Zero-Base Budgeting genauer und aufwändiger, da es die einzelnen Leistungen intensiver untersucht. [Burger, 1994, S.224] Das wichtigste Ziel des Zero-Base-Budgeting Prozesses ist es „die Gemeinkosten zu senken und im Sinne der operativen und strategischen Ziele des Unternehmens umzuverteilen.“ [Horváth, 1998, S.273]
Beim Zero Base Budgeting handelt es sich also um einen „Planungs-, Budgetierungs und Allokationsprozess mit dem Ziel einer optimalen Zuordnung der dem Unternehmen zur Verfügung stehenden Ressourcen.“ [Lehman, 1993, S.163] Das Zero-Base-Budgeting ermöglicht es dem Unternehmen, eine langfristig ausgerichtete, strategische Stoßrichtung über die Budgets umzusetzen und zeigt bei ev. Budgetkürzungen oder Budgeterweiterungen auf, wo Einsparpotenziale liegen oder Ressourcenerhöhungen sinnvoll sind. [Lehman, 1993, S.166]
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung / Einführung: Diese Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit von Kostenmanagement aufgrund globaler Veränderungen und stellt das Zero-Base-Budgeting als Lösung zur Gemeinkostensenkung vor.
2. Was ist ein Budget: Das Kapitel definiert Budgets als Finanzpläne und unterscheidet zwischen traditioneller Budgetierung und dem Zero-Base-Ansatz.
3. Zero Base Budgeting: Dieser Hauptteil erläutert das Konzept, die Ziele sowie den detaillierten Prozessschritt-Aufbau des Zero-Base-Budgeting.
4. Fazit: Das Fazit stellt das Zero-Base-Budgeting der Gemeinkostenwertanalyse gegenüber und bewertet dessen heutige wirtschaftliche Relevanz.
Schlüsselwörter
Zero-Base-Budgeting, Gemeinkosten, Budgetierung, Ressourcenallokation, Kostenmanagement, Entscheidungseinheiten, Entscheidungspakete, Budgetschnitt, Null-Basis-Budgetierung, Controlling, Inkrementalismus, Leistungsniveaus, Kostensenkung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Verfahren des Zero-Base-Budgeting (Null-Basis-Budgetierung) als eine Methode zur strategischen Planung und effizienten Verteilung von Unternehmensressourcen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentral sind die Definition von Budgets, die Kritik an inkrementellen Budgetierungsformen sowie die methodische Umsetzung des Zero-Base-Budgeting, inklusive der Identifikation von Entscheidungseinheiten.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine konsequente Neubegründung sämtlicher Budgets "von Null an" Kostensenkungspotenziale identifiziert und strategische Unternehmensziele besser unterstützt werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse bestehender Management-Konzepte und Fachliteratur, um den Prozess des Zero-Base-Budgeting strukturiert darzustellen.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Der Hauptteil beschreibt die einzelnen Phasen des Prozesses: von der Bildung der Entscheidungseinheiten über die Leistungsniveaubestimmung bis hin zur Rangordnung der Entscheidungspakete und dem finalen Budgetschnitt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Zero-Base-Budgeting, Gemeinkosten, Budgetierung, Ressourcenallokation, Entscheidungspakete und Controlling.
Warum wird das Zero-Base-Budgeting oft als "Barriere gegen das Ausufern von Budgets" bezeichnet?
Weil es die automatische Fortschreibung von Vorjahreswerten verhindert und jede Ausgabe für die kommende Periode zwingend neu rechtfertigen muss.
Warum verliert das Zero-Base-Budgeting laut Autor heute an Bedeutung?
Aufgrund zunehmend komplexer werdender Prozesse und der hohen Abhängigkeit von Technologie sind modernere Ansätze wie die Prozesskostenrechnung in vielen Unternehmen wirtschaftlicher.
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- Thorsten Roth (Author), 2007, Zero Base Budgeting - Anwendbarkeit und Konzept, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81440