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William Penn (1644-1718). Ein frühneuzeitlicher Friedensplan unter der Forderung nach Einigung als anderes Europa

Title: William Penn (1644-1718). Ein frühneuzeitlicher Friedensplan unter der Forderung nach Einigung als anderes Europa

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 43 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Johannes Henning (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Es scheint mir nur drei Anlässe zu geben, derentwegen der Friede gebrochen wird [ ... ]. Mit diesem Satz beginnt William Penn in seinem in den 1690ern veröffentlichten Essay zum gegenwärtigen und künftigen Frieden von Europa durch Schaffung eines europäischen Reichstags, Parlaments oder Staatenhauses.
Die vielfältigen Vorteile von Frieden treten in seiner Schrift ebenso unmissverständlich hervor wie sein Verständnis von Frieden Seit geraumer Zeit gilt der Quäker William Penn nicht bloß als Gründer des US-Bundesstaates Pennsylvania. Vor allem haben seine Sichtweisen auf seine Gegenwart und die damit verbundenen Pläne einer friedlichen Koexistenz von Staaten ihn zu einer innerhalb der politischen Theorie und auch in der Geschichtsforschung oft betrachteten Persönlichkeit gemacht. Diese Friedenspläne beziehen sich auf das Europa des späten 17. und frühen 18. Jahrhundert. Die vorliegende Arbeit betrachtet die historischen, politischen und zuweilen auch wirtschaftlichen Hintergründe über das angegebene Zeitfenster hinaus, um den Motiven Penns zu seinem Verständnis einer „europäischen Gemeinschaftsform“ auf die Spur zu kommen. Hierbei spielen die Kriegswirren des 16. und 17. Jahrhunderts eine besondere Rolle.
Ziel des Aufsatzes ist, über den Friedensplan William Penns aufzuklären und ihn zu hinterfragen. Bei der Beleuchtung der zeitgeschichtlichen Ereignisse jener Jahrzehnte wird deutlich werden, dass Penns Friedensplan keine „Hauruckaktion“ war. Eine übersichtliche Schilderung der französischen und englischen Entwicklungen trägt dazu bei. Da verschiedene Inhalte des Penn’schen Friedensplans eindeutig religiös motiviert sind, dient ein Kapitel der Darstellung der Lehren der Gemeinschaft der Freunde (Quäker). Penns Plan vom Frieden und einer möglichen politischen Umgestaltung Europas darzustellen und einige wenige Ungenauigkeiten in seinen Ausformulierungen anzusprechen, bildet das Zentrum der Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. William Penn und seine Zeit – Die Hintergründe seines Friedensplans

2.1 Die politische Gestalt Europas im 17. Jahrhundert

2.1.1 Das Beispiel Frankreich

2.1.2 Was ist mit England?

2.2 Krieg und Frieden im so genannten „martialischen“ Zeitalter

2.3 William Penn, die Quäker, ihre Glaubensideale und der Pazifismus

3. Penns ganzer Plan

4. „Von den Einwänden, die gegen diesen Plan erhoben werden können“

5. Zusammenfassung

6. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Friedensplan von William Penn aus dem späten 17. Jahrhundert und analysiert, inwiefern dieser als frühneuzeitlicher Entwurf für ein geeintes und friedliches Europa dienen konnte. Dabei wird hinterfragt, wie Penn die politischen Rahmenbedingungen seiner Zeit und die religiösen Ideale der Quäker in einem praktischen Modell zur Konfliktlösung zu vereinen suchte.

  • Historische Einordnung der europäischen Politik und Kriegssituation im 17. Jahrhundert.
  • Die Rolle von William Penn und der Einfluss quäkerischer Glaubensideale auf sein Friedenskonzept.
  • Analyse des Friedensplans: Organisation eines europäischen Staatenhauses und parlamentarische Strukturen.
  • Wirtschaftliche und sicherheitspolitische Motive für eine friedliche europäische Einigung.
  • Kritische Reflexion der Umsetzbarkeit des Modells und der Einwände gegen den Plan.

Auszug aus dem Buch

2.1 Die politische Gestalt Europas im 17. Jahrhundert

Macht man es sich zur Aufgabe, die europäische Gegenwart des 17. Jahrhunderts in Politik und Gesellschaft zu charakterisieren, ist es unumgänglich, die seit dem 16. Jahrhundert aufkommende absolutistische Monarchie aufzuzeigen. Und so ist die Regierungsform des „legibus solutus“ mit ihrer Legitimierung durch Gottesgnade in gesamteuropäischer Sicht in unterschiedlicher Ausprägung vorzufinden.

Als generelle Gemeinsamkeit ist jedoch die Bedeutung von Souveränität als unteilbare, absolute Gewalt nach innen und außen und der Grundsatz der Staatsräson, der unter anderem die Erhaltung beziehungsweise die Erweiterung der Staatsmacht zum Maßstab hatte, herauszustellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Friedenspläne von William Penn und Darlegung der forschungsleitenden Fragestellung zur Rolle Penns als Staatsdenker im 17. Jahrhundert.

2. William Penn und seine Zeit – Die Hintergründe seines Friedensplans: Analyse der politischen Verhältnisse in Frankreich und England sowie der religiösen Prägung Penns durch den Pazifismus der Quäker als Ausgangspunkt für seine Friedensvision.

2.1 Die politische Gestalt Europas im 17. Jahrhundert: Beschreibung des absolutistischen Herrschaftsmodells und der Souveränitätsansprüche in Europa.

2.1.1 Das Beispiel Frankreich: Darstellung des französischen Absolutismus unter Ludwig XIV. und der darauf basierenden Verwaltungsstrukturen.

2.1.2 Was ist mit England?: Untersuchung der englischen Sonderrolle und des Parlaments als Gegenentwurf zum europäischen Absolutismus.

2.2 Krieg und Frieden im so genannten „martialischen“ Zeitalter: Erörterung der kriegsgeprägten Realität in Europa und der Versuche, durch völkerrechtliche Ansätze dem „martialischen“ Zeitalter entgegenzuwirken.

2.3 William Penn, die Quäker, ihre Glaubensideale und der Pazifismus: Detaillierte Betrachtung der Biografie Penns und der moralischen sowie religiösen Grundsätze der Gesellschaft der Freunde.

3. Penns ganzer Plan: Untersuchung der konkreten Struktur von Penns Friedensmodell, insbesondere der Organisation eines europäischen Staatenhauses und der Rolle von Justiz und Handel.

4. „Von den Einwänden, die gegen diesen Plan erhoben werden können“: Diskussion der kritischen Gegenargumente, wie etwa die Souveränitätsängste der Fürsten oder das Problem der Machtgleichgewichte.

5. Zusammenfassung: Fazit über die Bedeutung von Penns Entwurf und dessen historische Einordnung als Vorläufer moderner europäischer Institutionen.

6. Literatur: Verzeichnis der herangezogenen Primärquellen und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

William Penn, Frieden, Europa, Quäker, Pazifismus, Absolutismus, Staatenbund, Parlament, Souveränität, Menschenrechte, 17. Jahrhundert, Völkerrecht, Gesellschaft der Freunde, Staatsräson, Friedensplan.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Friedensplan von William Penn, in dem er die Schaffung eines europäischen Staatenhauses vorschlug, um kriegerische Auseinandersetzungen zu beenden und eine friedliche Koexistenz der europäischen Nationen zu ermöglichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die politische Geschichte des 17. Jahrhunderts, die Entwicklung absolutistischer Herrschaftsformen im Kontrast zum englischen Parlamentarismus sowie die religiös begründete Friedensethik der Quäker.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Penns Friedenskonzeption im Kontext seiner Zeit zu bewerten und zu klären, warum er trotz quäkerischer Skepsis gegenüber Hierarchien ein staatsmodellartiges System für Europa entwarf.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-analytische Arbeit, die primär Quellenstudien und den Vergleich zeitgenössischer staatstheoretischer Entwürfe sowie historischer Ereignisse in England und Frankreich nutzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Hintergrundanalyse des 17. Jahrhunderts, eine Untersuchung der Quäkerlehren und eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Funktionsmechanismen des von Penn vorgeschlagenen Friedensplans.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen: William Penn, Pazifismus, europäisches Staatenhaus, Souveränität, Quäker, absolutistische Monarchie und Völkerfrieden.

Wie bewertet der Autor den Erfolg von Penns Plan?

Der Autor stellt fest, dass Penns Plan seinerzeit kaum praktische Umsetzung fand, jedoch rückblickend als ein bedeutender früher Entwurf angesehen werden kann, der Anknüpfungspunkte zu späteren europäischen Einigungsbemühungen und internationalen Institutionen aufweist.

Warum spielt die Rolle der Quäker eine so wichtige Rolle für das Verständnis von Penn?

Penn war ein überzeugtes Mitglied der „Gesellschaft der Freunde“ (Quäker), deren Pazifismus und Ideal der Gleichheit aller Menschen die theoretische Basis für seinen Friedensplan bildeten, selbst wenn er diese Ideale in seinem Entwurf pragmatisch an die politische Realität der Herrscher anpassen musste.

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Details

Title
William Penn (1644-1718). Ein frühneuzeitlicher Friedensplan unter der Forderung nach Einigung als anderes Europa
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Die Ideengeschichte und Theorie „Europas“
Grade
2,0
Author
Johannes Henning (Author)
Publication Year
2003
Pages
43
Catalog Number
V81456
ISBN (eBook)
9783638862219
ISBN (Book)
9783638862264
Language
German
Tags
William Penn Friedensplan Forderung Einigung Europa Ideengeschichte Theorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johannes Henning (Author), 2003, William Penn (1644-1718). Ein frühneuzeitlicher Friedensplan unter der Forderung nach Einigung als anderes Europa, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81456
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