Neben Kommunikation gibt es wohl kaum einen anderen Schlüsselbegriffe, der sich wie „Konflikt“ durch alle Bereiche des Lebens zieht. Im Alltag, in der Schule, in betrieblichen Organisationen oder auch im einzelnen Subjekt – überall dort findet man „Konflikte“.
So allgegenwärtig dieser Begriff ist, so weit wird er auch gefasst. In der Alltags¬sprache zeichnet er sich oft mit einer negativen Konnotation aus; Konflikte heisst es, sind zu vermeiden. In der folgenden Arbeit wird aufgezeigt, dass Konflikte natürlich sind und es verschiedene Möglichkeiten und Strategien gibt, sie zu verarbeiten. Ziel ist es natürlich immer, ein für die handelnde Person/Organisation/Partei zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen wie auch für die „Gegenpartei“.
Daran gliedert sich die folgende Arbeit:
Zuerst soll der Begriff „Konflikt“ näher bestimmt werden und von benachbarten Begriffen abgegrenzt werden. Darauf aufbauend werden die verschiedenen Ebenen und Betrachtungsweisen für Konflikte aufgezeigt.
Nach einer kurzen Klärung von Konfliktbehandlungsbegriffen soll beispielhaft anhand des Konfliktlösungskonzeptes nach Berkel ein Konzept für den Umgang mit Konflikten aufgezeigt werden.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 KONFLIKTBESTIMMUNG
2.1 DEFINITIONEN
2.2 ABGRENZUNGEN:
2.2.1 KONFLIKT – VERHANDLUNG
2.2.2 KONFLIKT – KONKURRENZ
2.2.3 KONFLIKT – AGGRESSION
2.2.4 ABGRENZUNG NACH GLASL
2.3 KONFLIKTBEHANDLUNG UND SEINE SEMANTISCHE DIFFERENZIERUNGEN
3 KONFLIKTDIFFERENZIERUNG
3.1 KONFLIKTANALYSE NACH GLASL
3.1.1 RAHMEN DES KONFLIKTES
3.1.2 REICHWEITE DER BEMÜHUNGEN
3.1.3 DOMINANTE ÄUßERUNGSFORM DER KONFLIKTES
3.2 DIFFERENZIERUNG NACH BETRACHTUNGSEBENEN:
3.3 UNTERSCHIEDLICHE KONFLIKTANSÄTZE
3.3.1 INTRAPERSONALER ANSATZ NACH LEWIN:
3.3.2 STRUKTURZENTRIERTE ANSÄTZE
3.3.3 ENTSCHEIDUNGSORIENTIERTE ANSÄTZE
3.3.4 ORGANISATIONSPSYCHOLOGISCHER ANSATZ
4 DIE JANUSKÖPFIGKEIT VON KONFLIKTEN:
5 KONFLIKTLÖSUNGSMODELL NACH BERKEL
5.1 KONTROLLE DER ERREGUNG
5.1.1 EXKURS: VERDRÄNGUNG UND WUT
5.1.2 KONTROLLMECHANISMEN
5.2 VERTRAUENSBILDENDEN MAßNAHMEN
5.3 OFFEN KOMMUNIZIEREN
5.3.1 SITUATION
5.3.2 WAHRNEHMUNGEN
5.3.3 GEFÜHLE
5.3.4 EINSTELLUNGEN
5.3.5 ZUSAMMENSCHAU
5.4 PROBLEM LÖSEN
5.4.1 DEFINITION DES PROBLEMS
5.4.2 SUCHE NACH EINER LÖSUNG
5.4.3 ENTSCHEIDUNG BZW. ÜBEREINKUNFT
5.5 VEREINBARUNG TREFFEN
5.6 PERSÖNLICH VERARBEITEN
6 FAZIT
7 LITERATUR:
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Phänomen Konflikt in verschiedenen sozialen Kontexten und stellt mit dem Modell nach Berkel einen methodischen Ansatz zur strukturierten Konfliktbewältigung vor, der persönliche Erlebnisse mit zwischenmenschlicher Kommunikation und Problemlösung verknüpft.
- Theoretische Bestimmung und Abgrenzung des Konfliktbegriffs
- Differenzierung von Konfliktanalysen und -typen
- Die janusköpfige Natur von Konflikten (Gefahren vs. Entwicklungschancen)
- Das sechsphasige Konfliktlösungsmodell nach Berkel
- Verknüpfung von kognitiven, emotionalen und kommunikativen Aspekten bei der Konfliktlösung
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Rahmen des Konfliktes
Wie viele Personen sind dabei beteiligt und welche Ebenen sind dabei involviert?
Konflikte auf Mikro-Ebene
Kennzeichnend hierfür ist, das eine face-to-face-Interaktion möglich ist. Der Konflikt findet zwischen zwei oder mehreren Einzelpersonen statt
Konflikte auf Meso-Ebene
Die Interaktionen sind hier um ein vielfaches komplexer. Die einzelnen Gruppen interagieren über Sprecher oder „Exponenten“ untereinander. Dabei geschieht es oft, das diese nicht mehr den Konfliktgegner im Fokus haben, sondern Äußerungen gemacht werden, um bei der eigenen Gruppe Profil und Rückhalt zu gewinnen. Es können sich weitere Exponenten in das Geschehen einklinken, denen es ebenfalls weniger um die Sachlage als vielmehr um eigenen Interessen geht. Soziale Gebilde wie Schulen, Behörden oder Fabriken lassen sich auf der meso-Ebene einordnen.
Konflikte auf Makro-Ebene
Hier steigert sich die Komplexität um ein vielfaches. Die Exponenten sind nicht nur einer, sondern mehreren Hintermannschaften verpflichtet, sie müssen verschiedene Ebenen wie Politik, Wirtschaft und Recht bedienen. Beispielhaft für diese Ebene ist die Verwaltung einer Stadtgemeinde. (vgl. Glasl 1997, S 60ff)
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Einleitung in die Relevanz des Themas Konflikt im Alltag und in Organisationen sowie Vorstellung des methodischen Vorgehens der Arbeit.
2 KONFLIKTBESTIMMUNG: Herleitung verschiedener Definitionen von Konflikten aus soziologischer, psychologischer und betriebswirtschaftlicher Perspektive sowie deren Abgrenzung.
3 KONFLIKTDIFFERENZIERUNG: Vorstellung verschiedener Ansätze zur Analyse von Konflikten anhand von Ebenen (Mikro, Meso, Makro) und theoretischen Modellen.
4 DIE JANUSKÖPFIGKEIT VON KONFLIKTEN: Reflexion über die zwiespältige Natur von Konflikten, die sowohl belastend wirken als auch Entwicklungschancen bieten können.
5 KONFLIKTLÖSUNGSMODELL NACH BERKEL: Detaillierte Darstellung des sechsstufigen Modells zur Bewältigung von Konflikten, von der Erregungskontrolle bis zur persönlichen Verarbeitung.
6 FAZIT: Zusammenfassende Betrachtung der erarbeiteten Grundlagen und des Modells sowie einordnung in den professionellen Kontext.
7 LITERATUR: Auflistung der im Text verwendeten wissenschaftlichen Quellen.
Schlüsselwörter
Konfliktmanagement, Konfliktlösung, Soziale Konflikte, Interaktion, Kommunikation, Berkel, Glasl, Konfliktanalyse, Konfliktdifferenzierung, Konfliktbewältigung, Emotionen, Sachliche Ebene, Persönliche Ebene, Konfliktmodell, Organisationspsychologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen des Konfliktmanagements und stellt beispielhaft ein Konzept für den Umgang mit sozialen Konflikten vor.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Themenfelder umfassen die Definition und Abgrenzung von Konflikten, die Analyse von Konfliktebenen (Mikro bis Makro) sowie praktische Lösungsmodelle.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, einen fundierten Einblick in das Management von Konflikten zu geben und das Konfliktlösungsmodell nach Berkel praxisorientiert aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die verschiedene wissenschaftliche Ansätze und Modelle (u.a. von Glasl, Berkel und Regnet) vergleicht und integriert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Konflikten, deren Differenzierung auf verschiedenen Ebenen und die detaillierte Vorstellung des Sechs-Phasen-Modells nach Berkel.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Die zentralen Begriffe sind Konfliktmanagement, Konfliktlösung, soziale Interaktion, Konfliktdifferenzierung und das Modell von Berkel.
Was bedeutet der Begriff „Janusköpfigkeit“ in Bezug auf Konflikte?
Er beschreibt, dass Konflikte sowohl destruktive Gefahren als auch konstruktive Chancen für notwendige Veränderungen und Entwicklungen in sich tragen.
Warum betont die Arbeit den „persönlichen Erlebensaspekt“?
Da Konflikte im Erleben der beteiligten Personen beginnen, muss ein erfolgreiches Management auch die emotionale Ebene der Betroffenen einbeziehen, nicht nur die sachliche.
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- Dipl.SozPäd (FH); Dipl. Päd (Uni) Ulrich Strauß (Author), 2006, Konfliktmanagement - Der Umgang mit Konflikten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81506