Dienstleistungen spielen heutzutage eine sehr große Rolle in unserem Leben und in der Gesellschaft. Man braucht nur an Beratungen bei der Bank oder Versicherung zu denken. Auch in Zukunft werden die Dienste eine immer bedeutendere Rolle in der Volkswirtschaft einnehmen. Prognosen zufolge wird die Zahl der Beschäftigten, die klassische industrielle Tätigkeiten wie Herstellung, Wartung und Reparatur ausüben, bis zum Jahr 2010 Deutlich abnehmen.
Als zukunftsträchtig dagegen werden Arbeiten wie Betreuung, Beratung und Lehre, Handel und Managen ein-gestuft. Die Wohnungsvermietung gehört auch zu der Gruppe der Dienstleistungen. Rund um das Wohnen geschehen eine Menge Dienste die man teilweise schon als selbstverständlich ansieht. Es gibt aber auch noch Gebiete in denen man das Angebot noch besser ausbauen und gestalten könnte. Vermieter sind in einer schwierigen Situation, da es viele Dinge zu beachten gibt. Sei es Auswahl der richtigen Mieter oder aber die Gestaltung der Wohnung. Werden eher kleinere oder größere Wohnungen gebraucht. In den wirtschaftlich schwachen Regionen kommt es häufig zu Abwanderungen und Leerstand, was der Vermieter vorher alles berechnen muss bevor er sein Geld in Immobilien investiert. In dieser Arbeit wird zuerst auf die Wohnung an sich eingegangen, bevor die Seite des Vermieters verdeutlicht wird. Im dritten Abschnitt geht es um die Wohnungswirtschaft allgemein, und im vierten Teil um den Wohnungsmarkt, der die Anbieter und Nachfrager zusammenführt. Zum Schluss dieser Arbeit wird noch auf die Zukunftsaussichten hingewiesen.
Inhaltsverzeichnis
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2 DIE WOHNUNG
2.1 Entwicklung der Wohnung als Wirtschaftsgut
2.2 Schlüsselfunktionen der Wohnung
2.3 Das Wohnen - eine Sach- oder Dienstleistung
3 WOHNUNGSVERMIETUNG
3.1 Rechte und Pflichten im Mietvertrag
3.2 Mieteinnahmen
3.3 Mietentwicklung
3.4 Renditeberechnung bei Immobilieninvestitionen
4 DIE WOHNUNGSWIRTSCHAFT
4.1 Wohnungswirtschaft allgemein
4.2 Die Wohnungswirtschaft als Wirtschaftszweig
4.3 Dienstleistungssektoren in der Wohnungswirtschaft
4.3.1 Originäre Dienstleistungen
4.3.2 Primäre Dienstleistungen
4.3.3 Sekundäre Dienstleistungen
4.3.4 Nachhaltige Dienstleistungen
4.4 Derzeitige Marktsituation
5 DER WOHNUNGSMARKT
5.1 Kriterien der Wohnungsnachfrage
5.2 Preise am Wohnungsmarkt
5.3 Entwicklungen am Wohnungsmarkt
6 AUSBLICK IN DIE ZUKUNFT
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht die Einordnung der Wohnungsvermietung als Dienstleistung und analysiert die Rahmenbedingungen sowie Akteure der Wohnungswirtschaft vor dem Hintergrund eines sich wandelnden Wohnungsmarktes.
- Charakterisierung der Wohnung als Sach- oder Dienstleistung
- Rechtliche Grundlagen und Wirtschaftlichkeit der Wohnungsvermietung
- Strukturen und Dienstleistungssektoren der Wohnungswirtschaft
- Analyse der Wohnungsnachfrage und Preisbildung am Wohnungsmarkt
- Zukünftige Herausforderungen für Vermieter und Wohnungsunternehmen
Auszug aus dem Buch
2.3 Das Wohnen – eine Sach- oder Dienstleistung
Im folgenden werden Argumente dargestellt, die das Wohnen sowohl als Dienst- als auch als Sachleistung sehen. Für das Wohnen als Dienstleistung spricht, dass die Wohnung selbst noch keine Leistung darstellt. Erst durch die Einbeziehung des Kunden kommt es zu einem Absatzakt, der für den Anbieter zu einem Entgelt führt, ansonsten herrscht Leerstand. Wohnungsleistungen sind nicht speicherbar und können auch nicht zurückgegeben werden. Des weiteren spielt –wie bei Dienstleistungen generell – der Mensch als externer Faktor eine vergleichsweise wichtige Rolle in bezug auf die Leistungsqualität. Der Nutzer hat selbst die Chance, Einfluss auf die Leistungsqualität zu nehmen, z.B. durch eigene Renovierungsarbeiten. Schließlich treffen die für die Dienstleistung typische geringe Markttransparenz sowie die hohe Bedeutung der Standortfrage in besonderem Maß auf die Wohnleistung zu.
Im Gegensatz dazu lassen sich einige Argumente für die Klassifizierung als Sachleistung finden. Es handelt sich bei der Wohnung, welche das Hauptelement der Wohnleistung darstellt um ein materielles Gut. Dieses kann man im vorhinein inspizieren und beurteilen. Des weiteren ist der aus Anbietersicht aufwendigste Prozess, die Wohnungserstellung, in den meisten Fällen bereits abgeschlossen, wenn der Nachfrager in Erscheinung tritt.
Die Abgrenzung zwischen Sach- und Dienstleistung ist, wie oben erläutert, nicht eindeutig und kann unterschiedlich ausgelegt werden. Der Wohnraum an sich ist das Sachleistungselement und steht der Vermietungsberatung, Verwaltung und Betreuung als Dienstleistungselemente gegenüber.
Zusammenfassung der Kapitel
2 DIE WOHNUNG: Erläutert die historische und wirtschaftliche Entwicklung der Wohnung sowie ihre grundlegenden Funktionen als Schutz- und Entfaltungsraum.
3 WOHNUNGSVERMIETUNG: Behandelt die vertraglichen Grundlagen zwischen Vermieter und Mieter sowie Aspekte der Mietpreisentwicklung und Investitionsrendite.
4 DIE WOHNUNGSWIRTSCHAFT: Beschreibt die Struktur der Wohnungswirtschaft als Wirtschaftszweig und klassifiziert verschiedene Sektoren von Dienstleistungen für den Wohnungsmarkt.
5 DER WOHNUNGSMARKT: Analysiert die Bestimmungsfaktoren der Wohnungsnachfrage, die Preismechanismen und die aktuelle Marktsituation in Deutschland.
6 AUSBLICK IN DIE ZUKUNFT: Skizziert zukünftige Anforderungen an Vermieter, insbesondere hinsichtlich der Kundenorientierung und der Wettbewerbsfähigkeit gegenüber großen Anbietern.
Schlüsselwörter
Wohnungsvermietung, Dienstleistung, Wohnungswirtschaft, Mietvertrag, Immobilieninvestition, Rendite, Wohnungsmarkt, Wohnungsnachfrage, Wohnungsbau, Leerstand, Kundenorientierung, Dienstleistungssektoren, Nachhaltigkeit, Bestandsmieten, Immobilienmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Wohnungsvermietung als eine Form der Dienstleistung und analysiert die ökonomischen und strukturellen Rahmenbedingungen in der Wohnungswirtschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Einordnung der Wohnleistung, rechtlichen Mietvertragsaspekten, betriebswirtschaftlichen Kennzahlen wie der Rendite sowie den Marktstrukturen und Nachfragefaktoren.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die Wohnungsvermietung als Dienstleistungsfeld entwickelt hat und welche Anforderungen an Vermieter gestellt werden, um auf einem sich wandelnden Markt erfolgreich zu sein.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung von Wirtschaftsdaten und Statistiken, um die Wohnungswirtschaft und den Wohnungsmarkt theoretisch und empirisch einzuordnen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die Wohnung als Wirtschaftsgut, die vertragliche Basis der Vermietung, die Branchenstruktur der Wohnungswirtschaft und die Dynamiken des Wohnungsmarktes detailliert analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Wohnungsvermietung, Dienstleistung, Wohnungswirtschaft, Mietentwicklung, Investitionsrendite, Wohnungsmarkt und Kundenorientierung.
Welche Dienstleistungssektoren unterscheidet der Autor?
Der Autor unterscheidet vier Sektoren: originäre, primäre, sekundäre (wohnbegleitende) sowie nachhaltige Dienstleistungen, wobei die Übergänge zwischen diesen oft fließend sind.
Warum haben es private Kleinvermieter in Zukunft schwerer?
Die Arbeit prognostiziert, dass private Vermieter mit wenigen Einheiten langfristig Schwierigkeiten haben könnten, mit dem professionellen Dienstleistungsangebot und den strategischen Möglichkeiten großer Wohnungsunternehmen zu konkurrieren.
- Quote paper
- Andreas Waltrich (Author), 2006, Wohnungsvermietung als Dienstleistung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81556