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Kreatives Schreiben in der Grundschule

Title: Kreatives Schreiben in der Grundschule

Seminar Paper , 2006 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Julia Mrosek (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Heute wird in vielen Bereichen, wie in der Wirtschaft, den Medien oder dem Studium auch nach der Schule ein hohes Maß an Schreibfähigkeit verlangt. Jörg Peter bemängelt in seinem Aufsatz anhand von wissenschaftlichen Studien den Umgang mit kreativem Schreiben an weiterführenden Schulen. Die meisten Studenten, Akademiker und Entscheidungsträger in der Industrie haben Schwierigkeiten im wissenschaftlichen und beruflichen Schreiben und er zeigt auf, dass das kreative Schreiben in Deutschland im Vergleich zu den Vereinigten Staaten viel zu sehr vernachlässigt wird.
Produktive und auch kreative Schreibstrategien sollten also schon ab der Grundschule eingeführt werden und auch auf der weiterführenden Schule beibehalten werden. In meiner Arbeit, in der ich den Schwerpunkt auf das kreative Schreiben in der Grundschule lege, werde ich zunächst auf die Geschichte des kreativen Schreibens eingehen und anschließend, wie wir es auch im Seminar gehandhabt haben, einen Blick auf den heutigen Lehrplan Deutsch werfen. Anschließend beschäftige ich mich mit dem Konzept und Prinzipien und danach mit den Voraussetzungen zum kreativen Schreiben, wobei ich auf die Kreativitätsfaktoren als besondere Voraussetzungen meinen Schwerpunkt lege. Des weiteren habe ich den kreativen Prozess von Gunther Otto zusammengefasst dargestellt, bevor ich zu konkreten Aufgaben für den Unterricht als direkten Praxisbezug komme. Zum Schluss gehe ich auch auf die Bewertung kreativer Leistungen im Unterricht näher ein, da dieser für jede Lehrkraft ein gewisses Maß an Herausforderung bildet.
Ich behaupte, wer einen Aufsatz abschreibt oder von der Tafel übernimmt ist nicht kreativ. Je freier Aufgaben gestellt werden, desto kreativer kann ein Kind damit umgehen. Auch bei gebundenen Schreibaufgaben, wie bei der Inhaltsangabe, kann jedes Individuum mit seinen eigens gewählten Worten frei umgehen und kreativ sein – die Kreativität zeigt sich hierbei jedoch in einem sehr eingeschränkten Raum. Anders ist dies bei der Aufgabe, die lautet: „Schreibe eine Geschichte“. Ich habe selbst schon erlebt, dass SchülerInnen der sechsten Jahrgangsstufe des Gymnasiums mit dieser Aufgabe schier überfordert waren, weil ihnen schlicht und einfach die Regeln und die Kriterien fehlten, an die sie sich hätten halten können und die Situation für sie sehr ungewohnt war. Dabei lässt genau diese Aufgabe der Kreativität freie Entfaltung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE GESCHICHTE DES KREATIVEN SCHREIBENS

3. KREATIVES SCHREIBEN IM HEUTIGEN LEHRPLAN

3.1 DIE UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE DER KLASSEN 1 UND 2

3.2 DIE UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE DER KLASSEN 3 UND 4

4. KONZEPT

5. PRINZIPIEN

6. VORAUSSETZUNGEN ZUM KREATIVEN SCHREIBEN

6.1 ALLGEMEINE VORAUSSETZUNGEN

6.2 DIE KREATIVITÄTSFAKTOREN NACH VICTOR LÖWENFELD

7. DER KREATIVE PROZESS NACH GUNTHER OTTO

8. UMSETZUNGSMÖGLICHKEITEN FÜR DEN UNTERRICHT

8.1 KREATIVES SCHREIBEN IM ERSTEN HALBJAHR DES ERSTEN SCHULJAHRES

8.2 KREATIVES SCHREIBEN IM ZWEITEN HALBJAHR DES ERSTEN SCHULJAHRES

8.3 KREATIVES SCHREIBEN IM ZWEITEN UND DRITTEN SCHULJAHR

8.4 KREATIVES SCHREIBEN IM VIERTEN SCHULJAHR

9. AUFGABEN UND ZIELE DES KREATIVEN SCHREIBENS

10. ZUR BEWERTUNG KREATIVER LEISTUNGEN

10.1 LERNORIENTIERTES BEWERTUNGSVERFAHREN

10.2 SCHREIBPROZESSORIENTIERTES BEWERTUNGSVERFAHREN

10.3. KRITERIENKATALOGORIENTIERTES BEWERTUNGSVERFAHREN

11. FAZIT

12. LITERATURANGABEN

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die didaktische Bedeutung und praktische Umsetzung des kreativen Schreibens im Grundschulunterricht zu beleuchten. Dabei wird untersucht, wie Lehrkräfte durch gezielte Methoden und eine förderliche Lernatmosphäre die Ausdrucksfähigkeit und Kreativität von Kindern gezielt unterstützen und bewerten können.

  • Historische Entwicklung des kreativen Schreibens
  • Integration in den modernen Deutschlehrplan der Grundschule
  • Psychologische Voraussetzungen und Kreativitätsfaktoren nach Löwenfeld
  • Phasen des kreativen Prozesses nach Gunther Otto
  • Praktische Schreibanlässe für verschiedene Jahrgangsstufen
  • Alternative Ansätze zur Bewertung kreativer Leistungen

Auszug aus dem Buch

6.2 Die Kreativitätsfaktoren nach Victor Löwenfeld

Victor Löwenfeld ist ein bedeutender Kreativitätswissenschaftler im 20. Jahrhundert. Er stellte 1958 auf einem Kongress die Ergebnisse seiner Forschungstätigkeit dar. Auch Dr. J. D. Guilford kam zu demselben Resultat wie Löwenfeld, das Menschen in schöpferische und weniger schöpferische unterscheiden sollte. Acht Kreativitätsfaktoren bzw. -fähigkeiten hatten dafür beide Wissenschaftler ausgearbeitet. Diese kann man nun auch für das Schreiben kreativer Texte geltend machen. Die Eigenschaften sind sowohl als Voraussetzungen für kreatives Schreiben zu sehen, als auch als durch dieses geförderte Faktoren. Ich werde nun kurz erläutern, was mit den jeweiligen Faktoren gemeint ist und welche Übungen man ihnen im Rahmen des Unterrichts zuordnen kann.

Die erste Eigenschaft ist die Sensibilität. Löwenfeld sagt, dass es ohne die Sinneswahrnehmungen und entsprechende Sensibilität kein Lernen gibt und kein Material, das zur Verarbeitung benötigt wird, geschaffen werden kann. Eine dafür geeignete Übung sei der Blindspaziergang. Bei diesem werden den Kindern die Augen verbunden und sie können sich frei oder von einem anderen Kind geführt im Raum bewegen. Die Sinneswahrnehmungen werden somit geschärft und bewusster wahrgenommen. Als zweite Eigenschaft wird die Aufnahmebereitschaft und Offenheit genannt. Nach Löwenfeld kommen die Kinder offen zur Welt und sehen alle Dinge unvoreingenommen. Im Kunstunterricht kann diese durch die Verwendung vieler verschiedener Materialien vertieft werden. Eine Phantasiereise würde dies im Deutschunterricht tun.

Die Flexibilität, die durch das Kopieren von Vorlagen verhindert werden kann, sollte als dritte Eigenschaft gefördert werden. Hier soll eine Beweglichkeit ausgebildet werden, die es ermöglicht, auf Zufälle zu reagieren und sich anzupassen. Assoziationsketten, die die Gedanken leiten, sowie Sprachspiele, in denen Kinder spontan auf neue Situationen und Probleme reagieren können, könnten im Deutschunterricht hier eingesetzt werden. Nun, als vierte Eigenschaft nennt Löwenfeld die Originalität, die für ihn den wichtigsten Kreativitätsfaktor darstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung thematisiert die allgemeine Bedeutung von Schreibfähigkeit und den Nachholbedarf im Bereich des kreativen Schreibens im deutschen Bildungssystem.

2. DIE GESCHICHTE DES KREATIVEN SCHREIBENS: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der didaktischen Sichtweise auf Textproduktion vom Mittelalter bis zur Kunsterziehungsbewegung nach.

3. KREATIVES SCHREIBEN IM HEUTIGEN LEHRPLAN: Hier wird analysiert, wie kreatives Schreiben fest im Deutschlehrplan der Grundschule verankert ist und welche sprachlichen sowie sozialen Kompetenzen es fördert.

4. KONZEPT: Das Kapitel definiert kreatives Schreiben als Potenzialförderung, bei der Schüler ihre eigene Ausdrucksfähigkeit und neue Perspektiven entwickeln.

5. PRINZIPIEN: Es werden die drei zentralen Prinzipien nach Spinner erläutert: Irritation, Expression und Imagination.

6. VORAUSSETZUNGEN ZUM KREATIVEN SCHREIBEN: Dieses Kapitel behandelt die notwendige Lernatmosphäre sowie die acht Kreativitätsfaktoren nach Victor Löwenfeld.

7. DER KREATIVE PROZESS NACH GUNTHER OTTO: Es wird das Stundengliederungsmodell vorgestellt, das in vier Phasen (Initiation, Exploration, Objektivierung, Reflexion) unterteilt ist.

8. UMSETZUNGSMÖGLICHKEITEN FÜR DEN UNTERRICHT: Hier werden konkrete, nach Jahrgangsstufen differenzierte Schreibanlässe für den Unterricht in der Grundschule skizziert.

9. AUFGABEN UND ZIELE DES KREATIVEN SCHREIBENS: Dieses Kapitel fasst zusammen, wie kreatives Schreiben die Persönlichkeitsentwicklung, Empathie und den individuellen Schreibstil fördert.

10. ZUR BEWERTUNG KREATIVER LEISTUNGEN: Hier werden drei Ansätze (lernorientiert, schreibprozessorientiert, kriterienkatalogorientiert) zur Beurteilung kreativer Texte vorgestellt.

11. FAZIT: Das Fazit resümiert die Bedeutung eines bewussten, kreativitätsgerechten Unterrichts und reflektiert den Umfang des behandelten Themengebiets.

12. LITERATURANGABEN: Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Kreatives Schreiben, Grundschule, Deutschunterricht, Schreibdidaktik, Kreativitätsfaktoren, Victor Löwenfeld, Gunther Otto, Schreibprozess, Persönlichkeitsentwicklung, Schreibanlässe, Bewertung, Lernatmosphäre, Sprachliche Kreativität, Phantasie, Didaktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung, den didaktischen Grundlagen und der praktischen Anwendung des kreativen Schreibens im Unterricht der Grundschule.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Geschichte des kreativen Schreibens, der Bezug zu aktuellen Lehrplänen, theoretische Prinzipien, Voraussetzungen und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten im Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrer kreatives Schreiben fördern können, um die individuelle Ausdrucksfähigkeit von Kindern gezielt zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf fachdidaktischen und kreativitätstheoretischen Standardwerken basiert und diese mit den Anforderungen der Grundschullehrpläne verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen (Konzepte, Prinzipien, Voraussetzungen), den kreativen Prozess sowie praxisnahe Schreibbeispiele für die Klassen 1 bis 4.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kreatives Schreiben, Grundschule, Schreibdidaktik, Kreativitätsfaktoren, Schreibprozess, Unterrichtsmethoden.

Warum spielt die Lernatmosphäre eine so wichtige Rolle für das kreative Schreiben?

Laut der Arbeit ist eine Atmosphäre psychologischer Sicherheit und Freiheit essenziell, damit Kinder Hemmungen abbauen, ihr Innenleben ausdrücken und ihre Kreativität ohne Angst vor negativer Kritik entfalten können.

Wie unterscheidet sich die Bewertung kreativer Leistungen von klassischen Grammatikübungen?

Da kreative Texte subjektiv und individuell sind, rät die Autorin von einer reinen Notenbewertung ab und empfiehlt stattdessen feedback-orientierte Verfahren, die den individuellen Schreibprozess oder den persönlichen Fortschritt in den Vordergrund stellen.

Was genau versteht Gunther Otto unter der Initiationsphase?

Die Initiationsphase ist die erste Stufe des kreativen Prozesses, in der durch einen gezielten Impuls seitens der Lehrkraft die Motivation der Schüler gesteigert und der Ideenfluss in Gang gesetzt wird.

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Details

Title
Kreatives Schreiben in der Grundschule
College
University of Wuppertal
Course
Aufsätze schreiben, bearbeiten und beurteilen
Grade
1,7
Author
Julia Mrosek (Author)
Publication Year
2006
Pages
23
Catalog Number
V81574
ISBN (eBook)
9783638875790
ISBN (Book)
9783638875905
Language
German
Tags
Kreatives Schreiben Grundschule Aufsätze
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Mrosek (Author), 2006, Kreatives Schreiben in der Grundschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81574
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