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Trauma und die Folgen. Ursachen und Auswirkungen

Title: Trauma und die Folgen. Ursachen und Auswirkungen

Diploma Thesis , 2007 , 85 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Diplom- Sozialpädagogin/ Diplom-Sozialarbeiterin Christa Dangendorf (Author)

Social Work
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Erschütternde Ereignisse wie der Terrorakt auf das World Trade Center in New York führen zu einem großen Mitgefühl und Engagement in der Bevölkerung, die wirklich schwerwiegenden finden jedoch unbeachtet von der Öffentlichkeit in Familien und nahen Beziehungsräumen statt. So zeigen Untersuchungen, dass nur wenige Betroffene des 11. September 2001, jedoch über die Hälfte nach einem sexuellen Mißbrauch ein Trauma entwickelten.
Welche individuellen und Ereignisbezogenen Faktoren schützen bzw. fördern die Entstehung eines Traumas? Wieso entwickelt nicht jeder Betroffene ein Trauma?
Welche Folgen können Traumata haben? Durch die Beantwortung dieser Fragen können Hilfen für die Betroffenen aufgebaut werden.
Eine große Bandbreite von bekannten und weniger bekannten Folgen für die Opfer werden in dieser Publikation dargestellt.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Betrachtung der Auswirkungen auf Partner und Kinder. Dabei wird vor allem beleuchtet, ob und wie Traumata an die nächste Generation weitergegeben werden. Desweiteren werden Auswirkungen auf eine Gesellschaft aufgezeigt. Dies ist besonders im Hinblick auf die weltweiten Krisengebiete interessant.
Zusammenhänge zwischen Traumata und den individuellen, familiären und gesellschaftlichen Folgen zu erkennen hilft neue Ansätze auch außerhalb des therapeutischen Settings zu entwickeln. Dazu ist gesellschaftliches und politisches Handeln erforderlich, diese Hilfen bereitzustellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Aktualität der Psychotraumatologie

3 Entstehung eines Traumas

3.1 Auslösende Faktoren

3.1.1 Zufällige Ereignisse

3.1.2 Man-made-desaster

3.2 Prävalenz eines Traumas

3.3 Erleben eines Traumas

3.4 Direkte Traumareaktion

3.5 Traumatischer Prozess

4 Risiko und Schutzfaktoren bei der Traumaentstehung

4.1 Risikofaktoren

4.2 Schutzfaktoren

5 Neurobiologische Grundlagen

5.1 Neuronale Netzwerke

5.2 Hormonelle Stressreaktion

5.3 Trauma und Gedächtnis

6 Kurzfristige Folgen eines Traumas

6.1 Anpassungsstörungen

6.2 Akute Belastungsreaktion

7 Langfristige Folgen eines Traumas

7.1 Posttraumatische Belastungsstörung

7.1.1 Klassifikationssysteme der PTBS

7.1.2 Sonderformen nach extremer Traumatisierung

7.1.3 Kritik der PTBS

7.2 Komorbide Störungen

7.2.1 Depressionen

7.2.2 Angsterkrankungen

7.2.3 Suchterkrankungen

7.2.4 Dissoziative Störungen

7.3 Somatoforme Störungen

8 Auswirkung auf sekundär Betroffene

8.1 Beziehungsstörungen

8.2 Transgenerationale Weitergabe

8.3 Auswirkungen auf die Gesellschaft

9 Therapie der PTBS

10 Unterstützungmöglichkeiten durch die soziale Arbeit

10.1 Psychoedukation

10.2 Angehörigenarbeit

10.3 Krisenintervention

10.4 Beratung

11 Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen psychischen Traumata sowie deren vielfältigen physischen, psychischen und sozialen Folgen. Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für Traumaentstehung, Risikofaktoren und Bewältigungsmechanismen zu schaffen, um daraus fundierte Handlungsansätze für die soziale Arbeit und die psychosoziale Unterstützung abzuleiten.

  • Grundlagen der Entstehung und Psychotraumatologie
  • Neurobiologische Prozesse und Stressreaktionen
  • Kurz- und langfristige Traumafolgen (z.B. PTBS)
  • Auswirkungen auf Angehörige und transgenerationale Weitergabe
  • Unterstützungsmöglichkeiten und Beratungskonzepte

Auszug aus dem Buch

3.1 Auslösende Ereignisse

Es gibt verschiedene Kategorien für die Ereignisse, die traumatisch wirken können. Eine Möglichkeit ist die Einteilung nach dem Zeitfaktor. Die Dauer der traumatischen Situation führt entweder zum Typ I oder Typ II Trauma. Zum Typ I, einem kurzzeitigen, einmaligen Ereignis, gehören Naturkatastrophen, technische Katastrophen oder kriminelle Gewalt. Bei Typ II handelt es sich um wiederholte oder lang andauernde Geschehen. Beispiele hierfür wären Geiselhaft, Krieg, Kriegsgefangenschaft, Folter oder wiederholter sexueller Missbrauch (Hausmann 2006, 43).

Die Unterscheidung nach dem Verursacher ist die andere Unterscheidungsmöglichkeit. Hierbei differenziert man die zufälligen Ereignisse von den durch Menschen hervorgerufenen Ereignissen, den man-made-desastern. Die länger andauernden sowie die durch Menschen hervorgerufenen Ereignisse zeigen sich als besonders traumatisierend (Nyberg 2005, 25; Hausmann 2006, 42).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Psychotraumatologie ein, definiert grundlegende Begriffe und erläutert die Relevanz des Themas für die soziale Arbeit sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2 Aktualität der Psychotraumatologie: Dieses Kapitel beschreibt die historische Entwicklung und Etablierung der Psychotraumatologie als Fachrichtung sowie die langsame gesellschaftliche Anerkennung traumatischer Ereignisse als Auslöser für Störungen.

3 Entstehung eines Traumas: Es werden die Faktoren untersucht, die zur Entstehung eines Traumas beitragen, inklusive der Bedeutung von Kontrollierbarkeit, Todesangst und dem individuellen Erleben im Zeitverlauf.

4 Risiko und Schutzfaktoren bei der Traumaentstehung: Dieses Kapitel identifiziert prätraumatische, peritraumatische und posttraumatische Risikofaktoren sowie Schutzfaktoren, wie das Kohärenzgefühl und Resilienz, die den Heilungsprozess begünstigen.

5 Neurobiologische Grundlagen: Hier werden die physiologischen Prozesse und die Rolle von Hirnarealen wie Amygdala und Hippokampus bei der Verarbeitung von traumatischem Stress sowie deren Fehlsteuerungen analysiert.

6 Kurzfristige Folgen eines Traumas: Das Kapitel skizziert die ersten Reaktionen nach einem traumatischen Ereignis, insbesondere Anpassungsstörungen und akute Belastungsreaktionen.

7 Langfristige Folgen eines Traumas: Es wird die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) im Detail behandelt sowie komorbide Störungen, wie Depressionen, Sucht- und somatoforme Störungen, diskutiert.

8 Auswirkung auf sekundär Betroffene: Dieses Kapitel untersucht die Belastungen für Angehörige, die transgenerationale Weitergabe von Traumata sowie die Auswirkungen auf das kollektive Gedächtnis und die Gesellschaft.

9 Therapie der PTBS: Es werden verschiedene therapeutische Ansätze zur Traumaverarbeitung vorgestellt, mit Fokus auf Stabilisierung, Konfrontation und Integration.

10 Unterstützungmöglichkeiten durch die soziale Arbeit: Dieses Kapitel erläutert konkrete Methoden wie Psychoedukation, Angehörigenarbeit, Krisenintervention und Beratung, mit denen die soziale Arbeit den Integrationsprozess unterstützen kann.

11 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer interdisziplinären Sichtweise sowie der verbesserten Verankerung traumapädagogischer Kenntnisse in Ausbildung und Praxis.

Schlüsselwörter

Psychotraumatologie, Trauma, PTBS, Stressreaktion, Amygdala, Hippokampus, Resilienz, Komorbidität, Soziale Arbeit, Krisenintervention, Dissoziation, Transgenerationale Weitergabe, Traumafolgen, Opferhilfe, Bindungstheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Verständnis psychischer Traumata, deren Entstehung, den biologischen und psychologischen Folgen sowie den Möglichkeiten der Unterstützung durch die soziale Arbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die neurobiologischen Grundlagen der Traumaverarbeitung, das Spektrum kurz- und langfristiger Traumafolgestörungen, die Belastung für Angehörige und nachfolgende Generationen sowie gesellschaftliche Konsequenzen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen psychischen Traumata und deren Folgen aufzuzeigen, um Kenntnisse zu vermitteln, die als Grundlage für neue Handlungsansätze in der sozialen Arbeit dienen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturanalyse wissenschaftlicher Studien und psychologischer sowie medizinischer Fachmodelle, um den aktuellen Forschungsstand zur Psychotraumatologie darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Traumaentstehung, die neurobiologischen Grundlagen, die Klassifizierung von Kurz- und Langzeitfolgen wie PTBS, sowie die Analyse der Auswirkungen auf das soziale Umfeld und die Gesellschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Psychotraumatologie, PTBS, Resilienz, Traumakompensatorische Schemata, Soziale Arbeit und transgenerationale Weitergabe.

Wie unterscheidet sich die PTBS-Diagnose zwischen DSM IV und ICD 10?

Die Arbeit zeigt auf, dass sich die Kriterien, insbesondere hinsichtlich der Zeitvorgaben für Symptome und der Anzahl der erforderlichen Symptome für die Diagnose des Vermeidungskriteriums, zwischen den beiden Systemen unterscheiden, was rechtliche Konsequenzen für Betroffene haben kann.

Welche Bedeutung hat die "transgenerationale Weitergabe" laut der Autorin?

Die Autorin verdeutlicht, dass Traumata nicht nur das Individuum betreffen, sondern über familiäre Kommunikationsmuster und Bindungsstörungen an nachfolgende Generationen weitergegeben werden können, was langfristige Auswirkungen auf deren Identitätsbildung hat.

Warum ist die soziale Arbeit bei der Trauma-Unterstützung wichtig?

Die soziale Arbeit ist essenziell, da sie neben therapeutischen Ansätzen Unterstützung in existentiellen Lebensbereichen (Wohnung, Arbeit, rechtliche Hilfe) bietet, die Voraussetzung für eine erfolgreiche Traumaverarbeitung sind.

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Details

Title
Trauma und die Folgen. Ursachen und Auswirkungen
College
University of Applied Sciences Braunschweig / Wolfenbüttel
Grade
1,3
Author
Diplom- Sozialpädagogin/ Diplom-Sozialarbeiterin Christa Dangendorf (Author)
Publication Year
2007
Pages
85
Catalog Number
V81590
ISBN (eBook)
9783638881067
ISBN (Book)
9783638888561
Language
German
Tags
Trauma Folgen Ursachen Auswirkungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom- Sozialpädagogin/ Diplom-Sozialarbeiterin Christa Dangendorf (Author), 2007, Trauma und die Folgen. Ursachen und Auswirkungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81590
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