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New Management - Der neue Geist des Kapitalismus

Eine kurze Analyse der Theorie Boltanskis und Chiapellos

Title: New Management - Der neue Geist des Kapitalismus

Term Paper , 2004 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Philipp Schmidt (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Managementproblematik unter einer veränderten Perspektive, die dem Spektrum der soziologischen Forschung in diesem Bereich einen weiteren Aspekt hinzufügt. Dieser Perspektivwechsel, der sich von einer Betrachtung der Managementproblematik auf der Mikro-Ebene entfernt , ist dazu in der Lage das Thema des Management in spezifischer Weise in den gesellschaftlichen Kontext einzuordnen. Gerade diese Kontextualisierung der Managementthematik unter einem ausgewählten Gesichtspunkt, wird in dem Buch „Der neue Geist des Kapitalismus“ , welches im weiteren Verlauf die Grundlage dieser Arbeit bildet, vollzogen.
Der Soziologe Luc Boltanski und die Wirtschaftswissenschaftlerin Éve Chiapello - bereits die durch die Autoren repräsentierte Kombination von Soziologie und Wirtschaftswissenschaft, lässt eine interessante Auseinandersetzung mit dem Thema vermuten – begeben sich mit ihrer Studie auf die Suche nach einem neuen „Geist des Kapitalismus“, dessen Antlitz sich zwar gegenwärtig noch schemenhaft „…in einem in mancherlei Hinsicht noch embryonalen Veränderungsprozess, der vor unseren Augen abläuft, …“ darstellt, dessen Mechanismen aber dennoch „…bereits weit fortgeschritten sind.“ . Während Max Weber, in dessen Traditionslinie sich die Autoren stellen, beispielsweise Schriften Benjamin Franklins analysierte, um die Entstehung eines „kapitalistischen Geistes“ zu veranschaulichen, versuchen Boltanski und Chiapello ihre These von der Entstehung eines neuen „Geistes des Kapitalismus“ mit dem Verweis auf einen Gegenstand zu untermauern, der sich in spezifischer Weise auf die Thematik des Management bezieht. Der Managementdiskurs, und hierbei vor allem eine spezielle Art der Managementliteratur bildet den Autoren zufolge den Ort, an dem der neue „..kapitalistische Geist am deutlichsten in Erscheinung tritt.“ .
Im Rahmen der vorliegenden Arbeit soll in einem ersten Schritt die Argumentation der Autoren nachgezeichnet werden, wobei in diesem Zusammenhang der Thematik des „kapitalistischen Geistes“ besondere Aufmerksamkeit zukommt. Im Anschluss daran folgt eine kritische Reflektion der Thesen Boltanskis und Chiapellos. In diesem Kontext soll besonders der Frage nachgegangen werden, inwieweit die Analyse ausgewählter Texte der Managementliteratur die These von der Entstehung eines neuen „Geistes des Kapitalismus“ rechtfertigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung
  • Der Geist des Kapitalismus
    • Allgemeine Annahmen
    • Das Konzept der „Polis“
  • Der neue Geist des Kapitalismus
    • Managementliteratur als Forschungsgegenstand
    • Der neue Geist des Kapitalismus
  • Kritische Anmerkungen

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung des „Geistes des Kapitalismus“ in einer veränderten gesellschaftlichen und ökonomischen Situation, in welcher die kapitalistische Produktionsweise bereits etabliert ist. Insbesondere befasst sie sich mit der Frage, ob der etablierte Kapitalismus, im Gegensatz zu seiner Entstehungsphase, einer spezifischen Rechtfertigungsordnung bedarf, um die notwendige Arbeitskraft im Sinne der kapitalistischen Produktionsweise zu mobilisieren.

  • Der „Geist des Kapitalismus“ als Legitimationsordnung für die kapitalistische Produktionsweise
  • Das Konzept der „Polis“ als Rechtfertigungslogik gesellschaftlichen Handelns
  • Die Rolle der Managementliteratur als Spiegelbild des „Geistes des Kapitalismus“
  • Der Wandel des „Geistes des Kapitalismus“ im Kontext des „New Management“
  • Kritische Auseinandersetzung mit den Thesen des „neuen Geistes des Kapitalismus“

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung

Die Einleitung stellt die soziologische Forschung zum Thema Management dar und führt in die Argumentation von Boltanski und Chiapello ein, die sich mit der Frage nach einem „neuen Geist des Kapitalismus“ beschäftigen. Die Arbeit folgt dem Argumentationsstrang der Autoren, untersucht die Thesen kritisch und beleuchtet die Rolle der Managementliteratur.

Der Geist des Kapitalismus

Dieses Kapitel analysiert die grundlegende These von Boltanski und Chiapello, dass der Kapitalismus eines spezifischen „Geistes“ bedarf, um die Mobilisierung der Arbeitskraft zu gewährleisten. Der Abschnitt beleuchtet die allgemeinen Annahmen der Autoren im Vergleich zu Max Webers Konzept des „kapitalistischen Geistes“ und führt das von Boltanski und Chiapello entwickelte Konzept der „Polis“ als Modell für Rechtfertigungslogiken ein.

Der neue Geist des Kapitalismus

Dieses Kapitel untersucht die zentrale These der Autoren, dass sich der „Geist des Kapitalismus“ in den vergangenen dreißig Jahren grundlegend gewandelt hat. Boltanski und Chiapello analysieren Managementtexte, die ihrer Argumentation zufolge den „Geist des Kapitalismus“ sichtbar machen. Insbesondere beleuchten sie die veränderten Anforderungen an die Mobilisierung und Motivation von Führungskräften und MitarbeiterInnen im Kontext des „New Management“.

Kritische Anmerkungen

Der letzte Abschnitt der Arbeit setzt sich kritisch mit den Thesen von Boltanski und Chiapello auseinander. Insbesondere wird die Notwendigkeit eines „kapitalistischen Geistes“ unter den Bedingungen des etablierten Kapitalismus sowie die Frage der Realisierbarkeit des „neuen Geistes des Kapitalismus“ diskutiert.

Schlüsselwörter

Der Text befasst sich mit den Themen des „Geistes des Kapitalismus“, der „Polis“ als Rechtfertigungsmodell, der Managementliteratur, dem „New Management“ sowie den Herausforderungen des etablierten Kapitalismus im Kontext der globalisierten Wirtschaft.

Häufig gestellte Fragen

Was ist die zentrale These des Buches „Der neue Geist des Kapitalismus“?

Boltanski und Chiapello argumentieren, dass der Kapitalismus einen neuen „Geist“ entwickelt hat, um die Kritik der 1968er-Bewegung zu absorbieren und die Mobilisierung von Arbeitskraft durch Autonomie und Flexibilität neu zu legitimieren.

Warum wird Managementliteratur als Forschungsgegenstand genutzt?

Die Autoren sehen in Managementtexten den Ort, an dem sich die Rechtfertigungslogiken des Kapitalismus am deutlichsten zeigen, da sie Vorschriften für erfolgreiches Handeln und die Motivation von Führungskräften enthalten.

Was versteht man unter dem Konzept der „Polis“?

Eine „Polis“ beschreibt in dieser Theorie eine spezifische Ordnung der Rechtfertigung (z. B. die projektbasierte Polis), in der Handlungen nach bestimmten Kriterien als gerecht oder wertvoll eingestuft werden.

Wie unterscheidet sich der neue vom alten Geist des Kapitalismus?

Der alte Geist basierte auf Sicherheit und Hierarchie; der neue Geist setzt auf Vernetzung, Projektarbeit, Eigenverantwortung und die Selbstverwirklichung des Individuums innerhalb der Arbeit.

Welche Kritik äußern die Autoren an dieser Entwicklung?

Sie weisen darauf hin, dass die gewonnene Freiheit oft mit neuer Unsicherheit erkauft wird und dass die soziale Kritik am Kapitalismus durch die Einverleibung ihrer Forderungen geschwächt wurde.

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Details

Title
New Management - Der neue Geist des Kapitalismus
Subtitle
Eine kurze Analyse der Theorie Boltanskis und Chiapellos
College
University of Marburg
Grade
1,0
Author
Philipp Schmidt (Author)
Publication Year
2004
Pages
14
Catalog Number
V81591
ISBN (eBook)
9783638875981
ISBN (Book)
9783638876087
Language
German
Tags
Management Geist Kapitalismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Philipp Schmidt (Author), 2004, New Management - Der neue Geist des Kapitalismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81591
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