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You'll never walk alone, aber wohin? Gewalt um und durch den Sport: Zuschauer - Fans, Ultras und Hooligans

Title: You'll never walk alone, aber wohin? Gewalt um und durch den Sport: Zuschauer - Fans, Ultras und Hooligans

Term Paper , 2002 , 25 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Kerstin Eppers (Author), Jan Hillmer (Author)

Sport - Sport Sociology
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Summary Excerpt Details

Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa und vielen außereuropäischen Ländern ist der Fußballsport diejenige Sportart, die die meisten Zuschauer anzieht. Jedes Wochenende strömen Millionen von Menschen in die Fußballstadien. Für viele von ihnen hat die Beschäftigung mit dem Fußballsport, die
schicht-, alters- und zunehmend auch geschlechtsunspezifisch erfolgt, die Bedeutung einer regelmäßigen oder sogar der wichtigsten Freizeitbetätigung.

Auch in Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen nimmt die Berichterstattung einen breiten Raum ein. Für spektakulären Stoff sorgen dabei nicht nur die aktiven Spieler auf dem Rasen, sondern auch die Gruppe der Fußballfans. Sie stehen besonders dann im Blickpunkt der Öffentlichkeit, wenn es um eines der bedeutendsten Probleme des Sports geht: um die gewalttätigen Zuschauerausschreitungen.

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Inhaltsverzeichnis

1 Hinführung zum Thema

2 Begriffsabgrenzung

2.1 Begriffsabgrenzung nach Heitmeyer und Peter

2.1.1 Der konsumorientierte Fan

2.1.2 Der fußballzentrierte Fan

2.1.3 Der erlebnisorientierte Fan

2.2 Begriffsbestimmung des Fans in bezug auf das Gewaltpotential

2.2.1 Kategorie A

2.2.2 Kategorie B

2.2.3 Kategorie C

3 Hooligans

3.1 Begriffsherkunft

3.2 Historische Entwicklung

3.3 Auftreten der Hooligans

3.4 Hooligans in Deutschland

3.5 Hooligans in Europa

3.5.1 Britische Hooligans

3.5.2 Italienische Hooligans

3.5.3 Belgische Hooligans

3.6 Veränderung der Hooliganszene

4 Ultras

4.1 Selbstverständnis der Ultras

4.2 Ultras in Italien

5 Diskussionsergebnisse

6 Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Gewalt im Umfeld des Fußballsports und differenziert dabei zwischen verschiedenen Zuschauertypen wie Fans, Ultras und Hooligans, um Lösungsansätze für das Gewaltproblem zu erarbeiten.

  • Soziologische Differenzierung verschiedener Fankategorien und deren Gewaltpotenzial.
  • Historische und strukturelle Analyse der Hooligan-Szene in Deutschland und Europa.
  • Untersuchung des Selbstverständnisses und der Radikalisierungstendenzen innerhalb der Ultra-Szene.
  • Diskussion über präventive Maßnahmen und die Rolle der Polizei bei der Eskalationsprävention.
  • Kritische Reflexion der Medienwirkung auf das Gewaltgeschehen im Sport.

Auszug aus dem Buch

3.3 Auftreten der Hooligans

Hooligans tragen mit T-Shirts, Jeans und Turnschuhen ein unauffälliges Äußeres, das zu ihrem Konzept gehört: aus dem anonymen Nichts auftauchen, wahllos oder zielgerichtet prügeln und nach dem Kick wieder im Nichts verschwinden. Hooligans sind heutzutage perfekt organisiert und sehr mobil und flexibel. So verabredeten sie sich schon Wochen vor der Fußball-WM 1998 über Internet, Mobilfunk und Telefax, wann sie an welchem Ort in Frankreich sein werden. Der Hass von möglichst vielen Seiten ist ihnen wichtig, sie wollen von möglichst wenigen Seiten akzeptiert werden.

„Hooligans verhalten sich nach klar festgelegten Regeln. Wenn einer am Boden liegt, wird nicht mehr zugetreten.“ Dieser so genannte Ehrenkodex umfasst weitere Regeln:

Keine Waffen sind erlaubt! (Hooligans without weapons!)

Faires Kämpfen Mann gegen Mann!

Unbeteiligte werden ignoriert!

Hooligans treten niemals vereinzelt auf, sondern stets in einer Einheit oder Masse.

Hinsichtlich ihres Gewalthandelns haben und entwickeln Gewalttäter oft keine Schuldgefühle: „Wenn es Verletzte oder gar Tote gibt, sind nicht wir schuld, sondern die Polizei, die nicht rechtzeitig genug eingegriffen hat.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Hinführung zum Thema: Dieses Kapitel führt in die Relevanz des Fußballs als Massensport ein und identifiziert die gewalttätigen Zuschauerausschreitungen als zentrales gesellschaftliches Problem.

2 Begriffsabgrenzung: Es erfolgt eine Kategorisierung von Fans (konsumorientiert, fußballzentriert, erlebnisorientiert) sowie eine polizeiliche Einteilung nach Gewaltpotenzial (Kategorien A, B und C).

3 Hooligans: Dieses Kapitel analysiert Herkunft, Historie, Erscheinungsbild und regionale Besonderheiten der Hooliganszene sowie deren strukturelle Veränderungen.

4 Ultras: Der Fokus liegt hier auf dem Selbstverständnis der Ultras als bewusste Gegenbewegung zum kommerzialisierten Fan-Dasein und deren zunehmender politischer Vereinnahmung in Italien.

5 Diskussionsergebnisse: Anhand sieben provokanter Thesen werden gesellschaftliche Hintergründe der Gewalt, polizeiliche Strategien und die Rolle von Ehrenkodizes sowie Medien kritisch diskutiert.

6 Schlussbetrachtung: Abschließend werden präventive und repressive Lösungsansätze zusammengeführt und die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Zusammenspiels aller gesellschaftlichen Akteure betont.

Schlüsselwörter

Fußballfan, Hooliganismus, Ultras, Gewaltprävention, Fan-Projekte, Stadionverbote, Gewaltpotenzial, Rechtsextremismus, Fan-Kultur, Soziologie, Eskalationsprozess, Polizei, Ehrenkodex, Stadiongewalt, Fan-Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Gewaltproblematik im Umfeld des Fußballsports und untersucht die unterschiedlichen Gruppierungen wie Fans, Hooligans und Ultras.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der begrifflichen Abgrenzung der Fan-Typen, der Analyse der Hooligan- und Ultra-Szenen sowie der Diskussion über Präventionsmöglichkeiten und polizeiliche Maßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Ursachen der Gewalt zu entwickeln und aufzuzeigen, wie durch präventive Ansätze und ein besseres Zusammenspiel der Beteiligten eine Eindämmung gelingen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung von Ergebnissen, die in einem Seminar durch Diskussionen mit verschiedenen Experten und Teilnehmern gewonnen wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Kategorisierung von Fußballfans, die historische Entwicklung des Hooliganismus, das Auftreten von Ultras sowie eine differenzierte Diskussion zu sieben Thesen über Gewalt und Sicherheit dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Fußballfan, Hooliganismus, Ultras, Gewaltprävention, Fan-Projekte, Stadionverbote und Sicherheitskonzepte.

Wie unterscheiden sich Hooligans der Kategorie C von anderen Fans?

Sie haben das äußere Erscheinungsbild der Fankultur weitgehend abgelegt, treten in Zivil auf und nutzen den Fußball primär als Plattform, um Bedürfnisse nach Abenteuer, Spannung und Gewalt zu befriedigen.

Inwiefern hat sich die Hooliganszene verändert?

Durch massive polizeiliche Interventionen wurde die Gewalt vom Stadion in das Umfeld verlagert, wobei sich Hooligans heute stärker im Vorfeld oder fernab des Stadions verabreden.

Was unterscheidet das Selbstverständnis der Ultras von den Hooligans?

Ultras definieren sich als bewusste Gegenbewegung zum Kommerz und zur Eventisierung des Fußballs, wobei sie die Atmosphäre im Stadion als heiliges Relikt betrachten, während Hooligans an der sportlichen Leistung selbst weniger interessiert sind.

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Details

Title
You'll never walk alone, aber wohin? Gewalt um und durch den Sport: Zuschauer - Fans, Ultras und Hooligans
College
University of Applied Sciences Braunschweig / Wolfenbüttel
Grade
2,0
Authors
Kerstin Eppers (Author), Jan Hillmer (Author)
Publication Year
2002
Pages
25
Catalog Number
V81650
ISBN (eBook)
9783638037297
Language
German
Tags
Gewalt Sport Zuschauer Fans Ultras Hooligans
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kerstin Eppers (Author), Jan Hillmer (Author), 2002, You'll never walk alone, aber wohin? Gewalt um und durch den Sport: Zuschauer - Fans, Ultras und Hooligans, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81650
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