Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Ethnology / Cultural Anthropology

Der Mythos von Merlin und Viviane

Title: Der Mythos von Merlin und Viviane

Seminar Paper , 2003 , 17 Pages , Grade: 1

Autor:in: Astrid Stangl (Author)

Ethnology / Cultural Anthropology
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Der Mythos von Merlin und Viviane

Diese Arbeit befasst sich mit dem Mythos von Merlin und Viviane der im bretonischen, sowie im angelsächsischen Raum verschiedene Ausformungen findet. Zuerst soll der Inhalt erklärt werden, wobei im Laufe der Arbeit auch auf Versionen und Umformungen des Mythos eingegangen wird. Anschließend wird die Symbolik von Figuren, Orten und mythologischen Motiven, sowie auch auf Verbindungen zu anderen europäischen Mythen eingegangen werden. Schließlich soll aufgezeigt werden, dass dieser Mythos nicht nur einen Teil von erzählter Kulturgeschichte darstellt, sondern auch auf einen Wandel in der Gesellschaft seiner Entstehungszeit verarbeitet und zu erklären versucht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Inhalt des Mythos

3. Figurenerklärung

3. 1. Der Zauberer Merlin

3. 2. Die Fee Viviane

3. 3. Die Feen

4. Symbolik

4. 1. Der Wald

4. 2. Der Weißdorn

4. 3. Der Kreis

4. 4. Die Zahl 9

4. 5. Die Anderswelt

4. 6. Keltische Motive

5. Die Kelten

5. 1. Geschichte

5. 2. Die Druiden

5. 3. Götter

6. Die Bretagne

7. Der Wald Brocéliande „Brécilien“

7. 1. Allgemein

7. 2. Das ländliche Leben

7. 3. Die Quelle von Barenton „la Fontaine de Barenton“

7. 4. Der Obstgarten

7. 5. Das Tal ohne Wiederkehr: “Val sans retour”, oder “Valley of no return”

7. 6. Der Feenspiegel „Miroir-aux-Fées“

8. Literatur und ähnliche Mythen

9. Resümee: Merlins Verschwinden

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Mythos von Merlin und Viviane in seiner bretonischen und angelsächsischen Ausprägung. Dabei wird analysiert, wie diese Erzählung sowohl als Teil der Kulturgeschichte fungiert als auch gesellschaftliche Transformationsprozesse der Entstehungszeit widerspiegelt.

  • Symbolik von Figuren und mythologischen Orten
  • Keltische Identität und kulturelle Hintergründe
  • Die Rolle von Natur, Magie und dem Weiblichen
  • Literarische Rezeption und Wandlungen des Mythos
  • Gesellschaftlicher Wandel von heidnischen Traditionen zum Christentum

Auszug aus dem Buch

3. 1. Der Zauberer Merlin

Der alte, weise Merlin, Magier und Prophet zugleich, verkörpert die Essenz dessen, was wir wissen, oder mehr noch, dessen was wir nicht wissen. Er war der Ratgeber des Königs Artus und hatte die gleiche, oder sogar noch eine größere Bedeutung als der König selbst, da er den Menschen mit seinem Wissen weitaus überlegen ist. Das Wissen, das stärker als die weltliche Macht selbst ist, wurde bei den Kelten im Druiden gesehen, von welchen Merlin bis heute einer der Bekanntesten ist.

Merlin sagt seinen eigenen Tod voraus, ohne ihn jedoch ändern zu wollen. Dies kann als Selbstopferung gesehen werden, wie sie auch in anderen Mythologien immer wieder als Motiv auftaucht: wie z. B. Odin in der altnordischen Mythologie, der neun Tage und neun Nächte am Ast eines Baumes hängt und sich dadurch der Magie der Runen entsinnt. Auch hier ist die Selbstopferung stark mit Zauber und Wissensfindung verknüpft. Ebenso lassen hier sich Paralellen zum keltischen Sonnengott Lug erkennen.

Die Figur der Merlin gibt es wahrscheinlich schon so lange wie auch schon Geschichten erzählt werden. Man nimmt an dass die spätere Figur des Merlin auf eine historische Figur aus dem 6. Jahrhundert zurückgeht, die als Myrddin Wyllt oder auch Merlinus Caledonensis in mittelalterlichen walisischen Legenden auftaucht. Er war ein angesehener Druide und Prophet und verkündete die Thronfolge des Königs von Britannien.

Merlin verkörpert die alten, heidnischen Traditionen. Er wird gegen die weltlichen, politischen Mächte gesetzt, die sich allmählich, neben dem Christentum, ausbreiteten. Merlin wird oft mit dem „wilden Mann“ und dem Schamanen gleichgesetzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einführender Überblick über die geografische und thematische Ausdehnung des Mythos sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2. Inhalt des Mythos: Zusammenfassung der narrativen Kernhandlung um die Begegnung und den schicksalhaften Bann Merlins durch die Fee Viviane.

3. Figurenerklärung: Analyse der mythologischen Rollen von Merlin, Viviane und der generellen Natur von Feenwesen.

4. Symbolik: Untersuchung zentraler Symbole wie dem Wald, dem Weißdorn, der Zahl 9 und der Anderswelt im Kontext des Mythos.

5. Die Kelten: Historischer Abriss über die keltische Kultur, ihre gesellschaftliche Struktur und die Bedeutung der Druiden und Götter.

6. Die Bretagne: Einordnung der geografischen Region und ihrer Rolle als Schauplatz der Artus- und Merlinsage.

7. Der Wald Brocéliande „Brécilien“: Beschreibung der verschiedenen symbolträchtigen Orte innerhalb des Waldes, an denen sich der Mythos entfaltet.

8. Literatur und ähnliche Mythen: Vergleich unterschiedlicher literarischer Versionen des Mythos von Geoffrey of Monmouth bis zu den französischen Lais.

9. Resümee: Merlins Verschwinden: Philosophische Schlussbetrachtung zur Bedeutung von Merlins Rückzug als Symbol für das Ende der heidnischen Ära.

Schlüsselwörter

Merlin, Viviane, Keltische Mythologie, Druiden, Wald Brocéliande, Anderswelt, Symbolik, Zauber, Fee, Artuslegende, Christianisierung, Matriarchat, Schamanismus, Liebestod, Kulturgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert den Mythos von Merlin und Viviane und beleuchtet dessen symbolische Tiefe, den kulturellen Kontext der Kelten sowie die literarische Entwicklung der Erzählung im Laufe der Jahrhunderte.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die zentralen Themen sind die Figurenanalyse, keltische Traditionen, die Symbolik von Naturmotiven und der Übergang von heidnischen zu christlichen Weltanschauungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, dass der Mythos nicht nur eine Erzählung darstellt, sondern einen Wandel in der Gesellschaft seiner Entstehungszeit widerspiegelt und verarbeitet.

Welche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Es wird ein ethnologisch-mythologischer Forschungsansatz gewählt, der literarische Quellen mit symboltheoretischen und historischen Analysen verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Figurenanalyse, eine Untersuchung mythologischer Symbole (wie den Wald oder die Zahl 9) sowie einen historischen Überblick über die keltische Kultur und geografische Besonderheiten der Bretagne.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Keltische Mythologie, Anderswelt, Symbolik, Zauber und Schamanismus charakterisieren.

Warum spielt die Zahl 9 eine so große Rolle für den Bann Merlins?

In der keltischen Mythologie symbolisiert die Zahl 9 Vollständigkeit und Ewigkeit. Ihre Anwendung im Mythos verdeutlicht die Endgültigkeit des Banns, der weder von Merlin noch von Viviane aufgehoben werden kann.

Inwiefern beeinflusste die Christianisierung das Bild des Merlins?

Die Christianisierung verdrängte allmählich die heidnischen Traditionen, was sich im Mythos darin zeigt, dass Merlin sich in den Schatten zurückzieht und die Welt für eine neue, weltliche Ära freigibt.

Excerpt out of 17 pages  - scroll top

Details

Title
Der Mythos von Merlin und Viviane
College
University of Vienna  (Institut für Ethnologie)
Course
Ethnologische Mythenforschung
Grade
1
Author
Astrid Stangl (Author)
Publication Year
2003
Pages
17
Catalog Number
V81731
ISBN (eBook)
9783638880459
Language
German
Tags
Mythos Merlin Viviane Ethnologische Mythenforschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Astrid Stangl (Author), 2003, Der Mythos von Merlin und Viviane, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81731
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  17  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint