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Die Sorge und der Tod nach Heidegger

Title: Die Sorge und der Tod nach Heidegger

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 25 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Doreen Gleissner (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century
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In der Philosophie des zwanzigsten Jahrhunderts zählt Martin Heidegger neben Karl Jaspers zu den bedeutendsten Vertretern der Existenzphilosophie in Deutschland. Ebenso wie Karl Jaspers stellte er die Frage nach dem Begriff des Seins in den Mittelpunkt seines Erkenntnisinteresses. Denn es ging Heidegger darum einen einheitlichen Begriff des Seins unter den vielen unterschiedlichen Bedeutungen von Sein herauszufinden. In Bezug auf seine Fragestellung erschien Heideggers bedeutendstes Werk „Sein und Zeit“ im Jahre 1927. In seinen Ausführungen in „Sein und Zeit“ knüpfte er an die Gedanken seines Lehrers Husserl an, dem er sein Werk auch gewidmet hatte.
Heideggers Anliegen war es den Sinn, dem das Dasein als In-der-Welt-sein zukommt, darzulegen. Er wollte aufzeigen, dass die antike Frage nach dem Sein als unzureichend einzustufen ist. Denn Heidegger war der Meinung, dass die gesamte abendländische Metaphysik , angefangen von Plato bis Hegel und Nietzsche als „Ontotheologie“ anzusehen ist und nicht den eigentlichen „Seins-Charakter“ widerspiegelt. Unter „Ontotheologie“ verstand Heidegger das Phänomen, das aus dem höchsten Seienden alle Regionen des Seienden abgeleitet und fundiert wurden. Heidegger meinte, dass diese herkömmliche Ontologie immer nur ein bestimmtes Seiendes an Stelle des Seins als solches gesetzt habe und daher ein Weiterkommen ins Ontologische unmöglich wurde, da man in den Überlegungen im ontischen stehen blieb. Aus diesem Grund machte es sich Heidegger zur Aufgabe das Dasein und zwar das des Menschen zu deuten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlegende wichtige Gedanken und Inhalte Heideggers aus den ausgewählten Paragraphen 39 bis 53

2.1. Sorge als Sein des Daseins

2.2. Das Zeitproblem

2.3. Sein zum Tode

3. Eine kritische Auseinandersetzung mit Heideggers Aussagen

4. Fazit

5. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis von Sorge, Zeitlichkeit und Tod innerhalb der Existenzphilosophie von Martin Heidegger, basierend auf seinem Hauptwerk „Sein und Zeit“. Ziel ist es, die zentralen Begriffe und die Struktur des Daseins kritisch zu beleuchten und dabei aufzuzeigen, wie Heidegger den Sinn des Seins durch eine fundamentale Daseinsanalyse bestimmt.

  • Die Konzeption der Sorge als grundlegendes Sein des Daseins.
  • Die Analyse der Zeitlichkeit als Sinn der eigentlichen Sorge.
  • Die existenziale Bedeutung des „Seins zum Tode“.
  • Eine kritische Reflexion und Gegenüberstellung von Heideggers Thesen anhand fachwissenschaftlicher Interpretationen.

Auszug aus dem Buch

2.3. Sein zum Tode

Wenn man sich die Auffassung Heideggers betrachtet, so fällt auf, dass das Dasein im Seinkönnen relativ unabgeschlossen zu sein scheint. Wenn diese Ganzheit jedoch erreicht wurde, kann das Seiende nicht mehr erfahren werden, da beim eigenen Tod ein Nicht-mehr-da-sein eintritt. Solange aber das Seiende ist, ist die Ganzheit des Daseins nicht erreicht und es steht immer etwas aus. Solange das Sein aussteht, bedeutet dies jedoch nicht die Vervollständigung, sondern das Ende. Denn der Tod stellt einerseits für Heidegger den Moment dar, der alles „verwirklicht“ und sozusagen das Dasein eine Ganzheit erreicht aber andererseits gibt es nach dem Tod keine zu „verwirklichende“ Möglichkeit mehr, da der Tod die Ganzheit des Daseins vernichtet. Für Heidegger stellt der Tod eine Weise zu sein dar, die im Dasein übernommen wird, wenn Seiende nicht mehr ist. Wenn das Phänomen des Todes sich vollzieht, wird aus dem Zu-Ende-sein des Daseins ein Sein zum Ende dieses Daseins oder ein Sein zum Tode erreicht.

Richtet man den Blick auf den Tod der Anderen aus der Gesellschaft, ist der Tod zwar objektiv erfahrbar aber unterscheidet sich vom ontischen Erfahren des Ganzseins des Daseins. Denn als existenziales Phänomen muss der Tod am eigenen Dasein geschehen. Wenn dies nicht der Fall ist, wird vom Verenden des Lebendigen oder vom Ableben des nur physiologisch betrachteten Daseins gesprochen. An dieser Stelle sollte aber erwähnt werden, dass Heidegger unter „Mitsein“ bei dem Tod des Anderen nur beobachtendes Dabeisein beim sterbenden Anderer involviert und wenig mit „Fürsorge“ gemein hat. Anhand des Seins zum Tode kann man erkennen, dass sich am Phänomen des Todes die Momente der Sorge als Ganzheitsstruktur von Existenz, Faktizität und Verfallen enthüllen lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in Heideggers Existenzphilosophie ein und definiert das Erkenntnisinteresse an der Seinsfrage sowie den Kontext von „Sein und Zeit“.

2. Grundlegende wichtige Gedanken und Inhalte Heideggers aus den ausgewählten Paragraphen 39 bis 53: Dieses Kapitel erläutert die wesentlichen Strukturmomente des Daseins, insbesondere die Rolle der Sorge und die Existenz als In-der-Welt-sein.

2.1. Sorge als Sein des Daseins: Hier wird die Ganzheit des Daseins und deren Verwurzelung in der Angst sowie die Sorgestruktur als komplexe Einheit analysiert.

2.2. Das Zeitproblem: Dieses Kapitel untersucht, wie Heidegger die Zeitlichkeit als fundamentalen Sinn der Sorge freilegt und mit den Ekstasen der Zeit verknüpft.

2.3. Sein zum Tode: Hier wird der Tod als unüberholbare, eigenste Möglichkeit des Daseins thematisiert und das Sterben ontologisch in der Sorge verortet.

3. Eine kritische Auseinandersetzung mit Heideggers Aussagen: Dieser Teil bietet eine detaillierte Auseinandersetzung mit fachwissenschaftlicher Kritik, insbesondere basierend auf Andreas Graesner, und beleuchtet Widersprüche in Heideggers Argumentation.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung von Heideggers Werk trotz der aufgezeigten Widersprüche zusammen und unterstreicht seine zeitlose Relevanz für die moderne Existentialphilosophie.

5. Literatur: Verzeichnis der in der Arbeit verwendeten Quellen und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Martin Heidegger, Sein und Zeit, Existenzphilosophie, Dasein, Sorge, Tod, Zeitlichkeit, In-der-Welt-sein, Existenzialien, Ontologie, Verfallenheit, Angst, Seinsfrage, Andreas Graesner, Subjektivität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse zentraler Begriffe in Martin Heideggers Hauptwerk „Sein und Zeit“, insbesondere mit den Konzepten der Sorge, des Todes und der Zeitlichkeit im Rahmen der Daseinsanalyse.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die existential-ontologische Struktur des Daseins, die Bedeutung der Sorge, die Analyse des Seins zum Tode sowie eine kritische Hinterfragung von Heideggers ontologischen Annahmen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Heideggers komplexes Verständnis des Daseins zu erläutern und dieses durch eine kritische Auseinandersetzung – unter Einbeziehung von Sekundärliteratur – auf seine Konsistenz und Argumentationskraft hin zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine hermeneutisch-analytische Methode angewandt, die den Originaltext Heideggers interpretiert und diese Interpretation durch den Vergleich mit kritischen Stimmen wie Andreas Graesner fundiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Darlegung der Sorge als Sein des Daseins, das Zeitproblem und die Analyse des Seins zum Tode, gefolgt von einem kritischen Resümee der Kernaussagen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Dasein, Sorge, Tod, Zeitlichkeit, Ontologie und Existenzialphilosophie beschreiben.

Wie unterscheidet Heidegger laut der Arbeit zwischen Furcht und Angst?

Die Arbeit arbeitet heraus, dass Heidegger die Furcht als auf ein innerweltliches Seiendes bezogen definiert, während die Angst das In-der-Welt-sein als Ganzes betrifft und das Dasein mit seiner Freiheit und Eigentlichkeit konfrontiert.

Warum wird Heideggers Werk laut Autor als „zeitlos“ bewertet?

Das Werk wird als zeitlos eingestuft, da sich die behandelten existentiellen Themen wie der Umgang mit dem Tod, die Angst und die Verfallenheit an gesellschaftliche Strukturen ohne weiteres auf heutige Lebensverhältnisse übertragen lassen.

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Details

Title
Die Sorge und der Tod nach Heidegger
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (Institut für Philosophie)
Course
Heidegger „Sein und Zeit“
Grade
2,0
Author
Doreen Gleissner (Author)
Publication Year
2007
Pages
25
Catalog Number
V81735
ISBN (eBook)
9783638000291
ISBN (Book)
9783638910293
Language
German
Tags
Sorge Heidegger Zeit“
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Doreen Gleissner (Author), 2007, Die Sorge und der Tod nach Heidegger, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81735
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