Konsumenten in Deutschland werden immer älter. Laut Schätzungen des Statistischen Bundesamtes wird bereits im Jahr 2030 jeder dritte Bundesbürger über 60 Jahre alt sein. Dieses hat nicht nur Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche und soziale Lage Deutschlands, sondern auch auf den privaten Konsum und das Marketing, da diese Bevölkerungsgruppe über eine hohe Finanzkraft verfügt und somit länger konsumaktiv bleibt. Die Marketingforschung beschäftigt sich schon seit mehreren Jahren mit diesem Phänomen, und hat bereits einige innovative Tendenzen entwickelt.
Die vorliegende Arbeit widmet sich darum zunächst Fragestellungen nach innovativen Produkten für den Markt älterer Konsumenten. Ebenfalls beschäftigt sich vorliegende Arbeit mit der Frage, wie das Marketing den Markteintritt einer Innovation durch angemessene Kommunikationsstrategie begleiten sollte. Als weitere Problemstellung geht die Untersuchung der Frage nach geeigneten Distributionsstrategien für diese innovativen Produkte nach.
Inhaltsverzeichnis
1. EINFÜHRUNG
1.1 EINLEITUNG
1.2 GANG DER UNTERSUCHUNG
2. GENERATION 50+
2.1 DEMOGRAPHISCHER WANDEL
2.2 SEGMENTIERUNG
2.3.1 Demographische Merkmale
2.3.2 Geographische Merkmale
2.3.3 Psychographische Merkmale
3.1 INNOVATION VERSUS INVENTION
3.2 INNOVATIVE PRODUKTE
3.3 INNOVATIONSRICHTUNGEN
3.4 INNOVATIONSPOTENTIAL
3.5 APPLIKATIONSARTEN FÜR ÄLTERE MENSCHEN
3.5.1 Kompensatorisch
3.5.2 Präventiv
3.5.3 Kompetenzfördernd
3.6 INNOVATIONSFELDER
3.6.1 Gesundheit
3.6.2 Sicherheit
3.6.3 Selbständigkeit
3.6.4 Mobilität
3.6.5 Partizipation
3.7 CHANCEN UND RISIKEN FÜR BRANCHEN
3.7.1 Softdrink- und Fast-Food-Industrie:
3.7.2 Textilindustrie
3.7.3 Sportartikelindustrie
3.7.4 Uhrenindustrie
3.7.5 Tourismus
4. KONSUMENTENVERHALTEN
4.1 KONSUMAUSGABEN
4.2 KAUFENTSCHEIDUNGSPROZESS BEI INNOVATIONEN
4.3 AKZEPTANZ UND ANNAHME VON INNOVATIONEN
4.3.1 Bereitschaft älterer Menschen zur Adaptation neuer Technologien
4.3.2 Bedingungen für erfolgreiche Technologieadoption bei älteren Menschen
4.3.3 PROBLEME BEI DER AKZEPTANZGEWINNUNG INNOVATIVER PRODUKTE
5. KOMMUNIKATIONSSTRATEGIEN
5.1 KOMMUNIKATIONSPOLITISCHE INSTRUMENTE
5.2 MEDIENNUTZUNGSVERHALTEN UND WAHRNEHMUNG VON WERBUNG
5.2.1 Werbekampagnen
5.2.2 Reichweite der Medien
5.2.3 Einstellung zu und Beurteilung von Werbung durch ältere Konsumenten
5.3 ANFORDERUNGEN AN DIE KOMMUNIKATIONSSTRATEGIE
5.3.1 Universal Design
5.3.2 Gestaltung von Anzeigenwerbung
5.3.3 Beispiele der innovativen Produktvermarktung
6. DISTRIBUTIONSSTRATEGIEN
6.1 DISTRIBUTIONSMANAGEMENT
6.2 ANFORDERUNGEN AN DIE DISTRIBUTIONSSTRATEGIE
6.2.1 Wahl der Distributions- und Handelspartner
6.2.1 Standortpolitik
6.2.2 Bedienungspersonal- und Servicepolitik
6.2.3 Betriebsformenpolitik und Ladengestaltungspolitik
6.2.4 Strategische Distributionspartnerschaften
7. FAZIT UND AUSBLICK
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial innovativer Produkte für die wachsende Zielgruppe der älteren Konsumenten (Generation 50+) sowie die damit verbundenen Anforderungen an Marketing, Kommunikation und Distribution.
- Demografischer Wandel und Segmentierung der Generation 50+
- Entwicklung und Kategorisierung innovativer Produkte für ältere Menschen
- Akzeptanzfaktoren und Adoptionsprozesse neuer Technologien
- Strategien für eine altersgerechte Kommunikationspolitik
- Optimierung von Vertriebswegen und Distributionsstrategien
Auszug aus dem Buch
3.5.1 Kompensatorisch
Diese Produkte dienen dazu körperliche oder geistige Einschränkungen auszugleichen, um Menschen weiterhin Mobilität und somit ein möglichst unabhängiges Leben mit fortbestehenden Sozialkontakten zu ermöglichen. Oftmals gelingt dieses durch die Modifikation bereits bestehender Produkte.41 Um durch den Alterungsprozess bedingte veränderte Bedürfnisse besser erfassen zu können, haben Forscher mittlerweile „Alterssimulatoren“ entwickelt. Mit ihnen wird es jüngeren Menschen ermöglicht, sich in den Alltag von Älteren hineinzuversetzen. Beispielsweise simulieren die Forscher dabei durch unförmige klobige Bekleidung schwere Glieder, steife Gelenke oder wenig Fingerspitzengefühl.42 Beispiel für ein kompensatorisches Innovationsprodukt ist der „Lifta“ Treppenlift, durch den es älteren Menschen ermöglicht wird, ihre eingeschränkte Mobilität im Hausalt zu überwinden und ihren Alltag autonom zu gestalten.43
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINFÜHRUNG: Diese Einleitung beleuchtet den demografischen Wandel in Deutschland und skizziert die wachsende Bedeutung älterer Konsumenten für die Marketingforschung.
2. GENERATION 50+: Dieses Kapitel definiert die "Generation 50+" und analysiert den demografischen Wandel sowie die notwendige Marktsegmentierung anhand verschiedener Merkmale.
3. INNOVATIONEN: Hier werden das Konzept der Innovation von der Invention abgegrenzt und verschiedene Applikationsarten, Innovationsfelder sowie branchenspezifische Chancen und Risiken diskutiert.
4. KONSUMENTENVERHALTEN: Dieses Kapitel untersucht die Kaufkraft und den Kaufentscheidungsprozess älterer Menschen und diskutiert die Herausforderungen bei der Akzeptanz neuer Technologien.
5. KOMMUNIKATIONSSTRATEGIEN: Der Fokus liegt hier auf effektiven Kommunikationsinstrumenten, der Mediennutzung sowie spezifischen Anforderungen an die Werbegestaltung für die Zielgruppe.
6. DISTRIBUTIONSSTRATEGIEN: Dieses Kapitel erläutert die Anforderungen an ein demografiefestes Distributionsmanagement, von der Standortwahl bis hin zu strategischen Partnerschaften.
7. FAZIT UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Relevanz der Zielgruppe zusammen und gibt Handlungsempfehlungen für zukünftige Innovations- und Marketingstrategien.
Schlüsselwörter
Generation 50+, Demografischer Wandel, Innovationsmanagement, Konsumentenverhalten, Seniorenmarketing, Technologieakzeptanz, Ageless Marketing, Universal Design, Kommunikationsstrategie, Distributionsstrategie, Kaufkraft, Altersgerechte Produkte, Marktsegmentierung, Convenience, Lebensqualität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Vermarktung innovativer Produkte für die Zielgruppe der Menschen über 50 Jahren unter Berücksichtigung ihrer spezifischen Bedürfnisse und Verhaltensweisen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der Marktsegmentierung, dem Konsumentenverhalten, der Produktinnovation sowie den darauf abgestimmten Kommunikations- und Distributionsstrategien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmen den Marketingmix anpassen müssen, um innovative Produkte für reifere Kunden erfolgreich am Markt zu etablieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit ist als Literaturstudie konzipiert, die bestehende Fachliteratur sowie diverse empirische Studien zu demografischen und marktpsychologischen Themen heranzieht.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert, wie sich Innovationen auf die Generation 50+ auswirken, wie Akzeptanz für neue Produkte geschaffen werden kann und wie die Distribution optimal gestaltet wird.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem "Generation 50+", "Ageless Marketing", "Universal Design", "Technologieakzeptanz" und "Distributionsmanagement".
Warum ist das "Universal Design" für die Marketingstrategie so wichtig?
Es ist wichtig, weil es ermöglicht, Produkte für alle Generationen zu entwickeln, ohne die Zielgruppe der Älteren explizit als "Senioren" auszugrenzen, was die Akzeptanz bei den Kunden erhöht.
Welche Rolle spielt der Standort bei der Distribution für diese Zielgruppe?
Die Standortpolitik ist entscheidend, da ältere Kunden zunehmend den bequemen Einkauf in Wohnortnähe oder in Innenstädten gegenüber großflächigen "grünen Wiese"-Standorten bevorzugen.
- Quote paper
- Andrea Verhohlen (Author), 2007, Kommunikations- und Distributionsstrategien im Markt der innovativen Produkte der Generation 50+, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81736