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Das „Journal des Luxus und der Moden“ und die „Allgemeine Literatur-Zeitung“ als Determinanten für den Raum Weimar-Jena als geschmacksbildendes Zentrum um 1800?

Title: Das „Journal des Luxus und der Moden“ und die „Allgemeine Literatur-Zeitung“ als Determinanten für den Raum Weimar-Jena als geschmacksbildendes Zentrum um 1800?

Term Paper , 2003 , 38 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Johannes Henning (Author)

History - Miscellaneous
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Weimar und Jena sind heute zwei thüringische Städte, die für die Region von entscheidender Bedeutung sind. Bereits Goethe attestierte diesen beiden Orten untrennbaren schöngeistigen und musischen Glanz, sodass er sie als „Doppelstadt“ bezeichnete. Auch wenn Weimar seinerzeit von ganz Europa als Provinz belächelt wurde, so weist vieles darauf hin, dass um 1800 im Ereignisraum Weimar-Jena vieles entstand, was die folgenden Jahrzehnte nachhaltig beeinflusste. Wenn für Weimar die dortige Residenz des Herzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach für raschen Aufschwung sorgte, war es im Falle Jenas der Sitz der Universität. Schiller war nicht nur Professor dieser Einrichtung, sondern auch begeisterter Verfechter der vom Herzogtum eingeräumten Freiheit von gewissen politischen Zwängen, die für die damalige Zeit nicht selbstverständlich war. An der Friedrich-Schiller-Universität Jena arbeitet seit einigen Jahren der Sonderforschungsbereich 482 „Ereignis Weimar-Jena, Kultur um 1800“ daran die Geschichte der beiden Städte zu erarbeiten. Dies bezieht sich auf politische, wirtschaftliche, literarische und das gesellschaftliche Leben der damaligen Zeit allgemein. Der vorliegende Aufsatz hat sich allerdings dem Geschmack – vielmehr der Frage, inwieweit die Doppelstadt einen gewissen Geschmack mit Bezug auf Literatur, Wissenschaftlichkeit und Mode erreichen konnte – zugewendet. Zentrale Schwerpunkte der Arbeit sind: geschmacksbildende Zeitschriften in Deutschland um 1800 sowie die damalige kulturelle Landschaft, die Bedeutung Friedrich Justin Bertuchs und seines Verlagshauses mit den herausragenden Publikationen des „Journals des Luxus und der Moden“ sowie der „Allgemeinen Literatur-Zeitung“, als auch wie sehr es überhaupt gelingen sollte, dass Weimar und Jena geschmacksbildend sein konnte.
Sicher lässt sich das keinesfalls mit den Metropolen Paris, London oder Mailand vergleichen. Jedoch ist damit eine „innerdeutsche“ Relevanz der beiden Städte nicht ausgeschlossen. Eine Erörterung, warum sie im deutschen Raum für die Herausbildung eines bestimmten Geschmacks in Mode, Kunst, Schöngeist und Geselligkeit geeignet waren, kann diese Arbeit zwar nicht zur Gänze leisten. Aber ausgewählte Beispiele versuchen Antwort zu geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Weimar und Jena um 1800 – Ein kultureller Rahmen

3 Zeitschriften als geschmacksbildende Instanzen? – Ein Exkurs in die Zeitschriftenlandschaft des Deutschland um 1800

4 Das Verlegerhaus als „Landes-Industrie-Comptoirs“, sein Gründer Friedrich Justin Bertuch und die Publikationen: Das „Journal des Luxus und der Moden“ (1786-1827) und die „Allgemeine Literatur-Zeitung“ (1785-1803)

4.1 Eine kurze Biographie Bertuchs

4.2 Mode, Luxus, Bildung, Literatur, Kunst und Geschmack – die Konzepte zweier Erscheinungen aus dem Bertuchschen Verlagshaus

4.2.1 Das „Journal des Luxus und der Moden“ (Weimar)

5 Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit der Ereignisraum Weimar-Jena um 1800 als geschmacksbildendes Zentrum fungierte und welchen Einfluss dabei die im Verlagshaus von Friedrich Justin Bertuch herausgegebenen Periodika „Journal des Luxus und der Moden“ und „Allgemeine Literatur-Zeitung“ ausübten.

  • Analyse des kulturellen Umfelds von Weimar und Jena um 1800.
  • Untersuchung der Rolle von Zeitschriften als Instanzen der Geschmacksbildung.
  • Porträt des Verlegers Friedrich Justin Bertuch und seines Verlagshauses „Landes-Industrie-Comptoirs“.
  • Vergleichende Betrachtung der Konzepte und Breitenwirkung der beiden ausgewählten Publikationen.
  • Einschätzung der Bedeutung dieser Zeitschriften für den Zentrumscharakter der Doppelstadt.

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Das „Journal des Luxus und der Moden“ (Weimar)

Das Periodikum überdauerte 42 Jahre. Alle 12 Hefte pro Jahr im Oktavformat sind in 42 Bänden erhalten. Im Verhältnis zu ihren gleichartigen Versionen wie das Berliner Archiv der Zeit und des Geschmacks (1785-1800), das Hamburger Journal der Mode und Eleganz (1802-1803) und die Deutschen Moden (1810-1811), konnte es die längste Lebensdauer aufweisen. Als die Zeitschrift 1786 gegründet wurde, trug sie noch den Namen Journal der Moden; bereits im zweiten Jahr erschien es unter dem hier verwendeten Titel.

Allgemein wird der Erfolg des Blattes als enorm umschrieben: Doris Kuhles geht von einer Druckauflage von zeitweiligen 2250 Exemplaren und einem mindestens 25.000 Leser umfassenden Publikum aus und hält es damit für das geeignetste Periodikum seiner Gegenwart, dass das Prädikat „Bestseller“ verdiente. Nicht ohne Grund erklären sich so die 40.000 Textseiten und 1500 Abbildungen. Zumindest stand es bald seinem Pariser Vorbild, dem Mercure de France, in nichts mehr nach und avancierte zur „… zu ihrer Zeit beliebteste[n] und bekannteste[n] …“ Modezeitschrift – ein durchaus enormer Erfolg, wenn man bedenkt, dass das Land der Mode, Frankreich, sein erstes gleichartiges Magazin auch erst im selben Jahr herausgab. Neue Titel und Themenvielfalt erweiterten den Leserkreis permanent. Durch die Vertriebsbuchhandlungen in Riga, Sankt Petersburg, Kopenhagen, Straßburg und Zürich erzielten die Herausgeber Bertuch und Kraus nicht nur nationale, sondern internationale Breitenwirkung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt den Ereignisraum Weimar-Jena als geistiges Zentrum vor und leitet zur zentralen Fragestellung über, ob Zeitschriften maßgeblich zur Geschmacksbildung in dieser Zeit beitragen konnten.

2 Weimar und Jena um 1800 – Ein kultureller Rahmen: Dieses Kapitel skizziert die kulturelle und gesellschaftliche Situation in der Residenz Weimar und der Universitätsstadt Jena unter Einfluss von Institutionen wie dem Musenhof und Logen.

3 Zeitschriften als geschmacksbildende Instanzen? – Ein Exkurs in die Zeitschriftenlandschaft des Deutschland um 1800: Hier wird die Bedeutung der Medienrevolution und der Zeitschriftenlandschaft für das Informationsbedürfnis der Gesellschaft des späten 18. Jahrhunderts untersucht.

4 Das Verlegerhaus als „Landes-Industrie-Comptoirs“, sein Gründer Friedrich Justin Bertuch und die Publikationen: Das „Journal des Luxus und der Moden“ (1786-1827) und die „Allgemeine Literatur-Zeitung“ (1785-1803): Das Hauptkapitel widmet sich dem Wirken Bertuchs, der Gründung seines Comptoirs und den verlegerischen Konzepten seiner bedeutendsten Zeitschriften.

4.1 Eine kurze Biographie Bertuchs: Dieser Abschnitt beschreibt den Werdegang von Friedrich Justin Bertuch vom Studenten zum erfolgreichen Verleger und Staatsdiener.

4.2 Mode, Luxus, Bildung, Literatur, Kunst und Geschmack – die Konzepte zweier Erscheinungen aus dem Bertuchschen Verlagshaus: Hier werden die inhaltlichen Schwerpunkte und das Zusammenspiel von kommerziellem Erfolg und ästhetischer Bildung analysiert.

4.2.1 Das „Journal des Luxus und der Moden“ (Weimar): Dieses Unterkapitel konzentriert sich speziell auf die Geschichte, den Erfolg und die inhaltliche Ausrichtung des „Journal des Luxus und der Moden“.

5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die Rolle der beiden untersuchten Zeitschriften als Aushängeschilder für den geschmacksbildenden Charakter des Raumes Weimar-Jena.

Schlüsselwörter

Weimar-Jena, Friedrich Justin Bertuch, Journal des Luxus und der Moden, Allgemeine Literatur-Zeitung, Geschmacksbildung, Publizistik, Aufklärung, Landes-Industrie-Comptoirs, Klassik, Mode, Kulturgeschichte, Zeitschriftenwesen, Medienrevolution, Bildungsgeschichte, Wirtschaftsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die Rolle der Zeitschriften von Friedrich Justin Bertuch als Faktoren für die geschmacksbildende Wirkung des Raumes Weimar-Jena um 1800.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Geschichte der Zeitschriftenkultur, das Wirken des Verlegers Bertuch sowie die Wechselwirkung zwischen Mode, Kunst, Literatur und wissenschaftlicher Publizistik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, ob und in welchem Maße der Ereignisraum Weimar-Jena durch seine Publikationen tatsächlich als ein geschmacksbildendes Zentrum im Deutschland der Zeit um 1800 gelten konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse zeitgenössischer Quellen, insbesondere der Zeitschriften selbst, ergänzt durch historische Fachliteratur zum Verlagswesen und zur Kulturgeschichte des klassischen Weimars.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das kulturelle Umfeld, die Zeitschriftenlandschaft, das Leben Bertuchs und die Konzepte des „Journal des Luxus und der Moden“ sowie der „Allgemeinen Literatur-Zeitung“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Weimar-Jena, Friedrich Justin Bertuch, Geschmacksbildung, Publizistik, Aufklärung und Medienrevolution charakterisiert.

Warum war das „Journal des Luxus und der Moden“ so erfolgreich?

Sein Erfolg basierte auf einer gelungenen Mischung aus aktuellen Informationen, praktischen Tipps, hochwertiger Bebilderung und einem breiten Themenspektrum, das weit über reine Damenmode hinausging.

Welche Rolle spielte die „Allgemeine Literatur-Zeitung“ für Jena?

Sie fungierte als bedeutendes Rezensionsorgan, das Wissenschaft und Unterhaltung verband und durch die Beteiligung namhafter Gelehrter eine überregionale Strahlkraft für den Standort Jena entwickelte.

Wie unterschied sich die Wirkung der Zeitschriften von anderen zeitgenössischen Logen oder Zirkeln?

Während Logen und literarische Zirkel oft exklusiver waren, erreichten Bertuchs Zeitschriften durch ein überregionales Handelsnetz eine deutlich breitere Leserschicht.

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Details

Title
Das „Journal des Luxus und der Moden“ und die „Allgemeine Literatur-Zeitung“ als Determinanten für den Raum Weimar-Jena als geschmacksbildendes Zentrum um 1800?
College
http://www.uni-jena.de/  (Historisches Insitut)
Course
Hauptstädte des Alten Reiches: Regensburg, Speyer, Wetzlar, Wien…
Grade
1,3
Author
Johannes Henning (Author)
Publication Year
2003
Pages
38
Catalog Number
V81785
ISBN (eBook)
9783638887168
ISBN (Book)
9783638887274
Language
German
Tags
Luxus Moden“ Literatur-Zeitung“ Determinanten Raum Weimar-Jena Zentrum Hauptstädte Alten Reiches Regensburg Speyer Wetzlar Wien…
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johannes Henning (Author), 2003, Das „Journal des Luxus und der Moden“ und die „Allgemeine Literatur-Zeitung“ als Determinanten für den Raum Weimar-Jena als geschmacksbildendes Zentrum um 1800?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81785
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