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Case Management in der Sozialen Arbeit dargestellt am Beispiel Substitution bei Heroinabhängigkeit

Titel: Case Management in der Sozialen Arbeit dargestellt am Beispiel Substitution bei Heroinabhängigkeit

Diplomarbeit , 2007 , 93 Seiten , Note: 2,1

Autor:in: Heidemarie Gollnau (Autor:in)

Pädagogik - Allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Diplomarbeit wird die Methode Case Management in der Sozialen Arbeit vorgestellt.
Ziel hierbei ist es, den Einsatz des Konzeptes im Bereich der Suchtkrankenhilfe, als eine mögliche Ergänzung zur Psychosozialen Begleitung für sich in Substitution befindlichen heroinabhängigen Menschen dazustellen.
Der erste Teil dieser Ausarbeitung befasst sich mit dem Themenbereich - Drogen, Sucht und Substitution. Das Opiat Heroin wird ausführlich beschrieben, um somit die Entstehung der Problemlagen der Klientel verständlich darlegen zu können.
Ein weiteres Kapitel wird die Vorstellung der Substitutionsbehandlung, deren rechtliche Grundlagen, Finanzierung, Indikation und die psychosoziale Begleitung sein.
Im Hauptteil wird die Methode des Case Management ausführlich vorgestellt. Die Ausarbeitung gibt einen Einblick in die geschichtliche Entwicklung, sowie der verschiedenen Case Management Modelle. Anschließend wird der Prozess des Case Managements mit seinen sechs Phasen dargestellt.
Eine Trennung der Methoden Case Management und Vernetzung, Netzwerkarbeit ist kaum möglich, da Case Management die Handlungskonzepte der Netzwerkarbeit integriert. Deshalb wird im dritten Teil dieser Diplomarbeit auf die Bedeutung der Netzwerkarbeit mit ihren Merkmalen, Prinzipien und Techniken ausführlich eingegangen und die netzwerkorientierten Interventionen, die Kriterien der Netzwerkanalyse und das Konzept der sozialen Unterstützung beschrieben.
Der Abschluss dieser Ausarbeitung ist eine Zusammenfassung der drei Themenbereiche und mein persönliches Fazit zum Einsatz der Methode Case Management in der Arbeit mit Heroinabhängigen in Substitutionsbehandlung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einführung

I Substitution bei Heroinabhängigkeit

2. Definitionen

2.1 Drogen

2.2 Sucht – Abhängigkeit

2.2.1 Schädlicher Gebrauch

2.2.2 Abhängigkeit

2.3 Illegale Drogen – Heroin

2.3.1 Ein kurzer Blick in Geschichte und Herkunft

2.3.2 Die Substanz

2.3.3 ...und ihre Konsumformen

2.3.4 Die Effekte

2.3.5 …die Wirkungsweise

2.3.6 ...und die Situation von Opiatabhängigen

2.3.6.1 Gesundheitliche Situation

2.3.6.2 Psychische Situation

2.3.6.3 Soziale Situation

2.4 Substitution

2.4.1 Rechtliche Grundlagen

2.4.2 Finanzierung und Indikation

2.4.4 Verschiedene Formen einer Substitution

2.4.5 Betreuung Substituierter

II. Case Management in der Sozialen Arbeit

3. Case Management in der Suchtkrankenhilfe

3.1 Die Zielgruppe von Case Management

3.2 Einsatzbereiche der Methode in der Suchtkrankenhilfe

3.3 Definitionsversuche von Case Management

3.4. Geschichte von Case Management

3.4.1 Case Management in Großbritannien

3.4.2 Entwicklung von Case Management in Deutschland

3.5 Schwerpunkte von Case Management

3.5.1 Klientenorientierter Schwerpunkt

3.5.2 Einrichtungsorientiertes Case Management

3.5.3 Ethische Probleme

3.6 Case Management Modelle

3.6.1 Das Makler Modell

3.6.2 Das Klinische Case Management Modell

3.6.3 Das ACT-Modell

3.6.4 Das ICM-Modell

3.6.5 Ressourcen-/Stärken-Modell

3.6.6 Das Rehabilitation Modell

3.7 Die Rollen und das Profil eines Case Managers

3.8 Case Management Prozess

3.8.1 Einschätzung / Kontextualisierung

3.8.1.1 Lebensweltliche Seite

3.8.1.2 Professionelle Seite

3.8.2 Hilfeplanung

3.8.3 Durchführung der Hilfe

3.8.4 Begleitung und Überprüfung

3.8.5 Klientenfürsprache – Anwaltschaftliche Vertretung

3.8.6 Beendigung und Evaluation der Ergebnisse/Dokumentation

III. Case Management im Kontext von Netzwerk und Vernetzung

4. Netzwerkarbeit und Vernetzung

4.1 Care Management

4.2. Ziele von Vernetzung und dem Einsatz von Netzwerken

4.2.1 Begriffsklärungen

4.2.2.1 Kooperation und Koordination

4.2.2.2 Netzwerke

4.3 Merkmale sozialer Netzwerke

4.3.1 Primäre Netzwerke

4.3.2 Sekundäre Netzwerke

4.3.3 Tertiäre Netzwerke

4.4 Morphologische und interaktionale Kriterien

4.5.1 Morphologische Kriterien

4.5.2 Interaktionale Kriterien

4.5 Prinzipien der Sozialen Netzwerkarbeit

4.6 Netzwerke und ihre Bedeutung für die Gesellschaft

4.6.1 Die Bedeutung von Netzwerken in der Sozialen Arbeit

4.6.2 Soziale Netzwerke von Suchtkranken

4.7 Das Konzept der „Sozialen Unterstützung“

4.7.1 Affektive Unterstützung

4.7.2 Instrumentelle Unterstützung

4.7.3 Kognitive Unterstützung

4.8 Definition - Netzwerkorientierte Interventionen

4.9 Die Kernelemente praxisbezogener Netzwerkarbeit

4.9.1 Netzwerkanalysen

4.9.2 Konzepte sozialer Netzwerkarbeit

4.9.3 Techniken der sozialen Netzwerkarbeit

4.9.3.1..Die Netzwerkkarte

4.9.3.2 Das Netzwerk-Brett

4.9.3.3 Die Netzwerk-Konferenz

IV. Schlussbetrachtungen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, den Einsatz von Case Management als sinnvolle und effektive Ergänzung zur gesetzlich vorgeschriebenen psychosozialen Begleitung bei Heroinabhängigen in Substitutionsbehandlung darzustellen. Dabei wird untersucht, wie durch dieses Konzept der Einzelfallhilfe die Lebenssituation der Klienten stabilisiert und die Vernetzung verschiedener Hilfsangebote optimiert werden kann.

  • Grundlagen der Sucht- und Abhängigkeitsthematik bei Heroinkonsum
  • Struktur und rechtliche Rahmenbedingungen der Substitutionsbehandlung
  • Das Konzept des Case Management in der Suchtkrankenhilfe
  • Methodik und Phasen des Case Management-Prozesses
  • Die Bedeutung von sozialer Netzwerkarbeit und Vernetzung in der Sozialen Arbeit

Auszug aus dem Buch

3.8.1.2 Professionelle Seite

„Es wird überprüft, ob möglicherweise bereits professionelle Helfer (Sozialarbeiter, Psychologen, Ärzte, etc.) mit dem Klienten arbeiten. Sollte dies der Fall sein, dann ist – nach vorheriger Absprache mit dem Klienten – mit den anderen Professionellen über die Problemsichten, Problemerklärungen und bereits versuchten Lösungen, über den aktuellen Hilfebedarf und über die bereits sichtbaren bzw. vermuteten lebensweltlichen Ressourcen ( eigene Fähigkeiten/Potentiale) und Netzwerke (Verwandte, Freunde, Bekannte, die Unterstützung bieten können etc.) zu kommunizieren. So ist gegebenenfalls bereits zu prüfen und zu vereinbaren, für welche Problemaspekte Professionelle und für welche auch andere Helfer bzw. Laien (…) aktiv werden können. (Kleve,2003,S.52)

Die Einschätzung reicht in der gegebenen Situation mehr oder minder weit. Sie stellt einen Aushandlungsprozess dar, der sich auf den gegenwärtigen Bedarf bezieht und erfolgt generell lösungsorientiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einführung: Der Autor erläutert die zunehmende Bedeutung von Case Management im Sozialwesen und dessen Potenzial als Ergänzung zur psychosozialen Begleitung in der Suchtkrankenhilfe.

2. Definitionen: Grundlagen zu Begriffen wie Drogen, Sucht und Abhängigkeit werden definiert und die Situation von Heroinabhängigen beleuchtet.

3. Case Management in der Suchtkrankenhilfe: Die Anwendung von Case Management als Methode der Fallführung bei komplexen Problemlagen in der Suchthilfe wird theoretisch fundiert beschrieben.

4. Netzwerkarbeit und Vernetzung: Die Bedeutung sozialer Netzwerke, Prinzipien der Netzwerkarbeit und netzwerkorientierte Interventionen zur Unterstützung der Klienten werden detailliert dargelegt.

5. Fazit: Der Autor resümiert, dass Case Management und Netzwerkarbeit effektive Instrumente sind, um Klienten trotz der hohen Rückfallquote in der Substitution besser zu stabilisieren.

Schlüsselwörter

Case Management, Heroinabhängigkeit, Substitutionsbehandlung, psychosoziale Begleitung, soziale Netzwerkarbeit, Netzwerk, Klientenorientierung, Hilfeplanung, Empowerment, Suchtkrankenhilfe, Versorgungssteuerung, soziale Unterstützung, Fallführung, Vernetzung, Interventionsmethoden.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Anliegen dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie Case Management als zusätzliche Methode die psychosoziale Begleitung von Heroinabhängigen in Substitution bereichern und die Versorgungseffizienz steigern kann.

Welche Hauptthemen werden behandelt?

Die Arbeit umfasst die Themen Sucht und Heroinabhängigkeit, die rechtlichen und praktischen Aspekte der Substitution, das Konzept des Case Managements sowie die Bedeutung der Netzwerkarbeit.

Welches ist das primäre Ziel der beschriebenen Methode?

Das primäre Ziel ist die Verbesserung der Versorgungsqualität, die Optimierung der Ressourcennutzung und die Stärkung der Eigenständigkeit der Klienten durch gezielte Vernetzung.

Welcher wissenschaftliche Ansatz wird verfolgt?

Die Arbeit stützt sich auf eine umfassende Literaturrecherche und integriert das Konzept des ökosozialen Case Managements sowie Methoden der sozialen Netzwerkarbeit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit erläutert?

Im Hauptteil werden verschiedene Case Management-Modelle, der sechsphasige Case Management-Prozess sowie die Techniken der sozialen Netzwerkanalyse detailliert vorgestellt.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Case Management, soziale Netzwerke, Hilfeplanung, Empowerment und Suchtkrankenhilfe geprägt.

Warum ist eine Trennung von Case Management und Netzwerkarbeit für den Autor kaum möglich?

Der Autor argumentiert, dass Case Management die Handlungskonzepte der Netzwerkarbeit bereits integriert, da die Koordination formeller und informeller Ressourcen eine Kernaufgabe ist.

Wie unterscheidet der Autor zwischen den Schwerpunkten des Case Managements?

Er differenziert zwischen einem klientenorientierten Ansatz, der die Bedürfnisse des Individuums in den Mittelpunkt stellt, und einem einrichtungsorientierten Ansatz, der primär auf Koordination und Wirtschaftlichkeit abzielt.

Welche Rolle spielt die Netzwerkkarte in der Arbeit?

Die Netzwerkkarte wird als zentrales Instrument beschrieben, um mit dem Klienten dessen soziales Umfeld zu visualisieren, Ressourcen zu identifizieren und Ansatzpunkte für Veränderungen zu gewinnen.

Ende der Leseprobe aus 93 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Case Management in der Sozialen Arbeit dargestellt am Beispiel Substitution bei Heroinabhängigkeit
Hochschule
Fachhochschule Heidelberg
Note
2,1
Autor
Heidemarie Gollnau (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
93
Katalognummer
V81833
ISBN (eBook)
9783638847520
ISBN (Buch)
9783640870127
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Case Management Sozialen Arbeit Beispiel Substitution Heroinabhängigkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Heidemarie Gollnau (Autor:in), 2007, Case Management in der Sozialen Arbeit dargestellt am Beispiel Substitution bei Heroinabhängigkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81833
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Leseprobe aus  93  Seiten
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