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Interkulturelle Erziehung - Fremde in Deutschland

Über die geschichtliche Entwicklung der Arbeitsmigration, ihre Gründe, Konsequenzen und Probleme

Title: Interkulturelle Erziehung - Fremde in Deutschland

Term Paper , 2002 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dip. Sozial-Betriebswirtin Nataly Barkmann (Author)

Pedagogy - Intercultural Pedagogy
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Summary Excerpt Details

Das Thema „interkulturelle Erziehung“ hat mich bereits in den Seminarstunden fasziniert, da ich ein Kind der dritten Generation von Arbeitsmigranten, die um 1955 durch die „Deutsche Bundesbahn“ angeworben worden sind, bin. Und obwohl ich, wie gesagt, bereits die „dritte Generation“ darstelle, habe ich die Konflikte und Problematiken des „zwischen den Kulturen Lebens“ zu spüren bekommen und besonders bei meinen Eltern und Großeltern beobachten können. In meiner Hausarbeit beziehe ich mich daher insbesondere auf Arbeitsmigranten, ihre Konflikte, Integrationsprobleme usw.

Der Ablauf meiner Hausarbeit kennzeichnet sich wie folgt:
Zunächst gehe ich auf die geschichtliche Entwicklung der Arbeitsmigranten ein, d.h. warum sie wann nach Deutschland gekommen sind, und welche Konsequenzen und Probleme sich daraus ergeben haben. Insbesondere das Integrationsproblem, sowie die Kommunikations- und Verhaltensprobleme beleuchte ich genauer.

Aus diesen Zusammenhängen heraus, also ausgehend von der Situation der Zuwanderung von Arbeitsmigranten nach Deutschland aus den süd- südosteuropäischen Ländern, sowie die daraus resultierenden Konflikte, stelle ich die notwendig gewordene Entwicklung der „interkulturellen Erziehung“ dar, beginnend mit der Ausländerpädagogik.

Hierbei gilt es besonders die spezifischen Merkmale, sowie die Zielsetzung der interkulturellen Erziehung zu betrachten.

Und „last but not least“ stelle ich im Beitrag „Ich rede deutsch und fluche italienisch- zwischen den Kulturen“ meinen persönliche Bezug und meine Erfahrungen als Ausländerin in Deutschland dar, bezugnehmend auf die inhaltlichen Aspekte der vorangegangenen Sachverhalte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. FREMD IST DER DER HEUTE KOMMT UND MORGEN BLEIBT

2.1 GESCHICHTLICHE ENTWICKLUNGEN DER ARBEITSMIGRANTEN

2.2 FREMDE WELTEN

2.2.1 Integrationsprobleme

2.2.1.1 Integrationsbegriff

2.2.1.2 Generationsunterschiede

2.2.2 Kommunikations- und Verhaltensprobleme

2.2.2.1 Sprachschwierigkeiten

2.2.2.2 Symbolisieren durch die Sprache

2.2.2.3 Berücksichtigung des Kontext

2.2.2.5 Handlungsschemata

3. INTERKULTURELLE ERZIEHUNG

3.1 DER BEGINN- AUSLÄNDERPÄDAGOGIK

3.2 WAS IST INTERKULTURELLE ERZIEHUNG?

3.3 MERKMALE DER INTERKULTURELLEN ERZIEHUNG

3.4 ZIELE DER INTERKULTURELLEN ERZIEHUNG

4. ICH SPRECHE DEUTSCH UND FLUCHE ITALIENISCH- ZWISCHEN DEN KULTUREN

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Konflikte, die durch die Migration von Arbeitskräften nach Deutschland entstanden sind, und entwickelt auf dieser Basis ein Verständnis für die Notwendigkeit und Zielsetzung interkultureller Erziehung, um ein friedliches Zusammenleben in einer multikulturellen Gesellschaft zu fördern.

  • Historische Hintergründe der Arbeitsmigration seit den 1950er Jahren.
  • Analyse von Integrationsproblemen und interkulturellen Kommunikationsbarrieren.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der historischen Ausländerpädagogik.
  • Definition, Merkmale und pädagogische Ziele interkultureller Erziehung.
  • Persönliche Reflexion über das Aufwachsen zwischen zwei kulturellen Identitäten.

Auszug aus dem Buch

2.2.2.5 Handlungsschemata

Im Wissensvorrat sind auch Typisierungen von Handlungen enthalten, sozusagen „Rezepte“ für Routinevorrichtungen, zur Lösung von Routineproblemen, Handlungsabläufe, wie man bestimmte Dinge tut. Diese sogenannten Handlungsschemata reichen von einfachen, wie z. B. einer kulturspezifischen Art Kaffee zu kochen und zu trinken (man vergleiche italienischen und deutschen Kaffee), bis zu komplexen Handlungsabläufen. Paul Watzlawick nennt ein Beispiel, wie unterschiedliche kulturspezifische Handlungsschemata in interkulturellen Kontakten zu Missverständnissen und Vorurteilen führen können.

„Es stellte sich heraus, dass das Paarungsverhalten (courtship pattern) – vom Kennenlernen der Partner bis zum Geschlechtsverkehr – in England wie in Amerika ungefähr dreißig verschiedene Verhaltensformen durchläuft, dass aber die Reihenfolge dieser Verhaltensformen in den beiden Kulturbereichen verschieden ist. Während z. B. das Küssen in Amerika relativ früh vorkommt, etwa auf Stufe 5, tritt es im typischen Paarungsverhalten der Engländer relativ spät auf, etwa auf Stufe 25. Praktisch bedeutet dies, dass eine Engländerin, die von ihrem Soldaten geküsst wurde, sich nicht nur um einen Großteil des für sie „intuitiv“ richtigen Paarungsverhaltens (Stufe 5-24) betrogen fühlte, sondern zu entscheiden hatte, ob sie die Beziehung an diesem Punkt abbrechen oder sich dem Partner sexuell hingeben sollte. Entschied sie sich für die letztere Alternative, so fand sich der Amerikaner einem Verhalten gegenüber, das für ihn durchaus nicht in dieses Frühstadium der Beziehung passte und nur als schamlos zu bezeichnen war. Die Lösung eines solchen Beziehungskonflikts durch die beiden Partner selbst ist natürlich deswegen praktisch unmöglich, weil derartige kulturbedingte Verhaltensformen und –abläufe meist völlig außerbewusst sind“17

Die Begegnung mit einer anderen Kultur stellt also einen tiefgehenden Lernprozess dar. „Sie ist eine Denkschule, sie schärft den Blick für ein Wirklichkeitsverständnis, das über die Alltagswirklichkeit einer spezifischen Kultur hinausgeht. Sie stellt das eigene Denken in Frage, regt selbstreflexives Denken an, relativiert die Standpunkte und bringt die Möglichkeit mit sich, sich dem eigenen Unbewussten anzunähern, also auch mehr über sich selbst zu erfahren.“18

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Autorin legt ihre persönliche Motivation und die Struktur der Hausarbeit dar, die sich mit der Situation von Arbeitsmigranten und der daraus resultierenden interkulturellen Erziehung befasst.

2. FREMD IST DER DER HEUTE KOMMT UND MORGEN BLEIBT: Dieses Kapitel beleuchtet die Geschichte der Arbeitsmigration und die daraus resultierenden Integrations-, Kommunikations- und Verhaltenskonflikte in der deutschen Gesellschaft.

3. INTERKULTURELLE ERZIEHUNG: Hier wird der Übergang von der kritisierten Ausländerpädagogik hin zu Konzepten der interkulturellen Erziehung sowie deren spezifische Merkmale und Ziele erörtert.

4. ICH SPRECHE DEUTSCH UND FLUCHE ITALIENISCH- ZWISCHEN DEN KULTUREN: Die Autorin schildert ihre persönlichen Erfahrungen als Kind einer Migrantenfamilie und reflektiert über das Leben zwischen den zwei kulturellen Welten.

Schlüsselwörter

Arbeitsmigration, Gastarbeiter, Integration, Ausländerpädagogik, Interkulturelle Erziehung, Akkulturationsprozess, kulturelle Identität, Sprachschwierigkeiten, Handlungsschemata, Multikulturelle Gesellschaft, Identitätsfindung, Vorurteile, Fremdheit, Lebenswelt, Bilingualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die soziologische und pädagogische Perspektive auf die Situation von Arbeitsmigranten in Deutschland sowie die Entwicklung und Ziele der interkulturellen Erziehung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themenfelder umfassen die Geschichte der Anwerbung von Arbeitskräften, Integrationsprobleme, interkulturelle Kommunikation und die Bedeutung kultureller Identität im Alltag.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Komplexität des Zusammenlebens verschiedener Kulturen zu verstehen und den theoretischen Rahmen sowie die Notwendigkeit interkultureller Erziehung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um pädagogische Konzepte und gesellschaftliche Hintergründe aufzuarbeiten, kombiniert mit persönlichen Reflexionen und Fallbeispielen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Entwicklungen, spezifische Integrations- und Kommunikationsprobleme sowie den Übergang von der defizitorientierten Ausländerpädagogik zur interkulturellen Erziehung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind Arbeitsmigration, Integration, Interkulturelle Erziehung, kulturelle Identität und die Herausforderungen der Kommunikation zwischen verschiedenen Sprach- und Kulturgruppen.

Welche Rolle spielen Handlungsschemata in der interkulturellen Kommunikation?

Handlungsschemata sind kulturell geprägte Routinen. Wenn diese aufeinandertreffen, entstehen bei mangelnder Kenntnis über die andere Kultur oft Missverständnisse, da das Gegenüber sein Verhalten anders interpretiert.

Wie unterscheidet die Arbeit die Generationen der Arbeitsmigranten?

Es wird aufgezeigt, dass die erste Generation oft noch stärker in ihrer Herkunftskultur verhaftet blieb, während die nachfolgenden Generationen eine stärkere Auseinandersetzung mit der Kultur des Aufnahmelandes und damit einhergehende Identitätskonflikte erlebten.

Welche Kritik übt die Autorin an der Ausländerpädagogik?

Sie kritisiert, dass diese als defizitorientiert wahrgenommen wurde, da sie ausländische Kinder als Mängelwesen betrachtete und versuchte, diese durch Anpassung zu stigmatisieren, anstatt strukturelle Probleme anzugehen.

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Details

Title
Interkulturelle Erziehung - Fremde in Deutschland
Subtitle
Über die geschichtliche Entwicklung der Arbeitsmigration, ihre Gründe, Konsequenzen und Probleme
College
niversity of Applied Sciences Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven; Oldenburg
Grade
1,0
Author
Dip. Sozial-Betriebswirtin Nataly Barkmann (Author)
Publication Year
2002
Pages
22
Catalog Number
V81892
ISBN (eBook)
9783638885379
ISBN (Book)
9783638890724
Language
German
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dip. Sozial-Betriebswirtin Nataly Barkmann (Author), 2002, Interkulturelle Erziehung - Fremde in Deutschland , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81892
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