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Lernstrategien als Instrument zur Autonomisierung der Lernenden im DaF-Unterricht

Eine Perspektive der Lehrenden

Titel: Lernstrategien als Instrument zur Autonomisierung der Lernenden im DaF-Unterricht

Magisterarbeit , 2007 , 102 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Witold Piekarski (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
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Lehrende können beim Wissenserwerb helfen, aber das tatsächliche Resultat hängt von den Lernenden selbst ab. Das bewusste Lernen ist ein Prozess, in dem aktive Arbeit und Engagement der Lernenden erforderlich sind. Die fortschreitende Globalisierung, die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt, die mit dem steigenden Wohlstand gewachsene Mobilität der Menschen in der Freizeit sowie im Berufsleben, die Entstehung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien haben zur Folge, dass ein lebenslanges Weiterlernen unvermeidbar geworden ist.
Fremdsprachen gehören zweifelsohne zur Standardausbildung. Es muss auch betont werden, dass unterschiedliche Zugangsweisen zum Lernstoff unter Einsatz verschiedener Lernstrategien erforderlich sind, um erfolgreiches Lernen zu ermöglichen. Verschiedene Lernende entscheiden sich dabei für unterschiedliche Lernwege. Den Lernenden muss auch bewusst gemacht werden, wie sie effizient lernen können, weil sie nur so ihr Lernen selbst steuern können. Sie müssen dazu befähigt werden, eigene Schwerpunkte zu setzen, eigene Lernziele festzulegen, den Lerngegenstand auszuwählen und ihn in einzelne Lernschritte aufzuteilen. Zusätzlich darf selbstverständlich die Fähigkeit zur Selbstevaluation des Lernprozesses sowie der Ergebnisse nicht vernachlässigt werden.
Man darf auch nicht vergessen, dass die Vorbereitung der Lernenden auf das selbstständige Lernen und die Hinführung zur Lernerautonomie zweckmäßig ist. Autonome Fremdsprachenlerner sind fähig, die eigenen Lerninhalte auszuwählen und ihre Progression festzulegen, die zu einem spezifischen Lernziel führenden Lernwege zu identifizieren und die eigenen Lernfortschritte zu bewerten. Dazu ist eine intensive Beschäftigung mit dem Lernprozess sowie mit den Lernstrategien, die diesen Lernprozess auf allen Etappen begleiten, notwendig.
Das Hauptziel dieser Arbeit ist darzustellen, auf welche Art und Weise Lernstrategien als Instrument zur Autonomisierung der Lernenden im DaF-Unterricht eingesetzt werden können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Autonomie der Lernenden: Ein Konzept und seine Grundlagen

1.1 Begriffsdefinition

1.2 Lerntheoretische Grundlagen

1.2.1 Die kognitive Perspektive des Lernens

1.2.2 Die konstruktivistische Perspektive des Lernens

1.2.3 Die subjektwissenschaftliche Perspektive des Lernens

2. Autonomie der Lernenden im schulischen Lernkontext

2.1 Erweiterte Unterrichtsziele

2.2 Veränderte Rollen von Lernenden und Lehrenden

2.3 Offene Unterrichtsformen und neue Unterrichtsabläufe

2.4 Evaluation des Lern- und Lehrprozesses

3. Lernstrategien als Instrument zur Förderung der Lernerautonomie im DaF-Unterricht

3.1 Das Konzept der Lernstrategie und ihre Rolle im Lernprozess

3.2 Einteilung von Lernstrategien

3.3 Ausgewählte Lernstrategien im Überblick

3.3.1 Direkte (kognitive) Lernstrategien

3.3.1.1 Gedächtnisstrategien

3.3.1.2 Sprachverarbeitungsstrategien

3.3.2 Indirekte Lernstrategien

3.3.2.1 Strategien zur Regulierung des eigenen Lernens

3.3.2.2 Soziale Lernstrategien

3.3.3 Sprachgebrauchsstrategien

3.3.3.1 Vorwissen nutzen

3.3.3.2 Mit allen Mitteln wuchern

3.4 Vermittlung von Lernstrategien

4. Einsatz von Lernstrategien als Hinführung der Lernenden zur Autonomie - Ergebnisse einer Befragung

4.1 Ziel und Anlage der Untersuchung

4.2 Rolle von Lernstrategien im DaF-Unterricht

4.3 Vermittlung von Lernstrategien im unterrichtlichen Kontext

4.4 Anwendung von Lernstrategien im DaF-Unterricht

5. Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin darzustellen, auf welche Weise Lernstrategien als Instrument zur Autonomisierung von Lernenden im Unterricht Deutsch als Fremdsprache (DaF) eingesetzt werden können, um die Eigenverantwortung und Selbststeuerung der Lernenden zu stärken.

  • Konzeptualisierung und theoretische Fundierung der Lernerautonomie
  • Analyse der Autonomie im schulischen Fremdsprachenunterricht
  • Klassifikation und systematischer Überblick über verschiedene Lernstrategien
  • Empirische Untersuchung zur Vermittlung und zum Einsatz von Lernstrategien

Auszug aus dem Buch

1. Autonomie der Lernenden: Ein Konzept und seine Grundlagen

Das Konzept der Lernerautonomie findet schon seit Comenius in der Geschichte der Pädagogik Anwendung. Eine besonders wichtige Rolle spielt dieses Konzept in der Waldorf und Montessoripädagogik. Die Lernerautonomie ist somit nicht nur ein fremdsprachliches Konzept, sondern für alle Fächer als ein allgemeines pädagogisches Konzept gedacht.

Der Begriff der Lernerautonomie wird mit dem Fremdsprachenunterricht verbunden und damit assoziiert man gleichzeitig einen Begriff, der besonders in der Praxis entwickelt worden ist (vgl. Wolff 2002). Einen besonderen Stellenwert erreicht die Lernerautonomie in der Fremdsprachendidaktik, wie in den achtziger Jahren die Begriffe „authentisch oder „kommunikativ“ erreicht haben (vgl. Little 1994:431). In der Fremdsprachendidaktik unterscheidet man verschiedene Konzepte wie „offener Unterricht“, „handelnder Unterricht“, „Projektunterricht“, „freie Arbeit“ oder „praktisches Lernen“ (vgl. van Dick 1991). Das Konzept der Lernerautonomie ist komplex und facettenreich. Seit seiner konzeptuellen Geburt in den siebziger Jahren, unter dem Einfluss von Henri Holec, hat sich das Konzept der Lernerautonomie zunehmend weiterentwickelt (vgl. Martinez 2004). Die Definitionsbildung „Lernerautonomie“ prägten Holec (1981), Allwright (1988) und Wenden (1991). Um sich genauer mit dem Begriff auseinanderzusetzen, sollte zuerst der Begriff der Autonomie des Lernens erfasst werden. Holec bezeichnet Lernerautonomie als eine der erzieherischen Innovationen, die auf der Notwendigkeit beharren, die Freiheit des Individuums zu entfalten. Dabei müssen jedoch die Fähigkeiten gefördert werden, die einen Lernenden dazu befähigen, selbstbestimmt in einer Gesellschaft zu handeln. Holec beschreibt Lernerautonomie als die Fähigkeit, die Verantwortung für sein eigenes Lernen zu übernehmen (vgl. Holec 1981 in Neuner-Anfindsten 2005).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Autonomie der Lernenden: Ein Konzept und seine Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Lernerautonomie und stellt dessen theoretische Grundlagen durch kognitive, konstruktivistische und subjektwissenschaftliche Lerntheorien dar.

2. Autonomie der Lernenden im schulischen Lernkontext: Hier wird die Autonomie im schulischen Umfeld analysiert, wobei Ziele, veränderte Rollen, neue Unterrichtsformen sowie die Evaluation des Lehr- und Lernprozesses im Fokus stehen.

3. Lernstrategien als Instrument zur Förderung der Lernerautonomie im DaF-Unterricht: Das Kapitel bietet eine detaillierte Auseinandersetzung mit Lernstrategien, deren Einteilung und Rolle sowie Prinzipien für deren Vermittlung im Unterricht.

4. Einsatz von Lernstrategien als Hinführung der Lernenden zur Autonomie - Ergebnisse einer Befragung: Dieser Abschnitt präsentiert die Ergebnisse einer empirischen Untersuchung, die den praktischen Einsatz und die Vermittlung von Strategien durch Lehrkräfte beleuchtet.

5. Schlussfolgerungen: Hier werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengeführt und die Bedeutung von Lernstrategien für die Förderung der Lernerautonomie abschließend bewertet.

Schlüsselwörter

Lernerautonomie, Lernstrategien, DaF-Unterricht, kognitive Lerntheorie, konstruktivistisches Lernen, subjektwissenschaftliche Perspektive, Selbststeuerung, Selbstevaluation, Fremdsprachenerwerb, offene Unterrichtsformen, Lernberichte, Lehrerrolle, Strategievermittlung, Metakognition, Sprachbewusstsein.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Lernstrategien als gezieltes Instrument genutzt werden können, um Lernende im Unterricht Deutsch als Fremdsprache zur Autonomie zu führen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die theoretischen Grundlagen der Lernerautonomie, die Anwendung im schulischen Kontext, verschiedene Klassifikationen von Lernstrategien sowie deren Vermittlung durch Lehrkräfte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lernstrategien eingesetzt werden können, damit Lernende ihren Lernprozess eigenverantwortlich steuern und ihre Sprachkenntnisse effektiver erwerben können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer empirischen Studie, in der 60 Lehrerinnen und Lehrer anonym zu ihren Strategien und Ansätzen befragt wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die kognitiven, konstruktivistischen und subjektwissenschaftlichen Grundlagen der Autonomie, die Umsetzung in offenen Unterrichtsformen und eine ausführliche Systematik verschiedener Lernstrategietypen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Lernerautonomie, Lernstrategien, DaF-Unterricht, Selbststeuerung und Selbstevaluation.

Welche Rolle spielen "offene Unterrichtsformen"?

Offene Unterrichtsformen wie Stationenlernen oder Projektarbeit dienen als organisatorischer Rahmen, um Lernenden mehr Freiraum für eigenständiges Handeln und Reflexion zu geben.

Warum ist die Selbstevaluation für die Autonomie so wichtig?

Sie ermöglicht es Lernenden, ihre Fortschritte zu erkennen, Stärken und Schwächen zu reflektieren und den Lernprozess bewusst an ihre individuellen Bedürfnisse anzupassen.

Welche Bedeutung haben "soziale Lernstrategien"?

Sie fördern die Kooperation mit Partnern oder in Gruppen, was für den Spracherwerb essenziell ist, da Sprache ein interpersonales Werkzeug ist.

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Details

Titel
Lernstrategien als Instrument zur Autonomisierung der Lernenden im DaF-Unterricht
Untertitel
Eine Perspektive der Lehrenden
Hochschule
Uniwersytet Marii Curie-Skłodowskiej w Lublinie
Note
1,0
Autor
Witold Piekarski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
102
Katalognummer
V81923
ISBN (eBook)
9783638840026
ISBN (Buch)
9783638840484
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lernstrategien Instrument Autonomisierung Lernenden DaF-Unterricht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Witold Piekarski (Autor:in), 2007, Lernstrategien als Instrument zur Autonomisierung der Lernenden im DaF-Unterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81923
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Leseprobe aus  102  Seiten
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