Die Humesche Theorie des Verstandes und des Affekts des Stolzes und die Frage - besitzt dieser ein intentionales Objekt?


Hausarbeit (Hauptseminar), 2007

33 Seiten, Note: 2,7


Leseprobe

1. Einleitung

Ich behandle in meiner Hausarbeit zwei Themenbereiche: Einerseits die Humesche Theorie des Verstandes und andrerseits die Humesche Theorie des Affekt des Stolzes („pride“) unter besonderer Berücksichtigung der Frage, ob und inwiefern dieser ein „intentionales Objekt“ besitzt. In diesem Zusammenhang werde ich natürlich die Frage zu beantworten versuchen, was unter einem „intentionalen Objekt“ in der Philosophie überhaupt verstanden wird.

Im Zuge meiner Hausarbeit werde ich folgende Fragen erörtern:

1. Wie ist der menschliche Verstand der Humeschen Theorie zufolge beschaffen?
2. Wie ist der Affekt des Stolzes (pride) der Theorie Humes nach zu charakterisieren?

Inwiefern besitzt dieser Affekt ein intentionales Objekt?

Die Frage danach, wie der menschliche Verstand der Humeschen Theorie zufolge beschaffen ist, werde ich zuerst in meiner Hausarbeit zu beantworten versuchen, weil der Affekt des Stolzes (pride) innerhalb der Humeschen Theorie des Verstandes schließlich selbst zu der einen Art der Bewusstseinsinhalte gezählt wird, nämlich zu den Eindrücken der Selbstwahrnehmung („impressions of reflexion“). Diese beiden Teile meiner Arbeit hängen insofern miteinander zusammen, als es unverzichtbar ist, die Humesche Theorie des Verstandes zu kennen, um zu einem Verständnis des Affekts des Stolzes der Philosophie Humes zu gelangen. Wenn ich die Humeschen Gedanken darstelle und erläutere, verwende ich den Begriff des „Geistes“ (mind), weil auch Hume diesen in seinem „Treatise“ benutzt, auch wenn der Titel des ersten Buches „Of the Understanding“ („Über den Verstand“) lautet. Schließlich ist es meine Absicht, die Gedanken und Thesen Humes möglichst sinngetreu wiederzugeben und in dieser Arbeit zu diskutieren.

Ich habe mir als Themenbereiche meiner Hausarbeit die Humesche Theorie des Verstandes und des Affekts des Stolzes ausgewählt, weil mich im Allgemeinen die Humesche Theorie der Affekte und damit zusammenhängend, die Humesche Theorie des Verstandes, interessiert.

Humes Theorie des Verstandes ist deswegen als neu, originell und interessant zu bezeichnen, weil er als erster eine strikte begriffliche Unterscheidung zwischen den Inhalten des Fühlens und denen des Denkens innerhalb des Verstandes einführte.

Die Humesche Theorie der Affekte, und damit auch die Theorie des Affekts des Stolzes (pride) ist meiner Meinung nach deswegen von Bedeutung, weil auch diese originell ist, insofern Hume den Affekten einen viel höheren Stellenwert in seiner Philosophie gibt, als Philosophen vor und nach ihm dies getan haben. Schließlich vertrat Hume sogar die These, die Vernunft sei nur die Sklavin der Affekte und soll es auch sein.

Meiner Ansicht nach ist aber auch die Methode, die Hume anwendet, um philosophische Fragestellungen zu beantworten von Bedeutung. Denn Hume gründet, als einer weniger Philosophen, seine Thesen und Erkenntnisse auf Beobachtung und Erfahrung. Hume versuchte das in den Naturwissenschaften geläufige Prinzip, durch Beobachtung Erkenntnis über die Dinge zu gewinnen, auf die Philosophie zu übertragen. In Zusammenhang mit der Darstellung und Bewertung der Humeschen Theorie des Verstandes ist das Werk „Hume“ von Barry Stroud für mich sehr hilfreich und interessant gewesen. Dieses ist nämlich einerseits sehr verständlich geschrieben, und eröffnete mir andrerseits auch neue Erkenntnisse auf die Humesche Theorie des Verstandes- vor allem was die Kritik an der Humeschen Theorie des Geistes betrifft. In dem Kontext der Darstellung und Bewertung der Humeschen Theorie des Affekts des Stolzes und der Beantwortung der Frage, was ein intentionales Objekt ist, war das Werk „ A Progress of Sentiments“ von Annette Baier von großem Interesse für mich, weil der Affekt des Stolzes in diesem Werk sehr genau behandelt worden ist, und Baier auch in einleuchtender Weise dargestellt hat, welche Kriterien gegeben sein müssen, damit genau der Affekt des Stolzes hervorgebracht wird, und nicht etwa nur ein Gefühl der Freude.

2. Die Beschaffenheit des Verstandes gemäß der Humeschen Theorie

2.1 Die für die Humesche Theorie grundlegende Unterscheidung zwischen Eindrücken („impressions) und Vorstellungen („ideas“)

Hume behauptet im ersten Buch seiner „ Abhandlung über die menschliche Natur“ („A Treatise of Human Nature), dass alle Perzeptionen des menschlichen Geistes in zwei verschiedene Arten einzuteilen sind, nämlich in 1. Eindrücke („impressions“) und 2. Vorstellungen („ ideas“).1

Unter dem Begriff „Perzeptionen“ versteht Hume alle Bewusstseinsinhalte des Geistes. Der Unterschied zwischen diesen beiden Arten der Perzeptionen bestehe in den verschiedenen Graden der Stärke und Lebendigkeit, hinsichtlich derer sie auf den Geist einwirken, argumentiert Hume für diese von ihm aufgestellte Unterscheidung. Die erste Art der Perzeptionen, nämlich die Eindrücke, sind diejenigen, die mit größter Stärke und Lebendigkeit auf den Geist einwirken, so die These Humes. Hume fasst unter den Begriff der „Eindrücke“ alle Sinneswahrnehmungen, Affekte und Emotionen der Menschen, die direkt in ihrer Seele auftreten. Dagegen versteht er unter dem Begriff der „Vorstellungen“, die schwachen Kopien der Eindrücke, wie sie sich im Denken und Urteilen zeigen.

Hume versucht seine These zu begründen, indem er auf die Erfahrung verweist: Jede Person würde an sich selber den Unterschied zwischen Denken und Fühlen feststellen können. Ich denke, in diesem Kontext sollte darauf hingewiesen werden, dass der Begriff des Fühlens nicht nur auf das Empfinden von Emotionen zu beziehen ist, sondern es muß bedacht werden, dass es Hume auch um das Fühlen im Sinne der Wahrnehmung geht. Allerdings räumt Hume ein, dass es Ausnahmefälle gebe, in denen sich diese beiden unterschiedlichen Klassen der Perzeptionen sehr nahe kommen. Dies sei der Fall im Zustand des Schlafes, des Fiebers oder wenn die Seele sehr stark erregt werde, so lautet der Gedanke Humes. Diese Zustände ermöglichten es nämlich, dass Vorstellungen und Eindrücke kaum noch unterschieden werden könnten, argumentiert Hume. Es gebe es aber auch andersgeartete Ausnahmefälle von dieser Regel, dass die Eindrücke im Geist so schwach seien, dass sie sich im Grad ihrer Schwäche unseren Vorstellungen annäherte, behauptet Hume. Allerdings gibt Hume für diesen Fall kein Beispiel. Für diesen Fall ließe sich meiner Meinung nach das Beispiel eines Menschen anführen, dessen sinnliche Empfindungen, Affekte und Emotionen im täglichen Leben ohnehin eher schwach ausgeprägt sind, weil seine Seele unempfänglicher für sinnliche Eindrücke, Gefühle und Affekte ist, also nicht so stark erregt wird wie die Seelen der meisten Menschen. Im Fall eines Menschen, dessen Eindrücke ohnehin schon einen schwächeren Einfluss auf die Seele ausüben, als dies im Durchschnitt der Fall ist, bedeutet dies, dass die Eindrücke weil sie weniger wirksam sind, leicht mit den Vorstellungen verwechselt werden könnten. Der Grund ist, dass der Unterschied zwischen Eindrücken und Vorstellungen von dieser Person nicht so stark empfunden werden kann.

Außerdem stellt Hume die These auf, alle Perzeptionen (Bewusstseinsinhalte)seien weiterhin in 1. einfache Perzeptionen und 2. komplexe Perzeptionen zu unterteilen. Diese Einteilung trifft Hume sowohl für die Eindrücke („impressions“), als eine Art der Perzeptionen und die Vorstellungen („ideas“) als andere Art der Perzeptionen.

Hume versteht unter dem Begriff der einfachen Perzeptionen („simple perceptions“), diejenigen Inhalte des Bewusstseins, die keine Unterteilung erlauben. Es kann also gesagt werden, die einfachen Perzeptionen sind der Humeschen Theorie nach nicht unterteilbare Einheiten im menschlichen Geist.

Die zusammengesetzten Perzeptionen, stellen der Humeschen Argumentation zufolge, das Gegenteil der einfachen Bewusstseinsinhalte dar. Sie seien nämlich, so die Humesche Überlegung, in unterteilbare Einheiten zerlegbar. Als Beispiel für einen zusammengesetzten Eindruck des Geistes nennt Hume den Eindruck eines Apfels. Auch wenn es sich bei der Farbe, dem Geschmack und dem Duft des Apfels, um Eigenschaften handele, die sich in dem Apfel vereinigen, so sei es doch einfach, zu erkennen, dass diese Eigenschaften nicht dieselben seien, sondern sich voneinander unterscheiden ließen, argumentiert Hume für die Plausibilität dieses Beispiels.

Meiner Ansicht nach, ist es aber- auch wenn dieses Beispiel Humes zutrifft- nicht immer so, dass Personen, wenn sie eine komplexe Perzeption haben, sie diese auch als solche klar zu erkennen vermögen. Denn schließlich gibt es den Fall, dass ein Mensch aufgrund eines komplexen Eindrucks oder einer komplexen Vorstellung emotional stark ergriffen wird. Und dies führt dann dazu, dass dieser Mensch, wenn er gefragt werden würde, die einzelnen, unterschiedlichen Elemente des zusammengesetzten Eindrucks oder der zusammengesetzten Vorstellung nicht zu benennen wüsste. Dies kann beispielsweise dann auftreten, wenn eine Person einen Unfall miterlebt, der sie derart in Schock versetzt, dass sie aufgrund ihrer emotionalen Betroffenheit nicht mehr fähig ist, sich an Einzelheiten dieses Vorkommnisses zu erinnern.

2.2 Die Kritik Strouds an der unzureichenden Bestimmung des Begriffs der Einfachheit

(„simplicity“) in der Humeschen Theorie des Verstandes

Barry Stroud vertritt in seinem Werk „Hume“ die These, dass aus dem Beispiel des Apfels, das Hume gibt, der Schluss gezogen werden könne, die menschlichen Eindrücke oder Vorstellungen, der Farbe, des Geschmacks und des Geruchs des jeweiligen Apfels seien einfache Bewusstseinsinhalte. Stroud argumentiert für seine These, indem darauf hinweist, dass Hume selbst so spricht, als wären die Eindrücke oder Vorstellungen der Farbe, des Geschmacks und des Geruchs dieses Apfels einfache Bewusstseinsinhalte. Und außerdem sei es so, dass Hume selbst an anderer Stelle bezüglich der Vorstellungen von Farben behauptet, diese seien einfache Vorstellungen.2

Ich stimme dieser Behauptung Strouds zu, weil der Eindruck oder die Vorstellung von der Farbe, dem Geschmack und Geruch des Apfels keine weiteren Unterteilungen zulassen. Denn die Farbe, der Geschmack und der Geruch des Apfels, lassen sich nicht in einzelne Elemente unterteilen, unabhängig davon ob sie nun als Eindruck oder als Vorstellung zu Inhalten des menschlichen Bewusstseins werden. Es handelt sich der Humeschen Theorie zufolge also bei dem Eindruck der Vorstellung der Farbe, des Geschmacks und Geruchs des Apfels um einfache Bewusstseinsinhalte, denn die Farbe, der Geschmack und der Geruch des Apfels lassen sich jeweils nicht weiter unterteilen. Und diese Eigenschaft der „Nicht- Unterteilbarkeit“ ist ja das Kriterium, das Hume anführt, um den Begriff des einfachen Bewusstseinsinhalts zu bestimmen.

Stroud kritisiert Hume insofern, als dieser sich seiner Ansicht nach nicht genügend mit der Frage beschäftigt habe, worin denn die Einfachheit (simplicity) eines Bewusstseinsinhalts genau bestehe. Hume habe offenbar keinen Grund dafür gesehen, den Begriff der „Einfachheit“ (simplicity) der Bewusstseinsinhalte näher zu untersuchen und diesen hinreichend zu bestimmen. Er belegt diese Kritik, indem er darauf hinweist, dass Hume in dem jeweiligen Abschnitt keineswegs die Meinung vertritt, die Farbe, der Geschmack und der Geruch dieses Apfels seien jeweils einfache Vorstellungen. Außerdem bemängelt Stroud, die Tatsache, dass Hume keine allgemeinen Kriterien dafür angegeben habe, anhand derer festzustellen sei, ob und ab wann es sich um einen einfachen Bewusstseinsinhalt handele.

Meiner Ansicht nach hat Barry Stroud mit dieser Kritik einerseits insoweit recht, als Hume den Begriff der Einfachheit („ simplicity“) tatsächlich nicht genauer bestimmt, und auch keine allgemeinen Kriterien angibt, anhand derer festgestellt werden kann, ab wann von einem einfachen Bewusstseinsinhalt gesprochen werden kann. Hume stellt nur das Kriterium auf, demzufolge einfache Perzeptionen keine Unterteilung erlauben. Dagegen scheint Stroud eine genaue Analyse des Begriffs der „Einfachheit“ („simplicity“) zu verlangen.

Andrerseits ist diese Schwierigkeit meiner Ansicht nach auch auf Humes Methode der philosophischen Untersuchung der Dinge zurückzuführen. Die Methode Humes besteht nämlich darin, dass er sich im allgemeinen und auch im Fall seiner Theorie des menschlichen Geistes auf die Erfahrung beruft. Hume hat meiner Ansicht nach aber auch insofern Recht, als einige Dinge intuitiv, also unmittelbar erkannt werden können, ohne dass eine Begriffsanalyse dafür notwendig wäre. Im Fall der Unterscheidung zwischen einfachen und zusammengesetzten Bewusstseinsinhalten bedeutet dies, dass diese Unterteilung auch unmittelbar, durch Beobachtung der eigenen Vorstellungen und Eindrücke erkannt werden kann.

2.3 Die Bestimmung des Verhältnisses zwischen den einfachen und den zusammengesetzten Bewusstseinsinhalten in der Humeschen Theorie des Verstandes

Schließlich geht Hume dazu über, das Verhältnis zwischen den einfachen und den zusammengesetzten Bewusstseinsinhalten zu bestimmen. Humes Hauptthese ist, dass es eine starke Ähnlichkeit zwischen der einen Klasse der Bewusstseinsinhalte, nämlich den Eindrücken („impressions“) und der anderen Klasse der Bewusstseinsinhalte, nämlich den Vorstellungen („ideas“) , mit Ausnahme des unterschiedlichen Grades der Stärke und Lebendigkeit dieser beiden Klassen, gebe.3 Das Argument Humes für diese These ist, dass die eine Klasse der Bewusstseinsinhalte eine Art Abbild der anderen Klasse der Bewusstseinsinhalte darstelle. Dies bedeute, alle Bewusstseinsinhalte des menschlichen Geistes haben die Eigenschaft, in doppelter Form aufzutreten, behauptet Hume.

Daraus folgt, argumentiert Hume, dass die Bewusstseinsinhalte jeweils immer als Eindrücke und als Vorstellungen im menschlichen Geist auftauchen. Hume gibt folgendes Beispiel um seine Hauptthese zu untermauern: Angenommen eine Person schließe ihre Augen und denke an ihr Zimmer. Die Vorstellungen, die diese Person sich von ihrem Zimmer macht, während sie ihre Augen geschlossen hält, seien genaue Kopien der Eindrücke, die schon früher in ihrem Bewusstsein vorhanden waren, als sie ihr Zimmer wahrnahm.

Der Humeschen Argumentation zufolge sind die Vorstellungen deshalb als genaue Abbilder der Eindrücke zu bezeichnen, weil die Vorstellungen keine Qualitäten (Eigenschaften) aufweisen, die nicht auch schon zuvor in den jeweiligen Eindrücken vorhanden gewesen sind.

Daraus zieht Hume den Schluss, dass es so zu sein scheint, dass Vorstellungen und Eindrücke immer übereinstimmen.

Im Folgenden unterzieht Hume seine vorangehende Behauptung, zwischen den Eindrücken und Vorstellungen des menschlichen Bewusstseins bestehe eine große Ähnlichkeit, einer neueren Betrachtung. Hume argumentiert für diese neuere Betrachtung, indem er auf seine Beobachtung verweist, dass viele der zusammengesetzten Vorstellungen im menschlichen Geist auftreten, ohne dass sie als Folge der entsprechenden Eindrücke einzuschätzen seien. Im Gegenteil sei es auch so, argumentiert Hume, dass viele unserer zusammengesetzten Eindrücke überhaupt keine entsprechenden Vorstellungen nach sich zögen. Hume gibt folgendes Beispiel, um die Einschränkung seiner vorhergehenden Hauptthese zu rechtfertigen: „I can imagine to myself such a city as the New Jerusalem, whose pavement is gold and walls are rubies, tho` I never saw any such. I have seen Paris; but shall I affirm I can form such an idea of that city, as will perfectly represent all its streets and houses in their real and just proportions?”4

Hume gibt an dieser Stelle das Beispiel einer Stadt, die das “neue Jerusalem” heißt, deren Bürgersteige aus Gold und deren Mauern aus Rubinen gefertigt sind und die als Vorstellung zum Bewusstseinsinhalt einer Person wird, ohne dass diese Person jemals einen Eindruck von dieser vorgestellten Stadt gewonnen hat. Meiner Ansicht nach ist der wichtige Punkt an diese Beispiel, dass eine Person imstande ist, eine Vorstellung dieser Stadt zu entwickeln, ohne diese Stadt jemals gesehen, also einen Eindruck von dieser Stadt gehabt zu haben. Dieses Beispiel eignet sich meiner Meinung nach gut dazu, die Abänderung der Regel, dass Eindrücke und Vorstellungen einander in jedem Fall entsprechen, zu rechtfertigen. Das Argument dafür ist, dass dieses Beispiel verdeutlicht, dass es zusammengesetzte Vorstellungen im menschlichen Bewusstsein geben kann, ohne dass diesen ein zusammengesetzter Eindruck vorausgegangen sein muss. Im zweiten Fall bezieht sich Hume auf den zusammengesetzten Eindruck der Stadt Paris, den eine Person gehabt hat. In diesem Zusammenhang stellt Hume die rhetorische Frage, ob diese Person, die, die Stadt Paris gesehen habe, also einen zusammengesetzten Eindruck von dieser Stadt gehabt habe, beschwören sollte, sie könne eine zusammengesetzte Vorstellung von dieser Stadt bilden, die alle Strassen und Häuser der Stadt Paris, wie diese tatsächlich proportional beschaffen seien, genauestens darstelle. Es handelt sich dabei um eine rhetorische Frage Humes, weil er keine Antwort darauf erwartet, sondern nur Zustimmung.

[...]


1 vgl. David Hume, A Treatise of Human Nature, hrsg. von L.A. Selby- Bigge& P.H. Nidditch, Oxford, 1976, S.1-2, siehe auch für das Folgende.

2 Barry Stroud, Hume, London(u.a.),1977, S.20-21, siehe auch für das Folgende.

3 vgl. David Hume, A Treatise of Human Nature, ed. by L.A. Selby- Bigge&P.H. Nidditch,Oxford, 1976, S.2-3,

siehe auch für das Folgende.

4 Ebd., A Treatise of Human Nature, S.3

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten

Details

Titel
Die Humesche Theorie des Verstandes und des Affekts des Stolzes und die Frage - besitzt dieser ein intentionales Objekt?
Hochschule
Universität Hamburg  (Philosophisches Seminar)
Veranstaltung
Philosophie der Gefühle
Note
2,7
Autor
Jahr
2007
Seiten
33
Katalognummer
V82005
ISBN (eBook)
9783638887489
ISBN (Buch)
9783638887687
Dateigröße
499 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Humesche, Theorie, Verstandes, Affekts, Stolzes, Frage, Objekt, Philosophie, Gefühle
Arbeit zitieren
Caroline Boller (Autor), 2007, Die Humesche Theorie des Verstandes und des Affekts des Stolzes und die Frage - besitzt dieser ein intentionales Objekt?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82005

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