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Die Rolle des Deutschunterrichts an berufsbildenden Schulen unter dem Aspekt des Einsatzes von Schlüsselqualifikationen

Title: Die Rolle des Deutschunterrichts an berufsbildenden Schulen unter dem Aspekt des Einsatzes von Schlüsselqualifikationen

Master's Thesis , 2007 , 69 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: Dirk Schmalfuß (Author)

Didactics - German Studies
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Summary Excerpt Details

In meiner Masterarbeit beschäftige ich mich mit der Frage, welche Rolle der Deutschunterricht heute an den berufsbildenden Schulen spielt, insbesondere unter dem Aspekt von Schlüsselqualifikationen.
Die Auseinandersetzung mit diesem Thema erfordert zunächst die Beschreibung allgemeiner pädagogischen Grundlagen und Voraussetzungen des Unterrichts an Schulen. Ausgehend vom Bildungsbegriff und des Bildungsauftrages der Schulen stelle ich die besondere Stellung der berufsbildenden Schulen im Umfeld des dualen Systems heraus. Der daraus formulierte besondere Bildungsauftrag wird auf der gesetzlichen Grundlage der Rahmenrichtlinien erläutert und weiter ausdifferenziert.
Die Analyse der aktuellen und besonderen Anforderungen an den DU bildet die Grundlage weiterer Betrachtungen für die praktische Umsetzung der Themenfelder. Zunächst gehe ich auf grundlegende Prinzipien der Didaktik ein und begründe die Notwendigkeit einer eigenständigen Deutschdidaktik für berufsbildende Schulen. In den Formulierungen von Anwendungsbeispielen aus den Bereichen Rechtschreibung, Grammatik, Schreibfähigkeit und Medienerziehung wird das gewandelte Anforderungsprofil und die damit zusammenhängende Legitimation für den DU dargestellt.
Diese aufgeführten Beispiele beinhalten u. a. auch Bestandteile von Kompetenzen, die unter dem Begriff der Schlüsselqualifikationen zusammengefasst werden. Dabei zählt die kommunikative Kompetenz zu den wichtigsten Schlüsselqualifikationen im DU an berufsbildenden Schulen und wird deshalb wissenschaftlich, didaktisch und methodisch von mir begründet. Anhand von mündlichen und schriftlichen Kommunikationsanlässen wird deutlich, dass die Vermittlung von kommunikativen Kompetenzen in den Rahmenrichtlinien zwar enthalten, aber für den Bereich Kommunikation, Präsentation und Moderation nur sehr allgemein oder gar nicht aufgeführt sind.
Für diese Bereiche demonstriere ich deshalb anhand von drei Unterrichtssequenzen, welche Möglichkeiten der Umsetzung sich für den DU an berufsbildenden Schulen auf diesem Gebiet anbieten und welche inhaltlichen und methodischen Faktoren eingesetzt werden können. Die Zielsetzungen und Analysen geben zudem einen Ausblick, welche wichtige Funktion der DU vor dem Hintergrund einer fächerübergreifenden Lernfeldstruktur hat und welche zukünftigen Aufgaben sich für ihn ergeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Pädagogische Grundlagen und Voraussetzungen des Unterrichts an Schulen

2.1 Der Bildungsbegriff

2.2 Der Bildungsauftrag der Schulen

2.3 Der besondere Bildungsauftrag der berufsbildenden Schulen

2.4 Die Rahmenrichtlinien für die berufsbildenden Schulen

2.4.1 Das Lernfeldkonzept

2.4.2 Rahmenrichtlinien für das Unterrichtsfach Deutsch

3 Die gegenwärtige Rolle des DU an berufsbildenden Schulen

3.1 Die besondere aktuelle Herausforderung des DU

3.2 Prinzipien und Didaktik des Deutschunterrichts

3.3 Schlussfolgerungen

4 Schlüsselqualifikationen in der beruflichen Bildung – Konzepte und Grundlagen für den Deutschunterricht

4.1 Die Etablierung des Schlüsselqualifikationskonzeptes in der beruflichen Bildung

4.2 Kommunikative Kompetenz als die Schlüsselqualifikation im DU

4.3 Kommunikationsanlässe aus der Alltags- und Berufswelt

4.4 Exkurs: Theoretische Grundlagen der Kommunikation

5 Konsequenzen für den DU

5.1 Modul 1: Grundlagen der Kommunikation / Rhetorik

5.1.1 Zielsetzung

5.1.2 Didaktische Analyse

5.1.3 Unterrichtssequenz: Grundlagen der Rhetorik/Kommunikation

5.2 Modul 2: Präsentation

5.2.1 Zielsetzung

5.2.2 Didaktische Analyse

5.2.3 Methodische Konsequenzen

5.2.4 Unterrichtssequenz Präsentation

5.3 Modul 3: Moderation

5.3.1 Zielsetzung

5.3.2 Didaktische und methodische Analyse

5.3.3 Unterrichtssequenz Moderation

6 Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Masterarbeit untersucht die Rolle des Deutschunterrichts an berufsbildenden Schulen im Kontext der Vermittlung von Schlüsselqualifikationen. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern curricular verankerte kommunikative Kompetenzen praktisch umgesetzt und zur Förderung der beruflichen Handlungsfähigkeit sowie der Persönlichkeitsentwicklung der Schüler genutzt werden können.

  • Pädagogische Grundlagen und Bildungsauftrag berufsbildender Schulen
  • Das Lernfeldkonzept und seine Bedeutung für den Deutschunterricht
  • Förderung von Schlüsselqualifikationen wie kommunikativer Kompetenz
  • Entwicklung modularer Unterrichtskonzepte (Rhetorik, Präsentation, Moderation)
  • Reflexion der Rolle des Deutschunterrichts als Integrationsfach

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Bildungsbegriff

Der Einzug des Bildungsbegriffs in die Pädagogik begann im 18. Jahrhundert durch das entstehende neue Menschenbild eines aufgeklärten, in wissenschaftlichen Kategorien denkenden Menschen. Ausgehend von den Ideen Rousseaus und Pestalozzis formulierte W.v. Humboldt (1767-1835) als Vertreter des klassischen Bildungsbegriffs das Ziel einer allgemeinen Menschenbildung, in der die Beziehung zwischen Individualität und Kollektivität, von Bildung und Beruf und von Mensch und Gesellschaft beschrieben wird. Als erster erhebt er Bildung zum Programm. Seine bildungstheoretischen Ansätze betonen die Auseinandersetzung des Menschen mit seiner Umwelt durch Bildung, das Erleben von Spannungen und Widersprüchen sowie die Selbstbestimmung der menschlichen Person. Humboldt begründet ein mehrgliedriges Bildungssystem, in dem jeder nach seinen Fähigkeiten und nach den Anforderungen, die die Gesellschaft an ihn stellt, gefördert wird.

Mit der Schaffung der ersten Gymnasiallehrpläne im frühen 19. Jahrhundert in Preußen wird Bildung ein messbares Gut. Bildung allein genügt nicht mehr, sondern soll Nutzen und Gewinn ermöglichen. Damit entwickelt sich Bildung zum Statussymbol in der Gesellschaft (vgl. Wehnes 1991:258-260).

Anfang des 20. Jahrhunderts konnte die wachsende Bedeutung von Natur-, Berufs- und Wirtschaftswissenschaften nicht länger von der Pädagogik ignoriert werden. Für G.M. Kerschensteiner (1854-1932), der Begründer der Berufsschulen in Deutschland, galt die „Berufsbildung als Pforte zur Menschenbildung“ (vgl. Wehnes 1991:258-315). Im Jahre 1967 entwickelte S.B. Robinsohn (1916-1972) einen Bildungsbegriff, der sich mehr auf das Vermitteln von Qualifikationen und das Beherrschen von praktischen Verhaltenstechniken konzentrierte. Danach ist „[...] Bildung Ausstattung zum Verhalten in der Welt“ (Robinsohn 1967:26). Geht man von dieser Definition aus, dann dienen diese Qualifikationen als Ausstattungsmittel oder -hilfe zum Verhalten in der Alltags- und Berufswelt. Für die Ausbildung an den berufsbildenden Schulen und hier insbesondere für den Deutschunterricht (DU) ergibt sich somit die Aufgabe, das WIE und WARUM dieser Qualifikationen zu klären und dabei schwerpunktmäßig die Berufs- und Alltagsreife zu fördern.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des Deutschunterrichts für die Persönlichkeitsbildung und die Weiterentwicklung von Kompetenzen als Schlüsselqualifikationen an berufsbildenden Schulen.

2 Pädagogische Grundlagen und Voraussetzungen des Unterrichts an Schulen: Dieses Kapitel erläutert den Bildungsbegriff sowie den speziellen Bildungsauftrag berufsbildender Schulen im dualen System und stellt das Lernfeldkonzept vor.

3 Die gegenwärtige Rolle des DU an berufsbildenden Schulen: Hier werden die besonderen Herausforderungen des Deutschunterrichts diskutiert, insbesondere im Hinblick auf sprachliche Reflexion, Orientierungswissen und den Umgang mit neuen Medien.

4 Schlüsselqualifikationen in der beruflichen Bildung – Konzepte und Grundlagen für den Deutschunterricht: Dieses Kapitel definiert Schlüsselqualifikationen, betont die kommunikative Kompetenz als zentralen Bestandteil und analysiert Kommunikationsanlässe in Berufs- und Alltagswelt.

5 Konsequenzen für den DU: Der Autor präsentiert konkrete Module für den Deutschunterricht, die als praxisnahe Unterrichtssequenzen für Rhetorik, Präsentation und Moderation konzipiert sind.

6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der Deutschunterricht ein unverzichtbarer Teil der Berufsausbildung ist, um überfachliche Handlungskompetenzen gezielt zu fördern.

Schlüsselwörter

Deutschunterricht, berufsbildende Schulen, Schlüsselqualifikationen, kommunikative Kompetenz, berufliche Bildung, Lernfeldkonzept, Handlungsorientierung, Rhetorik, Präsentation, Moderation, Sprachdidaktik, Persönlichkeitsbildung, Medienerziehung, Berufsausbildung, Handlungskompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, welche Rolle der Deutschunterricht an berufsbildenden Schulen spielt und wie dieser zur Vermittlung von Schlüsselqualifikationen beitragen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die pädagogischen Grundlagen der beruflichen Bildung, das Lernfeldkonzept, die Förderung kommunikativer Kompetenzen und die praxisnahe Gestaltung von Unterrichtsmodulen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, inwieweit Schlüsselqualifikationen in den curricularen Vorgaben enthalten sind und wie Deutschlehrkräfte diese sinnvoll in den Unterricht integrieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Analyse einschlägiger pädagogischer Literatur und Rahmenrichtlinien sowie auf eine repräsentative telefonische Umfrage bei 30 Schulen zur aktuellen Unterrichtspraxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung von Schlüsselqualifikationen, der Bedeutung kommunikativer Kompetenz und der Entwicklung konkreter Unterrichtsmodule für Rhetorik, Präsentation und Moderation.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "Schlüsselqualifikationen", "kommunikative Kompetenz", "Lernfeldkonzept" und "handlungsorientierter Unterricht" geprägt.

Welche Rolle spielt die "kommunikative Kompetenz" konkret?

Sie gilt als die zentrale Schlüsselqualifikation, da sie als integrative Schnittstelle zwischen allgemeinbildenden Inhalten und beruflichen Anforderungen dient.

Warum hält der Autor den Deutschunterricht an berufsbildenden Schulen für unverzichtbar?

Ohne Deutschunterricht würde die berufsbildende Schule auf eine reine Wissensvermittlung reduziert; das Fach leistet hingegen einen essentiellen Beitrag zur Reflexion der Berufsrolle und gesellschaftlichen Teilhabe.

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Details

Title
Die Rolle des Deutschunterrichts an berufsbildenden Schulen unter dem Aspekt des Einsatzes von Schlüsselqualifikationen
College
University of Osnabrück
Grade
1,2
Author
Dirk Schmalfuß (Author)
Publication Year
2007
Pages
69
Catalog Number
V82039
ISBN (eBook)
9783638847650
ISBN (Book)
9783638845878
Language
German
Tags
Rolle Deutschunterrichts Schulen Aspekt Einsatzes Schlüsselqualifikationen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dirk Schmalfuß (Author), 2007, Die Rolle des Deutschunterrichts an berufsbildenden Schulen unter dem Aspekt des Einsatzes von Schlüsselqualifikationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82039
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