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Eine kurze Vorstellung des Werks "The Americans" von Robert Frank

Title: Eine kurze Vorstellung des Werks "The Americans" von Robert Frank

Seminar Paper , 2005 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Arzu Cevatli (Author)

Art - Photography and Film
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„Just look at the pictures“ , so die Antwort Robert Franks, wenn er nach der Bedeutung seines Werks gefragt wird. Er ist der Meinung, das Werk brauche den Kommentar seines Autors nicht. Seine Fotografien bieten viele anspruchsvolle Lesearten und erlauben auch Jahrzehnte später interessante Diskurse.
Die vorliegende Arbeit stellt den Künstler Robert Frank und sein Werk „The Americans“ vor. Es wird vor allem der Frage nachgegangen, wie der Bildband „gelesen“ werden könnte. Anhand ausgesuchter Beispiele wird eine mögliche „Leseart“ behandelt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biographie

3. Die Fotografie zu Franks Zeit und Einordnung seiner Werke

4. Formale Betrachtung: „The Americans“

4.1 Reaktionen auf „The Americans“

4.2 Beschreibung und Analyse ausgewählter Fotografien

4.2.1 Beispiel für formale Beschädigung: „Parade – Hoboken, New Jersey“ (Abb. 1)

4.2.2 Beispiel für Opposition und Korrespondenz: „Covered Car, Long Beach, CA“ und „Car accident, U.S. 66, Between Winslow and Flagstaff, AZ “ (Abb. 2 und 3)

4.2.3 Beispiel einer Sequenz mit dem Motiv Kreuz (Abb. 4-6)

5. Abschließende Betrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Bildband „The Americans“ von Robert Frank mit dem Ziel, eine mögliche Leseart des Werks zu erschließen. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie die scheinbar unzusammenhängende Struktur der Fotografien gedeutet werden kann und welche formale sowie inhaltliche Bedeutung den ausgewählten Aufnahmen im Kontext der amerikanischen Gesellschaft der 1950er Jahre zukommt.

  • Biographische Einflüsse auf Robert Franks fotografisches Werk
  • Die Entwicklung der dokumentarischen Kunstfotografie in den 1960er Jahren
  • Formale Analyse der ästhetischen „Fehler“ und ihre konzeptionelle Bedeutung
  • Opposition und Korrespondenz als strukturierende Elemente des Bildbandes
  • Die kritische Auseinandersetzung mit dem amerikanischen Traum

Auszug aus dem Buch

4. Formale Betrachtung: „The Americans“

Für den Bildband hat Robert Frank 83 Fotografien aus insgesamt 20.000 Negativen ausgewählt, die im Rahmen des Guggenheim-Stipendiums auf der Reise durch die USA entstanden sind. Die Fotografien tragen oft formale Merkmale wie Grobkörnigkeit und Weitwinkelperspektive. Wie bereits aufgezeigt, war das Kriterium der Verständlichkeit und der besonderen Auswahl an Themen für die breite Öffentlichkeit ein Kennzeichen des LIFE Stils. Diese Kriterien sind bei „The Americans“ nicht gegeben: nicht linear aufgebaut, kann der Bildband nicht als Erzählung mit einem Anfang, Höhepunkt und Ende gelesen werden. Der Titel und die Aufmachung als Bildband lassen aber eine Erzählung erwarten.

Beim Durchblättern des Bandes wird dem Betrachter im ersten Eindruck die Reihenfolge der Bilder nicht ganz klar, da die Fotografien weder thematisch noch geographisch geordnet sind. Der Versuch, den Bildband in verschiedene Teile zu gliedern, wie es in einigen Besprechungen beispielsweise anhand des oft auftauchenden Motivs der amerikanischen Flagge gemacht wurde, wird der komplexen und vieldeutigen Struktur des Bandes nicht gerecht. „The Americans“ in Gruppierungen und Sequenzen, die meist das gleiche Motive beziehungsweise Thema behandeln, einzuordnen, erscheint daher sinnvoller. Sequenzen stehen dabei oft nicht „geschlossen“, sondern nehmen Bezug zu Fotografie, die noch folgen oder bereits gezeigt wurden. Frank verbindet dabei Bildfolgen mit visuellen Motiven wie Bäume, Autos, Speiselokale oder Musikboxen, wobei diese Motive immer in einem anderen Kontext stehen. Dennoch können die Fotografien auch alleine stehen, ohne ihre Bedeutung zu verlieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Arbeitsweise Robert Franks ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage, wie der Bildband „The Americans“ interpretiert werden kann.

2. Biographie: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg Robert Franks von seiner Zürcher Herkunft bis zu seiner Auswanderung in die USA und der Entwicklung seiner künstlerischen Identität nach.

3. Die Fotografie zu Franks Zeit und Einordnung seiner Werke: Der Text beleuchtet den Wandel der Fotografie in den 1960er Jahren und verortet Frank im Spannungsfeld zwischen traditioneller Dokumentarfotografie und einer neuen, subjektiven Kunstauffassung.

4. Formale Betrachtung: „The Americans“: In diesem Hauptteil wird der Bildband auf seine formale Struktur hin analysiert, wobei anhand konkreter Bildbeispiele die bewusste Abkehr von ästhetischen Konventionen erläutert wird.

5. Abschließende Betrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass Frank mit seinen subjektiven Bildern ein persönliches, distanziertes Portrait Amerikas schuf, das die Fotografie nachhaltig beeinflusste.

Schlüsselwörter

Robert Frank, The Americans, Dokumentarfotografie, Kunstgeschichte, Fotografie der 1950er Jahre, Bildband, subjektive Fotografie, formale Analyse, Bildsequenzen, amerikanischer Traum, Kritik, Straight Photography, Guggenheim-Stipendium, Fotogeschichte, Sozialkritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit behandelt den berühmten Bildband „The Americans“ des Fotografen Robert Frank und untersucht dessen Bedeutung, Struktur und Wirkung im historischen Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Biographie Franks, der formalen Ästhetik seiner Bilder, der Einordnung in die zeitgenössische Fotografie sowie der gesellschaftskritischen Dimension des Werks.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, eine interpretative „Leseart“ für den Bildband zu finden, da das Werk keine lineare Geschichte erzählt, sondern über Sequenzen und Motive funktioniert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine formale Werkanalyse sowie den Vergleich mit kunsthistorischen Theorien der dokumentarischen Fotografie der 1960er Jahre.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die formale Beschaffenheit der Fotografien, die Reaktionen auf das Buch sowie die spezifische Analyse ausgewählter Bildbeispiele, einschließlich ihrer Sequenzierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Robert Frank, The Americans, Dokumentarfotografie, subjektive Fotografie, Bildsequenzen und gesellschaftliche Reflexion.

Warum wurde das Foto „Parade – Hoboken, New Jersey“ als Beispiel gewählt?

Das Bild dient als Paradebeispiel für die bewusste formale „Fehler“ wie den Beschnitt von Personen, womit Frank seine Abkehr von traditionellen ästhetischen Regeln demonstriert.

Wie unterscheidet sich Frank von der damaligen LIFE-Fotografie?

Während die LIFE-Fotografie auf ausgewogene Komposition, Perfektion und eine verständliche, lineare Erzählung setzte, provozierte Frank durch subjektive, grobkörnige Bilder und eine bewusste Verweigerung narrativer Eindeutigkeit.

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Details

Title
Eine kurze Vorstellung des Werks "The Americans" von Robert Frank
College
University of Fribourg  (Fachbereich für neuzeitliche Kunstgeschichte)
Course
Fotografie des 20. Jahrhundert
Grade
1,0
Author
Arzu Cevatli (Author)
Publication Year
2005
Pages
19
Catalog Number
V82053
ISBN (eBook)
9783638892643
Language
German
Tags
Eine Vorstellung Werks Americans Robert Frank Fotografie Jahrhundert
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Arzu Cevatli (Author), 2005, Eine kurze Vorstellung des Werks "The Americans" von Robert Frank, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82053
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