Materielle Mitarbeiterbeteiligungen durch Aktien und Optionsscheine


Hausarbeit, 2005
13 Seiten, Note: 2,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Begriffsbestimmung
2.1. Aktie
2.2. Optionsschein
2.3. Unterschiede der Beteiligungsform Aktien/ Optionsscheine

3. Vorteile von materiellen Mitarbeiterbeteiligungen
3.1. Unternehmerische/ Finanzpolitische Vorteile
3.2. Personalpolitische Vorteile
3.3. Weitere Vorteile einer materiellen Mitarbeiterbeteiligung
3.3.1. Nachfolgeregelung
3.3.2. Übernahmeabwehr
3.4. Nachteile einer materiellen Mitarbeiterbeteiligung

4. Gefahr des Missbrauchs

5. Schlussbetrachtung

1. Einführung

Shareholder Value und Globalisierung sind Begriffe, die das heutige Wirtschaftsgeschehen prägen. Doch was bedeuten sie und welche Veränderungen bringen sie mit sich?

Die Globalisierung als zunehmende Verflechtung der Güter- und Kapitalmärkte spielt nunmehr auch im Bereich der Personalrekrutierung eine stärker werdende Rolle, denn Ländergrenzen verlieren bei der Arbeitssuche qualifizierter Führungskräfte immer mehr an Bedeutung. Aus diesem Grund hat der internationale Wettbewerb um engagiertes und kompetentes Führungspersonal stark zugenommen. Werden allerdings die Verdienstmöglichkeiten fähiger Führungskräfte und andere Rahmenbedingungen betrachtet, steht es um den Standort Deutschland im internationalen Vergleich eher schlecht.

Deutsche Unternehmen sind jedoch auf hochqualifiziertes Führungspersonal angewiesen, denn sie sind es, die strategische Entscheidungen treffen und dadurch über Erfolg oder Misserfolg bestimmen. Um dem zukünftigen Mangel an hochmotivierten und begabten Führungskräften vorzubeugen und im internationalen Wettbewerb um High Potentials konkurrenzfähig zu bleiben, müssen sich deutsche Unternehmen hinsichtlich ihrer Vergütungsstrategien den internationalen Gepflogenheiten anpassen.

Zudem hat sich in den letzten Jahren auch in Deutschland verstärkt die Ausrichtung der Unternehmenspolitik am Shareholder Value durchgesetzt.

Dadurch ist die Position der Eigenkapitalgeber gefestigt worden, denn ihre Gunst ist für die Existenz eines Unternehmens unerlässlich, da Kapital benötigt wird, um Investitionen tätigen zu können. Um der bedeutenden Stellung der Aktionäre gerecht zu werden, müssen sämtliche Unternehmensaktivitäten auf ihre Interessen ausgerichtet werden, weshalb die Implementierung eines entsprechenden Anreizsystems für das Management sinnvoll ist.

Finanzielle Anreizsysteme für Vorstände und Führungskräfte, sind heute wichtige Bestandteile moderner Vergütungssysteme und international weit verbreitet.

Der Zweck von Mitarbeiterbeteiligungen liegt vor allem darin, dass die Führungskräfte ihr Verhalten auf eine Steigerung des Börsenkurses ausrichten und die Möglichkeit erhalten, an der von ihnen mit beeinflussten Wertsteigerung des Unternehmens zu partizipieren.

Zum heutigen Zeitpunkt gehören sie international mittlerweile „genauso selbstverständlich zum Lohnpaket von Mitarbeitenden wie zum Beispiel das fixe Grundsalär, ein erfolgsabhängiger Bonus, ein breites Spektrum an Spesenentschädigungen oder die kostenlose Benützung eines Autos, Mobiltelefons oder Computers.“[1]

Mitarbeiterbeteiligungen durch Aktien oder Optionsscheine sind eine häufig genutzte Möglichkeit die Unternehmensorientierung am Shareholder Value gegenüber Investoren und Aktionären zu kommunizieren.

2. Begriffsbestimmung

Damit im Rahmen dieser Arbeit die im weiteren Verlauf verwendeten Begriffe eindeutig abgegrenzt werden können, sollen diese nachfolgend definiert werden.

2.1. Aktie

Die Aktie stellt einen Bruchteil des Grundkapitals einer Aktiengesellschaft dar.

Jede Aktie repräsentiert entweder einen in Euro ausgedrückten, nach der Gesamtzahl der ausgegebenen Aktien berechneten Bruchteil des Grundkapitals oder ist als Stückaktie am Grundkapital beteiligt, ohne einen Nennbetrag auszuweisen.[2]

Die Aktie ist ein Wertpapier, das der Beteiligungsfinanzierung dient und das Mitgliedschaftsrecht des Aktionärs am Unternehmen verbrieft.

Darüber hinaus verbriefen Aktien das Recht auf einen Anteil am Unternehmensgewinn, die Dividende.

Je nach Ausstattung der Aktie kann damit auch das Stimmrecht in der Hauptversammlung verbrieft sein. Während bei Stammaktien das Stimmrecht in jedem Fall gegeben ist, ist dieses bei Vorzuzugsaktien gegen Gewährung einer höheren Dividende ausgeschlossen.[3]

2.2. Optionsschein

Eine Option bezeichnet in der Wirtschaft eine bestimmte Form eines Derivates. Eine Option ist ein bedingtes Termingeschäft.

Der Käufer erwirbt

- das Recht, hat aber nicht die Pflicht,
- während eines festgelegten Zeitraums (Kontraktlaufzeit, Lebenszeit),
- eine bestimmte Menge eines Gutes (Basiswert, underlying oder underlying asset)
- zu einem im Voraus festgelegten Preis (Strike-Preis)
- zu kaufen (Call-Option) oder zu verkaufen (Put-Option).[4]

Der Verkäufer (auch Stillhalter, Schreiber, Zeichner) erhält den Kaufpreis der Option und hat im Falle der Ausübung die Verpflichtung den Basiswert zum vorher bestimmten Preis zu kaufen oder zu verkaufen.[5]

Optionsscheine sind jedoch in der Regel als Anreiz für Anleger gedacht, Aktien eines Unternehmens zu einem späteren Zeitpunkt zu erwerben.

2.3. Unterschiede der Beteiligungsform Aktien/ Optionsscheine

„In der Ausgabe von Aktien besteht die naheliegendste Art, die Mitarbeiter am Eigenkapital der Gesellschaft und damit am Unternehmen zu beteiligen“.[6]

Die Ausgabe von Aktien erfolgt an einen ausgewählten Kreis der Mitarbeiter (zum Beispiel an die komplette Belegschaft oder nur an Führungspersonen).

Zumeist haben die „Begünstigten“ das Recht, die Aktie zu einem Vorzugskurs zu erwerben.

Durch die Zuteilung von Optionen erhalten die Mitarbeiter das Recht, zu im voraus bestimmten Bedingungen, Aktien an einem späteren Zeitpunkt erwerben zu dürfen.

Dieser Zeitpunkt ist in der Regel durch eine Sperrfrist bestimmt. Durch dieses Instrument versichert sich das Unternehmen, dass der begünstigte Mitarbeiter langfristig gebunden ist.

[...]


[1] Vgl. Zuger Steuer Praxis 27/2004 B 22.2/3 S.47.

[2] Vgl. Gablers Wirtschaftslexikon, S. 72.

[3] Vgl. Tarja Böttger: Bankbetreibslehre, S. 215

[4] Vgl. www.wikipedia.de.

[5] Vgl. Tarja Böttger: Bankbetriebslehre, S. 220.

[6] vgl. Beat Walti: Mitarbeiterbeteiligung Aktien- und Optionspläne S. 9

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Materielle Mitarbeiterbeteiligungen durch Aktien und Optionsscheine
Hochschule
Private Fachhochschule Göttingen
Veranstaltung
Personalmanagement
Note
2,3
Autor
Jahr
2005
Seiten
13
Katalognummer
V82057
ISBN (eBook)
9783638892667
Dateigröße
400 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Materielle, Mitarbeiterbeteiligungen, Aktien, Optionsscheine, Personalmanagement
Arbeit zitieren
Peter Jochheim (Autor), 2005, Materielle Mitarbeiterbeteiligungen durch Aktien und Optionsscheine, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82057

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