Grausamer als die Norm des Grauens: Die SS-Aufseherin Irma Grese


Hausarbeit, 2006
27 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Irma Grese - Ein kurzes Leben
2.1. Realitäten
2.2. Mythos

3. Die Konstruktion von Sinn im Handeln von Irma Grese
3.1. Die Entmenschlichung des Anderen
3.2. Gehorsam
3.3. Gestaltungen
3.4. Sex
3.5. Die Entscheidung zum Töten

4. Schlussbetrachtung

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

„Schnell“ lautete das letzte Wort von Irma Grese. Sie sagte es am 13. Dezember 1945 um 10.03 Uhr in Anwesenheit ihres Henkers Albert Pierrepoint, der ihr in diesem Moment den Strick um den Hals legte. Sekunden später öffnete sich die Klappe und der Körper der 22- Jährigen baumelte leblos am Galgen. 20 Minuten später nahmen der britischer Berufshenker und seine Helfer den Leichnam ab und legten ihn in einen der vorbereiteten Särge. An diesem Tag starben weitere zwölf verurteilte NS-Verbrecher.1

Ort dieses Schauspiels des Todes war das Zuchthaus von Hameln. Der Stadt, die bis in die Gegenwart hinein bekannt ist als Opfer eines Rattenfängers, der die Kinder der Bürger mit seinem lieblichen Musikspiel für immer entführte, als er für seine Dienste nicht bezahlt worden war. Stellte Irma Grese letztlich auch das Opfer eines Rattenfängers in Form das nach Ende des Zweiten Weltkriegs oft dämonisierten Adolf Hitlers dar? Die junge Frau war noch nicht einmal 20, als sie kurz nach ihrer Ausbildung zur SS-Aufseherin nach Auschwitz versetzt wurde. Mit 20 Jahren gaben ihr die Umstände Verfügungsgewalt über bis zu 30000 Frauen im Frauenlager von Auschwitz. Überlebende berichteten in der Gerichtsverhandlung 1945 als Zeugen und bis heute in Büchern von kaum vorstellbaren Grausamkeiten. In einem Kommentar der Lüneburger Post vom 14. September 1945 stellte der Autor die Frage, „wieso eine hübsche Frau mit ebenmäßigen Zügen in die Gesellschaft Kramers [ihr direkter Vorgesetzter in Auschwitz-Birkenau und in Belsen, d.V.] kommt und als Hüterin eines Abgrundes auftreten konnte, dessen Enthüllung die ganze Welt entsetzte“.2 Faszination Gewalt? Zwang? Oder doch Verführung? Wo liegen die Ursachen? Schon 1945 verkehrten die Täter die Realität ins Gegenteil und schufen einen Mythos des Opfertums: „Der bereits von der Verteidigung in Nürnberg behauptete Befehlsnotstand als juristische und zunehmend auch populäre Rechtfertigungsfigur verbreitete die Vorstellung, daß dem Terror nach außen ein Terror nach innen entsprochen habe, ein Zwang zum Mitmachen und eine stete Bedrohung an Leib und Leben im Falle der Verweigerung.“3 Im gleichen Jahr erschien das Buch Der SS-Staat von Eugen Kogon, der eine erste Typisierung der SS-Angehörigen vornahm und welche „die kollektive Wahrnehmung prägte: das der sozial deklassierten und unter Minderwertigkeitskomplexen leidenden Männer, die eigentlich mit der deutschen Gesellschaft nichts zu tun hatten“.4 Diese Vorstellung hat die Forschung heute umfassend revidiert, doch erstaunlicherweise liegen noch immer mehrheitlich Untersuchungen zur Gewalt durch männliche NS-Täter vor. Aufsehen erregten in den vergangenen Jahren die Arbeiten des Sozialpsychologen Harald Welzer5 und des Historikers Christopher Browning6. Beide erklären den von Männern verübten Massenmord. Doch bildet Geschlecht automatisch eine Abgrenzung des Grausamen? Lassen sich mit den Erklärungsmustern von Welzer und Browning die Taten einer Frau ebenfalls erklären? Diese Arbeit geht an das Wirken von Irma Grese heran und untersucht, ob es für ihr abweichendes Handeln eine Sinnzuschreibung geben kann. Denn laut Welzer gilt: „Eine Sortierung nach den klassischen Stratifikationsmerkmalen Schicht, Bildung, Geschlecht, Region ergibt keine relevanten Unterschiede in bezug auf die Tötungsbereitschaft, lediglich in bezug auf den Handlungsrahmen, in dem Potentiale, Dispositionen und Bereitschaften in bestimmte Richtungen aktiv und wirksam werden.“7

2. Irma Grese - Ein kurzes Leben

2.1. Realitäten

Rund um den 1840 von Carl Ludwig Seip erbauten Gutshof entwickelte sich die kleine Gemeinde Wrechen8, in der Irma Grese am 7. Oktober 1923 geboren wurde.9 In der Abgeschiedenheit der mecklenburgischen Provinz wuchs sie in einer eigentlich unbeschwerten Kindheit mit ihren Geschwistern auf.10 Als sie neun Jahre alt war, kamen die Nationalsozialisten an die Macht. Im Alter von zwölf Jahren musste sie als einschneidendes Ereignis den Selbstmord ihrer Mutter erleben.11 Mit 14 verließ sie Schule und Elternhaus. Nach mehreren Stationen kam sie am 15. April 1939 ins etwa 40 Kilometer entfernte Hohenlychen, wo sich ein sehr angesehenes SS-Sanatorium unter Leitung von Professor Dr. Karl Gebhardt etabliert hatte. Ab dem Jahr 1935 war die Heilanstalt beliebter Erholungsort bei der Nazi-Prominenz. „Es gab kaum einen Nazi-Bonzen, der nicht kürzere oder längere Zeit die Dienste der Heilanstalten in Anspruch nahm.“12 In dieser Umgebung arbeitete Irma Grese als Hilfskrankenschwester13, erhielt aber nach zwei Jahren keinen Ausbildungsplatz. Im nahe gelegenen Fürstenberg nahm sie nochmals eines Hilfsjob bei der Molkerei Gerloff an, doch auch 1942 scheiterte die Bewerbung als Krankenschwester. So begann sie im Juli eine Ausbildung zur SS-Aufseherin im nahe gelegenen Frauenkonzentrationslager Ravensbrück. Von dort wurde sie im März 1943 nach Auschwitz versetzt, wo sie zuerst im Stammlager Aufgaben bei der Postzensur, im Telefondienst und bei der Beaufsichtigung kleinerer Kommandos übernahm. Ab Mai 1944 wurden ihr im Frauenlager des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau bis zu 30000 Frauen überantwortet. Als Bewacherin eines der unmenschlichen Todesmärsche verließ sie das Lager am 18. Januar 1945 in Richtung Ravensbrück. Bei der Evakuierung ihrer Ausbildungsstätte kam sie im März nach Bergen- Belsen, wo sie kurz nach der Befreiung am 15. April verhaftet wurde. Unter großer internationaler Beachtung begann am 17. September 1945 in Lüneburg der Bergen-Belsen- Prozess. Genau nach zwei Monaten verurteilte das Gericht Irma Grese mit zehn anderen der 45 Angeklagten zum Tode. Nachdem die Täter am 12. Dezember zuhören mussten, wie Arbeiter stundenlang die Gräber aus dem gefrorenen Boden im Innenhof des Zuchthauses Hameln herausschlugen, vollstreckte der eigens aus England eingeflogene Berufshenker Albert Pierrepoint am 13. Dezember die Urteile.

2.2. Mythos

Schon als KZ-Aufseherin erlangte Irma Grese eine grausame Berühmtheit, die auf den scheinbaren Widerspruch zwischen ihrer Schönheit und ihrer Brutalität zurückzuführen ist. Das identische Phänomen liegt bei Josef Mengele vor, der als Arzt in Auschwitz fragwürdige und normalerweise letal verlaufende Experimente mit Kindern und Zwillingen machte. Mengele und Grese erhielten beide den Beinamen Todesengel und sie bildeten ein seltsam einheitliches Konstrukt des Grauens, wie eine Überlebende berichtet:

„Sie waren ein hübsches Paar, diese Irma Grese, auch der „Blonde Engel“ genannt, und der elegante Dr. Mengele. Die beiden waren im ganzen Lager berühmt und berüchtigt für ihre Schönheit und ihren Sadismus. Die erst achtzehnjährige Irma14 liebte es, im Sonntagsstaat durch das Lager zu spazieren; die Kleider, die sie trug, waren Beutestücke aus den Koffern jüdischer Frauen. Sie weidete sich am Elend der Jüdinnen, die ihrer Gnade ausgeliefert waren. Wie die überzeichnete Hollywood-Version einer KZ-Aufseherin ließ sie ihre Lederpeitsche auf die hilflosen Frauen niedersausen. Mengele gegenüber verhielt sie sich natürlich absolut devot.“15

Die Häftlingsärztin Olga Lengyel kommt in ihren Erinnerungen an die Zeit in Auschwitz mehrfach auf Irma Grese zurück: „It may seem strange to repeat it so often, but she was exceptionally beautiful. Her beauty was so effective that even though her daily visits meant roll call and selections for the gas chambers, the internees were completely entranced, gazing at her und murmuring, „How beautiful she is!“.16 Und ebenfalls beeindruckt zeigte sich die Häftlingsärztin Gisella Perl: „She was one of the most beautiful women I have ever seen. Her body was perfect in every line, her face clear and angelic and her blue eyes the gayest, the most innocent eyes one can imagine. And yet, Irma Greze [sic] was the most depraved, cruel, imaginative sexual pervert I ever came across.“17

Direkt nach Kriegsende setzte sich der Mythos des „Blonden Engels“ fort. Als der Prozess in Lüneburg begann, riefen kleine Kinder den Autos, welche die 45 Angeklagten zum Verhandlungsort brachten, immer wieder „Irma Grese“ hinterher - sehr zur Freude der Angesprochenen.18 Am ersten Prozesstag durften 30 Fotografen 20 Minuten lang Bilder machen.19 Und wieder war es die blonde, junge Frau, die international für Aufsehen sorgte. Als Irma Grese am 25. Verhandlungstag vernommen wurde, notierten die Berichterstatter nicht ausschließlich Details des Prozesses: „Sie trug einen grauen Rock, graue Jacke hellblaue Hemdbluse und Seidenstrümpfe. Als sie sich zur Zeugenaussage hinsetzte, ordnete sie sich die herunterfallenden Ringellocken.“20 Ihre Familie in der mecklenburgischen Provinz musste in der Volkszeitung mehrfach von der „SS-Hyäne Irma Grese“ lesen.21 Der Berichterstatter des sowjetischen Nachrichtenbüros veröffentliche in der Zeitung Der Morgen am 2. Oktober 1945 eine deutliche Stellungnahme: „Die Zeugen berichten von den Greueltaten der Irma Grese. Sie sitzt da und sieht mit haßerfüllten Blicken auf die Zeugen. In ihrem Blick ist soviel Haß, daß sie sich, wie es scheint, mit Gewalt zurückhalten muß, um sich nicht auf diese zu stürzen und sie auf der Stelle nach ihrer alten Gewohnheit zu verprügeln.“22

Warum nur dieses große Interesse?

„Da Frauen als Angeklagte die Ausnahme sind, finden Prozesse gegen weibliche Straftäter regelmäßig größeres Interesse. (...) Zudem haben sie nicht nur Normen der Rechtsordnung überschritten, sondern auch Normen der Geschlechterordnung: Sie haben etwas getan, das - wenn überhaupt - eigentlich nur Männer tun. Sie widersprechen dem beruhigenden Bild der von „Natur“ aus sanften, fürsorglichen Frau, die ihre Mitmenschen versorgt, sie zivilisiert und ihnen das Leben angenehm macht.“23

Auch nach ihrem Tod sorgte Irma Grese im Verbund mit den anderen Hingerichteten immer wieder für Aufregung. Im März 1954 wurde ihr Leichnam mit 90 anderen vom Gefängnishof in Hameln auf den Friedhof „Am Wehl“ verlegt.24 Dies führte in England zu einer öffentlichen Debatte bis hin zur Aufforderung ans Außenministerium, in Deutschland gegen die Umbettung zu demonstrieren, was von der Regierung aber abgelehnt wurde.25 Im November 1985 rückte das Gräberfeld nochmals ins öffentliche Bewusstsein, als es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen auf dem Friedhof kam. Rechte Gruppierungen hatten ihre Kultstätte gefunden, linke Demonstranten agierten dagegen. Nachdem die Demonstrationen und Unruhen auch im Frühjahr 1986 weitergingen, wurde das Gräberfeld im März des gleichen Jahres eingeebnet.26

[...]


1 Pierrepoint, Albert: Executioner: Pierrepoint. London 1974, S. 144-151.

2 Lüneburger Post, 14. September 1945. Zitiert nach Ehlert, Martina: „ Umerziehung zur Demokratie “ . Der erste Bergen-Belsen-Prozeßin Zeitungsberichten, in: Füllberg-Stolberg, Claus et al. (Hgg.): Frauen in Konzentrationslagern, Bremen 1994, S. 251-258, hier S. 256.

3 Paul, Gerhard: Von Psychopaten, Technokraten des Terrors und „ ganz gewöhnlichen “ Deutschen. Die Täter der Shoah im Spiegel der Forschung, in: Paul, Gerhard (Hrsg.): Die Täter der Shoah. Fanatische Nationalsozialisten oder ganz normale Deutsche?, Dachau 2002, S. 13-90, hier S. 18.

4 Ebd., S. 19.

5 Welzer, Harald: Täter. Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden, Frankfurt a.M. 2005 und Welzer, Harald: Wer waren die Täter? Anmerkungen zur Täterforschung aus sozialpsychologischer Sicht, in: Paul, Gerhard (Hrsg.): Die Täter der Shoah. Fanatische Nationalsozialisten oder ganz normale Deutsche?, Dachau 2002, S. 237-253.

6 Browning, Christopher: Ganz normale Männer. Das Reserve-Polizeibataillon 101 und die „ Endlösung “ in Polen, Hamburg 1993.

7 Welzer, Wer waren die Täter?, S. 238.

8 Näheres zur Geschichte des Gutshofes und seiner Entwicklung findet sich bei Borth, Helmut: Schlösser, die am Wege liegen. Unterwegs zu 101 Guts- und Herrenhäusern in Mecklenburg-Strelitz, Friedland 2004, S. 370-372.

9 Zwei biographische Versuche gibt es bisher. Während Claudia Taake nach streng wissenschaftlichen Kriterien vorging in ihrer Diplomarbeit (Taake, Claudia: Angeklagt: SS-Frauen vor Gericht, Oldenburg 1998), gibt die Arbeit des amerikanischen Historikers Daniel Patrick Brown ein sehr fragwürdiges Bild ab (Brown, Daniel Patrick: The Beautiful Beast - The Life & Crimes of SS-Aufseherin Irma Grese, USA 1996 und zweite überarbeitete Auflage von 2004). Den Begriff Quellenkritik scheint Brown nicht zu kennen, da er mehr als kritische Quellen ohne Hinterfragen übernahm. Geschmacklos präsentiert sich der College-Dozent auf dem Autorenphoto der ersten Auflage von 1996, das ihn in typischer Touristenmanier vor dem Wachturm eines Konzentrationslagers zeigt. Mehr zu ihm im Punkt 2.2. Mythos. Beide Arbeiten leiden unter demselben Problem. Für den gesamten Lebenslauf der Irma Grese gibt es kaum schriftliche oder archivalische Quellen, so dass in einigen Punkten Aussagen in Verhandlungen, in Erinnerungsbüchern oder von Zeitzeugen ausreichen müssen. Gerade für die Jugendjahre gibt es keinerlei gesicherte Hinweise. Der Autor versucht seit einiger Zeit, mehr Hintergründe zu erforschen und hat dazu auch schon die Heimatgemeinde von Irma Grese in Mecklenburg-Vorpommern aufgesucht sowie Kontakt zu den einschlägigen Archiven aufgenommen.

10 Ältere Bewohner der Gemeinde schilderten dem Autor bei einem Gespräch am 3. September 2004, dass die Familie unauffällig war.

11 Gödecke, Dr. Monika: Konzentrationslager Bergen-Belsen. Berichte und Dokumente, Göttingen 1995, S. 219. Belege für den Suizid gibt es an dieser Stelle - und leider auch in den Archiven - nicht. Ältere Bewohner berichteten, dass die Mutter Salzsäure, das zur Reinigung im Haushalt benutzt wurde, schluckte, nachdem sie von dem Abenteuer ihres Mannes mit der Tochter des Dorf-Schmieds erfahren hatte. Sie schickte ihre Kinder los, den Vater zu holen und nahm die Säure zu sich. Mehrere Tage noch zog sich der Todeskampf hin, bis sie im Krankenhaus starb.

12 Waltrich, Hans: Aufstieg und Niedergang der Heilanstalten Hohenlychen (1902-1945), Blankensee 2001, S. 28.

13 Irma Grese selbst sagte, dass sie Hilfskrankenschwester gewesen sei, was die Literatur so übernommen hat. Im Personalbuch des Sanatoriums Hohenlychen - dem einzigen erhalten Schriftstück der Einrichtung aus der Zeit - steht, dass Grese als Hausmädchen gearbeitet hat. Vgl. Schreiben von Hans Waltrich an den Verfasser vom 23. Juni 2005. Eventuell wollte Grese durch die Berufsangabe der Hilfskrankenschwester ihre soziale Seite betonen und erhoffte dadurch Strafmilderung.

14 Die Passage handelt vom Sommer 1944, in dem Irma Grese aber schon 20 Jahre alt war.

15 Matalon, Lucette Lagnado und Dekel,Sheila Cohn: Die Zwillinge des Dr. Mengele, Hamburg 1994, S. 73-74. Gerade auf Seite 74 ist nachzulesen, welchen Reiz der schöne, grausame Mann auf die weiblichen Häftlinge ausübte, so dass sie sich vor Selektionen und Zählappellen extra schön machten für ihn: „Es liegt auf der Hand, daß viele dieser armen Frauen einfach ihren Sexappeal einsetzten und verzweifelt versuchten, sich so zu retten. Und manche waren trotz aller körperlichen Hinfälligkeit und aller Verängstigung nicht immun gegen Mengeles sexuelle Anziehungskraft.“

16 Lengyel, Olga: Five Chimneys, Chicago 2003, S. 160.

17 Perl, Gisella: I was a doctor in Auschwitz, New York 1948 [Nachdruck 1992], S. 61.

18 Playfair, Giles und Sington, Derrick: The Offenders. Society and the Atrocious Crime, London 1957, S. 160.

19 The Times, 18. September 1945 „Case opened against Belsen guards“.

20 Lüneburger Post, 26. Oktober 1945 „Herausfordernde Irma Grese als Zeugin“. Zitiert nach Taake, SS- Frauen, S. 59 Anmerkung 60.

21 So am 16. Oktober 1945 im Artikel „Die SS-Hyäne Grese gesteht: Ich habe mit der Peitsche zugeschlagen“ oder am 24. Oktober im Kommentar von Gottfried Hamacher „Anklage und Mitschuld!“. Die in Neustrelitz erscheinende Volkszeitung vermied es übrigens den gesamten Prozess über, den Herkunftsort von Irma Grese zu erwähnen.

22 Zitiert nach Ehlert, Umerziehung, S. 256-257.

23 Weckel, Ulrike und Wolfrum, Edgar: NS-Prozesse und ihreöffentliche Resonanz aus geschlechtergeschichtlicher Perspektive, in: Weckel, Ulrike und Wolfrum, Edgar (Hgg.): „ Bestien “ und „ Befehlsempfänger “ . Frauen und Männer in NS-Prozessen nach 1945, Göttingen 2003, S. 9-21, hier S. 11.

24 Die Briten nutzten das Gefängnis von Hameln noch längere Zeit als Hinrichtungsstätte, weshalb am Ende 91 Leichen im Gefängnishof begraben lagen.

25 Interessant ist hier vor allem The Times, 6. März 1954, wo unter der Überschrift „Protest at reburial of war criminals“ von einer Protestnote von fünf Labour-Abgeordneten die Rede ist, in der es unter anderem heißt: „That this House is gravely disturbed by the fact that the bodies of 91 German war criminals, including Josef Kramer and Irma Grese and other Nazi concentration camp officials, sentenced and executed after having been found guilty of crimes against humanity, are being exhumed and reinterred by the German authorities in response to pressure from German nationalist elements, and is of the opinion that such arrogant repudiation of guilt proves Germany to be still unfit to take her place in the community of civilized nations.“ Die Ablehnung der Regierung findet sich in The Times, 16. März 1954 „Reburial of war criminals. No government protest.“.

26 Krone, Peter: „ Hingerichtetengräber “ auf dem Friedhof Wehl, Hameln, Hameln 1988, Vorwort. 8

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Grausamer als die Norm des Grauens: Die SS-Aufseherin Irma Grese
Hochschule
Universität Konstanz
Note
1,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
27
Katalognummer
V82070
ISBN (eBook)
9783638884228
ISBN (Buch)
9783640865192
Dateigröße
592 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Grausamer, Norm, Grauens, Konstruktion, Sinn, Handeln, SS-Aufseherin, Irma, Grese
Arbeit zitieren
BA Axel Huber (Autor), 2006, Grausamer als die Norm des Grauens: Die SS-Aufseherin Irma Grese, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82070

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