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Indische Frauen auf dem Weg zur Emanzipation - Das Beispiel der Rashtra Sevika Samiti

Title: Indische Frauen auf dem Weg zur Emanzipation - Das Beispiel der Rashtra Sevika Samiti

Seminar Paper , 2006 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Patricia Piberger (Author)

Ethnology / Cultural Anthropology
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit findet eine Untersuchung des Frauenflügels der indischen RSS statt, welche den politischen Kontext der BJP darstellt.
Dabei wird nicht nur die männerdomierte RSS dargestellt sondern insbesondere auch auf die ideologischen Unterschieden zwischen Männer- und Frauenflügel eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Fragestellungen

2. Die RSS – eine männerdominierte Bewegung

2.1 Ein Einstieg

2.2 Die RSS

2.3 Die Sangh Parivar

2.4 Die Rashtra Sevika Samiti

2.5 Eine Zusammenfassung

3. Die Ideologie der RSS und Unterschiede bei den Samiti

3.1 Ein Einstieg

3.2 Die ideologischen Grundzüge der RSS

3.3 Ideologische Varianzen zwischen Männer und Frauen anhand dreier Beispiele

3.3.1 Ein Einstieg

3.3.2 Die zeitliche Einordnung der Hindurashtra

3.3.2.1 Die RSS-Konzeption

3.3.2.2 Die Samiti-Konzeption

3.3.3 Das Territorium der Hindurashtra

3.3.3.1 Die RSS-Konzeption

3.3.3.2 Die Samiti-Konzeption

3.3.4 Die Bevölkerung der Hindurashtra

3.3.4.1 Die RSS-Konzeption

3.3.4.2 Die Samiti-Konzeption

3.4 Eine Zusammenfassung

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der männerdominierten, hindu-nationalistischen Ideologie der RSS und dem Streben nach Emanzipation innerhalb ihres Frauenflügels, der Rashtra Sevika Samiti. Im Zentrum steht die Frage, ob eine ideologische Eingliederung in ein chauvinistisches System ein echtes Empowerment der Frau zulässt oder lediglich als strategische Maßnahme zur Anhängergewinnung zu bewerten ist.

  • Strukturanalyse der RSS (Rashtriya Swayamsevak Sangh) und der Sangh Parivar
  • Untersuchung der Rashtra Sevika Samiti als autark agierende Frauenorganisation
  • Vergleichende ideologische Analyse anhand der Kategorien Zeit, Territorium und Bevölkerung
  • Reflektion über die Bedingungen weiblicher Emanzipation in konservativ-patriarchalen Strukturen

Auszug aus dem Buch

3.3.4 Die Bevölkerung der Hindurashtra

Letztendlich möchte ich noch kurz anhand des Beispiels der Hindubevölkerung und deren ideologische Konzeption, die prinzipielle Differenz zwischen Männer- und Frauenideologie innerhalb der Sangh Parivar aufzeigen.

3.3.4.1 Die RSS-Konzeption

Für die RSS-Ideologen sind die Hindus “by far the most important ingredient in the nation“ (Golwalkar 1939: 21). Sie werden in zwei unterschiedliche Gruppen geteilt, nämlich in jene, welche sich ihrer Identität als Hindus “bewusst” sind und sich somit im Satyuga befinden und jene, die sich ihrer selbst „unbewusst“ und somit im Kaliyuga zu verorten sind (Bacchetta 1996: 128). Dabei ist die ideale Hindubevölkerung des Satyugas das am meisten erleuchtete Kollektiv der Welt, wohingegen alle anderen bis sie Kontakt zu den Hindus erlangen in einem barbarischen Zustand bleiben (Golwalkar 1966: 73). Interessant ist, dass die RSS einzig im männlichen Kategorien von den Hindus spricht und Frauen völlig vernachlässigt, so nennen sie ausschließlich “sons of the soil“ oder “men born in the land of Bharat“ (ebd. 1966: 107). Dabei ist das Ideal jener Männer stark durch brahmanische Vorstellungen geprägt (vgl. Kapitel 3.2), da sie als männlich, körperlich stark, furchtlos, zölibatär und als feurige Hindunationalisten gelten, wohingegen die „unbewussten“ Hindus als verweiblicht, materialistisch, verwestlicht, sexuell und anti-national bezeichnet werden (ebd. 1966: 316 f.). Später als die RSS gezwungen war ebenfalls Frauen zu berücksichtigen, wurden erste Texte über diese verfasst und Golwalkar fügte seinem „Bunch of Thoughts“ sogar einige Kapitel über Frauen hinzu, wobei darin jedoch nicht die Frauen selber angesprochen wurden, sondern deren hindunationalistischen Söhne (Bacchetta 1996: 129). So handelten die meisten Schriften ausschließlich von Müttern, welche ihren Söhnen die Hindukultur beibringen, dessen männliche Qualitäten herausbringen und sie für den Kampf gegen die nationalen Feinde vorbereiten sollten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Fragestellungen: Einführung in die Problematik weiblicher Emanzipation innerhalb patriarchaler Bewegungen und Vorstellung der zentralen Forschungsfrage.

2. Die RSS – eine männerdominierte Bewegung: Überblick über die Entstehung, Struktur und das ideologische Zentrum der hindunationalistischen Sangh Parivar.

3. Die Ideologie der RSS und Unterschiede bei den Samiti: Detaillierte Analyse der ideologischen Grundzüge der RSS sowie die vergleichende Untersuchung der Samiti-Konzepte in Bezug auf Zeit, Raum und Bevölkerung.

4. Fazit: Kritische Bewertung der Forschungsergebnisse und Einordnung der Möglichkeiten zur Emanzipation innerhalb der RSS-Ideologie.

Schlüsselwörter

Hindu-Nationalismus, RSS, Rashtra Sevika Samiti, Sangh Parivar, Empowerment, Frauenemanzipation, Hindutva, Hindurashtra, Ideologie, Geschlechterrollen, Patriarchat, Indien, Bharatmata, Kollektividentität, Politische Theorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Frauenflügeln zu männlich dominierten, hindunationalistischen Organisationen in Indien, insbesondere am Beispiel der Rashtra Sevika Samiti innerhalb der RSS.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die ideologische Struktur der RSS, die Rolle der Frau innerhalb dieses Weltbildes und die Frage nach Autonomie und Emanzipation.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist zu analysieren, ob Frauen in einer zutiefst männerzentrierten Bewegung tatsächlich eigene Emanzipationsspielräume schaffen können oder ob sie instrumentalisiert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Autorin nutzt eine vergleichende Ideologieanalyse, bei der sie Konzepte der Männer- und Frauenflügel anhand spezifischer Beispiele (Zeit, Territorium, Bevölkerung) gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine strukturelle Einführung in die Sangh Parivar und eine tiefergehende ideologische Vergleichsanalyse, um Unterschiede und Konvergenzen zwischen RSS und Samiti aufzuzeigen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen gehören Hindutva, RSS, Samiti, Hindurashtra, Empowerment und Geschlechterrollen.

Wie unterscheidet sich die Samiti-Konzeption der Zeit von der RSS?

Während die RSS Frauen in ihrer Ideologie zum goldenen Zeitalter weitgehend ausspart, fügen die Samiti-Frauen weibliche Heldenfiguren hinzu, um sich selbst zentraler zu positionieren.

Inwieweit lässt sich laut der Arbeit von einem Empowerment der Frau sprechen?

Die Autorin schlussfolgert, dass trotz der engen Bindung an die männerdominierte Ideologie ein beschränkter, aber real existenter Freiraum für weibliche Selbstkreationen besteht.

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Details

Title
Indische Frauen auf dem Weg zur Emanzipation - Das Beispiel der Rashtra Sevika Samiti
College
Free University of Berlin  (Institut für Ethnologie)
Course
Wohin steuert der Hindu-Nationalismus? Historische Rekonstruktion und aktuelle Analyse zur BJP und ihrem Umfeld
Grade
1,7
Author
Patricia Piberger (Author)
Publication Year
2006
Pages
23
Catalog Number
V82120
ISBN (eBook)
9783638891042
Language
German
Tags
Indische Frauen Emanzipation Beispiel Rashtra Sevika Samiti Wohin Hindu-Nationalismus Historische Rekonstruktion Analyse Umfeld
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patricia Piberger (Author), 2006, Indische Frauen auf dem Weg zur Emanzipation - Das Beispiel der Rashtra Sevika Samiti, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82120
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